Hearthstone – Mean Streets of Gadgetzan

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Hearthstone (PC)

8/10

Hearthstone (Mobile)

8/10

Pros

  • Superbes Kartendesign
  • Kazakus!
  • Tri-Class-Cards sind allesamt cool gemacht
  • Starke Synergie-Effekte
  • Priester & Schurken sind endlich wieder spielbar!

Cons

  • Dirty Rat ist Wut-induzierend
  • Face-Decks haben es gegenwärtig noch viel zu leicht
  • Zu viele nutzlose Karten

Endlich ist sie da, die neueste Kartenerweiterung zu Hearthstone. Und wie sollte es anders sein, sind alle Spieler zunächst Feuer und Flamme für die 132 neuen Karte. Auch ich gehöre zu denen, die sich riesig freuen, denn viele Konzepte sind sehr vielversprechend. Ob Mean Streets of Gadgetzan das dominante Aggro-Meta endlich ausbremst oder sogar noch befeuert, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Nachdem Midrange-Schamanen oder auch ganz simpel Face-Schamanen das Meta in den vergangenen Monaten dominiert hatten, scheint sich endlich wieder was zu tun. Und auch Priester sowie Schurken dürfen aufatmen, denn Blizzard hat sich all die Kritik definitiv zu Herzen genommen und viele sehr gute Karten für die zwei vernachlässigten Karten digital gedruckt. Dennoch: Einige Ausreißer bei den ohnehin schon überdurchschnittlich gut funktionierenden Klassen gibt es auch.

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Hearthstone – Fraktionskrieg

Das größte neue Feature in Hearthstone betrifft die sogenannten „Tri-Class-Cards“. In Mean Streets of Gadgetzan trefft ihr auf drei Fraktionen: Die Jade Lotus, die Grimy Goons und die Kabal. Dem Jade Lotus gehören Druiden, Schamanen und Schurken an, während die Kabal von Priestern, Magiern und Hexenmeistern versorgt werden. Paladine, Jäger und Krieger gehören zu den Grimy Goons. Das bedeutet im Klartext: Gewisse Karten, wie etwa Aya Blackpaw, lassen sich nur von Jade Lotus-Klassen verwenden. All diese Fraktionen bringen verschiedene, sehr einzigartige Effekte.

HearthstoneBeim Jade Lotus werden sogenannte Jade Golems beschworen, die mit jeder Beschwörung um +1/+1 mächtiger werden. Ihr könnt es euch sicherlich vorstellen: Nach vier oder fünf solcher Karten droht die Sache sehr schnell außer Kontrolle zu geraten. Vor allem die ersten Iterationen von Jade-Druiden-Decks sind absurd. Diese Klasse besitzt das Jade Idol mit einer „Choose One“-Fähigkeit, die sich natürlich mit Fandral Staghelm kombinieren lässt. Die Wahl: Entweder ihr beschwört einen Jade Golem oder befördert drei (!) Kopien dieser Karte ins Deck. Ein Alptraum für Mill-Rogues.

Dennoch: Gerade die Jade-Klassen kämpfen vermehrt um die Präsenz auf dem Board. Das Face-Meta gibt es deswegen nicht mehr innerhalb der Jade Lotus. Doch ganz verloren ist das Face-Meta nicht, denn vor allem Krieger mit ihren Piraten sorgen derzeit für sehr viel Ärger im Ranked Play. Allerdings ist das Thema der Grimy Goons ein ganz anderes! Diese rauen Typen buffen nämlich einander. Spielt ihr also zum Beispiel Han’Cho, dann bekommt eine Karte in eurer Hand mehr Werte. Andere wiederum erhöhen die Werte eurer Minion-Karten in der Hand um +1/+1. Auch hier gilt: Solche Synergie, ähnlich wie beim Jade Lotus, haben das Potenzial, schnell außer Kontrolle zu geraten. Die Kabal hingegen setzen auf magische Fläschchen, die Flächenschaden verursachen.

Hearthstone – Grandioses Kartendesign

Doch nicht nur das grundsätzliche Konzept von Mean Streets of Gadgetzan ist toll, sondern auch viele der 132 neuen Karten. Mein persönlicher Favorit ist Kazakus, der exklusiv Priestern, Magiern und Hexenmeistern vorbehalten ist. Damit dürft ihr für vier Mana eine eigene Karte erstellen, wenn sich keine Duplikate in eurem Deck mehr befinden (genau wie Reno Jackson). Zunächst gilt es die Manakosten zu wählen: 1, 5 oder 10. Danach wählt ihr einen ersten Effekt und anschließend einen zweiten. Hierbei werden mechanisch einfach drei Discover-Elemente aneinandergereiht. Bei den Effekten habt ihr die Wahl aus Schaden, Heilung, Flächenschaden, alle Gegner in 1/1 Schafe zu verwandeln und vieles mehr. Die Kombinationen sind zahllos und es macht extrem viel Spaß, durch Kazakus perfekt auf das Board reagieren zu können.

HearthstoneDoch auch Kun the Forgotten King für Druiden bietet ein absurd starkes wie auch interessantes Design. Für 10 Mana habt ihr die Wahl, entweder 10 Rüstung zu kriegen oder all euer Mana zurückzubekommen. In Zusammenspiel mit Fandral Staghelm und/oder Aviana kann ein Board also ganz schön schnell vollkommen außer Kontrolle geraten.

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Grundsätzlich habe ich das Gefühl, dass Mean Streets of Gadgetzan sehr viel weniger Zufallselemente besitzt als Old Gods. Klar, Karten wie „Dirty Rat“ haben das Potenzial ganze Spiele auf Turn 2 zu ruinieren, weil zufällig Ragnaros vom Gegnerdeck aufs Board kommt. Doch abseits dessen gibt sich die Varianz an Ereignissen sehr gemütlich. Wenn jetzt noch effektive Decks kreiert werden, die den frustrierend effektiven Face-Pirate-Kriegern Einhalt gebieten, könnte Mean Streets of Gadgetzan das bisher beste Addon werden.

Fazit:

Adam Smieja HearthstoneMean Streets of Gadgetzan hat das Potenzial dazu, die bisher beste Kartenerweiterung zu werden. Das Konzept der Tri-Class-Cards, der Eigenkreation von Karten und das Zusammenspiel zwischen den Karten der Grimy Goons ist absolut stimmig. Es bleibt zu hoffen, dass die Schlacht um die Board-Kontrolle endlich wieder zur dominanten Strategie wird. Und bisher sieht es ganz danach aus! Oder aber – und das würde mich aus Erfahrung nicht wundern – wir alle hassen die Erweiterung in 3 Monaten wieder.

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