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Monster Hunter: World (PS4/PC) Test

Monsterjäger macht euch bereit! Wir sind für euch mit Monster Hunter: World auf die Jagd gegangen. Wie uns der neueste Ableger der beliebten Reihe gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Knapp zwölf Jahre ist mittlerweile her seit ich in Monster Hunter Freedom das erste Mal auf der PSP jagen gegangen bin. Es dauerte nicht lange bis mich das Prinzip des Spiels angefixt hatte. Riesige, epische Monster mit coolen Waffen zu erlegen, um dann aus ihren Überresten neue Rüstungen und Waffen zu schmieden, fühlte sich einfach richtig an.

Die Kämpfe waren spannend, die Monster abwechslungsreich und selbst einen Multiplayer-Modus gab es damals schon. Seither habe ich mir keinen Teil der Reihe entgehen lassen und war mit jedem neuen Ableger immer wieder aufs Neue begeistert. Es gab lediglich einen einzigen Aspekt, den ich immer bedauerlich fand. Obwohl die Reihe mit Capcom einen der größten Publisher der modernen Spieleindustrie hinter sich stehen hat, schafften es die Spiele bisher lediglich auf Handheld-Konsolen, wie die PSP oder Nintendos 3DS.

Darunter litt nicht zuletzt die recht komplexe Steuerung, die für mehr als einen Knoten in den Fingern sorgte. Auch die Grafik, sowie die allgemeine Performance der Spiele verschenkte damit enormes Potential. Mit Monster Hunter: World wurden jetzt jedoch nicht nur meine jahrelangen Gebete erhört, sondern die einer mittlerweile riesigen Fanbase. Denn der neueste Ableger der Reihe hat es endlich auf die aktuelle Konsolengeneration geschafft und bekommt voraussichtlich im Herbst auch eine Portierung für den PC. Dem Monsterjagen steht damit also nichts mehr im Wege.

Monster Hunter: World – Auf in die neue Welt

Wie bereits in den Vorgängern von Monster Hunter: World spielt ihr auch diesmal wieder einen namenlosen Jäger. Anders als zuvor seid ihr jedoch kein Neuling. Stattdessen werden ihr zu Beginn des Spiels als Topjäger für eine ebenso gefährliche, wie wichtige Mission ausgewählt. Eure Aufgabe ist es, die ungewöhnliche Wanderung der Drachenältesten zu untersuchen und dabei sowohl deren Grund, als auch die Auswirkungen auf die örtliche Flora und Fauna festzustellen.

Mittels Schiff geht es daher zum Ort des Geschehens in die sogenannte „neue Welt“. Es dauert nicht lange, bis ihr das ungewöhnliche Verhalten der Drachenältesten aus nächster Nähe erleben dürft. Denn noch ehe ihr die neue Welt erreicht hab, wird eure Flotte von einem der Ältesten versenkt. Als hartgesottener Jäger hält euch das jedoch nicht davon ab, das Hauptquartier der Jäger in der neuen Welt zu erreichen.

Ab hier Beginnt euer Abenteuer erst richtig. Es gilt im Verlauf des Spiels immer größere, gefährlichere Monster zu erlegen, bis ihr euch letztlich den Drachenältesten selbst stellen könnt. Die grandiose Grafik, der phänomenale Soundtrack und die großartigen Cutscenes machen die Story von Monster Hunter: World dabei so gut, wie in keinem der Vorgänger.

Monster Hunter: World – Gute Ausrüstung ist das A und O

Wer auf der Jagd erfolgreich sein will, benötigt zunächst eine geeignete Ausrüstung. Mit insgesamt vierzehn verschiedenen Waffenarten gilt es daher zunächst diejenige zu finden, die euch am meisten liegt. Jede Waffenart besitzt dabei ein eigenes Moveset und eigene Vor- und Nachteile. So könnt ihr mit einem Hammer beispielsweise enormen Schaden austeilen und das Monster vorübergehend betäuben. Mit einem Schwert hingegen könnt ihr dafür den Schwanz mancher Monster abtrennen, um so zusätzliche Materialien für bessere Waffen und Rüstungen zu erhalten. Fernkampfwaffen, wie zum Beispiel die Armbrust, eignen sich dafür besonders gut, um fliegende Monster vom Himmel zu holen.

Welche Waffen in welcher Situation am besten geeignet sind, hängt jedoch nicht nur von eurem persönlichen Geschmack ab, sondern auch von den Schwächen des jeweiligen Monsters. Zudem verfügt jede Waffe über einen eigenen Schmiedebaum. Je nachdem welchen Pfad ihr mit eurer Waffe einschlagt, kann diese dadurch zusätzlichen Elementschaden verursachen oder diverse Statusveränderungen, wie Vergiftung oder Lähmung hervorrufen. Es gilt also auch stets die Resistenzen der Monster im Auge zu behalten, um möglichst effizient zu sein.

Genau wie bei euch, kann jedoch auch die Schadensart der Monster unterschiedlicher Natur sein. Um euch entsprechend zu schützen, müsst ihr daher auch auf eure Rüstung achten. Je nachdem, welches Monster als Material für die Rüstung herhalten durfte, bekommt ihr entsprechende Resistenzen. Zudem verfügen die verschiedenen Rüstungen über unterschiedliche passive Fähigkeiten, welche im Kampf von Nutzen sein können. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass ihr euch im Laufe des Spiels mehrere Waffen und Rüstungen herstellt, um eure Ausrüstung an die jeweilige Quest anpassen zu können.

Die verschiedenen Waffen und Rüstungen sind zudem auch optisch an das Monster angelehnt, dessen Material ihr zum Schmieden verwendet habt. Neu sind zudem die verschiedenen Spezialausrüstungen, welche ihr im Verlauf des Spiels freischaltet. Diese gewähren euch bei Aktivierung vorübergehende Boni.

Monster Hunter: World – Eine Jagd will gut geplant sein

Das Spiel unterteilt sich im Wesentlichen in zwei verschiedene spielerische Parts. Während ihr auf den Quests durch die Wildnis streift, um dort Rohstoffe zu sammeln oder Monster zu erlegen, erledigt ihr eure organisatorischen Aufgaben im Hauptquartier der Jäger. Hier könnt ihr eure Ausrüstung verwalten, neues Equipment schmieden, verschiedene Rohstoffe anpflanzen oder Gegenstände aus eurer Objektbox kombinieren, um so nützliche Utensilien für die Jagd herzustellen. Außerdem nehmt ihr hier primär neue Quests an.

Wie bereits in den Vorgängern gibt es auch bei Monster Hunter: World wieder verschiedene Arten von Quests. Mal müsst ihr ein Monster erlegen oder mittels Fallengeräte und Betäubungsmittel fangen. In anderen Quests müsst ihr lediglich Rohstoffe sammeln oder euch ins Nest eines der Monster wagen, um ein Ei zu stehlen. Dabei habt ihr in der Regel ein bestimmtes Zeitlimit. Habt ihr eine Quest absolviert, könnt ihr dann entweder zurück zum Hauptquartier oder in den Expeditionsmodus wechseln.

Hier habt ihr kein Zeitlimit und könnt die Karte auf eigene Faust erkunden. Zudem könnt ihr hier auch Monster ohne Zeitlimit jagen, bekommt dafür jedoch weniger Material und habt keine Garantie, dass das von euch gesuchte Monster auch wirklich auftaucht. Neu sind zudem die Untersuchungen. Habt ihr bestimmte Voraussetzungen erfüllt, etwa ein bestimmtes Monster oft genug aufgespürt, könnt ihr einen dieser Aufträge annehmen. Hierbei habt ihr ein kürzeres Zeitlimit und bekommt im Gegenzug mehr Beute von den Monstern. Dafür sind die Untersuchungen nur begrenzt oft wiederholbar.

Monster Hunter: World – Gemeinsam jagt sich’s immer noch am schönsten

Dank der wirklich gelungenen Story von Monster Hunter: World, gibt das Spiel zwar auch im Singleplayer einiges her, wirklich glänzen tut es jedoch vor allem im Multiplayer-Modus. Abgesehen von den storyrelevanten Missionen lassen sich daher auch diesmal wieder sämtliche Missionen online mit bis zu vier Spielern erledigen. Jede Onlinesitzung kann dafür aus maximal sechzehn Spielern bestehen.

Damit ihr eure Jagdgefährten einfacher finden könnt, besteht die Möglichkeit Jagdgruppen zu bilden. Startet ihr dann das Spiel, könnt ihr bereits im Hauptmenü wählen, dass ihr einer Lobby eurer Gruppenmitglieder beitreten wollt. Ihr könnt jedoch auch eine private Lobby eröffnen und eure Freunde direkt einladen, sodass ihr ungestört zusammenspielen könnt.

Solltet ihr in einer Quest mal Probleme bekommen und noch nicht das maximale Gruppenlimit erreicht haben, könnt ihr zudem ein Notsignal abfeuern. Dadurch wird die Quest für alle Spieler öffentlich gemacht, sodass diese euch auch lobbyübergreifend beitreten können. Tretet ihr jedoch zu spät bei einer Quest bei, gibt es keine Questbelohnungen mehr für euch. Je mehr Spieler an einer Quest teilnehmen, umso stärker werden übrigens die Monster.

Monster Hunter: World – Radikale Neuerungen

Während Neulinge bei Monster Hunter: World nur ein gut durchdachtes Spiel sehen, wissen Veteranen wie ich, wie viele Veränderungen das Spiel im Vergleich zu früheren Teilen aufweist. Die offensichtlichste davon dürfte die neue Engine sein, welche die Konsolen endlich ermöglichen. Das Spiel wirkt nicht nur optisch deutlich hübscher. Die Welt ist lebendiger, größer und realistischer als je zuvor.

Auch die Monster agieren glaubwürdiger als in den Vorgängern. Werden sie beispielsweise hungrig, könnt ihr sie beim Jagen beobachten. Treffen sie auf andere Monster kann sogar ein Revierkampf zwischen den Monstern ausbrechen. Stellt ihr hingegen eine größere Bedrohung für die Monster dar, können sie euch auch mit geballter Kraft zusammen angreifen.

Außerdem gibt es jetzt während den Quests keine Ladebildschirme mehr. Die einzelnen Gebiete sind zwar nach wie vor in Zonen unterteilt, jedoch wechselt ihr jetzt dank der Pferdestärken der aktuellen Konsolen und des PCs ohne Ladezeiten zwischen diesen. Zudem sind die Bewegungen des Jägers jetzt flüssiger

Neu sind auch die Spähfliegen. Diese leuchtenden Käfer zeigen euch den Weg zur nächsten Spur des Monsters. Habt ihr genügend Spuren entdeckt, nehmen sie die Fährte auf und führen euch direkt zu eurem Ziel. Damit ersetzen sie die Farbbälle aus den früheren Teilen und machen die Jagd um einiges einfacher.

Monster Hunter: World – PC-Spieler dürfen nun mitmischen

Knapp ein halbes Jahr später dürfen jetzt auch die PC-Spieler an der Welt von Monster Hunter: World teilhaben. Auch ich habe gespannt auf die Umsetzung gewartet, da ich Koop-Titel gerne am PC-Spiele. Und genau bei diesem Titel muss ich gestehen, dass das nicht unbedingt ein muss ist. Monster Hunter: World ist bereits ein ziemlich gut optimiertes Spiel für die Konsolen und das spiegelt sich besonders bei Nutzung von Maus und Tastatur wieder. Unmöglich ist es nicht, nur es fühlt sich sehr ungewohnt an. Wer also einen Kontroller besitzt und unbedingt am PC spielen möchte, sollte diese Option nochmal überdenken. Vorallem ist die Tastenverteilung standardmässig deutlich angenehmer an einem Kontroller.

Abgesehen von der Steuerung dürfte wohl auch die Grafik und der Mod-Support die PC-Spieler interessieren. Besonders die Grafik sorgt in den Steam-Rezessionen für Aufregung, denn bei vielen gibt es in dem Fall Probleme. Ich habe in diesem Fall eine GTX 960 benutzt, wobei das Spiel auf hoher Grafik mit 60 FPS lief. Das liegt zwar ein bisschen über den Mindestanforderungen, jedoch zeigt es, dass der PC gar nicht so neu sein muss. Abgesehen davon sieht der Look des Spiels aus wie auf den Konsolen und je nach Settings z. T. sogar besser.

Kommen wir zum letzten und wahrscheinlich interessantesten Aspekt, wobei ich euch leider enttäuschen muss. Wer gehofft hat, dass das Spiel einen Mod-Support bekommt, der hat sich leider geirrt, denn diesen wird es nicht geben. Nichtsdestotrotz hat es Capcom nicht davon abgehalten einen fantastischen Port auf den PC zu zaubern.

Fazit
Monster Hunter: World liefert genau das, was sich die meisten Fans der Serie schon seit Jahren wünschen. Die nervigen Ladebildschirme gehören der Vergangenheit an und die Welt wirkt realistischer und lebendiger als je zuvor. Auch das Verhalten der einzelnen Monster überzeugt. Verglichen mit älteren Teilen der Serie, gibt es zwar mit knapp vierzig Großen Monstern noch nicht ganz so viele Gegner, jedoch sollen kostenlose DLCs hier für Abhilfe sorgen.Wer das halbe Jahr auf die PC-Fassung von Monster Hunter: World gewartet hat, der wird sich endlich freuen dürfen Monster zu jagen. Das Spiel ist auch hier fantastisch rüber gekommen und ich kann gar nicht glücklicher sein in diese Welt einzutauchen. Zwar spalten sich die Meinungen in Aspekten wie Grafik und Steuerung, jedoch gibt es meiner Meinung nach nichts zu meckern.
Gut
  • Keine Ladebildschirme während Quests
  • Große, offene Gebiete
  • Abwechslungsreiche Monster
  • Realistische, lebendige Welt
  • Kostenlose DLCs angekündigt
Weniger Gut
  • Noch recht wenige große Monster
10
Perfekt
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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