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Metroid Prime: Federation Force

Die Enttäuschung der Fans war groß als sie feststellten, dass Samus Aran keinen Auftritt in Metroid Prime: Federation Force bekommen würde. Schlimmer noch: Der neue Titel hat im Prinzip gar nichts mit ihr zu tun. Und so stellt sich die Frage: Wie viel Metroid steckt wirklich drin? Das und ein wenig mehr erfahrt ihr dabei in den nachfolgenden Zeilen!

In Metroid Prime: Federation Force herrscht eine große Unruhe in der Galaxie. Nachdem Phazon zerstört wurde, konnte die Bedrohung durch Weltraumpiraten nicht gestoppt werden. Als Rekrut der Federation Force, einer Elitetruppe der Galaktischen Föderation, gilt es die Piraten endgültig zu besiegen. Dazu steigt ihr in einen Mech und begebt euch ins verlassene Bermuda-System, wo nicht nur Piraten lauern, sondern auch feindliche Kreaturen.

Metroid Prime: Federation Force – Linear & wenig Abwechslung

Die Kampagne des Spiels ist dabei in verschiedene Missionen aufgeteilt, die zumeist nicht länger als 15 Minuten gehen. Dabei steht es euch zur Wahl, jene Aufträge alleine oder mit Freunden lokal sowie online zu spielen. Im Rahmen des Tests stand und leider nur ein Spielcode zur Verfügung und der Online-Modus wird erst mit Launch veröffentlicht, sodass ich hierzu leider keine konkreten Angaben machen kann.

Während die Örtlichkeiten innerhalb der Missionen durchaus abwechslungsreich sind, gestaltet sich das Gameplay leider ungemein schlauchartig. Bereits ein Blick auf die Minimal am unteren Bildschirm zeigt, dass die Areale zumeist sehr klein sind und wenig Möglichkeiten zur Exploration bieten. Wer also auf einen waschechten Metroid-Titel gehofft hat, wird enttäuscht sein. Viel zu entdecken gibt es nämlich nicht und auch die Scan-Funktion von Samus fehlt beispielsweise komplett. Geheimnisse sind zwar vorhanden, zumeist aber an spezielle Mods gebunden, die wiederum eben jene freischalten.

Vor jeder Mission gilt es verschiedene Mods auszurüsten, die den Einsatz vereinfachen sollen. Für Solo-Spieler gibt es dabei einen Vorteil, um gegen die Gegnerscharen zurecht zu kommen. Sie bekommen 50 Prozent weniger Schaden und teilen doppelten Schaden aus. Das mag am Anfang noch nicht nötig sein, entpuppt sich aber später als wichtige Mod, wenn der Schwierigkeitsgrad anzieht. Daneben gibt es aber auch Mods für eine höhere Feuerrate, alternative Geschosse und mehr. Zudem stehen Drohnen zur Verfügung, die im Kampf etwas helfen. Mods gibt es nicht nur an „geheimen“ Orten innerhalb der Missionen, sondern auch nach Abschluss einer Mission. Je besser ihr dabei abschneidet, desto hochwertiger die Belohnung.

Metroid Prime: Federation Force – Anstrengende Steuerung, geringer Spielumfang

Während die recht kurzen Intermezzos noch recht nett gemacht sind, bleibt der Spaß aufgrund der sagenhaft überladenen Steuerung oftmals auf der Strecke. Zunächst wäre da die Tatsache, dass der C-Noppen des New 3DS nicht unterstützt wird. Weiter geht es mit einer Triple-Belegung (!) der rechten Schultertaste. Diese wird fürs Umsehen, Zielen (nur mit Gyroskop-Funktion) sowie Genauigkeits-Zielen zugleich verwendet. Schon nach wenigen Minuten stellte sich mir eine Müdigkeitserscheinung ein, denn die Kamera-Steuerung ist viel zu anstrengend. Mit der linken Schultertaste lassen sich Feinde zudem fixieren.

Metroid Prime: Federation ForceBeim Umfang bekleckert sich Metroid Prime: Federation Force leider auch nicht mit Ruhm. Neben der Kampagne gibt es nämlich nur noch Blast Ball, einen Arcade-Mode mit Leaderboards sowie das Training. Und das ist dann doch zu wenig, zumal die Spielzeit der Kampagne kaum über die zehn Stunden-Marke kommt. Natürlich liegt der Reiz darin, mit Freunden zusammen zu spielen und die mitunter knackigen Bosse zu besiegen (Solo sind diese übrigens witzlos einfach), doch lange motivieren kann der Titel nicht.

Blast Ball ist dabei eine Art Rocket League ohne Fahrzeuge. Zwei Teams aus drei Spielern wollen dabei einen Ball in das Tor der Gegnermannschaft befördern. Sehr schön ist, dass lediglich ein Spieler Metroid Prime: Federation Force besitzen muss, wodurch die fünf anderen im lokalen Modus mitspielen dürfen. Blast Ball ist auch als kostenloser Download im eShop verfügbar. Das Gameplay funktioniert genauso wie in der Kampagne und führt ebenso zu Müdigkeitserscheinungen der Finger.


Fazit:

[blockquote cite=“Benjamin Dadash-Natadj“]Benjamin Dadash-Natadj Metroid Prime: Federation ForceMetroid Prime: Federation Force hat mich als Fan von Metroid durchgehend enttäuscht. Es steckt so wenig vom Geist der Reihe drin, dass ich mich manchmal fragte, was bloß mit der Marke passiert sein muss. Die Steuerung ist überladen, die Kampagne viel zu linear und kurz, der Umfang an Modi lässt zu wünschen übrig und die Story ist quasi non-existent. Die Befürchtungen der Fans haben sich also bestätigt. Schade. Immerhin: Blast Ball zu sechst macht durchaus Spaß und kann für kurze Partien amüsieren.
[/blockquote]

[signoff predefined=“Signoff 1″ icon=“alert“]HINWEIS: Unsere Wertung bezieht sich ausschließlich auf das Solo-Play. Uns stand zum Testzeitpunkt kein zweiter Code für den 2-4-Spieler-Koop zur Verfügung. Wenn ihr den Titel zu viert spielt, steigt die Wertung um mindestens 1 Punkt auf.[/signoff]

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