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Life is Strange – Episode 4: Dark Room

Endlich ist die vierte Episode von Life is Strange verfügbar und es hat nicht lange dauert, da zog mich die Geschichte um Max und Chloe wieder in ihren Bann. Das Spieltempo in der neuesten Episode wird zwar merklich zurückgefahren, doch die Stärken der vorherigen Episode (Chaos Theory) werden erneut aufgegriffen. Max ist auf der Suche nach einer Lösung für das große Unglück, das sich in Episode 3 zugetragen hat. Wird sie sie finden?

Wenn ihr Life is Strange bis heute nicht gespielt habt, solltet ihr diesen und den nächsten Abschnitt komplett überspringen, um mögliche Spoiler zu vermeiden. Diese sind leider unvermeidbar, um die Rahmenbedingungen der Geschichte von „Dark Room“ zu erzählen. Spielerisch hat sich im Vergleich zu den vorherigen Abschnitten nicht viel getan und so seid ihr weiterhin auf der Suche nach Rachel Amber. Die Hinweise häufen sich, doch wohin führt die Spur? Das verrate ich natürlich nicht!

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Ihr wurdet gewarnt. Wer jetzt noch liest, MUSS SPOILER HINNEHMEN: Entwickler Dontnod hat es sehr gut geschafft, das Schicksal von Chloe in der alternativen Zeitlinie zu vermitteln. Die Gefühle von Max, die sie durchlebt, werden extrem schnell auf euch als Spieler übertragen. Ein schlechtes Gewissen, Mitgefühl und so weiter werden clever projiziert, um euch das „Mittendrin statt nur dabei“-Gefühl zu geben. Schon nach wenigen Minuten müsst ihr über das Schicksal eurer Freundin entscheiden. Und ich kann nur sagen: Das war eine verdammt harte Sache. -SPOILER ENDE-

Life is Strange – Auf der Suche nach Rachel Amber

Nach einem furiosen und gefühlstechnischen Paukenschlag geht es dann aber doch sehr gemächlich weiter. Der Verlauf fühlt sich dabei stets in eine Richtung gezwungen, denn auch die Entscheidungsmöglichkeiten wurden gegenüber den Vorgänger-Episoden stark zurückgefahren. Es sieht ganz stark danach aus, als würden sich die Entwickler sehr viele wichtige Ereignisse für das Finale in Polarized aufheben. Stellenweise fühlt sich die Episode daher unnötig gezwungen an.

Dafür aber gibt es deutlich mehr Rätselkost als vorher. Pfiffige Spieler werden allerdings kein Problem damit haben, denn die Lösung lässt sich binnen weniger Minuten innerhalb der Umgebung schon finden. Wer ein gutes Erinnerungsvermögen besitzt, erspart sich mitunter bis zu mehreren Stunden des Backtrackings (ein Fehler, den ich zugestehen muss, denn im zweiten Durchlauf brauchte ich für Episode 4 keine 90 Minuten). Qualitativ sind die Knobelaufgaben nicht auf der Höhe eines guten Daedalic-Spiels, doch sie stellen eine deutliche Verbesserung gegenüber denen der vorherigen Episoden dar.

Zur Technik könnte ich euch nun wieder denselben Sermon hinklatschen, den ich auch schon in den vorherigen Episoden geschrieben habe: Die PS4-Fassung hat gelegentlich mit Framerate-Problemen zu kämpfen und Max‘ Reaktionen sind nicht immer eindeutig an ihrem Gesichtsprofil zu erkennen. Doch abseits dessen entwickeln sich die Charaktere sehr gut.

Bisherige Episoden im Test

Episode 1
Episode 2
Episode 3

Fazit
Die Gefühlsachterbahn von Life is Strange geht weiter. Nach dem tragischen Vorfall rund um Chloe war ich extrem gespannt, was die Entwickler daraus machen würden. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Vor allem der Auftakt und das Ende von Episode 4 machen den eher müßigen Mittelteil des Abschnitts wieder wett. Es schaffen wahrlich nicht viele Spiele, mich emotional auf solch eine Reise zu schicken und selbst Tage nach dem Durchspielen beschäftige ich mich immer noch damit, ob ich wirklich die Beste Entscheidung getroffen habe als es um Chloes Schicksal ging. Ich bin jetzt so richtig gespannt, wie die Sache im großen Finale zu Ende gebracht wird.
8
Gut
Written by
... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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