Hearthstone: One Night in Karazhan

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Blizzards virtuelle Gelddruck-Maschine Hearthstone hat ein neues Adventure erhalten. Diesmal lädt Medivh zu einer unvergesslichen Party nach Karazhan. Doch wie so oft kommt es eben ganz anders. Und im Rahmen einer „freundlichen“ Partie mit Malchezaar wird der partylustige Magier verschleppt. Deswegen gilt es ihn zu finden, damit die Fete auch ein voller Erfolg wird. Dabei hilft sein treuer Diener Moroes.

Zugegeben, an der bestehenden Formel der Adventures hat sich – leider – nicht wirklich viel geändert. Weiterhin zahlt ihr entweder 700 Gold pro Flügel (hier: Stockwerk von Karazhan) oder kauft einfach für ein moderates Entgelt das gesamte Paket oder Teile des Ganzen. In jedem Stockwerk warten drei Bosse bzw. Encounter auf euch, die allesamt sehr unterschiedliche Mechaniken bieten.

Hearthstone

Hearthstone – Schachspielen mal anders

Während sich also das Gameplay von Hearthstone nicht allzu stark modifizieren lässt, so haben die Entwickler dennoch viele coole Ideen eingebaut. Dabei war ich schon sehr gespannt, wie das berühmte Chess-Event aus World of Warcraft im Kartenspiel umgesetzt werden würde. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Dabei handelt es sich übrigens auch hier um meinen Favoriten! So funktioniert es: Es gibt eine Reihe von verschiedenen Karten/Figuren, die automatisch nach Zug-Ende angreifen. Außerdem gibt es da noch das Pferd, welches ich selbst steuern kann, wenn ich es aufs Board setze. Der Kniff hierbei ist: Wenn meine Figuren quasi zwischen zwei Gegner-Figuren stehen, dann werden beide angegriffen.

HearthstoneEin weiteres Highlight ist dabei der Netherspite-Bosskampf im letzten Stockwerk. Hier stehen zwei neutrale Karten auf der eigenen Seite des Boards. Wie in Ghostbusters führen dabei Strahlen zum Boss, die ihm zwei Buffs geben. Während der rote Strahl das Attribut „Windfury“ verleiht, verringert der blaue Strahl sämtlichen Schaden auf 1. Der Clou bei der Sache: Wenn eigene Minions links bzw. rechts neben diesen neutralen Karten stehen, bekommen sie die Buffs!

Ohnehin hat sich die Qualität der Adventures seit der Forscherliga deutlich gesteigert. Blizzard versucht stets, kreative Encounter zu erschaffen. Zwar ist der Schwierigkeitsgrad nie sonderlich hoch, doch hier zählt das Erlebnis mehr als das eigentliche Ziel. Und wer ein wenig Herausforderung sucht, wird im Hardmode fündig, wobei ich für meinen Teil sagen muss, dass dieser im Vergleich zu vorher sehr viel einfacher ausfällt.

Hearthstone – Illidan ist da. Wir sind nicht vorbereitet

Wenn es neben den coolen Encountern etwas gibt, das mir besonders gut gefallen hat, dann waren es die Kommentare von Moroes. Medivhs Butler wird mit seiner ganz eigenen Art und Weise die Geschehnisse der Party wiedergeben und mit den Bossen interagieren. Im Rahmen des Mirror-Encounters etwa verrät er, dass Nefarian auftauchen werde. Der Spiegel hingegen antwortet mit einem Wortwitz. All die Interaktionen sind durchaus amüsant und bieten mitunter nette Referenzen zu World of Warcraft – eine davon ist in der Überschrift zu lesen.

Doch kommen wir zu den neuen Karten, die es mit One Night in Karazhan gibt. Dabei fällt einmal mehr auf, dass Blizzard extreme „Swing“-Turns forcieren will. Karten wie Barnes, Menagerie Warden, Kara Kazham und so weiter und so fort können ein nahezu verloren geglaubtes Match noch drehen. Zwar sind sie nicht annähernd so frustrierend wie Yogg’Saron aus „Whispers of the Old Gods“, aber allen voran die neuen Portal-Karten liefern viel zu viel „Value“ für ihre Manakosten. Auch das aktuelle Meta gefällt mir persönlich so gar nicht. Am ersten Wochenende nachdem alle Flügel offen waren, traf ich in 28 aus 40 Partien auf „Face-Shamans“. In weiteren 10 Matches auf das „Combo-Warrior“-Deck. Jenes hat zum Ziel, Arcane Giant, 2x Faceless Manipulator und Charge zu ziehen, um in einer Runde mindestens 24 Schaden zu verursachen. Dabei reicht es, einen “Tick” von Emperor Thaurissan auf besagte Combo-Karten zu erlangen.

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Fazit:

[blockquote cite=”Adam Smieja”]Adam Smieja HearthstoneWährend das Adventure an sich wirklich sehr gelungen ist, bin ich von den neuen Karten etwas enttäuscht. Anstatt das Aggro-Meta endlich ein wenig zu stoppen, wird es sogar noch durch Karten wie Kara Kazham befeuert. Und weil das offenbar nicht reicht, um Control-Decks gänzlich zu vertreiben, gibt es mit Arcane Golem ein neues Spielzeug für OTK (One-Turn-Kill) Decks. Es macht fast Spaß zuzusehen, wie ein Rogue via Gadgetzan Auctioneer sein gesamtes Deck zieht und dann geschmeidig 7 Arcane Giants – dank Gang Up – im nachfolgenden Zug aufs Board bringt. Nichtsdestoweniger: Die Inszenierung sowie das Gameplay von One Night in Karazhan sind deutlich über dem Durchschnitt der bisherigen Adventures.
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