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LEGO: Die Unglaublichen (PS4) Test

Lange hat man nichts mehr von der Heldenfamilie Parr aus dem Kinofilm „Die Unglaublichen“ gehört. Doch anlässlich des zweiten Kinofilms, der im Spetember auch in den deutschen Kinos anläuft, haben Warner Bros. Interactive Entertainment, TT Games, Disney, Pixar und The LEGO Group sich zusammengesetzt und ein neues LEGO Spiel produziert: LEGO Die Unglaublichen.

LEGO: Die Unglaublichen – LEGO ist und bleibt LEGO

Wer zuvor schon einmal ein LEGO Spiel gespielt hat, der wird bei diesem hier nicht groß überrascht werden. Ähnlich wie die Vorgängerspiele kann man in Form von kleinen Legomännchen viele Gegenstände kaputt hauen, Steine sammeln und nebenbei noch eine Story spielen. Das aus LEGO gebaute Disney Schloss am Anfang des Spiels hat mein Herz zugegebenermaßen ein bisschen höherschlagen lassen. Im Prinzip gibt es die alt bewährten Funktionen wie zerstören, bauen und Dinge oder Gegner zerschmettern. Wer das Prinzip der Lego Spiele liebt, ist hier gut bedient. Alle anderen, die sich mehr erhofft haben, muss ich leider enttäuschen.

„Ist Heldenarbeit auch manchmal einfach?“ „Nein, eigentlich nicht.“

Zugegebenermaßen bin ich mit der Story und den Charakteren der Unglaublichen nicht besonders bewandert. Am Anfang des Spiels wird man sofort ins Geschehen geworfen. Es war tatsächlich ein wenig verwirrend, weil ich nicht genau wusste, welche Charaktere was können. Unten links im Bildschirm wurden mir Tastenkombinationen angezeigt, wie ich das Potential der Superhelden ausschöpfen kann. Also selbst als superblutiger Anfänger oder als Kind ist man in der Lage dieses Spiel durchzuspielen. Ich verstehe, dass auf Grund der Thematik und den wahrscheinlich hohen Anteil der jungen Spieler der Schwierigkeitsgrad sehr geringgehalten wurde, aber trotzdem hätte ich mir wenigstens ein paar Herausforderungen gewünscht. Elastigirl – also die Mutter der Superheldenfamilie – wurde einmal gefragt, ob Heldenarbeit auch manchmal einfach sei. „Nein, eigentlich nicht.“ war ihre Antwort. Dem muss ich leider widersprechen, denn als Spieler bekommt man wirklich jeden Schritt vorgegeben, welches das Spiel auch ein bisschen langweilig machte, weil es einfach zu leicht war.

LEGO: Die Unglaublichen – Zwischenspiel

Es gibt die Möglichkeit neben dem Storymodus auch einzelne Quests in der Open World anzunehmen. Ich finde es nett zwischendurch den Modus zu wechseln und ein bisschen durch die Stadt zu laufen, um Menschen in Not zu helfen – wie ein richtiger Superheld eben. Auch wie bei einigen anderen LEGO Spielen ist es möglich, im Koop Modus mit Freunden und Familie zu spielen. Da es sich hier um eine Superheldenfamilie handelt, müssen die Charaktere wie eine echte Familie zusammenarbeiten. So kann Elastigirl dem Rest der Familie beispielsweise als Brücke dienen. Auch hier sind die verschiedenen Charaktere mit ihren ganz eigenen Fähigkeiten geschickt einzusetzen.

LEGO: Die Unglaublichen – Alarm für Cobra 11 im Kinderformat

Letztlich geht es wie in fast allem Superheldenstorys darum, dass Böse zu bekämpfen. Ob es sich um Eisbanditen handelt oder um Bösewichte, die Menschen hypnotisieren. Meistens folgt auf eine erfolgreiche Mission wie z.B. die Rettung einer Botschafterin eine oder auch fünf Explosionen. Ähnlich wie bei Alarm für Cobra 11 scheinen die Macher sehr auf die LEGO Explosionen zu stehen. Meins ist es nicht, aber gibt sicher Menschen, die das Actionstilmittel besser zu schätzen wissen. Man kommt schnell von Zwischensequenz zu Zwischensequenz, weil die Quests einfach zu lösen sind. Dadurch fühlt sich das Spiel sehr filmisch an. Auch die ständige superheldentypische Hintergrundmusik trägt dazu bei, dass man sich wie in einem Kinderactionfilm fühlt.

Fazit
LEGO: Die Unglaublichen ist eindeutig ein Lego Game. Ähnlich wie die vorherigen Spiele spielt man eine Story – hier mit der Superheldenfamilie – nach und haut dabei mit süßen Legofiguren auf Bösewichte ein. Ich verstehe, dass das Spiel auch für Kinder konzipiert ist, weshalb es sehr einfach ist. Trotzdem fand ich, dass man sich z.B. bei Minigames mehr Mühe hätte geben können, um den Spieler wenigstens ein bisschen zum Denken anzuregen. Die Ladezeiten waren ungewöhnlich lange, was ich bei dieser Grafik nicht unbedingt nachvollziehen kann. Für die, die noch nicht durch Lego Games gesättigt wurden, ist es ein nettes und süßes Spiel. Große und kleine Kinder, die auf Superhelden und Explosionen stehen, sind bei Lego Die Unglaublichen gut aufgehoben.
Gut
  • Wechsel zwischen Story und OpenWorld Modus möglich
  • Koop Modus
  • leichter Einstieg
Weniger Gut
  • Lange Ladezeiten
  • zu niedriger Schwierigkeitsgrad
  • wie jedes andere Lego Game
6
adäquat
Christine ist seit September 2017 als Redakteurin für Spieletester.de tätig.

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