Escape from Paradise City Testbericht

Das Genre der Mafiosi-Gamee ist noch nicht so stark verbreitet. Auch wenn ich in meiner Preview-Edition geschrieben habe, dass es stark nach einem GTA-Klon aussieht, so muss ich doch jetzt schon entgegensteuern, denn Paradise City ist viel mehr ein Mix aus Echtzeitstrategie und Rollengame. Ob die Rechnung aufgeht, lest ihr im folgenden Artikel!

Die Geschichte ist relativ belanglos und dient viel mehr als Mittel zum Zweck, denn es gilt Herrscher ueber alle moeglichen Distrikte zu werden. Nebenbei handelt die Geschichte von drei verurteilten Verbrechern, die in Paradise City ihr Heil in der Flucht als Undercover-Agenten suchen. Ausserdem noch irgendwie vorhanden: Eine Seuche, die die Menschen der Stadt bedroht. Hoert sich nicht nur einschlaefernd an, die Geschichte ist es auch.

Stille Post

Das Hauptfeature von Paradise City besteht darin, Distrikte zu erobern, was an sich ziemlich leicht ist, sofern man gut ausgeruestet und einen guten Level hat. Ihr lauft zum Anfuehrer des Areals, vermoebelt jenen bis er nur noch ganz wenig Lebensenergie hat und nehmt ihn unter eure Fittiche. Nach getaner Arbeiter wird euer neuer Untertan die Nachricht, darum die, dass ihr der neue Boss seid, an alle seine Drogendealer, Waffenhaendler und so weiter sagen, damit ihr deren Einnahmen bekommt sowie verringerte Preise bei den Waffen erhaltet.

Hin und her

Waehrend der Missionen werden euch drei verschiedene Charaktere  Verfuegung stehen, zwischen denen ihr ziemlich oft wechseln werdet. Da waere zum Beigame Nicholas Porter oder auch Angel Vargas. Der dritte im Bunde ist Boris Chekov, welcher von Anfang an einen Begleiter hat, bei den anderen beiden muss man sie sich erst holen. Diese drei Leute haben natuerlich ihre besonderen Faehigkeiten. Porter greift direkt auf seine Maschinenpistole zurueck, Angel nutzt mit Vorliebe eine messerscharfe Klinge und Boris ist der Mann fuers Grobe, denn er ist sehr stark, besitzt eine Pistole und einen Knueppel auf dem Ruecken. Die Kampagne wird durch die Charaktere aber nicht umfangreicher, sondern bleibt ganz stringent ihrer Linie treu, denn fuer eroberte Distrikte gibt es Erfahrungspunkte sowie Skillpunkte, die ihr nach einem Levelaufstieg in neue Faehigkeiten steckt. Natuerlich gibt es Erfahrung auch fuer das Besiegen von feindlich Gesinnten Bandenmitgliedern.

Pfiffige Leser werden bemerkt haben, dass es hier vorwiegend Rollengame- und MMORPG-Elemente gibt. Nachdem ihr einen Level aufgestiegen seid, koennt ihr Skillpunkte auf einige Faehigkeiten verteilen, die bestimmte Statusveraenderungen bei Feinden oder sich selbst hervorrufen und ihr bekommt einige Punkte, die ihr in Lebensenergie und dergleich steckt. Trefft ihr auf einen Feind, werden RPG-typisch alle noetigen Informationen eingeblendet, wie Lebensenergie, Statuswerte usw.. Schlagt ihr auf den Gegner, fallen die LP langsam, aber sich auf 0. Nebenbei koennt ihr im Kampf auch einfach die Waffe wechseln, was mit einem sporadisch aussehenden Menue geht, das ein wenig Ae;hnlichkeit mit WoW hat. Ausserdem hat jede Faehigkeit, die ihr benutzt, einen gewissen ‘cool-down’ – kommt auch irgendwie bekannnt vor.

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Eine kleine Besonderheit am Gameplay ist, dass man die Map ausklappen kann und damit aus der Vogelperspektive auf das Areal schaut. Ihr bekommt je nach Anzahl an Einrichtungen so genannte Powerskills, die ihr in Angriff und Verteidigung steckt. Ausserdem koennt ihr dadurch einen Satelliten dazu beordern, ein bislang nicht erobertes Areal auszukundschaften. Des Weiteren gibt es da noch die Moeglichkeit, eine 3rd-Person-Ansicht zu gameen, allerdings ist jene eher sinnlos, weil man dadurch jegliche Uebersicht verliert. Es gestaltet sich viel leichter, die Iso-Sicht zu benutzen und stetig fein im Stile eines Diablo auf den Ort zu klicken, zu dem der Charakter gehen soll.

Feine Optik

Die Grafik von Escape from Paradise City kann sich durchweg sehen lassen. Die Menschen gehen ihrem Leben nach, der dynamische Tag-/Nachtwechsel sieht toll aus und generell macht der Titel in den Aussenlevels einen guten Eindruck. Die urbanen Szenarien sind jedoch recht schwach und nicht so schoen anzusehen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Rechnerfeundlichkeit, denn das Game laeuft auch auf alten PCs recht stabil. Der Sound geht in Ordnung, koennte aber besser sein, weil die Synchronisation relativ lahm ist. Ganz gut hingegen ist der Mehrgameer, in dem ihr mit bis zu sieben weiteren Freunden in drei Modi (Standard, Mord und Dominieren) gemeinsam zocken koennt.[]

So testen wir!

Kurzzeitig macht Escape from Paradise City ziemlich viel Spass, auf lange Sicht jedoch fehlt es dem Game einfach an Abwechslung, echt guten Ideen und an dem gewissen Etwas. Das Problem des Games ist einfach, dass das Gameprinzip viel zu schnell komplett bekannt ist und man im Grunde nur noch dasselbe macht – schade, so verschenkt man viel Potenzial. Ein schlechtes Game ist es dadurch aber sicherlich nicht.
Tops Flops
Schicke Optik
Sehr gutes Skillsystem
Verschiedene Charaktere
Kurzzeitig sehr motivierend
Mehrgameer-Modus vorhanden
Gameetester.com Wertung
Gamespass gut Auszeichnungen
Gameplay gut keine
Auf Dauer zu monoton
Geschichte kommt zu lasch rueber
Nur eine recht kurze Kampagne
Grafik sehr gut
Sound gut
Umfang gut
Multiplayer gut

Gesamt

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