Water Planet

19,99€
Water Planet
6.5

Water Planet

6.5 /10

Pros

  • Netter Grafikstil
  • Guter, atmosphärischer Soundtrack
  • Sowohl mit als auch ohne VR Headset spielbar
  • Meditatives Erlebnis

Cons

  • Technische Mängel
  • Nur 90-120 Minuten Spielzeit
  • Wenige spielerische Elemente
  • Welt wirkt häufig kahl
  • Schwache Sprachausgabe
  • Keine Speicheroption

Wenn Film- und Videospielindustrie aufeinander treffen, geht das häufig schief und resultiert in beschämenden Leinwand-Katastrophen oder generischen Spielen mit Lizenzanstrich. Doch wie sieht es mit der Musikindustrie aus? Die musikalische Untermalung in Spielen ist zweifelsohne ein fundamentaler Teil des Erlebnisses und im HTC Vive-Abenteuer Water Planet verbindet Publisher und Musiklabel The Revera Corporation VR-Erlebnis und Musikvideo auf eine ganz besondere Art.

Water Planet – Gestrandet

Unser Abenteuer beginnt mit einem bitteren Erwachen auf unserem interstellaren Raumschiff. Als wir uns langsam aber sicher vom Hyperschlaf erholen, erklärt uns die Raumschiff-KI Gemini, dass wir mitten im Nirgendwo gestrandet sind. Ohne weitere Materialien findet unsere Reise hier ihr Ende. Glücklicherweise befinden wir uns im Orbit eines unbekannten Planeten, auf dem unsere Systeme die nötigen Kristallen entdeckt haben, die wir für die Reparaturarbeiten benötigen. Nach einer kleinen Einweisung in die Steuerung geht es dann auch direkt auf den blauen, von Wasser und alten Ruinen bedeckten Planeten.

Water Planet kann entweder mit VR Headset oder direkt am Desktop gespielt werden, wobei die Steuerung denkbar einfach ist. Auf den Vive-Controllern geben wir mit dem Touchpad die Richtung vor, springen mit den Seitentasten oder interagieren mit Hilfe des Triggers bzw. den Controller selbst. Wer will, kann das natürlich auch direkt am Bildschirm mit der Tastatur oder Controllern erledigen, dabei geht allerdings ein großer Teil der Immersion verloren. Im VR-Modus geht die Steuerung recht schnell in Fleisch und Blut über. Schnelle Bewegungen sollte man jedoch dennoch vermeiden, sonst droht das Schwindelgefühl.

Water Planet – Von Roboter-Quallen und toten Seesternen

Nach wenigen Minuten Spielzeit wird klar: Hier geht es um das Erkunden eines riesigen Planeten, der einst die Heimat von einer großen Zivilisation war. Während wir die Ruinen erforschen und tiefe Unterwasserhöhlen erkunden, lernen wir einen neuen Freund kennen: Aqua. Diese kybernetische Qualle führt uns durch die Welt und zeigt uns, wo die mysteriösen Kristalle verborgen sind, die wir für unser Raumschiff benötigen. Water Planet ist beim besten Willen kein kompliziertes oder gar schwieriges Spiel. Markierungen im Spiel – oder unser Begleiter Aqua – zeigen uns stets, wo wir hinlaufen sollen. Bis auf einige Knöpfe gibt es auch keine sonderlich komplexen Rätsel.

Vielmehr geht es hier um das entspannende, fast schon meditative Erlebnis, das stets von einem hervorragenden Soundtrack von VIRGO untermalt wird. So lässt sich Water Planet fast schon als interaktives Musikvideo beschreiben, in dem ihr durch eine mysteriöse Welt streift und dabei Quallen, Kristallen, sowie riesigen Seesterne, deren Licht seit Äonen erloschen ist, über den Weg lauft. Schade nur, dass das freie Erkunden größtenteils unbelohnt bleibt. Klar, das Erlebnis steht im Vordergrund, kleine spielerische Belohnungen wären dennoch wünschenswert gewesen.

Water Planet – Ein kurzer Tauchgang mit technischen Mängeln

Mit nur 90-120 Minuten Spielzeit ist Water Planet definitiv kein Langzeiterlebnis, und wenn man als Spieler einmal das Ende erreicht hat, gibt es kaum Anregung, erneut loszulegen. Dafür sind 20€ dann schon recht viel, vor allem, weil Water Planet technisch auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Zwar ist der Grafikstil sehr ansprechend, die tatsächliche Qualität leidet aber und so sehen viele Bereiche im Spiel extrem kalt und leer aus. Hin und wieder bewegen wir uns mit einem Transportschiff von Areal zu Areal, wobei weitere Schwächen deutlich werden. Statt ruhig über den Ozean zu streifen, ruckt und hakt das Schiff immer wieder hin und her – nicht besonders meditativ. Auch bei der Sprachausgabe hat man klar gespart. Gemini und Aqua wirken gelangweilt und generisch, was vor allem im Falle von Aqua schade ist, da dieser hin und wieder versucht, witzig zu sein.

Water Planet – Fazit:

John-Henry Drabeck Batman: Arkham VRWater Planet ist ein interessantes Erlebnis. Ich bezeichne es bewusst nicht als „Spiel“, denn viele spielerische Elemente gibt es hier nicht. Stattdessen streift oder schwimmt ihr durch eine mystische Welt und lernt teilweise ihre Geschichte kennen, während ihr den Klängen von VIRGO lauscht. Als VR-Erlebnis ist Water Planet sicherlich einer der Titel, die am besten für VR-Neulinge geeignet sind. Simple Steuerung, keine Action, und schöne, musikalische Untermalung. Wer hier mehr erwartet als eine interaktive Meditationsstunde mit gutem Soundtrack, wird leider enttäuscht werden.

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Wertung
6.5
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... ist freier Redakteur bei Spieletester.de seit 2013. Zuvor übernahm er die Leitung des Portals. Seine Lieblingsgenre sind Fantasy-Rollenspiele (The Elder Scrolls/The Witcher) und Action-Adventures (The Last of Us).

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