Lightfield (PS4) Test

Die glorreichen Zeiten der Future-Racer im Stile von Wipeout liegen schon einige Jahre hinter uns. Dennoch erscheinen in unregelmäßigen Abständen gerade im Indie-Bereich immer mal wieder Spiele dieser Machart, worüber sich die kleine aber loyale Fanbase sehr freut. Lightfield für Playstation, Wii U und Xbox One ist so ein Kandidat und bietet neben futuristischem Look und technoidem Soundtrack auch ein innovatives Fortbewegungskonzept. Ich habe den Titel angespielt und verrate im Test, ob Lightfield für euch einen oder auch zwei Blicke wert ist.

Lightfield – Die freie Wahl

LightfieldLightfield macht schon beim ersten Anspielen deutlich, dass es sich durch die offene Levelstruktur und das innovative Bewegungskonzept von der Konkurrenz abhebt. Anstatt an Strecken gebunden zu sein flieg bzw. schwebt ich frei im Raum herum und sucht euch selber den schnellsten Weg zum Ziel. Elementar ist dabei die Möglichkeit anzudocken. Auf Knopfdruck könnt ihr in Lightfield euren Gleiter an die nächstgelegene Oberfläche docken, was euch einen enormen Geschwindigkeitsboost beschert. Anstatt planlos umherzufliegen solltet ihr eure Route also optimieren und möglichst lange Strecken zum Andocken finden und nutzen.

Zwischen den Andock-Perioden könnt ihr aber nicht nur umherschweben und fliegen, sondern auch Tricks vollführen, was kurzzeitige Boosts für eure Geschwindigkeit einbringt. Diese Tricks sind allerdings ehr schmückendes Beiwerk als elementares Fortbewegungselement und erfordern insbesondere Mangels Tutorial viel Übung und Eingewöhnung. Für den geforderten Aufwand ist der Geschwindgkeitsgewinn recht niedrig, so dass es oft sinnvoller erscheint den direkten und unspektakulären Weg zu wählen.

Lightfield – Ab zum Ziel

LightfieldTheoretisch könnt ihr die Level frei erkunden und euch in Ruhe umschauen. Es winken sogar Collectables, die euch Erfahrungspunkte bringen. Da man mit dem gesammelten Erfahrungspunkten in Lightfield aber herzlich wenig anfangen kann motiviert das Erkunden wenig und meist bin ich mehr daran interessiert noch schnellere Routen durch die Karten zu finden. Weder bei der Karten- noch bei der Fahrzeug oder Spielmodi-Auswahl bietet Lightfield viel Abwechslungen. Dafür motiviert der steigende Schwierigkeitsgrad zu immer neuen Bestzeiten. Maximal sechs Flitzer sind pro Karte unterwegs und Kollisionen sind nicht möglich, so dass ich stets auf meine eigene Bestzeit und Ideallinie konzentriert bin. Dabei ist das Balancing gut gelungen, so dass sowohl der Wettstreit mit der KI als auch Rennen gegen Freunde Spaß machen.

Online ist Lightfield leider sehr dünn aufgestellt, so dass lediglich private Matches mit Freunden drin sind. Auf der anderen Seite lockt lokal der gut gelungene Splitscreen-Multiplayer für bis zu vier Spieler. Einfaches Ein- und Aussteigen ist hierbei kein Problem und macht schnelle Runden möglich. Technisch gesehen ist Lightfield nicht gerade zeitgemäß, auch wenn der Look dem Setting entsprechend gut gelungen ist. Der Soundtrack passt ebenfalls mit seinen elektronischen, treibenden Klängen. Leider lässt die Performance sehr zu wünschen übrig, obwohl grafisch nicht gerade neue Maßstäbe gesetzt werden. Auf der Playstation 4 stören andauernde Ruckler und kurze Freezes das Spielgeschehen, ein Umstand der gerade bei einem solch schnellen Spiel für viel Frust sorgt. Hier muss dringend nachgebessert werden, idealerweise direkt zusammen mit einem Tutorial für die Tricks und Kniffe der Flitzer.


Fazit:

Philipp Kleidt LightfieldLightfield macht einen sehr soliden Job und kann gerade durch den Splitscreen-Modus punkten. Dennoch stören ständige Ruckler das Spielgeschehen und zehren schnell an den Nerven. Der futuristische Look gepaart mit dem elektrischen Soundtrack passen gut zusammen und sorgen für eine gelungene Atmosphäre. Für Genre-Freunde und Fans des Splitscreen sicherlich einen Blick wert, dennoch hoffe ich auf eine zügige Verbesserung der Performance.

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...ist seit 2008 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Er spielt am liebsten First-person Shooter und wenn es die Zeit zulässt auch gerne (J)RPGs. Bei Spieletester.com ist er außerdem unser Mann für Adventures, vornehmlich Point’n’Clicks, sowie Indie-Spiele

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