Pokémon Schwarz/Weiß 2

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Seit inzwischen 16 Jahren tummeln sich die Pokémon in den Wohnungen von Millionen Menschen. Die zumeist jugendlichen Spieler beginnen auf ihrem DS, Gameboy und wie sie alle heißen immer wieder auf neue Reisen und finden dabei zahlreiche neue Freunde, besiegen Arenaleiter und werden zum allerbesten Trainer auf der ganzen virtuellen Welt. Viel getan hat sich an der Geschichte der Reihe bis dato nicht, ebenso wenig am süchtig machenden Spielprinzip. Die Erzählweise jedoch wurde in den vergangenen 16 Jahren deutlich besser. Doch wie sieht es beim ersten echten Nachfolger eines Vollspiels aus? Das verrät euch der Test!

Beim direkten Vorgänger galt es die Tierschutzorganisation Team Plasma etwas aufzumischen und deren zwielichtigen Pläne zu vereiteln. Das ist auch gelungen, denn die Truppe wollte alle Pokémon von ihren Trainern befreien, weil sie angeblich Sklaven der Menschen seien. Zwar konnte man sie im ersten Teil erfolgreich zurückschlagen, doch in Pokémon Schwarz/Weiß 2 kehren sie zurück und formieren sich dabei neu – aber erst nach rund vier Spielstunden, denn davor setzt man euch in ein sehr enges Tutorial-Korsett. Und dieses nervt all jene Spieler, die sich inzwischen sehr gut mit Pokémon-Spielen auskennen, denn bis ins kleinste Detail werden hier sämtliche Features erläutert. Das mag zwar für Neulinge klasse sein, alle anderen aber müssen ewig lange Textboxen über sich ergehen lassen. Selbst das Fangen von Pokémon wird haargenau erklärt. Ohweia.

Das Pokémon-Einmaleins

Wie üblich für ein Pokémon-Spiel wählt ihr am Anfang ob Männlein oder Weiblein, entscheidet euch danach für eines von drei Pokémon (übrigens dieselben wie in Schwarz/Weiß 1) und beginnt eure Reise durch die Einall-Region. Jap, auch die kennt ihr aus dem Vorgänger bereits zu genüge. In nahezu jeder Stadt gibt es einen Arenaleiter, den es zu besiegen gilt, der euch wiederum Orden verleiht, die euch dafür dann die Erlaubnis geben, mächtigere Pokémon zu fangen und kontrollieren. Doch nicht nur die Arenaleiter warten auf euch in den zahlreichen Städten, sondern auch diverse Nebenaufgaben, wovon manche aber ab und an Pflicht sind, um in der Storyline weiterzukommen bzw. im Nachhinein nicht festzustecken. So helft ihr Arbeitern dabei, ihrer Arbeit wieder nachzugehen oder sucht für einen NPC nach einer Beere. Für derartige Späße gibt es nicht nur Items, sondern auch Spezial-Attacken, so etwa „Stärke“, mit der euer Pokémon dann Steine verschieben kann.

Bei den Kämpfen bekommt ihr die gewohnte Schere-Stein-Papier-Kost geboten, wobei natürlich nicht nur der 1vs1-Kampf dabei ist, sondern gerne auch mal 2vs2-Auseinandersetzungen vorkommen. Die übliche Sammelsucht entsteht schon sehr schnell, denn die Menge an zu fangenden Pokémon ist wie beim Vorgänger schon sehr groß und die Orte, wo ihr sie findet, sehr unterschiedlich. Manche lassen sich sogar nur zu bestimmten Uhr- oder Jahreszeiten fangen. Eine gesunde Mischung an verschiedenen Gattungen ist sehr ratsam, denn die späteren Kämpfe werden es definitiv in sich haben. Ein Schweizer Taschenmesser-Pokémon wie in Rot/Blau (Mewtwo oder Mew) gibt es nämlich nicht mehr!

Neu dabei sind die Erfolge in Form von Medaillen. Für diverse Aktionen, zum Beispiel das Finden von 50 Pokémon, bekommt ihr eine Medaille spendiert, welche nicht nur zum Prahlen gedacht ist, sondern auch hin und wieder nützliche Gegenstände bringen, wenn ihr die entsprechenden NPCs ansprecht. Tippmedaillen geben euch darüber hinaus die wichtigsten Infos, wo und wie ihr an weitere Klunker kommen könnt.

Technisch hat sich am Spiel ebenfalls nicht viel geändert, zumal der Titel ja auch eigentlich noch für den Nintendo DS erschienen ist und damit natürlich keine 3D-Effekte zu bieten hat. Nichtsdestoweniger sieht das Spiel toll aus und kann durch sehr abwechslungsreiche Städte überzeugen, vor allem die riesige Stadt Stratos City finde ich auch jetzt noch klasse. Kleine Anekdote: Die Entwickler haben in der Stadt ein eigenes Gebäude gebaut, in das ihr auch hineingehen könnt und die Entwickler zu Duellen herausfordert. Beim Sound gibt es wenig Neues zu berichten – die üblichen Sounds sind wieder mit von der Partie und begeistern von der ersten Minute an.

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