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Dragon Quest Monsters: Joker 2

Ich muss zugeben, ich habe eine Schwäche für gute Namen. Das gilt generell für alle, aber für Bands und Spiele im Speziellen. Dragon Quest Monster: Joker 2 hatte daher bei mir einen verdammt schlechten Start. So ein wirrer, blöd zu merkender, nicht abkürzbarer und vor allem nichtssagender, da generischer, Titel kann es auch nur auf den DS schaffen! Aber man soll Dinge ja nicht nur nach dem äußeren Erscheinungsbild beurteilen und so habe ich mich natürlich an diese Legende herangeschmissen. Warum ich von einer Legende spreche? Nunja, das Spiel erschien vor über einem Jahr bereits in Japan und wurde bis zum Juli 2011 über eine Millionen mal alleine dort verkauft. Jetzt hat es auch den Weg in unser Heimatland und damit natürlich ins Spieletester-Büro beziehungsweise in meinen Nintendo DS geschafft. Ob ich es sofort wieder verbannt habe oder es dort verweilen durfte, erfahrt ihr im Test.

Klischees wollen bedient werden!

Es ist immerhin ein J-RPG, also hat man sich auch an die Klischees gehalten. Der namenslose Protagonist mit klassischer Anime-Style-Frisur schmuggelt sich auf die „Albatross“, um günstig zum Monsterscout-Turnier zu kommen, weil er natürlich blank ist. Die Albatross stürzt aber ab und nun ist man gefangen auf einer Insel, umringt von bösen Monstern und ohne eine Ahnung, was überhaupt vor sich geht. Also weiß jeder Spieler, was man zu tun hat: Insel erkunden, Mitstreiter finden, Monster töten!

Gesagt getan, ich ziehe in den Kampf und darf dabei immer bis zu drei Monster mitnehmen. Das heißt ich habe drei Monster-Slots, wobei manche Biester auch mal zwei oder gar drei Slots einnehmen, weswegen Planung von Nöten ist. Es gibt im gesamten Spiel über 300 Monster, die sich auf acht Klassen aufteilen und für Abwechslung sorgen. Doch wie bekommt man die Dinger? Einfach wie bei Pokemon einfangen? Fast! Die Chance, ein Monster einzufangen wird einerseits durch einen vordefinierten Wert bestimmt (es gibt einfach verdammt schwer zu fangende Monster), ist aber auch abhängig von der Stärke eurer eigenen Monster. Noch dazu kommt, dass ihr zwei Monster (weiblich und männlich) miteinander fusionieren könnt, sobald diese jeweils Level 10 erreicht haben. Dann entsteht ein Level-1-Hybrid, der die Fähigkeiten seiner Eltern sowie die Hälfte ihrer Aktionspunkte mit auf den Weg bekommt. So entsteht ein enormes Sammel-Sucht-Gefühl und Dragon Quest Monsters: Joker 2 bietet auch weit über die ordentliche Haupthandlung hinaus noch Motivation zum Spielen.

Lass uns das wie Männer klären!

Zu der Langzeitmotivation trägt vor allem der Multiplayer-Modus bei. In richtigen Monsterscout-Turnieren tretet ihr gegen Menschen auf dem Planeten an, ob Lokal oder global. Dabei ist es natürlich enorm wichtig, einerseits schon viele starke Monster gesammelt oder erstellt zu haben und natürlich auch eine ordentliche Taktik zu fahren. Hier orientiert sich das Spiel recht nah an Pokémon, ohne dabei aber wie eine billige Kopie zu wirken. Es gibt schönerweise übrigens keine Zufallskämpfe, alle Gegner sind zu sehen und attackieren nur bei Berührung.

Technisch gesehen kann sich Dragon Quest Monsters: Joker 2 definitiv sehen lassen. Eine knallig frische und nicht zu überladene Asia-Optik in schickem 3D zusammen mit einem erstklassigen Soundtrack und einer gerade dadurch grandiosen Atmosphäre machen das Spiel zu einem der besser vorzeigbaren Titeln auf dem an sich technisch schwachen DS.

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