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MotoGP 18 (PS4) Test

Wieder mal ein neues Rennspiel. Diesmal findet MotoGP 18 den Weg auf den TV Bildschirm. Milestone möchte das Herz der Motorrad Fans wieder höherschlagen lassen. Im letzten Jahr hat Milestone viele Optimierungen am Karrieremodus vorgenommen. Zudem hat man erstmals einen Online-Modus ins Spiel integriert. Diesmal hat man den Fokus auf das Gameplay gelegt und an einigen Stellschrauben gedreht. Außerdem kommt mit der Unreal Engine 4 eine neue Technik erstmals bei der MotoGP-Reihe zum Einsatz. Hierdurch versprechen sich die Entwickler ein noch authentischeres und realistisches Spielerlebnis. Welche Überraschungen MotoGP 18 noch zu bieten hat? Erfahrt es in den nachfolgenden Zeilen.

MotoGP 18 – Erlebt die perfekte Übertragung

Milestone möchte den Spielern mit MotoGP 18 eine realistische Motorrad Rennsport-Simulation bieten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass neue cineastische Szenen eingebaut worden sind. Erstmals nimmt ein Kommentator eine große Rolle bei den Rennen ein. Dadurch wird erstmals die Zuschauerrolle in den Mittelpunkt geführt. Bei den letzten Ablegern sind die Zuschauer überhaupt nicht in das Geschehen miteinbezogen wurden. Schließlich haben die Entwickler einen Zuschauermodus eingeführt, wodurch ihr die Rennen wie bei einer Live TV-Übertragung erleben könnt. Trotzdem muss man sagen, dass die Präsentationen vor den einzelnen Rennen weiterhin ausbaufähig sind.

MotoGP 18 – Gestaltet das Spiel nach eigenem Belieben

Wie im Vorjahr bietet auch MotoGP 18 sämtliche Fahrhilfen an. In Puncto Fahrphysik, können wir uns für eine passende Stufe entscheiden. Wenn ihr euch für die Pro Variante entscheidet fallen sämtliche Fahrhilfen weg. Dazu gehören die automatischen bremsen und auch die Lenkhilfe. Selbst in der Pro-Variante können wir das Ducken und die Schaltung einstellen.

Anfänger sollten zu Beginn alle Fahrhilfen in Anspruch nehmen. Auch Einstellungen, wie zum Beispiel Ducken und Ideallinie sollten auf Vollautomatik beziehungsweise aktiviert sein.
Außerdem habt ihr die Möglichkeit, Einfluss daran zu nehmen, wie anspruchsvoll eure Konkurrenten im Rennen sind. Dabei könnt ihr zwischen einer sehr klugen und einer leichten KI auswählen.

Entscheidet ihr euch für eine sehr kluge KI, müsst ihr euch mit vielen Beeinträchtigungen anfreunden. Die kluge KI versucht euch nämlich mit einer harten Gangart aus dem Gleichgewicht zu bringen. Zudem spielen die Wetterbedingungen eine erhebliche Rolle, wenn es um die Balance eures Motorrads geht.

Dennoch lohnt es sich auch einen hohen Schwierigkeitsgrad auszuwählen. Auf diese Weise erhaltet ihr nach einem erfolgreichen Rennen einen höheren Bonus. Diesen Bonus könnt ihr nach eurem Belieben verwenden. Beispielsweise könnt ihr hierdurch euer Motorrad mit Upgrades verbessern und damit in zukünftigen Rennen erfolgreicher sein.

Moto GP18

MotoGP 18 – Aus Liebe zum Motorrad-Sport

Besonders wichtig in einem Rennspiel ist das Gameplay. In diesem Bereich konnte die Moto GP-Reihe schon in der Vergangenheit das ein oder Mal begeistern. Im letzten Jahr hat mir vor allem die Fahrphysik der einzelnen Motorräder gefallen. Zudem haben die Entwickler den Sound der Motorräder aus Originalaufnahmen eingebaut.

Nach nur wenigen Spielminuten wird mir klar, dass MotoGP 18 in Puncto Realismus einen weiteren Schritt nach vorne macht. Dies wird vor allem bei der Steuerung in den Kurven deutlich. Trotz eingeschalteter Fahrhilfen kann es bei zu geringer Konzentration und bei hoher Geschwindigkeit zu Zusammenstößen mit anderen Fahrern kommen. Daher kann ein begonnenes Rennen schon kurz nach dem Start aufgrund eines Totalschadens beendet sein.Moto GP18

In MotoGP 18 liegt die höchste Priorität also auf eine stabile Kontrolle über eurem Motorrad. Gerade aus dieser Sicht zeigt MotoGP 18, wie realistisch ein Rennspiel sein kann. Während ich im Vorjahr noch kaum Probleme hatte meine Motorräder unfallfrei zu steuern, zeigten sich diesmal erhebliche Probleme. Man könnte sagen, dass sich die Entwickler bewusst für diesen Schritt entschieden hätten.

Jedoch hat dieser Schritt auch negative Konsequenzen. Vor allen Dingen für Laien erschwert sich der Einstieg in das Spiel erheblich. Selbst wenn ihr euch mit den Tutorials auseinandersetzt, werdet ihr feststellen, dass ihr nur mit ausreichend vielen Spielstunden die volle Kontrolle über eure Motorräder bekommt.

MotoGP 18 – Alle Spielmodi mit am Bord

Wie auch schon im Vorgänger lässt sich eine Fahrerkarriere starten. Ansonsten bietet MotoGP 18 nur noch den schnellen Modus an. Hier haben wir die Auswahl am Grand Prix, Meisterschaft oder Zeitrennen teilzunehmen. Jedenfalls können sich MotoGP Fans weiterhin auf die offizielle Weltmeisterschaft freuen. Ebenso sind alle Fahrer lizenziert im Spiel enthalten auch. Auch die aktuellen Strecken und Teams der Weltmeisterschaft Saison 2018 sind lizenziert verfügbar. Für eine längere Spielzeit ist auch die Qualifikation zur Weltmeisterschaft spielbar.

Auch hier lässt Milestone dem Spieler offen, dass Spieler eigenständig zu gestalten. Wem der offizielle Rennkalender zu langatmig ist, der kann Verkürzungen vornehmen. Einen Einfluss hat dies lediglich auf das Wetter. Unter den Rennoptionen können wir den Wetterzyklus beobachten. Je mehr Strecken verfügbar sind, desto mehr Veränderungen in den Wetterbedingungen sind vorhanden.

In jedem Spielmodus können wir, dass Rennen in einigen Punkten nach unserem Belieben anpassen. Die Anzahl der Runden und die Rennsession liegen in unserer Hand. Der Schwierigkeitsgrad und die Gameplayeinflüsse können leicht verändert werden. Um als Beispiel zu nehmen können wir mögliche Schäden und Reifenabnutzungen komplett ausstellen. Auch der Schwierigkeitsgrad der KI ist einstellbar.

Moto GP18

MotoGP 18 – Eine eigene Karriere

Auf den ersten Blick finden sich im Karrieremodus keine bis wenigen Neuerungen. Wie üblich gilt es den Weg von einem Jungspund zur MotoGP zu absolvieren. Die Qualifikation geschieht durch einen Nachwuchswettbewerb. Bis zur MotoGP stehen uns aber dann noch die Serien Moto 3 und Moto 2 im Weg.

Auf großartige Neuerungen im Karrieremodus wartete ich vergeblich. Trotzdem begeistert MotoGP 18 weiterhin mit vielen Zwischensequenzen. Egal ob es sich dabei, um die Siegerehrung handelt oder Interviews. Das Spiel lässt uns so an der Karriere teilhaben und gleichzeitig im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Für die Atmosphäre des Spiels tut das ziemlich gut.

Im Karrieremodus müssen wir einen eigenen Fahrer erstellen. Hier findet man im Gegensatz zum Vorjahr eine deutlich größere Auswahl hinsichtlich des Aussehens unseres Fahrers. Ihr könnt nicht nur das Aussehen des Fahrers auswählen, sondern auch Anpassungen an seinen Handschuhen und Helmen vornehmen. Weiterhin könnt ihr den Fahrerstil verändern. Zudem steht es euch frei auch Anpassungen vorzunehmen während ihr den Karrieremodus spielt. Dabei könnt ihr auch den Namen eures Fahrers verändern. Im Vorjahr haben wir unseren Fahrer nicht zu Gesicht bekommen. Diesmal wird uns auch dieser bei der 3D-Spieldarstellung vor Augen geführt.

Außerdem bekommt ihr täglich E-Mails und auch die sozialen Netzwerke nehmen eine Rolle im Karrieremodus ein.  So könnt ihr Glückwünsche und Nachrichten über die sozialen Netzwerke entgegenehmen, die ziemlich ähnlich wie bei Twitter aufgebaut sind. Es wird deutlich, dass die Entwickler den Karrieremodus authentischer wirken lassen möchten. In einer Übersicht bekommt ihr die wichtigsten Informationen eures Fortschritts zu sehen. Neben eurer Meisterschaftsplatzierung werden Allgemeine Statistiken, wie zum Bespiel der Anzahl der Meisterschaftssiege und Polepositionen aufgelistet.

MotoGP 18 – Anwendung der Unreal Engine 4

In MotoGP 18 kommt erstmals die Unreal Engine 4 zur Anwendung. Deshalb konnte man eigentlich davon ausgehen, dass die Grafik sich enorm verbessern hat. Jedoch ist davon nicht soviel zu sehen, wie man sich vielleicht gewünscht hätte. Selbstverständlich zeigen sich verbesserte Grafikdetails im Vergleich zum Vorgänger. Dennoch fallen diese aus meiner Sicht zu gering aus.

Es zeigen sich verwaschene Texturen, die vor allen Dingen bei Videosequenzen zum Vorschein kommen. Wie auch schon im Vorgänger sind die Motorräder zwar wirklich gut dargestellt, jedoch sehen die Fahrer ziemlich blass aus. Die Fahrer vermitteln uns keine Emotionen, wodurch auch die Motivation nach einer längeren Spielzeit sinken kann.Lobenswert ist jedoch, dass wie in MotoGP 17 auch diesmal keine Framerateeinbrüche wahrzunehmen sind und das obwohl eine neue Engine eingesetzt worden ist.

Was mir besonders in MotoGP 18 fehlt ist ein lokaler Mehrspielermodus. Ihr könnt euch zwar im Online-Modus mit anderen Fahrern auf die Rennstrecke begeben. Jedoch ist es bei einem Rennspiel von enormer Bedeutung auch lokal mit Freunden Rennen bestreiten zu können. Vor allen Dingen würde es zu einer Abwechslung gegenüber dem Karrieremodus und der weiteren Offline-Spielmodi führen.

Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass MotoGP 18 einen höheren Realismus als beim Vorgänger bietet. Vom Enginewechsel ausgenommen zeigen sich einige Verbesserungen im Gameplay, welche einer realistischen Simulation des Motorrad-Rennsports zur Gute kommt. Dadurch zeigt sich, dass geringe Unachtsamkeiten bei der Steuerung des Motorrads schon enorme Einflüsse auf das Fahrverhalten vorweisen. Dementsprechend wird es vor allem für Laien im Gegensatz zum Vorjahr deutlich schwieriger, um sich zurechtzufinden. Da hilft auch das, wie im Vorgänger eingebaute Tutorial nicht sonderlich weiter.Dagegen können sich Fans und erfahrene Rennfans auf eine deutlich bessere FIM Motorrad Simulation freuen. Zudem hat Milestone mit der Integrierung der Unreal Engine 4 vieles richtig gemacht. Die grafische Darstellung hat sich verbessert, ist aber dennoch ziemlich ausbaufähig. Leider sind an einigen Stellen noch verwaschene Texturen und andere Grafikfehler zu finden. Ob diese mit zukünftigten Updates behoben werden können ist schwer zu sagen. Dafür hat man durch den Einbau eines Zuschauermodus und vielen cineastischen Szenen und durch die Integrierung eines Kommentators zu mehr Realismus beigetragen.Im Karrieremodus haben die Entwickler wenige Verbesserungen vorgenommen. Was bei MotoGP 18 besonders fehlt ist ein lokaler Mehrspielermodus, um gemeinsam mit Freunden auf der Couch spielen zu können. Wie in MotoGP 17 ist ein Online Modus vorhanden, in dem man private und öffentliche Rennen bestreiten kann.
Gut
  • Zuschauermodus eingeführt
  • Neue cineastische Szenen und Einbau eines Kommentators fördern Realismus
  • Echte Fahrer und lizensierte FIM Weltmeisterschaft 2018
  • Karrieremodus mit mehr Anpassungsmöglichkeiten für den eigenen Fahrer
  • Neue Grafikengine (Unreal Engine 4)
Weniger Gut
  • Kein lokaler Mehrspielermodus
  • Nicht mehr anfängerfreundlich gestaltet (im Vergleich zum Vorgänger)
  • Kein neuer Inhalt in der Offline-Spielmodi
  • Grafikfehler (Verwaschene Texturen, Texturenfehler etc.)
7
solide
Written by
Behrang ist seit 2016 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Und seit 2018 als Chefredakteur auf unserer Plattform unterwegs. Er gehört zu unserem Sport Spezialisten Team und ist großer FIFA-Fan.

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