Minority Report

Minority Report Testbericht



1142723718191506377In den ersten Missionen stellt man noch den einen oder anderen Boesewicht, schnell jedoch wird man selbst zur Zielscheibe und ist von da an auf der Flucht vor den ehemals eigenen Leuten, die keinerlei Bedenken zu scheinen haben, wenn sie lustig-frivol den ehemaligen Freund und Vorgesetzten ins Visier nehmen. Minority Report gamet sich in jener Phase noch recht frisch und unverbraucht. Jedes Objekt, der interaktiven Umgebung wird zerstoert und bei der Erledigung der Gegner nutzt man die Techniken, die einem geboten werden, voll aus: man tritt die Gegner mit Kombos durch zerspringende Glasscheiben, man wirft sie gegen zu Bruch gehende Getraenkeautomaten und ab und an benutzt man auch eine seiner Waffen.

… und der Abstieg

Nach einigen Missionen, die anfangs einen verschwindend geringen Umfang besitzen, kommt aber unweigerlich das Gefuehl in einem hoch, dass man zwar stetig ein anderes Missionsziel erhaelt, aber der Weg jenes zu erreichen stetig derselbe bleibt. Man befightt moeglichst viele Gegner, sammelt zwischendurch ein paar Power-Ups auf und drueckt den einen oder anderen Schalter. Keine Spur von einem Action-Adventure, viel mehr Beat'em up Atmosphaere! Zwischenzeitlich darf man sich mit Geld, das man im Laufe der Missionen einsammelt, neue Waffen, andere Ausruestungsgegenstaende und neue Kampf-Kombos kaufen.

Zum Background

1142723752473501860Minority Report, das Game zum gleichnamigen Steven Gameberg Film steht heute auf dem Teststand und will beweisen, dass es eine wuerdige Umsetzung des Sciene-Fiction-Krachers auf der Kinoleinwand ist. Dabei war das Ziel der Entwickler, ein Action-Adventure zu erschaffen, das die Atmosphaere und Geschichte der Filmvorlage mit reichlich Action und Interaktivitaet auf Seiten des Gameers verbindet. Bisher wurden die Fans von TV- oder Kinoformaten jedenfalls regelmaessig aufs Neue enttaeuscht, wenn Ihnen eine adaequate Umsetzung Ihres Lieblingsfilms versprochen wurde. Ob dies auch auf den neusten Spross aus dem Hause Trayarch zutrifft wird der nachfolgende Test zeigen.
1142723743352744916Fuer alle, die noch nicht in den Genuss der Filmvorlage gekommen sind, sei hier noch einmal kurz auf die Geschichte des ‘Minority Reports' eingegangen: Im Washington D.C. des Jahres 2054 gibt es keine Morde mehr. Die Zukunft ist bekannt und Moerder werden gefasst, bevor sie ihr Verbrechen begehen koennen. Dafuer sorgt Pre-Crime, eine Elite-Einheit der Polizei, die die Visionen der Pre-Cogs, drei Wesen mit hellseherischen Faehigkeiten, auswertet und zur Tat schreitet. Geleitet wird jene Spezialeinheit durch John Anderton (Tom Cruise im Film), der seinen Job hochmotiviert und professionell zu erledigen weiss. Das System ist perfekt. Es gibt keinen Grund fuer John daran zu zweifeln… bis er in einer Vision selbst als Moerder zu sehen ist und dadurch zum Gejagten seiner eigenen Truppe wird.
Die Zwischensequenzen, die einem nach den meisten Missionen erwarten, sind auch nicht wirklich der Rede wert, zumal das Game es hauptsaechlich durch Schwaechen in der Grafik und dem langweiligen Missionsdesign nicht vermag, den Gameer in seinen Bann zu ziehen. Einzige Abwechslung zu den tristen Auftraegen sind dann schon die Jetpack-Missionen, in denen man intensiven Gebrauch von dem netten Jetpack-Gimmick machen darf. Das ist dann aber auch nicht wirklich was neues und regt auf Dauer auch nicht zu gameerischen Hoehenfluegen an. Auch die eigentlich gute Idee mit der deformierbaren Umgebung nutzt sich sehr schnell ab. Es ist mir selten so aufgefallen, wie in jenem Game, dass ein Game so ueberaus linear sein kann. Es gibt nicht nur viel zu wenig Interaktionsmoeglichkeiten (und wenn, dann sind die auf simples Schalterdruecken reduziert), sondern auch viel zu wenig Handlungsalternativen: Ein Level kann stetig nur auf eine Art und Weise geloest werden.

Der Einstieg…

Genau an jener Stelle der Geschichte setzt das Game ein. Zunaechst wird man jedoch durch das recht simple, gleichsam effektive Tutorial geleitet, in dem man alle wichtigen Bewegungen und Aktionen beigebracht bekommt. Vornehmlich trainiert man die koerperliche Auseinandersetzung, den Schusswaffengebrauch und nicht zuletzt den Umgang mit seinem Jetpack, einem sehr interessanten Geraet, wie wir spaeter noch sehen werden.

Grafisch gesehen..

Dann lasst uns als erstes mal einen Blick auf die Hintergrundgeschichte werfen. Hier werden dem Gameer sowohl altbekannte, als auch neue Elemente serviert. Das Game basiert generell auf den Locations und den Charakteren aus dem Film. Auch die Geschichte wurde anfangs vom Movie uebernommen, jedoch wird sie im Game weitergesponnen und nimmt einen anderen Verlauf, der schliesslich zu einem alternativen Ende fuehrt.

ist das Game nicht ganz auf der Hoehe der Zeit. Zwar wurden die Umgebungen originalgetreu nachgebildet und die Kampf- und Schussszenen wissen anfangs auch zu begeistert, aber insgesamt wirken die Levels zu leer, zu lieblos und zu aehnlich. Was ziemlich stoerend ist, sind zum einen Ruckler in der Grafik, die stetig dann auftreten, wenn mehrere Objekte auf dem Bildschirm agieren, zum anderen die oftmals suboptimale Kamerafuehrung, die aber dank einer manuellen Einstellung auch die den Griff zu kriegen ist.

Dafuer kann das Design der Charaktere ueberzeugen. Die wirken zwar in ihren Bewegungsablaeufen oft ein wenig hackelig, aber sind vor allem was ihre Gestik und Mimik angeht doch recht ahnsehnlich modelliert. Ein weiterer Pluspunkt ist die schon angesprochene deformierbare Umgebung. So ziemlich alles, was einem im Level ueber den Weg kommt, kann beschaedigt bis ganz zertruemmert werden.

Was gibts auf die Ohren?

1142723709790565835
Nicht nur die Umgebung ist interaktiv, sondern auch der Sound. Kommt es darum zu hektischen Szenen, so wechselt auch die Klangfarbe von sonst moderaten Klaengen zu spannenderen Toenen. Die Sprache wurde ebenfalls ganz ordentlich synchronisiert, also alles in allem ein ganz anstaendiger Sound, der aber auch keine wirklichen Highlights bieten kann.

Kommentar (VV) :

1154866031949801089 Schade eigentlich! Viele gute Ideen wurden in Minority Report zwar verarbeitet, doch durch grobe Fehlgriffe im Missionsdesign und der Grafik koennen auch jene die verlorenegegangene Motivation nicht mehr ersetzen. Da haette man sicher mehr draus machen koennen und so entstand leider nur eine gut bis mittelmaessige Konsolenumsetzung eines -meiner Meinung nach- Klassefilms.

Was sagst Du?

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>