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Jurassic World Evolution (PC) Test

Unter Fans der prähistorischen Bewohner unseres Planeten, sorgt der Name Jurassic Park nicht nur für eine schöne Filmerinnerung. Vielmehr verbindet man damit die Vorstellung, Dinosaurier aus nächster Nähe beobachten zu können und sie in einer sicheren Umgebung zu neuem Leben zu erwecken. Jurassic World Evolution bietet euch jetzt die Möglichkeit, euren eigenen Dinopark zu errichten und zu managen. Was es dabei zu beachten gibt und wie viel Spaß wir dabei hatten, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Wie viele andere auch, bin ich ein großer Fan der Jurassic Park Filmreihe. Die Vorstellung, Dinosaurier in einem zooähnlichen Park mit eigenen Augen beobachten zu können und dabei etwas über das Verhalten der prähistorischen Rieseneidechsen zu lernen, faszinierte mich schon immer.

Umso erfreuter war ich, als ich zuerst von Frontier Developments neuer Wirtschaftssimulation Jurassic World Evolution hörte. Zuletzt durfte ich meinen eigenen Dinopark in Blue Fang Games Zoo Tycoon eröffnen. Diesmal stehen uns dafür jedoch die beliebten Charaktere des Jurassic Park Franchises persönlich als Berater zur Seite. Von Jeff Goldblum, aka Dr. Ian Malcom bis Chris Pratt, aka Owen Grady sind hier viele bekannte Gesichter der Filme vertreten. Schließlich wollen wir nicht, dass unser Park genauso endet, wie es die Filme vormachen. Oder etwa doch?

Jurassic World Evolution – Die Macht der Wissenschaft

In Jurassic World Evolution übernehmt ihr die Leitung über den neu eröffnet Dinopark auf einer der fünf Inseln der Inselgruppe Las Cinco Muertes. Von einem Dinopark kann hier jedoch wohl kaum die Rede sein. Schließlich fehlt zu Beginn das Wichtigste für einen erfolgreichen Park: Die Fressbuden. Spaß beiseite. Die Rede ist natürlich von den franchisetragenden Dinosauriern. Denn davon befinden sich zu Beginn des Spiels noch keine in eurem Park.

Um das zu ändern, benötigt ihr Fossilien. Diese bekommt ihr durch eure Ausgrabungsteams. Habt ihr die finanziellen Mittel parat, könnt ihr diese in die verschiedensten Winkel der Welt schicken, um dort nach der begehrten Dino-DNS zu suchen. Ein Infofenster bei der Auswahl des Zielortes gibt euch dabei Auskunft über die möglichen Fossilien, die ihr in einem bestimmten Land finden könnt. War eure Suche erfolgreich, könnt ihr in eurem Labor die Fossilien in DNS umwandeln. Je mehr DNS ihr von einer bestimmten Spezies gefunden habt, umso wahrscheinlicher ist es, dass ihr ein lebendiges Exemplar heranzüchten könnt. Insgesamt stehen euch dabei 42 verschiedene Spezies zur Verfügung.

Neben dem Züchten eurer Dinos, erlaubt euch das Labor zudem neue Upgrades für euren Park freizuschalten oder neue Genmanipulationen für eure Dinos zu entdecken. Durch letzteres könnt ihr beispielsweise diverse Werte eurer Dinos, wie etwa ihre Angriffsstärke, ihre Lebenserwartung oder ihre Farben anpassen.

Doch wie das nun mal mit Lebewesen so ist, ist es mit der Züchtung allein natürlich nicht getan. Die Pflege der Dinos ist mindestens genauso wichtig. Zum einen wollen diese gefüttert werden, zum anderen vor Fressfeinden und Krankheiten beschützt werden. Fütterungsstellen in den Gehegen sind also schonmal Pflicht. Erstes herumprobieren verrät euch auch schnell, dass ihr Fleischfresser besser nicht mit Pflanzenfressern ins selbe Gehege stecken solltet.

Krankheiten sind jedoch ein anderes Thema. Stirbt ein Dinosaurier, sollte es eure Priorität sein, den Kadaver möglichst zügig von einem Transportteam aus dem Gehege zu entfernen. Tut ihr das nicht, können die verwesenden Überreste schnell für die Verbreitung eines Virus oder einer Infektion sorgen. In diesem Fall muss ein Rangerteam ran, um die betroffen Tiere zu betäuben und medizinisch zu behandeln. Erst wenn ihr den letzten befallenen Dino gesund gepflegt habt, gilt die Krankheit als besiegt.

Jurassic World Evolution – Safety First

Doch nicht nur eure Dinos wollen umsorgt sein. Schließlich handelt es sich beim Jurassic Park um einen Park für dinobegeisterte Menschen. Diese sind ja schließlich auch eure Haupteinnahmequelle und sorgen damit für die nötigen Mittel, eure Forschung weiter voranzutreiben und mehr Dinosaurier zu entdecken. Wie wir aus den Filmen bereits gelernt haben, ist Sicherheit bei einem solchen Unterfangen das A und O. Eine vernünftige Umzäunung für eure lieben Tierchen dient dabei dem primären Schutz eurer Besucher.

Sollte es dennoch mal eine eurer Kreaturen aus dem Gehege schaffen, muss euer Einsatzteam ran. Bewaffnet mit Betäubungsmitteln gilt es dann, den Dino zu bremsen und zurück hinter den Zaun zu verfrachten. Hierbei könnt ihr, genau wie bei euren Rangerteams, die Steuerung entweder selbst übernehmen oder sie automatisch agieren lassen. Es hat durchaus etwas Unterhaltsames, in einem Jeep durch seinen eigenen Jurassic Park zu fahren und dabei Fotos von euren Dinos zu schießen.

Neben der Sicherheit, wollen eure Besucher jedoch auch unterhalten werden. Dafür könnt ihr an den Gehegen Beobachtungsposten anbringen. Von diesen bekommen die Parkbesucher einen besseren Überblick über die Dinos. Zudem könnt ihr Restaurants, Souvenirläden, Kleidungsläden und ähnliches in eurem Park errichten, um eure Gäste bei Laune zu halten.

Jurassic World Evolution – Fortschritt und Anpassung

Jede Echse verfügt über eine bestimmte Anziehungskraft für eure Parkbesucher. Um euren Park möglichst hoch bewertet zu sehen und damit möglichst viel Geld zu verdienen, solltet ihr euch auf die interessanteren Vertreter des Dinoreichs konzentrieren und dabei für ausreichend Abwechslung im Park sorgen. Nach und nach schaltet ihr dadurch den Rest der Inselgruppe frei. Jede Insel bringt dabei ihre eigenen Eigenarten mit sich. So müsst ihr euch beispielsweise ab der zweiten Insel auch um Umweltkatastrophen kümmern, die ansonsten schnell zum Stromausfall führen oder die Gehege beschädigen könnten.

Während ihr euch um euren Park kümmert, könnt ihr euch zudem um diverse Aufträge der Abteilungen Sicherheit, Wissenschaft oder Unterhaltung kümmern. Jede Abteilung verfolgt dabei ihre eigenen Ansichten bezüglich der Dinos. Je mehr Aufträge ihr für eine Abteilung erfüllt, umso wohlwollender wird diese euch gegenüber sein. Dadurch schaltet ihr zwar das ein oder andere Gebäude frei, vernachlässigt ihr jedoch die anderen Abteilungen, können diese den Park aus Rache sabotieren.

Dadurch gibt es zwar einiges für euch zu erledigen, auf der Strecke bleibt dabei jedoch leider die Gestaltungsfreiheit des Parks. Neben den Gehegen und einigen wenigen Gebäuden fehlt die Möglichkeit, den Park wirklich zu gestalten. So habt ihr mittels Gestaltungswerkzeuge beispielsweise nur die Wahl zwischen Bäume oder keine Bäume. Eine Auswahl an verschiedenen Baumarten oder ähnliches habt ihr nicht. Diese haben auch keine Auswirkung auf eure Parkbewertung oder die Zufriedenheit eurer Dinos. Besonders letzteres hat mich gerade im Vergleich mit Zoo Tycoon etwas enttäuscht. Solange eure Dinos Futter und Wasser bekommen, sind sie zufrieden. Höhenunterschiede, besondere Gegebenheiten des Bodens oder bevorzugte Flora und Fauna gibt es nicht.

Fazit
Jurassic Park lässt Kindheitsträume wahr werden. Die Möglichkeit, einen eigenen Dinopark zu managen, sollte man sich als Dinosaurier-Fan nicht entgehen lassen. Mit mehr als vierzig verschiedenen Saurierarten bietet das Spiel mehr als genug Auswahl. Lediglich die mangelnden Anpassungsmöglichkeiten sind schade.
Gut
  • Auftritt bekannter Filmcharaktere
  • Mehr als vierzig Dinoarten
  • Realistisches Verhalten der Saurier
Weniger Gut
  • Wenig optische Anpassungsmöglichkeiten
  • Gehegemanagement ist etwas simpel gehalten
8
Gut
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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