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Metal Gear Survive (PS4) Test

Metal Gear Survive knüpft an das Ende von Metal Gear Solid V: Ground Zeroes an. Die Entwicklung fand erstmals ohne den Erfinder Hideo Kojima statt. Daher waren viele Fans schon vor dem Release von Metal Gear Survive verärgert. Ob die Verärgerung berechtigt ist? Die Antwort erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Metal Gear Survive- Die neue Welt

Zu Beginn des Spiels werdet ihr in den Zwischensequenzen mit den Ereignissen aus Metal Gear Solid 5 Ground Zeroes vertraut gemacht. Die Mother Base ist zerstört und ein seltsamer Virus sorgt für Angst und Schrecken. Zunächst müsst ihr einen eigenen Charakter erstellen, dem ihr ein eigenes Aussehen geben könnt. Anschließend findet ihr euch gemeinsam mit eurer Militärbasis in Dite, einer alternativen Dimension wieder. Ab sofort habt ihr primär die Aufgabe zu überleben und die Wandelnden zu eliminieren. Dabei handelt es sich um zombieähnliche Kreaturen. Ausgelöst durch einen Virus in der Bevölkerung haben viele Menschen sich infiziert und sind in dieser Gestalt gefangen. Im weiteren Verlauf kommen nur wenige Zombiekreaturen hinzu.

Wandelnde greifen am Liebsten in einer größeren Gruppe an. Daher solltet ihr es vermeiden einen offenen Schlagabtausch gegen sie zu führen. Sie haben nur ein bestimmtes Sichtfeld und können euch hauptsächlich über ihr Gehör wahrnehmen. Sobald sie euch als Ziel identifiziert haben, greifen sie euch an. Grundsätzlich empfiehlt es sich hinter Objekten zu verstecken und im richtigen Moment, die Zombies zu erledigen. Nach nur wenigen Spielminuten wird mir klar, dass die Wandelnden nicht zu den klügsten Kreaturen gehören. Ihr könnt trotz einer Entdeckung vor ihnen flüchten, da diese nur den direkten Weg zu euch suchen werden.

Metal Gear Survive- Das nackte Überleben

In Metal Gear Survive kommt der Hunger selten allein und es wird deutlich, dass die Entwickler großen Wert auf ein gutes Ressourcenmanagement gelegt haben. Mit der Zeit nimmt die Energie und Ausdauer eures Helden nämlich ab. Ihr müsst euch um Nahrungsmittel und sauberes Wasser kümmern. An dieser Stelle sei euch gesagt, dass ihr die Versorgung eures Helden nicht unterschätzen solltet. Das Spiel kann innerhalb nur weniger Minuten für euch vorzeitig beendet sein. In den ersten Spielstunden seid ihr primär mit Nahrungssuche beschäftigt. Dabei müsst ihr Ausschau nach Schafen, Ziegen und Wölfen halten. Der Nahrungsmittelverzehr kann ungekocht erfolgen. Beachtet jedoch, dass dies zu einer Vergiftung führen kann. Auch bei der Lebensmittelzubereitung geht Metal Gear Survive in die Tiefe. Beispielsweise könnt ihr euch einen eigenen Eintopf zubereiten.

Zu jeder Zeit besteht eine direkte Verbindung zwischen euren körperlichen Tätigkeiten und eurer Lebens- und Ausdauerenergie. Je öfter ihr zum Beispiel rennt und in Kämpfe involviert seid, nimmt euer Lebens- und Energiebalken ab. Außerdem benötigt ihr in vielen Gebieten der Spielewelt eine Sauerstoffmaske. Das Einatmen des giftigen Nebels kann nämlich zum Tod eurer Spielfigur führen.
Neben der Nahrungsmittelsuche, erweist sich die Suche nach sauberem Wasser als äußerst nervenberaubend. In der verseuchten Spielewelt habt ihr die Möglichkeit verseuchtes Wasser zu trinken, wodurch ihr mit Sicherheit nach nur wenigen Spielminuten in das Gras beißen werdet. Bei den Spielern sorgt das für eine große Frustration. Um den vorzeitigen Tod durch verseuchten Wasser vorzubeugen, stehen euch Antibiotika Tabletten in begrenzter Zahl zur Verfügung. Für die Zubereitung von sauberen Wasser benötigt ihr bestimmte Ressourcen.

Metal Gear Survive- Es fehlt an Variabilität

Der Titel des Spiels ist sinnvoll gewählt, da ihr im euch im gesamten Spielverlauf in einem Überlebenskampf befindet. In den Werkstätten könnt ihr eigene Waffen oder Molotowcocktails und viele weitere Ausrüstungsgegenstände herstellen. Hierzu benötigt ihr Ressourcen, die ihr in der Spielewelt sammeln müsst. Ebenfalls bietet Metal Gear Survive den Bau einer eigenen Anlage zur Tierzucht, was sich in jedem Fall lohnen kann. Außerdem habt ihr die Möglichkeit Gebäude zu bauen, mit denen ihr Medikamente herstellen und damit eure medizinische Versorgung gewährleisten könnt. Aus dieser Perspektive erweist sich Metal Gear Survive als Strategiespiel, da ihr sehr viel Zeit in den Ausbau eures Basislagers investieren könnt.

Obwohl die Entwickler einen großen Wert auf die Beschreibung von einzelnen Funktionen gelegt haben, fiel es mir besonders schwer den Überblick über mein Basislager zu behalten. Zumal im weiteren Verlauf des Spiels neue Herausforderungen und Elemente hinzukommen.
Der gesamte Spielverlauf erweist sich als reiner Überlebenskampf, der nur wenig Abwechslung für euch bereithält. Ihr habt viele Haupt- und Nebenmissionen zu absolvieren, die aufgrund der fehlenden Balance bei der Beanspruchung eurer Ressourcen sich äußerst frustrierend gestalten. Die meiste Zeit geht durch die Versorgung eurer Spielfigur verloren, wodurch ihr nicht in den Genuss der Hauptstory kommen könnt. Bei den Missionen werdet ihr keine große Abwechslung erwarten können. Eine gute Balance würde Metal Gear Survive sicherlich zu einem besseren Spiel machen. So lässt sich nur feststellen, dass der Schwerpunkt bei Metal Gear Survive auf strategische Elemente beruht.

Metal Gear Survive- In die Jahre gekommen

Die Grafik in Metal Gear Survive basiert auf der bekannten Fox Engine. Dennoch wirkt die grafische Darstellung des Spiels nicht zeitgemäß. Generell wirkt die Spielwelt sehr leblos und bietet wenig Details. Hinsichtlich der Performance macht Metal Gear Survive eine gute Figur. In meinem Test konnte ich auf der Playstation 4 Pro keine Ruckler oder Darstellungsfehler wahrnehmen.

Metal Gear Survive- Mikrotransaktionen sollen das Spiel erleichtern?

Bei den Gamern gehören wohl Mikrotransaktionen zu den diskutabelsten Elementen in einem Videospiel. In der Vergangenheit haben Mikrotransaktionen einen großen Platz in Videospielen eingenommen und sorgen bei den Fans für großen Ärger.
Auch in Metal Gear Survive werdet ihr mit Mikrotransaktionen konfrontiert werden. Diese dienen beispielsweise dazu, um neue Ressourcen zu sammeln und den Ausbau eures Basislagers voranzutreiben. Zumindest ließen sich durch die befristete Login-Aktion bei der Veröffentlichung 30 Survive-Münzen verdienen. Für die Freischaltung eines Booster-Pakets werden 200 Survive-Münzen benötigt. Mithilfe der Booster-Pakete könnt ihr unter anderem eure Energie- und Kampfpunkte erhöhen. Weiterhin habt ihr nur einen Spielstand kostenlos zur Verfügung. Wenn ihr weitere Spielstände einbinden wollt, müsst ihr gezwungenermaßen auf Mikrotransaktionen zugreifen. Ein großer Kritikpunkt ist, dass Metal Gear Survive nur mit bestehender Internetverbindung spielbar ist.

Fazit
Konami Digital Entertainment hat mit Metal Gear Survive vermutlich viele Fehler gemacht. Besonders Fans der Reihe werden aufgrund der zahlreichen Änderungen und Neuerungen verärgert sein. Im Vergleich zu den anderen Titeln der Reihe hat sich nämlich einiges geändert und vieles ist dazugekommen. Aus der Sicht eines Fans kann ich zum Einen die Schwächen der KI bemängeln. Zum Anderen gestaltet sich Metal Gear Survive zunehmend als Strategiespiel in dem es darum geht euer Basislager Schritt für Schritt aufzubauen. Primär seid ihr natürlich mit dem Überlebenskampf beschäftigt, welcher für große Frustration sorgt. Euer Held ist nach nur wenigen Spielminuten ohne Energie und muss sich auf Nahrungsmittelsuche begeben. Gleichzeitig müsst ihr die zahlreichen Haupt- und Nebenmissionen absolvieren. Es kann durchaus vorkommen, dass ihr Missionen aufgrund eines Hungeranfalls abbrechen müsst. Selbstverständlich gehört zu einem Überlebensspiel ein realistischer Ernährungsfaktor dazu. Dennoch hätte ich mir persönlich eine bessere Balance gewünscht. Selbst wenn ihr behutsam mit euren Ressourcen umgeht, werdet ihr viele Frustrationsmomente erleben. Persönlich hatte ich sehr große Schwierigkeiten mich in die Handlung einzufinden.Zu Beginn kommen meiner Meinung nach zuviele Dialoge und Zwischensequenzen vor. Positiv hingegen fand ich, die zahlreichen Tutorials und Anleitungen, da sie mir als Anfänger den Einstieg in das Spiel erleichterten. Die grafische Darstellung auf der Playstation 4 Pro hätte durchaus zufriedenstellender sein können. Schließlich haben die früheren Titel, wie zum Beispiel Metal Gear Solid- Phantom Pain eine durchaus vielversprechende Grafik geboten. Aus der Sicht eines Einsteigers betrachtet haben mich die zahlreichen Menüs abgeschreckt, da man ziemlich leicht den Überblick verlieren kann. Meiner Meinung nach gehören Mikrotransaktionen in keinem Videospiel, da sie zum Einen die Langzeitmotivation eines Spiels berauben und einen unfairen Vorteil darstellen. Auch die Entscheidung Metal Gear Survive nur über eine bestehende Internetverbindung spielbar zu machen, wird bei vielen Fans für großen Ärger sorgen.
Gut
  • Tutorials sorgen für einen guten Einstieg
  • Strategische Elemente (Aufbau einer eigenen Basis mit umfangreichen Auswahlmöglichkeiten)
  • Herstellbare Waffen und Gegenstände
Weniger Gut
  • Keine spannende und unterhaltsame Handlung
  • Fehlende Balance im Ressourcenmanagement
  • Grafik nicht zeitgemäß und mit deutlich Luft nach oben
  • Unübersichtliche Menüs schrecken Einsteiger ab
  • Mikrotransaktionen führen zu einem unfairen Vorteil
6
adäquat
Written by
Behrang ist seit 2016 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Und seit 2018 als Chefredakteur auf unserer Plattform unterwegs. Er gehört zu unserem Sport Spezialisten Team und ist großer FIFA-Fan.

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