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Hey Pikmin (3DS) Test

Hey Pikmin

7

Hey Pikmin

7.0/10

Pros

  • Charmante Aufmachung
  • Tolles Level-Design
  • Abwechslungsreiche Locations
  • Zahlreiche Gegenstände für Sammler
  • Stilwechsel sorgt für frischen Wind

Cons

  • Arg viele Kernmechaniken des Hauptspiels entfernt
  • Keine Rücksetzpunkte
  • Ganze Level hinter amiibo-Figuren versteckt
  • Nach Abschluss der Story nichts zu tun

Im Test zeigt Hey Pikmin, dass auch Spin-Offs bekannter Marken eine gute Figur machen können. Zwar lässt das Spiel die dritte Dimension ein wenig vermissen, dafür punktet es mit dem allseits bekanntem Charme. Ob sich Olimar und die Pikmin einmal mehr anfreunden und wie sie sich gemeinsam schlagen, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Im Rahmen der Geschichte strandet Captain Olimar auf einem unbekannten Planeten. Um wegzukommen, muss er „nur“ 30.000 Einheiten des Rohstoffs Glitzerium an Land ziehen, um sein Raumschiff zu reparieren. Alleine ist das natürlich unmöglich, denn oftmals gilt es entlegene Örtlichkeiten zu erreichen. Und genau hier kommen die wuseligen Pikmin zum Tragen. Fünf verschiedene Arten von ihnen gibt es in Hey Pikmin, sodass sich Kenner der Reihe bereits bestens auskennen dürften.

Hey Pikmin – Altbekannt und doch frisch

Die roten Pikmin, denen ihr zuerst begegnet, sind feuerfest. Gelbe hingegen sind besonders leicht und lieben Strom. Blaue Pikmin dagegen sind Wasser-affin, während Rosafarbene Pikmin fliegen können. Und schlussendlich sind da noch die steinharten Fels-Pikmin, mit denen sich auch größere Objekte problemlos zerschlagen lassen.

Hey PikminDie verschiedenen Level des Spiels sind zwar nicht mehr ganz so auf Multitasking ausgelegt wie in der Hauptreihe, schließlich spielt ihr hier in einer Art Sidescroller von links nach rechts, dafür aber stets mit viel Liebe zum Detail. Die wichtigsten Einheiten der Reihe haben die Entwickler nämlich trotzdem in die Handheld-Version gepackt: Ihr könnt die Pikmin rufen und mit ihnen interagieren. Werft ihr beispielsweise die Pflanzenwesen auf ein Objekt, so greifen sie danach und bringen es zu euch. Je nach Level gibt es eine oftmals gleiche Anzahl an Bonus-Items, die ihr einsammeln könnt (und solltet, wenn ihr vom Planeten runter wollt).

Dabei sind einige Locations sehr offensichtlich, andere wiederum erfordern, dass ihr Hintertürchen findet oder euch vom rechten Weg verabschiedet. Gelegentlich gilt es auch Rätsel zu lösen, wobei diese oftmals sehr einfach ausfallen. Highlight des Spiels sind die sehr abwechslungsreichen Welten, die bunt und verspielt zugleich ausfallen. Etwas ärgerlich sind aber die Rücksetzpunkte. Wenn ihr nämlich mal den Game Over Bildschirm seht, müsst ihr ganz von vorne beginnen im Abschnitt. Das ist natürlich ziemlich uncool, denn auch der bisherige Fortschritt im Level geht damit flöten.

Wenn ihr gut Acht gebt auf eure Tierchen, dann sollte das nicht passieren. Wie nicht anders zu erwarten ist, befinden sich die Pikmin auch in Hey Pikmin ganz unten in der Nahrungskette. Je größer das andere Tier, desto gefährlicher. Werft ihr die Pikmin etwa auf kleinere Gegner, dann solltet ihr auch tunlichst treffen, ansonsten sterben sie sofort bei Kontakt. Das sorgt für Frust, denn die Bewegungserkennung des Stylus ist teilweise schwammig.

Hey Pikmin – Inhalte hinter Paywalls

Hey PikminDass ihr mit den Pikmin sorgsam umgeht, hat aber noch einen anderen Grund. Wer die Hauptspiele kennt: Je mehr Arten und vor allem je größer deren Anzahl, desto leichter fällt das Spiel insgesamt aus. Auch in Hey Pikmin siegt schließlich die zahlenmäßige Überlegenheit. Zudem könnt ihr einige Gegenstände oder Passagen nur freischalten, wenn ihr ausreichend viele Pikmin mit euch führt. Zudem gibt es dann noch den sogenannten Pikmin-Park.

Schon früh im Spiel macht euch das Spiel mit diesem eher kleinen Ressort vertraut. Im Park toben sich die Tiere an verschiedenen Locations aus und vergrößern im Endeffekt euren Einflussbereich. Zudem könnt ihr die fleißigen Helfer dazu bringen, so viele Glitzernüsse und schließlich auch Glitzerium zu sammeln. Merket: Je mehr Glitzerkram, desto schneller kommt Olimar vom Planeten weg. Auf dem unteren Bildschirm könnt ihr so die Pikmin auf die verschiedenen Bereiche des Parks verteilen, um eine möglichst gute Ausbeute zu erhalten. Übrigens: Verschiedene Tageszeiten wie im Hauptspiel gibt es nicht. Damit entfällt einer der vielleicht schwierigsten Management-Aspekte des Spiels zugunsten der Simplizität des 3DS-Spiels.

Über eine Sache muss ich aber an dieser Stelle meckern. Wenn ihr die Missionskarte öffnet, seht ihr bereits nach wenigen abgeschlossenen Leveln das amiibo-Symbol. Denkt ihr jetzt bereits an Level, die sich hinter speziellen amiibo verstecken? Dann liegt ihr ganz richtig. Warum Nintendo sich dazu entschied, ganze Spielinhalte vor Paywalls zu legen, ist mir ein Rätsel. Mit nicht kompatiblen amiibo (z.B. Link oder Mario) gibt es nur ein Mal pro Tag 10 Glitzerium. Ein schwacher Trost. Achja: mit den amiibo lassen sich auch zusätzliche Pikmin zu Hilfe rufen.

Hey Pikmin – Sammler gefragt

Ansonsten aber bietet Hey Pikmin keine weiteren Inhalte. Sobald ihr die rund 6-10 Stunden lange Storyline des Spiels beendet habt (oder weniger, wenn ihr wirklich nur durchlauft), gibt es keine anderen Modi. Mehrspieler? Fehlanzeige. Sofern ihr nicht Sammler seid und wirklich alle Gegenstände fangen wollt, gibt es keinerlei Anreize mehr.

Optisch wie auch akustisch macht Hey Pikmin eine gute Figur. Der Look and Feel des Spin-Offs kann problemlos mit dem Original mithalten. Auch beim Soundtrack lassen sich die Entwickler freilich nicht lumpen. Bekannte Sounds und einige neue Tracks dudeln aus den Boxen des 3DS bzw. 2DS.


Fazit:

Man merkt Hey Pikmin definitiv an, dass es eine Art „Light“-Version des eigentlichen Hauptspiels ist. Management? Wegrationalisiert. Tag-/Nachtwechsel mit seinen schwerwiegenden Konsequenzen, wenn man sich nicht ranhält? Nicht dabei. Die Liste ließe sich natürlich noch viel weiterspinnen, doch es würde eines vernachlässigen: Das Spiel ist trotzdem gut. Das Level-Design ist erstklassig und motiviert stets zum Erkunden. So wirklich sauer stoßen nur die exklusiven amiibo-Inhalte und die kurze Spieldauer auf. Sammler hingegen bekommen einiges zu tun.

... ist seit 2005 bei Spieletester.de und unser Spezialist für Sport-Spiele aller Art.

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