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Nintendo Switch Test

Nintendo Switch

8

Nintendo Switch

8.0/10

Pros

  • Ordentliche Akkulaufzeit im Handheld-Modus
  • Sehr geringe Geräuschkulisse
  • Platzsparendes Design
  • Handheld-Modul und Joycon hervorragend verarbeitet
  • Übersichtliches, aufgeräumtes UI
  • Mehrere Profile erstellbar
  • Switch zwischen Modi binnen einer Sekunde
  • Abgesehen von Tegra X1 mit moderner Technik ausgestattet

Cons

  • Docking Station & Joycon Grip billig verarbeitet
  • Kein mitgeliefertes LAN-Modul
  • Kein Charging Grip im Lieferumfang
  • Schwaches Lineup an Launch-Titeln
  • Accessoires zu teuer

Im Test überzeugt Nintendo Switch mit seiner Möglichkeit, überall und zu jeder Zeit einsatzbereit zu sein. Minuspunkte gibt es bei der Batterielaufzeit, der Verarbeitung der Docking Station sowie dem Launch Lineup. Was uns zudem noch aufgefallen ist, lest ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Wenn ihr euch die neueste Nintendo-Konsole am 03. März 2017 anschafft, dann bekommt ihr – wie bereits vorab bekannt war – ein regelrechtes Sparpaket. Doch was genau ist in der Box drin?

Nintendo Switch

Nintendo Switch – Lieferumfang & Verarbeitung

Zunächst hätten wir das Paar an Joycon Controllern. Je nachdem, welche Edition ihr euch von Switch kauft, sind diese Drücke entweder grau oder in rot/blau gehalten. Ein zusätzliches Paar kostet schlappe 79,99 Euro. Die versteckten Kosten der Konsole hatten wir bereits ausführlich besprochen (https://www.spieletester.com/specials/nintendo-switch-special-die-versteckten-kosten). Die Controller liegen sehr gut in der Hand, doch für Menschen mit großen Händen könnten sie zu klein oder gar unbequem sein. Neben den Drückern findet ihr natürlich auch das Handheld-Modul im Lieferumfang.

Nintendo SwitchDie Switch selbst misst 13,9x102x239mm (BxHxL) und wiegt 398 Gramm mit angeschlossenen Joycon Controllern. Wenn ihr die Joycon abnehmt, verringert sich das Gewicht auf 297 Gramm. Der Bildschirm ist ein kapazitiver 6,2 Zoll großer LCD-Touchscreen, der mit 1280×720 Pixeln auflöst. Im TV-Modus löst die Konsole mit bis zu 1920x1080p auf. Um das zu bewerkstelligen, liegt jeder Nintendo Switch ein HDMI-Kabel bei. Beim Audio-Output bekommt ihr lineares PCM 5.1 geboten. Die Verarbeitung des Handheld-Moduls ist herausragend und das Gerät ist sehr stabil gehalten.

Daneben befindet sich im Lieferumfang auch eine Switch Dockingsstation, die 54x104x173 mm (HxBxL) misst und 327 Gramm schwer ist. Die Verarbeitung wirkt ungemein billig und bei längerem Benutzen ist unser Rauchmelder mehrmals angesprungen. Im Inneren der Station befinden sich USB 3.0 und USB 2.0 Type-C Anschlüsse. Ein LAN-Kabel liegt nicht bei, sodass ihr auf ein externes Modul oder WLAN (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac) zurückgreifen müsst. Zudem bietet die Konsole Bluetooth 4.1 (nur im TV-Modus) und 32 GB an internen Speicher, wovon 25,9 GB tatsächlich zur Verfügung stehen.

Ein Slot für microSD, microSDHC und microSDXC-Karten ist auch verfügbar. Um diese aber zu verwenden, müsst ihr den Day-One-Patch installieren. Bei der Sensorik setzt die Konsole auf einen Gyro-, Helligkeits-, und Beschleunigungssensor. Zudem bieten die Drücker Rumble HD. Der interne Akku ist 4310 mAh groß und hält zwischen 3 und 5 Stunden – abhängig vom Spiel.

Nintendo Switch – Tragekomfort, Ersteinrichtung, Funktionen

Nintendo SwitchNeben den bereits erwähnten Objekten liegt der Box natürlich auch ein Netzteil, eine Schlaufe und ein Joycon Grip bei. Letzterer kann die Drücker allerdings nicht eigenständig aufladen. Dazu benötigt ihr ein zusätzliches Accessoire, das es für 29,99 Euro gibt. Wenn ihr den Grip verwendet, dann merkt ihr schnell: Das Ganze ist doch etwas schmal geraten. Wie auch schon bei den eigentlichen Kontroller-Einheiten, dürften Nutzer mit größeren Händen arge Probleme haben, die Tasten ordentlich zu greifen. Zudem stört der Verzicht auf ein richtiges Steuerkreuz.

Nintendo Switch selbst, also mit angedockten Controllern, hält sich wunderbar in der Hand. Die Ersteinrichtung der Konsole ist binnen weniger Minuten abgeschlossen. Dabei könnt ihr verschiedene Profile anlegen, wodurch ihr einen Account für euch, eure Kinder, Freunde oder Verwandte anlegen könnt. Eine Verbindung mit dem Online-Dienst ist zu dieser Zeit bereits möglich.

Das UI der Konsole ist übersichtlich gestalten und lässt sich in Teilen auch personalisieren. Zum Testzeitpunkt waren die Online-Funktionen allerdings nicht verfügbar, da sie erst ab dem 03. März freigeschaltet werden. Daher konnten wir nur zwischen einem weißen und schwarzen Layout wählen. Im Hauptmenü seht ihr eure Spiele in ihrer historischen Anordnung. Titel, die via Cartridge im Handheld-Modul stecken, sind ganz vorne abgebildet.

Der Funktionsumfang von Nintendo Switch ist ohne Patch und ohne Online-Verbindung recht spärlich. Neben einem Flugzeugmodus gibt es Einstellungen für die Bildschirmhelligkeit, der Bildschirmsperre, Alterseinschränkungen und mehr. Das Übliche eben. Auf dem linken Joycon befindet sich überdies ein Social-Media-Button. Damit könnt ihr Screenshots (und später Videos) von euren Spielen erstellen, die im Album gespeichert werden. Anschließend lassen sich diese auf euren Kanälen teilen. Unschön: Einige Abschnitte in Spielen verhindern das Aufnahmen von Bildern oder später Videos.

Nintendo Switch

Nintendo Switch – 3 Modi im fliegenden Wechsel

Das größte Feature von Nintendo Switch ist die Möglichkeit, die Konsole auf drei Wege zu verwenden. Da wäre einerseits der klassische TV-Modus. Dazu steckt ihr das Handheld-Modul ganz einfach in ihren vorgesehenen Steckplatz, woraufhin das Bild innerhalb einer Sekunde auf den TV wechselt. Der Switch von TV zu Handheld dauert rund 1,5 Sekunden – also einen kurzen Moment länger. Zudem könnt ihr die Konsole so aufladen. Beachtet: Switch befindet sich stets im Standby-Modus. Eine tatsächliche „Aus“-Funktion gibt es nicht.

Nintendo SwitchAußerdem gibt es noch den Tisch-Modus. Dazu entnehmt ihr das Handheld-Modul aus der Docking Station, entfernt die Joycon Controller und nutzt den Standfuß auf der Geräterückseite, um Switch auf einem Tisch zu platzieren. Wenn ihr also im Zug oder Flugzeug oder Auto als Beifahrer (!) sitzt, könnt ihr ganz gemütlich zocken. Wenn euch der Tischmodus zu viel Platz in Anspruch nimmt, gibt es schlussendlich auch den regulären Handheld-Modus. Hier sind die Joycon am Bildschirm selbst angedockt. Tatsächliche, technische Unterschiede bestehen nur zwischen dem TV- und Handheld/Tisch-Modus.

Im Inneren von Nintendo Switch schlummert ein Nvidia Tegra X1. Dabei setzt Nintendo auf eine GPU der Maxell-Technologie, die mit 307,2 MHz bzw. 768 MHz (Undocked/Docked) taktet. Die CPU von Switch taktet in beiden Fällen mit 1020 MHz, während der Memory Controller sowohl im TV- als auch Handheld-Modus 1331/1600 MHz entspricht.

Wenn ihr euch die Spiele zum Start anschauen wollt, so solltet ihr einen Blick auf unser Special werfen. Auch einen Ausblick auf den weiteren Verlauf von 2017 für Nintendos neueste Konsole haben wir bereits gewagt. (https://www.spieletester.com/specials/nintendo-switch-special-alle-launch-titel-im-ueberblick + https://www.spieletester.com/specials/nintendo-switch-special-top-10-spiele-bis-ende-2017)


Fazit:

Mir persönlich hat Nintendo Switch sehr gut gefallen. Allen voran als Journalist und damit als jemand, der viel reist, ist das Ding ungemein praktisch. So konnte ich auf mittellangen Bahnstrecken problemlos The Legend of Zelda spielen oder mich in Super Bomberman R mit der KI messen. Die Verarbeitung der eigentlichen Konsole sowie der Controller ist sehr gut. Dagegen steht die billige Verarbeitung der Docking Station sowie des Joycon Grips. Letzterer ist einfach nur aus Hartplastik gemacht und wirkt arg zerbrechlich. Die Docking Station scheint außerdem so viel Wärme zu entwickeln, dass moderne Rauchmelder nach zweistündiger Benutzung gleich mehrfach Alarm schlagen.

Am Ende entscheidet aber natürlich das Aufgebot an Spielen. The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist ein starkes Stück zu Beginn, aber auch bitter notwendig. Alle anderen Titel sind nämlich alte Hüte, die niemanden mehr wirklich begeistern.

Es liegt an Nintendo und dem Support der Third Party Hersteller. Nur wenn kontinuierlich gute Spiele kommen, wird Switch in die Fußstampfen der Wii treten. Und für das mutige und zugleich super umgesetzte Konzept verdient Nintendo diesen Erfolg!

Written by
... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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4 Comments

  1. Hi, ist das mit dem Rauchmelder ernsthaft mehrmals aufgetreten? Auf was hat der denn reagiert? Ist der Kunststoff zu warm geworden und sind dabei Dämpfe (sichtbar / nicht sichtbar?) entstanden, auf die der Rauchmelder reagiert hat? Das ist ja blöd. War das nur anfänglich so? Danke für ein kurzes Feedback bzw. Empfehlung wie man damit umgehen sollte. Dankeschön & Grüße, Rene.

    Reply
    • Hey Rene.

      Wir sind noch dabei zu klären, woran es liegen könnte. Sicher ist, dass es mit der Docking Station zu tun hat und der Tatsache, dass Switch bei Volllast bis zu 39 Grad warm wird. Offensichtlich setzt das dem Material der Station zu.

      Eine Rauchentwicklung war nicht zu sehen, ebenso gab es keinen Geruch. Wir haben aber auch sehr moderne Rauchmelder hier. Da aber Switch zu dem Zeitpunkt das einzig neue Gerät im Raum war, haben wir einfach ausgeschlossen, dass es sich um unseren Capture-PC gehandelt hat.

      Inzwischen haben sich die Warnungen aber verringert. Jetzt geschieht das nur, wenn unsere Switch mehr als vier Stunden im Docking Station-Betrieb ist.

      Reply
      • Danke für Deine Antwort. 🙂 Erstaunlich. Ich habe eine recht neue Wohnung mit ebenfalls neuen Rauchmelden. Die sind so grob 3.40m vom Switch-Standort entfernt. Morgen kommt die Konsole mit DHL. Ich werde es mal langsam antesten… 🙂 Viele Grüße René.

        Reply
        • Da wünsche ich dir auf jeden Fall viel Spaß – ist ein tolles Ding, vor allem unterwegs!

          Mich würde interessieren, ob du auch auf dasselbe Problem stößt.

          Reply

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