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NBA Live 19 (PS4) Test

NBA Live 19 oder NBA 2K19? Während 2K jahrelang mit der NBA 2K-Reihe die Nase vorne hatte, haben die Entwickler von EA Sports mit NBA Live 18 sehr viel Boden gut gemacht. Im Großen und Ganzen hat es jedoch im direkten Vergleich mit NBA 2K18 für die Krone als beste Basketballsimulation nicht gereicht. Der König NBA 2K18 regierte weiter, aber wie lange kann die NBA 2K-Reihe die Pole-Position behalten? Deshalb war ich umso gespannter, welche Neuheiten NBA Live 19 mit sich bringt.

Immerhin hat es EA Sports einst auch mit der FIFA-Reihe geschafft, die Pro Evolution Soccer-Reihe vom Thron zu stoßen. Heute gehört die FIFA-Reihe zu den beliebtesten Sportspielen. FIFA 18 ist sogar zum beliebtesten Sportspiel des Jahres gewählt worden. Mit NBA Live 19 möchte EA Sports nach all den Jahren an die Spitze und die Position als beste Basketballsimulation für sich gewinnen. Schafft es EA Sports sich im dritten Anlauf mit NBA Live 19 sich diese Krone aufzusetzen? Die Antwort gibt es in den nachfolgenden Zeilen.

NBA Live 19 – An den Grundprinzipien festgehalten

NBA Live 19 Grundsätzlich hat man an den Ideen aus dem letztjährigen Ableger festgehalten. Prinzipiell hat sich nämlich bei der Spielmodi nicht viel getan. Im Vordergrund steht, wie auch schon im Vorjahr der Karrieremodus „The One“. „The One“ ist keinesfalls ein Storymodus, wie es beispielsweise bei „The Journey“ in FIFA oder bei „Longshot“ in Madden NFL der Fall ist. Schließlich wird uns in „The One“ keine klassische Geschichte erzählt. Der Karrieremodus „The One“ setzt hingegen darauf eine umfangreiches Spielerlebnis zu bieten. Zunächst erstellt ihr einen eigenen Spieler, dem ihr ein passendes Aussehen geben könnt. Ihr könnt mithilfe der NBA Live 19-App über einen Facescan euer Gesicht direkt ins Spiel importieren. Auf diese Weise erlebt jeder Spieler in NBA Live 19 seine ganz persönliche Karriere. Dieses Feature würde ich mir persönlich bei FIFA wünschen.

„The One“ versucht durch den Einbau von Zwischensequenzen der NBA-Profikarriere Leben einzuhauchen. Nach jedem gespielten Match melden sich Journalisten und sogar Basketball-Stars per Video und/oder Textnachtricht in den sozialen Netzwerken. Dabei gehen sie auf eure Leistungen ein und fordern euch oftmals sogar heraus. Was mir sehr gut gefällt ist, dass bei den Videonachrichten auch gespielte Gameplayszenen zum Beispiel von eurem Drei-Punkte-Wurf gezeigt werden. Dies führt zu einem authentischen Spielerlebnis und lässt förmlich spüren, dass man gerade seine eigene Karriere im Spiel erlebt. Außerdem sind wie im Vorjahr die Ladies wieder als Mitspieler im Karrieremodus „The One“ am Start.

Der Karrieremodus ist durch Court Battles, Live Run, Streets World Tour und The League ziemlich umfangreich gestaltet. In der Streets World Tour müsst ihr euch global auf den Straßen der Welt beweisen. Dabei müsst ihr beispielsweise 9 Spiele gewinnen um 5 neue Locations freizuschalten. Wie in der NBA habt ihr auch hier eine Art Ligasystem, die sogenannte Drew-League. Live-Run bietet euch dagegen die Möglichkeit online gegen andere Spieler anzutreten.

 

NBA Live 19 – Neuheit in „The One“

Die Entwickler von EA Sports haben in diesem Jahr ein neues Feature in den Karrieremodus „The One“ eingebaut, den Court-Modus beziehungsweise die Court Battles. Hier könnt ihr euer eigenes Team mit Spielern zusammenstellen. Zudem habt ihr die Möglichkeit eure Halle beziehungsweise euer Spielfeld nach eurem Belieben zu gestalten. NBA Live 19 gibt euch hier genügend Auswahl. Der Court-Modus stellt sowohl Online, als auch Offline-Funktionen bereit.

Primär besteht eure Aufgabe nämlich darin Courts von gegnerischen Teams einzunehmen. Dafür müsst ihr euch auf ihrem Spielfeld beweisen. Dabei werden die gegnerischen Spieler von der KI gesteuert.

Dennoch solltet ihr die Spiele nicht auf die leichte Schulter nehmen. Jedes Spielfeld besitzt nämlich seine eigenen Regeln. Diese Regeln könnt ihr für eure Court selber festlegen, wie auch Handicaps für den Gegner sowie die Strategien für seine KI-Verteidiger. Auf diese Weise haben die Enwickler ein sehr abwechslungsreiches Feature eingebaut, dass für viele Überraschungen sorgt. Ebenso sorgt der Court-Modus für eine große Herausforderung.Schließlich müsst ihr euch bei jedem Court-Battle auf neue Regeln und Anforderungen einstellen.

Vor allem eure Heimspiele haben eine hohe Priorität, da bei einer Niederlage euer Spielfeld von eurem Gegner eingenommen wird. Damit nicht genug müsst ihr mit Credits und EP-Verlusten rechnen und zwar solange bis ihr euer Spielfeld wieder in euren Besitz kommt. Seid ihr selbst siegreich steigt ihr im Rang auf und erhaltet unter anderem neue Klamotten oder Designs mit denen ihr euer Spielfeld bearbeiten könnt.

Als zusätzliche Motivation dient dieser Modus vor allem, weil ihr mit guten Leistungen auch euren „The One“ Charakter hochleveln könnt.

NBA Live 19 – Entwickle deine eigene DNA

Auf dem Weg zur Legende habt ihr zahlreiche Entscheidungen zu treffen, die über euren Werdegang bestimmen. Die Entscheidungen beeinflussen, welche Belohnungen ihr hinsichtlich Geldes und Hype erhaltet. Ihr steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und entscheidet, mit wem ihr in einem Team spielen möchtet. Nicht nur im Profisport müsst ihr eure Leistung abrufen. Auch abseits der Stadionhallen seid ihr auf der Straße auf euch gestellt. Ihr werdet feststellen, dass auf der Straße andere Regeln herrschen. In The League müsst ihr euch mit den Profis in der NBA messen.

Ihr werdet feststellen was für eine Entwicklung euer kreierter Spieler macht. Generell verkörpert NBA Live 19 den Individualismus auf großer Wellenlänge. Es steht euch frei euren Spieler im Verlauf der Karriere bestimmte Rollen und Spielstile zuzuweisen. Wing, Big und Guard können als Spielerrolle zugewiesen werden.

Je nach Auswahl hat es eine Auswirkung auf die Größe und das Gewicht eures Protagonisten. Die Rolle, die ihr ihm zuweist macht sich durch sein Spielverhalten auf dem Feld bemerkbar.Seid ihr erfolgreich ermöglicht ihr ihm auch neue Fähigkeiten, Spielstile und Merkmale in seiner Spieler-DNA.

NBA Live 19 – Mikrotransaktionen? Fehlanzeige

NBA Live 19 NBA 2K19 bietet im Skill-System die Möglichkeit mithilfe einer Spielgewährung genannt VC-Credits dem eigenen Spieler einen rasanten Levelaufstieg zu verpassen. Dagegen setzt EA Sports mit NBA Live 19, wie auch schon im Vorjahr auf ein Levelsystem mit Erfahrungspunkten. Mit jedem Match steigen eure Erfahrungspunkte und aus meiner Sicht, sorgt dieses Skill-System für zusätzliche Spielmotivation. Man kann sich nämlich im Gegensatz zur NBA 2K-Reihe keinen unfairen Vorteil durch Mikrotransaktionen verschaffen.

Habt ihr genügend Erfahrungspunkte gesammelt, steigt euer Spieler im Level auf und ihr erhaltet einen Fähigkeitspunkt, den ihr in neue Skills investieren könnt. Wie in NBA Live 18 geben euch die Skill-Bäume einen Überblick über die freischaltbaren Skills.
Einsteiger brauchen sich hinsichtlich des Skill-Systems keine Sorgen zu machen. Die Menüs sind übersichtlich und die einzelnen Menüpunkte und mögliche Aktionen werden erklärt, sodass man sich ziemlich schnell zurechtfindet. Erstmals könnt ihr euch für eine Legende als Vorbild entscheiden. Eure Auswahl wirkt sich auf die freischaltbaren Skills aus. Abhängig von der Auswahl eures Vorbilds erhaltet ihr Boni auf bestimmte Skills.

NBA Live 19 – Einsteigerfreundliche Basketballsimulation

Hinsichtlich des Gameplay habe ich im Vergleich zum Vorjahr bessere Spielerbewegungen entdeckt. Die Entwickler setzen weiterhin auf Real Player Motion Technologie, die auch schon bei der FIFA-Serie zum Einsatz kommt. Generell habt ihr mehr Kontrolle über das Spielgeschehen und Kollisionen mit euren Gegnern machen sich deutlicher bemerkbar. Hier haben die Entwickler nämlich neue Animationen hinzugefügt.

Bereits nach einigen Matches stelle ich fest, dass die Spieler im Vergleich zu NBA Live 18 langsamer auf meine Befehle reagieren, zumal die Spielgeschwindigkeit generell minimiert wurde. Deshalb konnte ich Kontersituationen oftmals auch nicht erfolgreich zu ende spielen. Während bei NBA Live 18 Passstafetten flüssiger abliefen, dauert es ungefähr eine Sekunde bis eure Spieler auf eure Tastenaktion reagieren. Auf diese Weise kreieren die Entwickler ein realistischeres Gameplay. Es kann aber auch Spieler geben, denen das langsamere Gameplay nicht gefallen wird.

Die KI macht in diesem Jahr einen besseren Eindruck und bemüht sich zumindest ein starker Widersacher zu sein. Dennoch fehlt mir immer noch die große Herausforderung.

EA Sports bleibt dieses Jahr seiner Linie treu und möchte auch den Laien das Spiel schmackhaft machen. NBA Live 19 bietet für Anfänger, die sich wenig mit der Sportart auskennen große Einsteigerhilfen an. NBA Live 19 ist aus meiner Sicht eine Mischung aus Arcade und Simulation. Somit eignet sich das Spiel vor allem für Casual-Gamer. Wenn es aber um eine reale Basketballsimulation geht, die unter anderem mit realistischer Ballphysik auftrumpft, sehe ich die NBA 2K-Reihe auch in diesem Jahr noch vorne. NBA 2K18 war dafür im letzten Jahr aus meiner Sicht wenig einsteigerfreundlich. Ob sich dahingehend etwas verändert hat, erfahrt ihr in unserem Test zu NBA 2K19.

NBA Live 19 – Für jeden etwas dabei!

NBA Live 19 In NBA Live 19 habt ihr einen facettenreichen Umfang an Spielmodi zur Verfügung. Neben dem Karrieremodus findet ihr als Offline-Spielmodi den Franchise- und Ultimate Team Modus, den ihr bestimmt auch aus anderen EA Sports-Spielen kennt. Ihr könnt auch direkt eine NBA oder WNBA-Partie austragen. Der Franchisemodus lässt sich mit dem Managermodus aus FIFA erreichen. Es wird ein Team gewählt, welches ihr in allen Belangen führen müsst. Ihr formt euren Kader und legt Spielerrotation schon vor euren Partien fest. Eine Übersicht verhilft euch genaue Spielminuten euren Spieler zuzuweisen. Selbstverständlich müsst ihr auch die kaufmännischen Aufgaben erfüllen. Daher stehen auch Transfer- und Spielerverhandlungen auch an der Tagesordnung. Neben der kaufmännischen Tätigkeit seid ihr in der Lage durch erhaltene Upgrade-Punkte die Fähigkeiten eurer Spieler zu verbessern.

Diverse Kategorien stehen hier zur Auswahl. Beispielsweise lässt sich unter Option Physis die Ausdauer und das Tempo eures Spielers verbessern. Upgrade-Punkte bekommt ihr durch absolvierte Herausforderungen. Ebenso könnt ihr euren Punktestand erhöhen, wenn eure Spieler die Ziele und Meilensteine erreichen.Grundsätzlich gefällt mir im Franchisemodus, dass Partien auch komplett persönlich gespielt werden können. Selbstverständlich können die Partien beziehungsweise im Kalender bis zu einem Tag simuliert werden. Zu jederzeit habt ihr die Möglichkeit in das Spielgeschehen einzugreifen und anschließend, wenn ihr möchtet weiter zu simulieren.

Außerdem gefällt mir der Aufbau und die Übersichtlichkeit des Menüs ziemlich gut.Durch die Verbindung eures erstellten Spielers mit Live-Events und dem Koop-und Multiplayermodus hat man Lust weiterzuspielen. Ihr trefft auf Mitstreiter, deren erstellter Spieler andere Fähigkeiten besitzt. Hierdurch ist die Motivation noch größer, um in der Karriere bessere Fortschritte zu erzielen. Bevor ihr euch für eine Spielmodi entscheidet könnt ihr in der Rubrik Training zahlreiche Übungen ausführen. Diese haben eine nachvollziehbare Gliederung.

NBA Live 19 – Wie ein Jahr ohne die Frostbite-Engine

Auch NBA Live 19 besitzt keine Frostbite-Engine. Trotzdem macht die grafische Darstellung und vor allem die Spielergesichter eine gute Figur. Persönlich gefallen mir besonders die Gesichtsausdrücke. Ebenso unterscheiden sich die einzelnen Spieler in ihrer Körperstatur.
Ein Blick reicht aus, um die einzelnen Spieler sofort zu erkennen. NBA Live 19 bringt grafiktechnisch die Simulation des Basketballs auf ein gutes Niveau. Dennoch ist es mir persönlich ein Rätsel, weshalb EA Sports auch bei NBA Live 19 auf die Frostbite-Engine verzichtet.

Im Gegensatz zu den tollen Spielergesichtern wirkt nämlich die Umgebung des Basketballfelds grafisch weniger ausgeprägt. Gerade die Frostbite-Engine ist für tolle Licht- und Schatteneffekte und für eine gute Ausleuchtung bekannt. Die FIFA-Reihe macht es schon seit zwei Jahren vor, weshalb also nicht auch NBA Live 19 im neuen Glanz erstrahlen lassen?

Bei der Präsentation sehe ich in diesem Jahr auch die NBA 2K-Reihe definitiv vorne. Generell konzentriert sich NBA Live 19 weniger auf den Bezug auf das Geschehen im Basketball-Profisport. Daher werdet ihr keine großen Informationen über die Teams und Spieler erhalten. Die NBA 2K-Reihe bietet hier einen größeren Umfang. Dies beginnt schon bei der Berichterstattung vor und nach den Spielen.

Fazit
NBA Live 19 ist eine ziemlich einsteigerfreundliche Basketballsimulation. Wenn ihr bisher noch keine Erfahrungen mit dem Titel gemacht hat, eignet sich der Einstieg in diesem Jahr besonders gut. Grund dafür ist zum einen der geringe Schwierigkeitsgrad und zum anderen die zahlreichen Erklärungen und Tipps, sowie die benutzerfreundliche Steuerung. Generell ist NBA Live 19 ein Mix aus Arcade und Simulation. Große Kritik erhält NBA Live 19 von mir aufgrund der noch immer fehlenden Frostbite-Engine. Nächstes Jahr sollte sie unbedingt den Weg ins Spiel finden. Hier wird nämlich großes Potenzial zu wenig Beachtung geschenkt. Es ist nicht verwunderlich, dass im Vergleich zur Konkurrenz die Atmosphäre in den Hallen und die Spielanimationen zu gering ausfallen.Fakt ist, dass NBA Live 19 keinen großen Sprung im Vergleich zum Vorjahr macht. Die Entwickler haben das Grundgerüst aus NBA Live 18 beibehalten und mehr Feintuning betrieben. Deshalb handelt es sich aus meiner Sicht bei NBA Live 19 nur um eine verbesserte Version des letztjährigen Ablegers. Zu der größten Neuerung zählen die Court-Battles im Karrieremodus "The One", die für ein abwechslungsreiches und spannendes Spielerlebnis sorgt. Vor allem sorgen die Court-Battles für tolle Überraschungsmomente. Im Gameplay sind kleine Verbesserungen bei der KI zu sehen, wobei sich diese in Grenzen halten. Viel stärker machen sich die neuen Animationen bei den Zweikämpfen bemerkbar.
Gut
  • Umfangreicher und authentischer Karrieremodus "The One"
  • Court-Battles sorgen in "The One" für große Abwechslung und Überraschungseffekte
  • Facettenreiche Spielmodi
  • Ziemlich einsteigerfreundlich und für Casual-Gamer bestens geeignet
  • Durchdachtes Skill-Sytem ohne Mikrotransaktionen
  • Verbesserte Animationen (z.B. bei Zweikämpfen)
Weniger Gut
  • Spieler reagieren langsamer auf Tastenbefehle
  • Keine Frostbite-Engine (keine spürbare grafische Verbesserung zum Vorjahr)
  • KI zeigt noch immer Schwächen
  • Im Vergleich zur NBA 2K-Reihe noch zu schwache Präsentation
8
Gut
Written by
Behrang ist seit 2016 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Und seit 2018 als Chefredakteur auf unserer Plattform unterwegs. Er gehört zu unserem Sport Spezialisten Team und ist großer FIFA-Fan.

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