Ghost Recon Advanced Warfighter 2 Testbericht

2006 veroeffentlichte Ubisoft mit dem Titel ‚Tom Clancy´s Ghost Recon: Advanced Warfighter‘ einen Taktikshooter erster Klasse. Fuer Fans des taktischen Kampfes war es auf jeden Fall eines der besten Gamee des vergangenen Jahres, vielleicht sogar das Beste. Neben der tollen Singleplayerkampagne ueberzeugte auch der umfangreiche Multiplayermodus. Nun ist seit kurzem der Nachfolger fuer Microsofts Xbox 360 erhaeltlich, welcher natuerlich hohe Erwartungen erfuellen muss. Ob die Mission gelungen ist, erfahrt ihr im Test!

Die Geschichte von ‚Tom Clancy´s Ghost Recon: Advanced Warfighter 2‘ knuepft nahtlos an die des Vorgaengers an. Der Putsch in Mexiko wurde erfolgreich durch das Ghost-Team rund um Cpt. Mitchell verhindert und schon droht neuer Ae;rger. In Mexiko, genauer gesagt in der Grenzstadt Juarez, kommt es zu einem Buergerkrieg zwischen mexikanischen Loyalisten und Rebellen, die damit drohen, den Kampf mit atomaren Mitteln zu fuehren und auch nicht davor zurueckschrecken wuerden, die USA anzugreifen. Und nun kommt ihr ins Game: Als Cpt. Mitchell uebernehmt ihr wieder die Rolle des Teamleaders der Ghost-Einheit, um im Krisengebiet fuer Ruhe zu sorgen und die nukleare Bedrohung der Rebellen Einhalt zu gebieten.

Medic! I need a medic!

Natuerlich seid ihr auch im zweiten Teil des hochgelobten Taktikshooters ueberwiegend mit einem Team aus insgesamt vier Leuten unterwegs. Dazu zaehlt ihr und drei weitere Mitstreiter, die ihr vor jedem Auftrag auswaehlt. Diese unterscheiden sich neben dem visuellen Auftreten natuerlich auch in ihren Faehigkeiten. So koennt ihr wie im ersten Teil Schuetzen, MG-Schuetzen, Scharfschuetzen, Grenadiere oder Panzerabwehrschuetzen in euer Team integrieren. Neu ist die Moeglichkeit, einen Sanitaeter mit in euer Team zu nehmen. Dieser hat logischerweise die wichtige Faehigkeit, euch oder eure Teammitglieder zu heilen. Dafuer ist er fuer den direkten Schlagabtausch mit euren Feinden nicht geeignet, aufgrund seiner vergleichsweise schlechten Kampfausruestung. Wenn ihr wollt, koennt ihr eure Teamkameraden jedoch auch selber heilen, solltet aber beachten, dass der Medic mehr Medipacks im Gepaeck hat. Ab und an stehen euch auch verbuendete Einheiten zur Verfuegung, wodurch sich die Anzahl der Teammitglieder fuer eine Zeit veraendern kann. Auch Einzeleinsaetze sind wieder mit von der Partie.

Natuerlich steht euch auch wieder die Moeglichkeit zur Verfuegung, euren Teamkameraden, neben dem bereits erwaehnten Heilungsbefehl, Anweisungen zu geben. So koennt ihr jene zu einem bestimmten Punkt schicken oder den Befehl geben, dass sie euch stetig folgen. Auch entscheidet ihr ueber zwei Verhaltensmodi eurer Mitstreiter: Im Aufklaerungsmodus gehen sie vorsichtiger zu Werke und feuern bei Feindkontakt nicht sofort auf die Gegner, sondern erst wenn jene anfangen zu schiessen. Im Angriffsmodus jedoch feuern eure Verbuendeten direkt auf eure Feinde, um die Bedrohung schnellstmoeglich auszuschalten. Natuerlich koennt ihr auch manuell den Befehl geben, bestimmte Feindeinheiten auszuschalten. So koennt ihr beigamesweise den Befehl geben, einen Panzer auszuschalten. Habt ihr nun einen Panzerabwehrschuetzen in eurem Team, wird jener den Panzer mit Raketen begruessen.

Weiterhin steht euch eine taktische Karte zur Verfuegung, auf die ihr eine Uebersicht ueber das Areal seht. Zudem koennt ihr hier einen Punkt anklicken, wo eure Mannen hinlaufen sollen. Interessant ist auch die Neuerung in die Sicht eurer Teamkameraden zu ’switchen‘, also zu wechseln. Auch aus jener Sicht koennt ihr dann z.B. den Befehl geben, ein bestimmtes Feindfahrzeug anzugreifen.

Die Kampffuehrung der Zukunft!

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Wie schon im Vorgaenger muesst ihr euch nicht nur auf euch allein oder auf eure Teamkameraden verlassen, denn auch im Nachfolger stehen euch einige nette technische Goodies zur Verfuegung. Wichtige Aufgaben erfuellt dabei euer HUD. Dies zeigt wichtige Positionen an, wie die von Feinden (vorausgesetzt ihr habt sie entdeckt), von euren Verbuendeten und die Position des Zielortes. Weiterhin steht euch eine unbemannte Drohne zur Verfuegung. Diese koennt ihr, wie bei euren Teamkameraden auch, direkt befehligen zu einem Punkt zu schweben lassen oder ihr befehligt sie per taktischer Karte. Falls ihr eure Drohne jedoch direkt lenken wollt, habt ihr auch hier die Moeglichkeit in ihre Sicht zu switchen und die die Umgebung direkt aus ihrer Sicht zu erkunden. Entdeckt die Drohne Feinde, werden jene rot umrahmt auf eurem HUD angezeigt. Doch hier ist Vorsicht geboten: Bemerken eure Widersacher etwas vom ’schwebenden Spion‘, versuchen jene natuerlich die Drohne vom Himmel zu holen.[]

Neu ist der so genannte Mule. Dieses kleine, unbemannte Versorgungsfahrzeug, versorgt euch mit Lebensenergie, Munition und Waffen. Auch jene nette Versorgungseinheit koennt ihr befehligen.

Neben den technischen Gimmicks, die euch die meiste Zeit zur Verfuegung stehen, koennt ihr auch ab und zu auf die Unterstuetzung eurer Zentrale verlassen. So koennt ihr manchmal beigamesweise einen Luftangriff anfordern, der besonders bei hohem Gegneraufkommen und vielen gegnerischen Panzern nuetzlich ist.

Wichtig sind natuerlich auch eure Waffen selbst. Hier stehen euch natuerlich etliche zur Verfuegung: Von typischen Maschinengewehren, ueber Scharfschuetzengewehren bis hin zu Raketenwerfern ist so ziemlich jede Waffe vorhanden, die sich ein Elitefighter wuenscht. Auch dabei sind Prototypen von Waffen, z.B. Maschinengewehre mit einer integrierten Kamera, mit der ihr relativ treffsicher um die Ecke schiessen koennt. Neu sind die so genannten Anti-Scharfschuetzengewehre: Das sind Scharfschuetzengewehre, mit denen ihr auch durch duenne Waende schiessen koennt, um euren Gegner ueberraschend den Tod zu bringen.

Selbstverstaendlich besteht auch wieder die Moeglichkeit, sich an Waenden zu lehnen und dahinter zu verstecken, um dem Beschuss eurer Feinde zu entgehen. Die Steuerung leistet euch bei allen euren Aktionen sehr gute Dienste und geht leicht von der Hand.

Antreten, Soldat!

Die Missionen des Titels sind wie im Vorgaenger super gelungen. Sie bestechen vor allem durch ihre grandiose Atmosphaere, der tollen Praesentation und dem Design, das einige Ueberraschungen bereit haelt. So wirklich sicher soll man sich im Kriegsgebiet nicht fuehlen und jene bedrueckende Atmosphaere hat Ubisoft mal wieder grandios in Szene gesetzt. So kann es beigamesweise passieren, dass ihr es auf einmal mit mehreren Panzern zu tun bekommt oder einer eurer verbuendeten ‚Black Hawks‘ (‚Black Hawk‘ lautet der Name eines bestimmten Hubschraubers) ploetzlich von einer Rakete aus der Luft geholt wird. Ohnehin ist die Atmosphaere sehr realistisch in Szene gesetzt. So startet ihr meist nicht einfach an einen Punkt, ohne zu wissen, wie ihr dorthin gelangt seid, sondern werdet erst einmal dorthin gefahren oder aber auch geflogen. Apropos fliegen: Ihr seid nicht nur zu Fuss unterwegs, sondern uebernehmt ab und an auch mal die Bordkanone eines Black Hawks, mit der ihr beigamesweise einen Konvoi stoppen muesst, der eine Waffenladung nach Juarez bringen will.

Von der KI her kann man sagen, dass jene sehr gelungen ist. Die Feind-KI geht gut in Deckung und teilt sich gut auf, um euch ans Leder zu gehen. Auch eure Teamkameraden erledigen ihre Aufgaben gut und teilen sich ebenfalls gut auf, wenn ihr jene z.B. zu einem Punkt schickt. So quetschen sie sich nicht an einen Punkt hin, sondern teilen sich schoen auf. Auch geben eure Mitstreiter gute Informationen ueber die Art, Anzahl und Ort der Feinde, wenn jene welche entdeckt haben. Auch im direkten Kampf leisten sie gute Arbeit und schalten die Gegner selbststaendig und schnell aus. Ganz selten gibt es seltene KI-Aussetzer. So ist es mir beigamesweise in einer Mission passiert, dass ich einen Teamkameraden wider Willen verletzt habe, da jener, nachdem ich einen C4-Sprengsatz an einer Artilleriestellung angebracht habe, nicht ordentlich in Deckung gegangen ist.

Die Missionen an sich sind fordernd gestaltet, jedoch nie unfair und auch Frustmomente bleiben aus. Dafuer sorgen die vielen Checkpoints und die drei verschiedenen Schwierigkeitsgrade.

Paradies fuer Multiplayer-Freunde

Wie schon fast zu erwarten, ist auch der zweite Teil von ‚Tom Clancy´s Ghost Recon: Advanced Warfighter‘ eine echte Multiplayergranate. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf dem tollen Online-Modus, welcher euch dank Unterstuetzung von Xbox Live erlaubt, Matches mit und gegen 16 menschliche Mitgameer aus aller Welt auszutragen. So koennt ihr bestimmte Koopmissionen erfuellen, in denen ihr zusammen versucht, den Rebellen bzw. den Terroristen das Lebenslicht auszuhauchen. Natuerlich koennt ihr aber auch wieder in klassischen Modi wie Deathmatch oder Teamdeathmatch antreten oder ihr nehmt bestimmte Punkte ein und muesst jene verteidigen. Einen sehr guten Dienst leisten hier auch die Maps, welches allesamt sehr gut designt und sehr abwechlsungsreich in Szene gesetzt sind. Zudem laufen die Matches alle sehr fluessig und ohne Lags, wodurch spannenden Multiplayerpartien nichts im Wege steht. Sogar die Drohnen haben es wieder in den Multiplayerpart geschafft. Jedoch koennt ihr jene auch ausschalten, sowohl im Menue als auch im Game, indem ihr auf sie schiesst. Saemtliche Multiplayer lassen sich auch per Splitscreen und ueber System-Link zu gameen. Wer moechte, kann mit bis zu drei Freunden an einer Konsole auch online antreten.

Next-Gen Technik

Die Technik vom zweiten Teil der Advanced Warfighter-Reihe ist wie schon beim Vorgaenger eine Wucht und verdient das Praedikat ‚Next-Gen‘. Die Texturen sind insgesamt sehr scharf, die Sichtweite extrem hoch und die Gameermodelle sind hervorragend designt. Hinzu kommen tolle Schatten-, Waerme- und Raucheffekte. Hoehepunkt der Grafik sind die bombastischen Explosionen, die einem richtig das Gefuehl geben, dass man es hier mit einer Explosion zu tun hat und nicht mit einem Feuerwerkskoerper. Besonders schoen ist dabei nicht nur die Explosion selbst, sondern auch der danach entstehende Rauch, welcher physikalisch korrekt abzieht und eine typische Explosionsrauchwolke bildet. Nur ganz selten kommt es bei der Grafikpracht zu ganz kleinen Framerateeinbruechen.

Kommentar (AB) :

Grandios! So kann man ‚Tom Clancy´s Ghost Recon: Advanced Warfighter 2‘ durchaus bezeichnen. Nicht nur der Singleplayerpart ueberzeugt mit einer spannenden Kampagne, sondern auch der Multiplayermodus ist wieder sehr umfangreich und spassig. Bleibt nur noch zu sagen: Jeder, der einen Taktikshooter sucht, kommt um jenen Titel nicht herum! Denn mit jenem Game veroeffentlichte Ubisoft einen potentiellen Kandidaten auf den Titel ‚Game des Jahres 2007‘!


Auch der Sound ist wieder mal erste Sahne. Die Waffengeraeusche sind realistisch und hoeren sich nicht gleich an, die Explosionen praesentieren sich mit einem sehr wuchtigen Bumms, die Sprachausgabe ist sehr gut und auch der Soundtrack passt perfekt zum Game.

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