MotoGP 15

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Nachdem Adam euch bereits in seiner Vorschau von MotoGP 15 berichtet hatte, kümmere ich mich um die Testversion des Spiels. Und falls euch die Geschichte der Serie interessiert, so haben wir euch ein Timed Exclusive dazu veröffentlicht! Doch was genau hat sich bei MotoGP 15 getan und welche Dinge sollten für den potenziellen Nachfolger im kommenden Jahr geändert werden? Das und ein wenig mehr erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

motogp_15_01062015_6Seitdem Milestone sich die Rechte an der Marke geholt hat, wurde ein ohnehin schon stark auf einen Nischenmarkt setzendes Spiel noch komplexer und verschlossener für Neulinge. In den vergangenen Jahren aber öffneten sich die Macher ein wenig und sorgten durch sehr viele Regler dafür, dass auch unbedarfte Zocker problemlos ihre Runden drehen dürfen. Doch der hohe Grad an Realismus hat auch seine Vorteile, denn MotoGP 15 ist zweifelsfrei der Realität sehr nahe und wer zur falschen Zeit bremst, fliegt vom Feuerstuhl.

Feinabstimmungen bis ins Detail

Ich zähle mich ja selbst zu den Kennern und Liebhabern von Motorrad-Spielen und fand meine helle Freude an den zahllosen Optionen, das Maximum aus meinem Bike herauszuholen. Doch wer sich mit der Materie nicht auskennt und allzu stark auf die vielen – und fairen – Fahrhilfen setzt, muss auch damit leben, dass ihr nicht immer optimal unterwegs seid. MotoGP 15 ist in diesem Hinblick also genau derselbe Titel wie sein Vorgänger: Kenner, Liebhaber und Hobbybastler fühlen sich bei all den Möglichkeiten sofort wohl.

An Modi haben die Entwickler natürlich nicht gespart und so könnt ihr euch nach einem ausführlichen Tutorial direkt in die Karriere stürzen, in der ihr – wie üblich – vom Nobody zum Spitzenfahrer aufsteigt. Der Weg dorthin ist natürlich steinig und voller Hürden, doch mit ganz viel Übung und Geduld werdet ihr schon bald in der MotoGP mitfahren dürfen. Den Anfang werdet ihr in der noch vergleichsweise langsamen Moto 3 machen und arbeitet euch im eigens erstellen Rennstall hoch. Nach und nach sucht ihr euch Sponsoren oder aber schließt euch einem anderen Rennstall an, während nebenbei euer eigener noch läuft – gerade diese Dopplung ist eine nette Sache. Spielerisch habt ihr aber keinen Vorteil.

Inhaltlich bekommt ihr die aktuelle Saison mit ihren Fahren, Teams sowie Sponsoren geboten. Damit aber nicht genug, denn Milestone hat auch die vergangene Saison 2014 integriert. Besitzer der 2014er Version haben aber trotzdem nicht ausreichend viele Gründe, eine Neuanschaffung zu rechtfertigen, weil die tatsächlichen Unterschiede zu gering sind. Das gilt übrigens auch für die Gegner-KI, die mitunter extrem gut fährt und euch ständig herausfordert. Leider aber agieren sie vorhersehbar, weil sie sich auf der Ideallinie breitmachen.

Optisch hat sich zwar einiges getan, doch die Grafik von MotoGP 15 hinkt der Konkurrenz immer noch deutlich hinterher. Allen voran die Umgebungsdetails sind noch sehr altmodisch, während Fahrer sowie Bikes durchaus ansehnlich wirken. Bei der Akustik gibt es hingegen keinen Grund zum Meckern. Den Online-Modus konnten wir zum Zeitpunkt des Tests leider nicht ausprobieren.

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[blockquote cite=”Benjamin Dadash-Natadj”]Milestone liefert mit MotoGP 15 ein grundsoliden Racer ab, der erneut einen deutlichen Fokus auf Realismus setzt und sich dadurch die Spitzenposition im Genre sichert – eines, das ohnehin nicht viel Konkurrenz besitzt. Während es am Gameplay per se nichts auszusetzen gibt, könnten die Entwickler für den Nachfolger aber ruhig an der Grafik, den Ladezeiten, den Inhalten und vor allem der Gegner-KI arbeiten, damit auch die MotoGP-Reihe endlich in der neuen Generation ankommt. Wie so oft bleibt bei MotoGP am Ende festzuhalten: Fans machen nichts falsch, während der Rest einen Bogen um den Titel macht.
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