Pokémon Ranger: Spuren des Lichts

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Mit Pokémon Ranger: Spuren des Lichts geht die Pokémon Ranger-Reihe in die dritte Runde und auch diesmal übernehmt ihr die Rolle eines jungen Protagonisten, wahlweise Männlein oder Weiblein, und befreit Pokémon, die euch im Gegenzug mit ihren Diensten zu Verfügung stehen. Dabei gibt es zwei Herausforderungen, nämlich einmal die Herausforderung, die Gunst der kleinen Tierchen zu ergattern und dann des Weiteren, diese in Kämpfen zu Nutzen. Pokémon Ranger: Spuren des Lichts verlagert das Setting dabei auf eine Insel mit Hawaii-Feeling, was nicht nur durch Sound und Grafik, sondern auch durch den Inhalt wie den Ukulelen-Pichu deutlich wird.

Furioser Start

Für ein Pokémon Spiel hat Spuren des Lichts einen ungewöhnlich dramatischen Einstieg. In cineastischen Sequenzen werdet ihr als Pokéranger in der Luft von den „Bösen“ überrascht, die gerade auf Pokémon-Jagd sind. Ihr wollt die Pokénapper natürlich an ihren Taten hindern, doch sie wehren sich. Nun kommt euer Partner zu Hilfe, der entweder männlich oder weiblich ist, jenachdem welches Geschlecht euer Charakter hat, und bevor dieser verletzt wird, werft ihr euch dazwischen und stürzt ab. Es folgt ein wenig Nacherzählung der Story und schon wacht ihr an einem Strand auf. Ein wenig Tutorial-Gelaufe später lernt ihr Ukulelen-Pichu und seine Freunde kennen. Kollege Ukulele wird euch im ganzen Spiel über den Weg laufen und euren Weg als Ranger sehr erheitern.

Sofort lernt ihr auch, wie ihr Pokémon fangt, wobei die Begrifflichkeit hier eigentlich unangebracht ist. Spuren des Lichts ist nämlich ein durchaus kindgerechtes Spiel, daher fangt ihr die Pokemon nicht, ihr freundet euch mit ihnen an. In einem Minispiel zieht ihr ihnen also Energie ab und erhöht so den Sympathie-Balken. Versagt ihr dabei, sinken leider eure KP, klappt es allerdings, freundet sich das Tier mit euch an und begleitet euch freiwillig. Falls ihr dann an eine Stelle kommt, wo ihr das Pokemon einsetzen könnt, zum Beispiel um eine Steinbarriere zu durchbrechen, hilft es euch und ist danach wieder auf freiem Fuße unterwegs. Bis zu 8 Pokémon-Freunde könnt ihr gleichzeitig mit euch herumschleppen und bei den knapp 100 Pokémon müsst ihr so immer gut entscheiden, wen ihr zum Beispiel nach einem Kampf herauswerft.

Fight!

Das Kampfsystem ist leider auch kindgerecht und daher recht simpel gehalten. Die Pokémon machen das Meiste alleine und man kann in keinster Weise von einem taktischen Anspruch wie in den klassischen Pokémon-Spielen reden. Auch die Charakterentwicklung ist eher Nebensache und der Hauptaugenmerk liegt auf der Story sowie ihrer Inszenierung. Ein lustiges Detail ist allerdings wieder mal Ukulelen-Pichu. In unregelmäßigen Abständen erscheint dieser nämlich auf dem Schlachtfeld und wenn ihr ihn dazu auffordert, spielt ihr mit seiner Ukulele herzzerreißend schiefe Töne, um dem Gegner so einzuheizen. Das ist nicht nur unglaublich kreativ, es ist auch noch lustig umgesetzt und zauberte mir beim Spielen trotz veralteter Technik immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht.

Apropos Technik, das grafische Gerüst von Pokémon Ranger hat ja mittlerweile auch schon 3 Jahre auf dem Buckel und das sieht man leider auch. Daher ist es nicht mehr allzu schön anzusehen und auch der Ton ist bis auf einige Ohrwurm-Songs eher gehobene Mittelklasse.

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