Mittelerde: Schatten des Krieges (PS4) Test

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Mittelerde: Schatten des Krieges

Mittelerde: Schatten des Krieges
9

Mittelerde: Schatten des Krieges

9/10

Pros

  • Große Welt
  • Viele bekannte Gesichter
  • Großartiges Kampfsystem
  • Spannende Story
  • Festungskämpfe

Cons

  • Mikrotransaktionen

Waldläufer macht euch bereit! Mittelerde braucht erneut eure Hilfe. Wir haben uns Mittelerde: Schatten des Krieges für euch angeschaut. Ob der Titel am Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Nachdem uns das Ende von Mittelerde: Mordors Schatten mit einem der schlimmsten Cliffhanger der Videospielgeschichte im Regen stehen lassen hat, geht die Geschichte um den Waldläufer Talion und den Ringgeist Celebrimbor jetzt endlich weiter.

Wir erinnern uns: Talion verlor im ersten Teil seine Familie durch einen von Saurons treuen Gefolgsleuten. Auch er sollte an diesem Tag sein Leben verlieren. Jedoch hatte das Schicksal andere Pläne für Talion. Anstatt zu sterben, verband sich seine Seele mit der des Elfengeistes Celebrimbor. Dieser wurde zu Lebzeiten von Sauron ausgenutzt, um die sagenumwobenen Ringe der Macht zu schmieden. Nachdem er die finsteren Ambitionen Saurons durchschaute, widersetzte sich Celebrimbor dem dunklen Herrscher. Ein Kampf, den er leider nicht gewinnen konnte.

Unsere beiden Protagonisten haben also allen Grund sich an Sauron rächen zu wollen. Gemeinsam schafften sie es im Vorgänger, Saurons Handlanger den Gar aus zu machen. Jedoch sollte dass das Problem nicht endgültig lösen. Um wirklich etwas zu erreichen, muss der dunkle Herrscher selbst fallen. Und wie lässt sich das besser bewerkstelligen, als mit einem neuen Ring?

Mittelerde: Schatten des Krieges – Der neue Ring

Was am Ende des Vorgängers also bereits angekündigt wurde, wird nun in die Tat umgesetzt. Zu Beginn des Spiels befinden sich unsere beide Helden daher im Schicksalsberg und fertigen ihr neues Schmuckstück. Jedoch lockt so viel Macht gerade in Mittelerde auch immer neue Gefahren an die Oberfläche.

In Mittelerde: Schatten des Krieges werdet ihr daher wesentlich mehr Charaktere aus dem Herr der Ringe Franchise treffen. Während ihr im Vorgänger noch mit Gollum abgespeist wurdet, trefft ihr diesmal auf Größen wie Kankra, die Nazgûl, den Hexenkönig oder gar einen Balrog. Fans der Saga können sich also gleich mehrmals über bekannte Gesichter freuen.

Doch nicht nur die Anzahl eurer Feinde wächst. Auch die Reihen eurer Verbündeten wurden aufgefüllt. So trefft ihr unter anderem auf die Gondoraner aus Minas Ithil, die sich gegen die Angriffe des Hexenkönigs auflehnen. Darüber hinaus bekommt ihr auch elbische Hilfe. Die Assassinin Eltariel wurde von Galadriel selbst auserwählt, um den Kampf gegen die Nazgul zu führen. Gegen den Balrog steht euch die Macht von Carnan zur Verfügung. Einem mächtigen Wesen, das über die Natur gebietet. Sollte euch das immer noch nicht genug Schlagkraft sein, habt ihr ja immer noch Gollum.

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Mittelerde: Schatten des Krieges – Zeit für eine Armee

Auch wenn eure Verbündeten euch im Kampf gegen Sauron den Rücken stärken, benötigt man mehr als das, um dem dunklen Herrscher gewachsen zu sein. Man benötigt eine Armee. Glücklicherweise steht Saurons Orkarmee auch diesmal wieder bereit, um von euch mit der Macht des neuen Rings übernommen zu werden.

Mittelerde: Schatten des Krieges

Neben den diversen Missionen steht daher das Armee-Feature auch diesmal wieder im Mittelpunkt des Spiels. Jedes Gebiet, dass ihr in Mittelerde: Schatten des Krieges besuchen könnt, verfügt über eine Orkfestung, die es einzunehmen gilt. Die Festungen verfügen dabei über eine feste Orkhierarchie. Das unterste Ende bilden die Fußsoldaten. Das sind einfache Orks, die ihr überall in der Spielwelt antreffen und bekämpfen könnt. Sie zu kontrollieren bringt euch zwar kurzzeitig Vorteile im Kampf, hilft euch aber nicht dabei, die Festungen der Feinde zu schwächen oder gar zu übernehmen.

Um etwas zu erreichen, müsst ihr einflussreichere Orks kontrollieren. Über den Fußsoldaten, stehen die Hauptmänner. Diese können euch dabei helfen, den Angriff auf eine Festung zu führen, als eure Leibwächter agieren oder diverse Aufträge für euch ausführen, um die Struktur der Orkarmee zu schwächen. Darüber hinaus könnt ihr mit ihrer Hilfe die Festungen infiltrieren, indem ihr dafür sorgt, dass eure Hauptmänner als Leibwachen für die Häuptlinge angeheuert werden.

Die Häuptlinge stehen wiederum über den Hauptmännern. Sie bewachen die Festungen und beschützen ihren jeweiligen Oberherren, den Anführer der Festung. Schafft ihr es, die Häuptlinge vor eurem Angriff auf die Festungen auszuschalten oder gar zu kontrollieren, schwächt das die Verteidigung der jeweiligen Festung. Entscheidet ihr euch letztlich für den Angriff, gilt es den Oberherren der Festung zu töten oder zu kontrollieren. Sobald ihr siegreich gewesen seid, könnt ihr eure Gefolgsleute als neue Oberherren und Häuptlinge der Festung einteilen und euren Einfluss auf Mordor stärken.

Mittelerde: Schatten des Krieges – Neues aus Mordor

Neben der neuen Story bietet Mittelerde: Schatten des Krieges natürlich auch noch ein paar weitere Neuerungen. So ist Talion jetzt beispielsweise noch flinker und schneller, als bereits im Vorgänger. Angesichts der größeren Spielwelt ist das auch nötig. Auch im Kampf trumpft er mit neuen Fähigkeiten auf, um mit den neuen Feinden, wie etwa Drachen oder Kampftrollen fertig zu werden.

Darüber hinaus gibt es in dem Spiel jetzt Ausrüstung. Diese bekommt ihr beispielsweise für das Besiegen feindlicher Hauptmänner. Dabei könnt ihr neben gewöhnlicher Ausrüstung auch seltenes, episches oder sogar legendäres Equipment bekommen. Je seltener ein Gegenstand ist, umso mehr Boni gewährt er euch. Um jedoch das volle Potenzial der Ausrüstung freizuschalten, müsst ihr jeweils kleinere Herausforderungen absolvieren.

Mittelerde: Schatten des KriegesDer Seltenheitsgrad der erhaltenen Ausrüstung hängt dabei von dem besiegten Ork ab. Denn auch diese haben jetzt verschiedenen Stufen, die ihr sogar beeinflussen könnt. Habt ihr beispielsweise einen Hauptmann mit Hilfe von Gift bezwungen, kann es sein, dass dieser euch später als legendärer Ork mit dem Beinamen Seuchenbringer erneut auflauert. Cool ist hierbei, dass vor eurem Kampf meist erst ein kurzer Dialog stattfindet, in dem eure Feinde Bezug Auf vergangene Kämpfe mit euch nehmen.

Generell sind die Orks wesentlich abwechslungsreicher, als im Vorgänger. Neue Arten sind hinzu gekommen, die Orks kommen aus unterschiedlichen Stämmen, haben verschiedene Persönlichkeiten und besitzen ein breiteres Spektrum an potentiellen Fähigkeiten und Schwächen. Manche von ihnen haben sogar Blutsbrüder, die in den Kampf mit einsteigen, sobald ihr einen der beiden angreift.

Mittelerde: Schatten des Krieges – Online-Schlachten und Mikrotransaktionen

Neben den Online-Blutrache Aufträgen aus dem Vorgänger, in denen ihr andere Spieler rächen könnt um zusätzliche Beute zu ergattern, könnt ihr jetzt auch Festungen im Online-Modus erobern. Dazu “invasiert” ihr die Welt eines anderen Spielers und greift dessen Festung an. Die Verteidigung der Festung hängt dabei davon ab, welche Orks der andere Spieler in seinem Spiel zu Häuptlingen oder zum Oberherrn gemacht hat. Im Gegenzug können andere Spieler ebenso eure Festung angreifen. Als Spieler bekommt man davon jedoch nichts mit und ihr werdet dabei auch nie einem anderen Spieler persönlich begegnen.

Schafft ihr es, erfolgreich anzugreifen oder zu verteidigen, steigt ihr im Online-Rang auf und bekommt als Belohnung Lootboxen. Diese sind eine weitere Neuerung im Spiel und beinhalten entweder Ausrüstung für euch, spezielle Befehle für eure Hauptmänner, mit denen ihr ihnen beispielsweise ein Gefolge zuweisen könnt, oder sogar neue epische oder legendäre Hauptmänner.

Mittelerde: Schatten des Krieges Warner BrosDie Lootboxen bekommt ihr jedoch nur äußerst selten durch einfaches Spielen. Stattdessen setzt man hier, wie mittlerweile in viel zu vielen Spielen, auf die Zahlungsbereitschaft der Spieler. Auf dem spieleigenen Markt könnt ihr die Lootboxen entweder mit der Ingame-Währung erwerben, oder mit der Premiumwährung, die ihr euch zuvor mit Echtgeld aus dem jeweiligen Store kaufen müsst. Natürlich bekommt ihr aus den Premiumboxen besseren Loot. Ein Glück, dass die Lootboxen nicht zwingend erforderlich sind.

Fazit

Mittelerde: Schatten des Krieges schafft es nicht nur, auf dem Erfolg des Vorgängers aufzubauen, sondern diesen sogar noch zu übertreffen. Sämtliche Features aus Mittelerde: Mordors Schatten finden erneut ihre Anwendung, wurden jedoch hinsichtlich Gameplay deutlich aufgewertet und ausgebaut. Fans des Franchises werden sich besonders über die größere Welt und die vielen neuen Feinde freuen. Lediglich die lästigen Mikrotransaktionen hätte man sich meiner Meinung nach schenken können.

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