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Neverwinter (PS4) Test

User Rating: 7

Neverwinter

7

Neverwinter

7.0/10

Pros

  • Viele Anspielungen an Orte aus D&D
  • Free-to-Play
  • Kein Pay-to-Win
  • Abwechslungsreiche Klassen und Rassen

Cons

  • Maximallevel ist schnell erreicht
  • Kaum Lategame-Content
  • Auto-Lock System manchmal etwa ärgerlich
  • Kaufbare Rasse der Drachengeborenen

Wir haben uns den Free-to-Play Titel Neverwinter für euch angeschaut. Was wir von dem MMORPG aus dem Dungeons & Dragons Universum halten, erfahrt ihr im folgenden Test.

Zugegeben: Neverwinter ist nicht gerade das, was man als Neuerscheinung bezeichnen würde. Das Spiel erschien erstmals 2013 für den PC. Zwei Jahre später folgte die Veröffentlichung für die Xbox One. Das Schlusslicht bildete 2016 die PS4. Bis heute hält sich das MMORPG jedoch aufrecht, was uns dazu veranlasste, uns den Titel noch einmal genauer anzuschauen.

Neverwinter – Alle Mann zu den Waffen

In Neverwinter helft ihr, die gleichnamige Stadt vor der Untotenarmee der Lichkönigin Valindra zu beschützen. Nach einer pompösen Einleitungscutscene erstellt ihr euch dafür zunächst einen eigenen Helden. Hierfür habt ihr die Wahl zwischen neun verschiedenen Rassen. Diese variieren vom gewöhnlichen Menschen, über Halb-Orks, Waldelfen oder Halblingen, bis hin zu den dämonenartigen Tieflingen.

Habt ihr euch für eine Rasse entschieden, geht es an den Charaktereditor. Dieser ist überraschend ausführlich und lässt euch neben Frisuren und Körperschmuck sogar die Breite eurer Füße anpassen oder den Abstand eurer Augenbrauen anpassen. Zudem könnt ihr eine Herkunft und einen angebeteten Gott für euren Charakter wählen. Anschließend dürft ihr euch eure Klasse wählen. Neben den typischen Klassen, wie Schurke, Krieger oder Magier habt ihr hierbei auch ungewöhnlichere Auswahlmöglichkeiten, wie Hexenmeister oder Glaubenskleriker.

Neverwinter – Das Abenteuer beginnt

Seid ihr mit der Erstellung eures Charakters fertig, werdet ihr als Neuankömmling in Neverwinter zu Beginn eurer Reise unter die Fittiche von Feldwebel Knox genommen. Dieser versorgt euch anfänglich sowohl mit Quests, als auch mit Informationen zum Geschehen in Neverwinter.

Generell stellt das namensgebende Neverwinter den Dreh- und Angelpunkt des Spiels dar. Die diversen Add-Ons führen euch jedoch auch in andere Gefilde aus dem D&D-Universum Welche Quest von welchem NPC ihr wann erfüllen wollt, liegt jedoch ganz bei euch. Wie in MMORPGs üblich werdet ihr lediglich durch den steigenden Schwierigkeitsgrad der Quests eingeschränkt.

Während ihr bei manchen Quests dabei Aufgaben wie „sammle eine bestimmte Anzahl von Item X“ erfüllen müsst, bieten andere Quests mehr Inhalt und sind mitunter sogar nur der Auftakt einer ganzen Questreihe. Für das Absolvieren einer Quest bekommt ihr wie üblich Loot und Erfahrung. Letztere fällt übrigens höher aus, als durch stumpfes Monster verhauen.

Das Maximallevel erreicht ihr nebenbei recht schnell. Meiner Meinung nach sogar etwas zu schnell, da das Spiel besonders im Lategame neben den Instanzen und dem eher oberflächlichen PvP-Modus recht wenig Content bietet.

Neverwinter – Mit Auto-Lock in den Kampf

Egal ob ihr euch bei der Klassenwahl für den Nahkampf oder für den Fernkampf entscheidet, dank großzügigem Auto-Lock-System treffen eure Attacken stets ein Ziel. Leider ist dieses jedoch nicht immer genau das Ziel, dass ihr zu treffen beabsichtigt. Besonders als Fernkämpfer oder als Heiler kann euch das automatische Zielsystem mitunter gehörig auf die Nerven gehen. Besonders wenn ihr eine eurer stärkeren Fähigkeiten mit längerem Cooldown einsetzt.

So kann beispielsweise der finale Schlag auf einen Boss durch einen Minion vereitelt werden, nur weil dieser gerade in dem Moment entscheidet, auf euch zu zu sprinten. Ebenso kann euer Heilzauber im Eifer des Gefechts den falschen Verbündeten treffen und so schnell zum frühzeitigen Ableben eures Tanks führen. Hier ist euch leider auch mit Übung nicht wirklich geholfen, da die teils recht willkürliche Anvisierung sich auch schlecht vorhersagen lässt.

Neverwinter – Pay-to-Win in Neverwinter?

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Neverwinter um einen Free-to-Play Titel. Allerdings bedeutet Free-to-Play nicht automatisch, dass ihr in Neverwinter kein Geld ausgeben könnt. Denn wie in jedem anderen Spiel wollen Server und neue Inhalte finanziert werden. Dabei stellt sich jedoch jedesmal aufs Neue die Frage nach Pay-to-Win Möglichkeiten. Zum Glück gestaltet sich Neverwinter hier recht fair.

Zwar könnt ihr im Store das eine oder andere Dekoobjekt oder auch mal ein Ausrüstungsstück erwerben, einen wirklichen Vorteil gegenüber den anderen Spielern habt ihr dabei jedoch nicht. Ärgerlich ist lediglich, dass ihr darüber hinaus mit den Drachengeborenen auch eine eigenständige Rasse kaufen könnt. Diese sind zwar nicht zwingend stärker als die kostenlosen Rassen, bieten jedoch mit einem eigenen Skilltree und eigenen Rassenvorteilen zusätzliche Abwechslung. Zudem könnt ihr besondere Kampfgefährten gegen Echtgeld erwerben, die euch im Kampf unterstützen.

Neverwinter – Im Norden nichts Neues

Neben den verschiedenen Rassen, Klassen und Questreihen entfernt sich Neverwinter auch sonst nicht sonderlich weit von seinen Genrekollegen. Gegner lassen Loot fallen, den ihr entweder verkaufen, benutzen, ausrüsten oder fürs Handwerk verwenden könnt. Seltene Gegenstände werden auch mal im Auktionshaus feilgeboten. Reittiere erleichtern euch die Reise durch die Welt von Neverwinter. Instanzen bieten die Möglichkeit auf epischen Loot und sollten im Bestfall als Gruppe angegangen werden.

Wirklich Mehrwert bietet das Spiel damit in erster Linie Fans des Dungeons & Dragons Universums. Anspielungen auf beliebte Orte, wie etwa Baldur's Gate lassen hier Herzen höherschlagen.

Fazit
Neverwinter bietet genau das, was man von einem MMORPG erwarten würde. Leider schaut man hier jedoch nicht über den Tellerrand. Wer also nach einem innovativen MMORPG sucht, wird hier wohl eher nicht fündig. Für Fans von Dungeons & Dragons lohnt sich ein Besuch in Neverwinter jedoch allemal.
7
solide
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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