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Layton’s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre (3DS) Test

Layton‘s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre

8

Layton‘s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre

8.0/10

Pros

  • Spannende 12 unterschiedliche Fälle
  • Neue Hauptcharaktere wachsen einem schnell ans Herz
  • Gewohnt hochwertige Inszenierung und Vertonung
  • Große Anzahl wirklich guter Rätsel…

Cons

  • ...teils aber leider zu abstrus und unlogisch
  • Katrielle ist in manchen Momenten etwas zu laissez-faire
  • Über weite Strecken fehlt das „Große-Abenteuer-Gefühl“

Des Puzzelns überdrüssig? Das zumindest gilt nicht für Entwickler Level 5. Denn obwohl sie den seit Nintendo-DS-Zeiten alt ehrwürdigen Professor Layton im neusten Abenteuer nicht mehr den Zylinder schwingen lassen, gesellt sich nun dessen Tochter ins Detektiven-Dasein. Dass sie dabei nicht alles so handhabt wie ihr weltbekannter Vater, soll für neuen Schwung in der doch gut bekannten Rätsellei sorgen. Ob dies gelingt oder die leicht verschrobene Art des neuen Detektiven-Teams der Anfang vom Ende ist, erfahrt ihr in unserem Test zu Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre.

Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre – Generation ???

Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der MillionäreWenn der bekannte Meister skurriler Fallaufklärung verschwindet, dann ist ganz London in Aufruhr. Doch ein Leben ohne dessen Genialität wäre im Layton-Universum auch nur schwer denkbar, bei allem was dort fast täglich geschieht. So ganz auf sich allein gestellt ist die englische Hauptstadt zum Glück dann doch nicht. Wenn der Apfel denn nicht weit vom Stamm fällt, dann hat sich doch alsbald ein mehr als würdiger Nachfolger gefunden, der noch dazu den gleichen Namen trägt. Katrielle Layton heißt die junge Nachwuchs-Ermittlerin, die doch prompt mitsamt Assistenten Ernest eine Detektei eröffnet, um die klaffende Lücke im Professoren armen London zu füllen.

Dabei merkt man dank der für Level 5 gewohnt guten Charakterzeichnung nach nur wenigen und mit fantastisch inszenierten Anime-Sequenzen unterlegten Momente, dass der Hase bei der neuen Generation etwas anders hoppelt. Katrielle geht selten pragmatisch an Dinge heran und lässt eher ihren Gefühlen und weiblichen Intuitionen freien Lauf. Wenn eine Lösung nicht heute auf der Hand liegt, dann eben morgen oder ganz woanders. Diese Wechsel in Sachen Tonalität des Protagonisten mag dem ein oder anderen Serienfan irritieren, wenn nicht sogar sauer aufstoßen. Noch nie wirkte ein Layton-Abenteuer so verschroben. Dem zollen auch die anderen Charaktere den passenden Tribut. Ernest scheint gänzlich von der Liebe zu Katrielle getrieben und vergisst dabei doch mal die ein oder andere wirklich hilfreiche Unterstützung, während Hund Sherl, die eigentliche Spürnase des Trios ist.

Doch missversteht uns nicht. So anders die Darstellung des Abenteuers und dessen tragende Figuren auch ist, so sehr versteht es Level 5, mit eben jenen Eigenarten zu spielen und sie vernünftig in das Abenteuer einzuweben. So wachsen euch trotz der ersten Annäherungsproblemchen auch diese drei garantiert schnell ans Herz. Dazu tragen speziell die etwas ausufernden Dialoge bei. Layton war eben noch nie ein flotter Puzzler und genau dafür schätzen wir ihn.

Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre – Kleine Spürnase, große Abenteuer

Ein mitunter gravierender Unterschied zu den vorherigen Layton-Spielen ist die Aufteilung des neusten Abenteuers in gleich 12 unterschiedliche Einzelfälle. Wo zuvor eine große Geschichte für fortwährenden Handlungsfluss sorgte, widmet ihr eure Aufmerksamkeit nun einzelnen nicht minder spannenden Abenteuern. Diese dauern zwar separat betrachtet nicht so lang wie des Vaters große Geschichten der Vergangenheit, zusammengenommen spielt ihr aber das bisher größte bzw. längste Layton-Spiel.

Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre

Komplett unabhängig sind natürlich nicht alle Geschichten und gen Ende öffnet sich dann doch ein größeres Ganzes, doch dauert es bis dahin ein wenig. Wer also das Einheitsabenteuer sucht, der dürfte mit „Layton‘s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre“ durchaus ein paar Startschwierigkeiten haben.

Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre – Rätseln wie der Papa

Was der Zylinder-Träger scheinbar gänzlich an seinen Nachwuchs abgetreten hat, ist die Art und Weise wie gerätselt wird. Noch immer sucht ihr die einzelnen Areale nach Hinweismünzen ab, die ihr gegen Hilfen beim Lösen von Rätseln eintauschen könnt. Auch die Rätsel an sich sind wieder ein ordentlicher Mix aus Logik-, Kombinations-, Rechen- und Kreativ-Aufgaben, die allesamt eure grauen Zellen anstrengen.

Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der MillionäreDieses Mal jedoch häufen sich die teils recht abstrusen Lösungen. Abstrus in der Hinsicht, dass des Rätsels Lösung so einfach ist, dass man als geübter Hirnakrobat erst gar nicht auf den Gedanken kommt. Manchmal ergeben aber auch die Erklärungen keinen wirklich Sinn und einzelne Lösungen, wenn auch richtig, werden vom Spiel nicht als solche erkannt. Der eine mag das nun der naiven, unkonventionellen Art des neuen Puzzle-Genies Katrielle zuschieben, der andere findet die Rätsel nicht so gut ausgearbeitet, wie in den vorherigen Titeln. Dennoch ist aber die überwiegende Zahl an wirklich tollen Denkspielerein mehr als gelungen, so dass der allgemeine Spielspaß nicht allzu sehr leiden musste.

Speziell die musikalische Untermalung, die gewohnt hochwertigen Zeichnungen und die professionelle Sprachausgabe zeigen auch heute noch, wie ein Puzzle-Adventure auszusehen hat und warum Level 5 auch in 2017 mit „Layton‘s Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre“ nicht des Rätselns müde ist.


Fazit

Den einen mag es schockieren, für den anderen ist es angenehm frischer Wind. Das im neusten Layton-Abenteuer nun Layton-Junior zum Zug kommt und nicht der allseits bekannte Papa, mag ungewohnt sein, doch wachsen einen die neuen Protagonisten, allen voran Katrielle Layton nicht minder schnell ans Herz, wie seinerzeit der Professor und sein Gehilfe Luke. Leicht verschroben, ein bisschen naiv, aber stets herzerwärmend sympathisch rätselt sich die neue Generation erneut in unser Spielerherz. Ja, die Dialoge sind mal wieder etwas zu langatmig, mehr Rätsel als gewohnt zu abstrus und unlogisch und dennoch waren wir von Fall eins bis zwölf mit Leib und Hirnschmalz bei der Sache. Vieles ist der erneut exzellenten Vertonung und speziell der fantastisch inszenierten Aufmachung geschuldet, mit denen Level 5 erneut beweist, warum auch ein weiteres Layton-Abenteuer am besten nicht lange auf sich warten lassen sollte.

... ist seit Februar 2011 freier Redakteur bei Spieletester.de. Er liebt Nintendo-Produkte und besitzt auch privat eine Wii U sowie einen 3DS. Vor allem Donkey Kong, Kirby und Co haben es ihm so richtig angetan.

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