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Happy Birthdays (PS4/Nintendo Switch) Test

Happy Birthdays ist die neueste Kreation von Yasuhiro Wada. Ihr kennt diesen Mann nicht? Das ist der Erfinder einer wundervollen Spielereihe – und zwar Harvest Moon! Jetzt bringt er uns ein neuartiges Spiel mit. Das sieht auf den ersten Blick wie eine niedliche Version von Minecraft aus, die mit dem Biounterricht vermischt wurde. Wie die neueste Kreation des kreativen Kopfes ausschaut, erfahrt ihr in unserem folgenden Test.

Happy Birthdays – Gut aufpassen im Unterricht!

Wer von Birthdays the Beginning eine großartige Story erwartet, liegt hier falsch. Denn außer einem kleinen Einstieg gibt es dazu nicht viel zu sagen. Wichtig ist es trotzdem aufzupassen. Es klingt fast schon wie damals im Biounterricht. Wer nicht aufpasst, kriegt schlechte Noten oder schafft es nicht die Dinosaurier seiner Träume zu entwickeln. Alternativ kann das Spiel auch zum Lernen genutzt werden, so wie es einem rüberkommt.

Was genau ist die Aufgabe des Spiels? Die ist recht simpel, denn ihr müsst die Evolution weiter ausarbeiten. Eingeteilt ist das Spiel in verschiedene Missionen bzw. Kapitel, die ihr durch bestimmte Ziele abschließt. Eine wirkliche Story ist wie gesagt nicht daran gebunden. Birthdays the Beginning sieht aber grafisch ganz nett, wenn nicht sogar niedlich aus, wenn ihr weit im Spiel fortgeschritten seid. Dann könnt ihr nämlich bewundern, wie eure Pflanzen und Lebewesen in ihrem eigenen Ökosystem leben.

Happy Birthdays – Hoch und runter

Da das Spiel zum Teil wie Minecraft aussieht, könnte man im ersten Moment vermuten, dass es hier ums Bauen geht. Indirekt, denn ihr benutzt sogenanntes Terraforming. Das bedeutet ihr hebt und die senkt die Landmassen. Dafür habt ihr euren Avatar, der durch die Karte fliegen kann, um die Welt zu verändern wie es euch am liebsten ist. Die Steuerung dabei ist aber schon etwas hakelig und die richtige Kameraperspektive muss dann auch noch gefunden werden, damit es passt.

Wenn ihr euch an das Ganze irgendwie gewöhnt habt, kann es dann an die Arbeit gehen. Beim Umformen des Planeten müsst ihr auf viele Faktoren achten, um Leben ins Spiel zu bringen. Wärme, Kälte, Wasser, bestimmte Pflanzen bzw. Lebewesen und mehr müssen gegeben sein, damit ihr weiterkommt. Um genauer ins Spiel eingreifen zu können, habt ihr auch einen Mikro- sowie Makromodus. Im Mikromodus bewegt ihr euch über die Karte, wie bereits gesagt. Diese Aktionen verbrauchen TP, die ihr im Makromodus wieder auffüllt. Nach etwas spielen habt ihr auch genug TP, um lange zu arbeiten, daher braucht ihr euch hier keine Sorgen machen. Sonst dient der Makromodus eher zum Zeit vorspulen und beobachten, was auch ganz nett sein kann.

Happy Birthdays – Hilfsmittel

Falls es dann doch mal Schwierigkeiten gibt, könnt ihr auch Hilfsmittel nutzen. Abseits von Gegenständen, die euch so bereits helfen. Falls ihr Lust habt könnt ihr ganze Berge, Wasserfälle und vieles mehr entstehen lassen. Doch bedenkt immer, dass ihr euch damit auch für jeweilige Pflanzen und Tierarten entscheidet, falls diese dort überhaupt überleben. Wer es aber nicht schafft, kann die „Hilfsmittel“ nutzen, um etwas einfacher an Bestimmtes zu kommen. Hier ist aber Vorsicht gefragt, wenn ihr Punktejäger seid, denn damit erfüllt ihr nicht alle Missionsziele.
Zu Beginn des Spiels macht es auch einige Stunden Spaß neue Areale aufzubauen, diese mit Leben zu befüllen und sich darüber zu freuen. Wer kann sonst behaupten, dass er so putzige Lebewesen gezüchtet hat (Auch wenn das nur auf dem PC bzw. PS4 ist).

Jetzt kommt aber das Problem an der Sache. Egal wie viel Spaß es am Anfang macht, desto langweiliger wird es nach einer Zeit. Das Prinzip wird schnell repetitiv, es gibt nichts Neues zu tun und ordentliche Belohnungen bekommt ihr auch nicht, wenn ihr neue Spezies findet.

Happy Birthdays – Jetzt auch unterwegs

Knapp ein Jahr nach Veröffentlichung von Birthdays the Beginning, gibt es nun die Switch Version namens Happy Birthdays. Diese hat im Gegensatz zu den Versionen auf den anderen Plattformen einige kleine Änderungen, die das Spiel etwas angenehmer gestalten. Wer nun ein Szenario starten möchte, der darf zwischen drei vorgefertigten Umgebungen wählen oder direkt eine leere Karte aussuchen. Das macht den mehr oder weniger vorhandenen Story-Modus etwas angenehmer und bietet euch mehr Freiraum für eure Kreativität. Apropos Kreativität, denn die Switch Version beinhaltet auch alle DLCs. Diese bieten euch zusätzliche Gegenstände die ihr als Deko in eure Welt platzieren könnt.

Abgesehen davon wurde die Benutzeroberfläche etwas aufpoliert, wodurch alles angenehmer und übersichtlicher wirkt. Ändern tut es aber an der recht klobigen Steuerung wenig. Diese ist weiterhin moderat und braucht seine Eingewöhnungszeit.
Zum Trost gibt es aber ein geändertes Feature. Dabei handelt es sich um die Hilfsmittel, die nun zu Skills umgewandelt wurden. Das bedeutet für euch, dass ihr jederzeit alles zu Verfügung habt. Ihr braucht ausschließlich Sterne, die ihr für Archievements und neue Entdeckungen erhaltet.
Mit der Zeit sammelt sich somit einiges an Lebewesen auf eurer Karte an, insbesondere mit Deko, ordentlich Terraforming und co. passiert viel auf eurem Bildschirm. Die Performance der Nintendo Switch lässt aber mit und ohne Dock keine Wünsche offen. Im Test lief das Spiel ohne Probleme und sah dabei wie bewohnt super aus.

Fazit
Birthdays the Beginning ist vom Prinzip her eine schlaue Idee von Yasuhiro Wada. Überzeugen tut er aber mit der Umsetzung nicht. Die kleinen Lebewesen sehen in ihrer Welt niedlich und süß aus, bringen einem aber nicht viel, wenn alles sehr schnell langweilig und eintönig wird. Würde es mehr Abwechslung oder zumindest tolle Belohnungen geben wäre der Titel bestimmt zum Hit geworden. So ist der Spaßfaktor nur zu Beginn gegeben, bis irgendwann die Langeweile alles übertrifft. Auch wenn die Änderungen bei der Nintendo Switch-Version nicht weltbewegend sind, hat es einen positiven Einfluss auf das Spiel. Happy Birthdays fühlt sich tatsächlich besser als der Vorgänger an und der Spieler wird langsam herangetastet durch die vorgefertigten Szenarien. Wer also wirklich Interesse an der Evolution hat, könnte durchaus einen längeren Spaß mit der ganzen Geschichte haben, sobald die Eingewöhnung an die Steuerung vorbei ist.
Gut
  • Grafisch schick und niedlich gemacht
  • Macht Anfangs riesigen Spaß…
  • Es gibt vieles herauszufinden
Weniger Gut
  • Es gibt keine Motivation lange zu spielen
  • Wird aber schnell repetitiv
  • Steuerung und Kamera könnten besser sein
  • Story quasi nicht vorhanden
7
solide
Written by
Sina ist Redakteur und Social Media Manager bei Spieletester.de seit 2015.

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