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eShop Special Juli 2013

Auch in diesem Monat haben wir von Nintendo wieder einige eShop-Spiele für den 3DS erhalten, wovon wir euch eine erlesene Auswahl präsentieren wollen. Hierbei handelt es sich um Aqua Moto Racing 3D, Dillon’s Rolling Western: The Last Ranger, Mighty Switch Force 2 und Urban Trial Freestyle. Wie sich die vier Spiele jeweils machen, erfahrt ihr in den Kurztests dazu!

Ich möchte an dieser Stelle nicht alphabetisch durchgehen, sondern nach Wertung, wodurch ich also mit dem schwächsten der vier Titel anfange und mit dem besten aufhöre. Safe the best for last! Den Anfang macht damit also Aqua Moto Racing 3D.

Aqua Moto Racing 3D

3DSDS_AquaMotoRacing3D_02_mediaplayer_largeWenn es einen Titel für den Nintendo 64 gab, der zahlreiche Spieler begeistern konnte, dann war es zweifelsfrei Wave Race 64. Das einfache und doch so motivierende Gameplay sind auch heute noch ein Fall für Bilderbuch-mäßiges Gameplay, von dem sich einige Entwickler eine Scheibe abschneiden können. Aqua Moto Racing 3D schlägt in eine ähnliche Kerbe, schließlich fahrt ihr mit einem Jetski eine abgesteckte Route ab, dessen Richtung durch Bojen festgelegt wird. Durch etwaige Stunts und Extrapunkte für möglichst wenige Fehler wird das Gameplay etwas abgerundet.

Das Spiel schickt euch in eine Art Turnier, bei dem ihr in sieben Cups möglichst unter die ersten kommen müsst. Am Ende schaltet ihr die gespiegelten Versionen der Strecken frei, die überdies beim Abendrot stattfinden. Das große Problem von Aqua Moto Racing 3D ist jedoch, dass die KI extrem gummibandartig ist und ihr nie einen großen Vorsprung haben werdet – egal, wie gut ihr letztlich spielt. Zwar besitzt nur ihr überdies den Turbo-Modus, doch ohne diesen wäre das gesamte Spiel einfach unfair und unmöglich. Amüsant ist darüber hinaus, dass die Entwickler vor einigen Tagen einen Patch veröffentlicht haben (auf dem 3DS ist mir das auch bisher nie untergekommen), der viele technische Probleme des Spiels behoben hat.

Fazit: Auch wenn die Ähnlichkeit zu Wave Race 64 nicht zu übersehen ist, kann Aqua Moto Racing 3D leider nicht überzeugen. Das liegt am stark schwankenden Schwierigkeitsgrad, dem etwas sehr langweiligen Streckendesign und der mäßigen Technik. Dass es gerade bei einem solchen Spiel keinen Mehrspieler-Modus gibt, ist im Endeffekt auch schon wieder der Todesstoß. Schade!

Wertung: Befriedigend (59%)


Urban Trial Freestyle

3DSDS_UrbanTrialFreestyle_02_mediaplayer_largeUrban Trial Freestyle ist natürlich eine Adaption des Ubisoft-Titels Trials Evolution für den 3DS und der Titel steht überdies bereits für die PlayStation Vita im Store zur Verfügung. Und auf dem Sony’schen Handheld spielt sich das Spiel auch wesentlich angenehmer, meiner Meinung nach. Das liegt an der etwas sehr gewöhnungsbedürftigen Steuerung. Während ihr auf Sonys Handheld nämlich mit den Schultertasten Gas gebt und bremst, müsst ihr das auf dem 3DS mit dem Pad machen. Grundsätzlich verzeiht das Spiel aber mehr Fehler als die Umsetzungen auf anderen Plattformen, wodurch die zum Teil wirklich gut gemachten Strecken keinerlei Herausforderung bieten. Lediglich die versteckten Geldsäcke erfordern ein etwas geschickteres Vorgehen.

Abseits dessen gibt es natürlich auch andere Aufgaben auf der Piste: Einen möglichst weiten Sprung, eine genaue Landung und so weiter und so fort. Am Ende bekommt ihr dann die Leistung zusammengetragen und erhaltet eine unterschiedliche Anzahl an Sternen. Und gerade bei den Zeitfahren ist der Schwierigkeitsgrad so unfassbar hoch, dass ich es nach wenigen Stunden schlichtweg aufgegeben habe, die maximale Punktzahl zu erreichen. Immerhin: Im Gegensatz zur Vita-Version gibt es in Urban Trial Freestyle einen Streckeneditor, der jedoch mit einem großen „Aber“ daherkommt. Ihr könnt keine der Strecken mit Freunden teilen. Warum man sich diese Option hat entgehen lassen, bleibt mir auch heute noch schleierhaft.

Fazit: Insgesamt präsentiert sich Urban Trial Freestyle als solider Titel, der aber so viel mehr hätte sein können. Eine angenehme Steuerung wäre der erste Punkt, den ich ändern würde. Der Streckeneditor ist zwar eine gute Idee, die jedoch nicht zu Ende gedacht wurde, denn ohne die Möglichkeit, meine erstellen Pisten zu teilen, ist dieser Modus de facto sinnlos. Der zu stark schwankende Schwierigkeitsgrad sorgt schlussendlich dann nur für solides Mittelmaß. Schade, Chance vertan!

Wertung: Befriedigend (65%)


Dillon’s Rolling Western: The Last Ranger

3DSDS_DillonsRollingWestern_deDE_03_mediaplayer_largeThe Last Ranger ist der direkte Nachfolger von Dillion’s Rolling Western 1, das schon vor einiger Zeit erschienen ist. Keine Sorge: Ihr werdet keine Kenntnisse über die Geschehnisse des ersten Teils benötigen, um die Handlung rund um den Scheriff im Wilden Westen zu verstehen. Das Grundprinzip des Spiels wird dabei beibehalten: Ihr müsst die Dorfbewohner vor Steinmonstern beschützen. Zudem gilt es auch einen Zug zu eskortieren, der Vorräte für einige Ortschaften mit sich führt. Der Titel fühlt sich dabei etwas an wie ein kleines Tower-Defense-Spiel. In einem Drei-Tage-Zyklus müsst ihr zunächst Rohstoffe sammeln, die Tierherde mit geeigneten Futtermitteln vergrößern und Geschütztürme stationieren. Sobald sich der Tag dem Ende nähert, strömen auch schon erste Feinde an. Dadurch, dass ihr die Geschütztürme nur an bestimmten Punkten aufstellen könnt, solltet ihr diese Wahl mit Bedacht treffen.

Einen bloßen Nachfolger zu erstellen, wäre ja etwas langweilig gewesen. Die wohl größte Neuerung dürfte dabei der Einzug von Helfern sein. Diese könnt ihr in den Ruhephasen Rohstoffe sammeln lassen oder zusätzlich in den Kampf schicken. Das Problem dabei ist, dass deren KI alles andere als gut ist. Oftmals bewegen sie sich auf einem sehr unklugen Wegpfad, missachten eure Anweisungen oder gehen ohne Widerstand einfach drauf. StreetPass hilft euch übrigens dabei, gegnerische Wege zwischen den Tagen vorauszusehen. Dafür braucht ihr allerdings jemanden, der das Spiel besitzt und derartige Informationen auch teilt. Übrigens: Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Schwierigkeitsgrad angenehm nach oben geschraubt, wodurch ihr hin und wieder vor durchaus harte Nüsse gestellt werdet.

Fazit: Dillon’s Rolling Western: The Last Ranger ist sicherlich besser als sein Vorgänger, doch der Titel schwächelt nach wie vor an denselben Stellen wie schon zuvor. Die Level wirken immer noch stark gestreckt, der Schwierigkeitsgrad springt allzu häufig von leicht zu bockschwer und die Mitstreiter-KI lässt doch stark zu wünschen übrig. Nichtsdestoweniger weiß der Tower-Defense-Titel durch sein Western-Setting und einige nette Ideen zu gefallen.

Wertung: Gut (70%)


Mighty Switch Force 2

3DSDS_MightySwitchForce2_01_mediaplayer_largeDas Genre der 2D-Jump´n´Shooter gilt seit der Veröffentlichung von Mega Man 9 als tot. Nicht, weil der Capcom-Titel schlecht war, sondern weil danach einfach gar kein Titel aus dem Bereich mehr erschienen ist. Mit Mighty Switch Force 2 ändert sich das nun, denn die Entwickler WayForward haben den erfolgreichen ersten Teil fortgesetzt. Wir stampfen erneut in die Rolle der Androidin Patrica Wagon und müssen einige Verbrecher dingfest machen – diesmal aber nicht als Polizistin, sondern als Feuerwehrfrau. Der Vorteil an dem Szenenwechsel liegt auf der Hand: Mit dem Wasserwerfer haben die Entwickler einige Spielereien eingebaut, wodurch ihr hin und wieder kleine Feuer löschen müsst oder verdreckte Bereiche säubert. Das Ziel des Spiels ist es übrigens, Bewohner zu retten.

Das Kernelement des Spiels bleibt aber natürlich erhalten und so könnt ihr auf Knopfdruck die „Switch“-Fähigkeit aktivieren. Damit materialisieren sich farbige Blöcke (oder dematerialisieren), die ihr für einige Rätsel brauchen werdet. Neben den bekannten blauen und roten sind jetzt auch grüne (lassen sich nicht mehr ändern) und lila Blöcke (schießen euch in die angezeigte Richtung) hinzugekommen, die das actionlastige Gameplay merklich auflockern und für die kleineren Rätseleinlagen geradezu perfekt sind. Schade nur, dass der Titel bereits nach 16 Leveln vorbei ist und der Umfang damit relativ gering ausfällt.

Fazit: Mighty Switch Force 2 ist ein definitiv lohnenswerter Titel, den ihr euch für nur 5 Euro durchaus gönnen könnt – vor allem dann, wenn euch das Genre zusagt. Beachtet jedoch, dass der Umfang nicht allzu groß ist und der Wiederspielwert gering gehalten wird. Für die kurze Zeit überzeugt das Spiel jedoch durch einige schicke Rätsel und gute Action-Einlagen.

Wertung: Gut (79%)

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