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Matterfall (PS4) Test

Matterfall

7

Matterfall

7.0/10

Pros

  • Exzellente Grafik in 1080p60 (nur PS4 Pro)
  • Fetter Soundtrack
  • Coole Power-Ups
  • Tolles Level-Design
  • Superbe Spielbarkeit
  • Weltweite Leaderboards

Cons

  • Stark gewöhnungsbedürftige Steuerung
  • Keine Inhalte nebst 2 Stunden kurzer Kampagne
  • Frustrierender letzter Bosskampf
  • Hoher Preis
  • Keine Storyline

Matterfall zeigt einmal mehr, dass Housemarque zu den Meistern des Twin-Stick-Shooter-Genres gehört. Effektgeladene Action, geschmeidige 60 FPS und ein süchtig machendes Spielprinzip dürften vor allem Punktejäger eine Weile auf Trab halten. Doch wie sieht es für diejenigen aus, die einfach nur ein gutes Spiel wollen? Das verrate ich euch in den nachfolgenden Zeilen!

Wie es für Housemarque-Spiele so üblich ist, ist die Story sprichwörtlich zum Vergessen. Im Grunde genommen heißt es nur: Merkwürdige Alien-Kristalle entwickeln Eigenleben und bedrohen die Menschheit. Eine Person stellt sich der Sache und macht die Ein-Mann-Armee. Mehr als das gibt es nicht. In den zwölf Leveln der Kampagne, die rund 90 bis 120 Minuten in Anspruch nimmt, erfahrt ihr keinerlei Details zur Geschichte oder der Herkunft. Schade. Aber erwartet. Immerhin gibt es einen Hintergrund für das ganze Geballer.

Matterfall

Matterfall – Effekthascherei

Wenn sich die Macher von Resogun, Alienation, Dead Nation oder Super Stardust HD an einen Twin-Stick-Shooter wagen, dann ist eines garantiert: Satte Action. Und auch Matterfall kommt nicht zu kurz. Nach einer recht kurzen Einführung geht es auch gleich ans Eingemachte. Zwar ist die Gegnerabwechslung sehr gering, dafür aber geizen die Entwickler nicht mit fetten Effekten, die den Bildschirm oftmals richtig grell leuchten lassen. Je seltener ihr Treffer einsteckt, desto besser, denn nur so erlangt ihr fette Punkte-Multiplikatoren. Weltweite Leaderboards verraten stets, wie gut ihr gegen andere Spieler aus aller Welt abschneidet.

MatterfallInsgesamt gibt es 12 Level aufgeteilt auf drei Areale á vier Level, wobei Abschnitt Nummer 4 stets ein Bosskampf darstellt. Während die ersten zwei Bosse noch cool sind, so ist der finale Kampf einfach nur ätzend. Und das liegt an mehreren Gründen. Einerseits ist die Steuerung des Spiels überladen, andererseits ist das Buttonmapping total in die Hose gegangen. Warum etwa kann ich nicht mit X springen, sondern muss dazu R1 knüppeln? Vielleicht ist es ja mein Alter, aber mir fehlte es auch nach zwei Stunden an Spielzeit an Koordination. Ständig will ich mit X springen und falle dann in ein Loch, werde von Projekten getroffen oder kann schlicht nicht ausweichen. Hier könnten die Entwickler ruhig mehrere Steuerungs-Profile anbieten, denn das Basis-Modell ist, gelinde gesagt, Schrott.

Zur Verteidigung steht dem Mega-Man-Verschnitt ein Dash zur Verfügung, mit dem sich alle Projekte bis auf die rote Materie eliminieren lassen. Zudem gibt es eine „Matter“-Kanone, mit der sich Materie erschaffen lässt, um so Plattformen zu erstellen. Darauf basieren auch die verschiedenen Sprungpassagen im Spiel. Gepaart mit den großen Mengen an Projektilen und Gegnern wirkt das Geschehen auf Außenstehende unübersichtlich, doch man selbst als Zocker befindet sich in einer Art Trance. Alles wirkt wie aus einem Guss.

Matterfall – Retter in Not & Technikspaß

MatterfallDie meisten der neun Level sind recht groß und bieten verschiedene Abzweige, die euch an geheime Örtlichkeiten führen. Dort findet ihr zumeist in Kristallen gefangene Menschen, die ihr wiederum mithilfe der Matter-Gun befreit. Je nach Level gibt es zwischen zwei und vier Personen, die ihr retten könnt. Ich empfehle es euch aber, denn gelegentlich bekommt ihr neue Power-Ups spendiert, die den Spielverlauf merklich vereinfachen. Gleich zu Beginn bekommt ihr beispielsweise einen Granatenwerfer. Später dann gibt es die passive Fähigkeit, mehr Matter-Bomben zu spawnen, sodass ihr sehr viele Gegner mit einem Angriff erledigen könnt. Oder aber ihr verursacht nach jedem Dash Schaden an umstehenden Gegnern. Alternativ könnt ihr auch einfach den Schaden eurer Primärwaffe verstärken. Insgesamt gibt es rund ein Dutzend Power-Ups, wobei sich nur drei gleichzeitig nutzen lassen. Aber keine Sorge: Ihr könnt den Kram jederzeit on the fly nach Wunsch anpassen.

Gut gefallen haben mir auch die kurzen Abschnitte in Zero-G, wo die Dash-Fähigkeit umso wichtiger ist. Gleichzeitig gehören diese Bereiche auch zu den kniffligeren, weil ihr langsamer auf zahlreiche Gegner reagieren könnt. Ob Angriff hier die beste Verteidigung ist? Ich für meinen Teil versuchte mir stets meinen Overdrive dafür aufzuheben.

Grafisch macht Matterfall so einiges her. Wenn ihr das Spiel allerdings in Glanz und Gloria erleben wollt, braucht ihr eine PlayStation 4 Pro. Nur damit erlebt ihr es in 1080p mit 60 FPS. Base-PS4-Spieler müssen mit 900p und 60 FPS auskommen. Nichtsdestoweniger wirken die Partikeleffekte in beiden Fällen richtig gut. Doch das eigentliche Highlight ist der Soundtrack mit seinen fetzigen EDM-Tracks und starken Beats. Wub wub, halt. Ein treibender Song nach dem anderen verstärkt das innere Zen-Gefühl, wenn ihr wie Neo den gefühlt tausenden Projektilen ausweicht.



Fazit:

Wenn ich Matterfall im Vergleich zu Resogun und Alienation sehen müsste, dann bildet dieser Titel das Schlusslicht. Zu stark hat mich die Steuerung genervt, um wirklich Spaß zu haben. Wenn ihr euch allerdings darauf einlasst und diese wirklich lernt, belohnt euch das Spiel mit exzellenter Action und einem brillanten Level-Design. Highscore-Jäger dürfte die kurze Spieldauer von höchstens zwei Stunden nicht stören, da sie schließlich nur die Spitze der Rangliste interessiert. Abgesehen von der kurzen Kampagne gibt es keinerlei weitere Spielmodi. Für 20 Euro ist das dann doch etwas zu wenig für meinen Geschmack. Das aber ändert nichts daran, dass das eigentliche Spiel durchaus gut ist.

Written by
... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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