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Professor Layton und der Ruf des Phantoms

Vier Spiele hat Professor Layton jetzt schon auf dem Buckel. Damit man ihm sein Alter nicht anmerkt, haben die Jungs von Level 5 den Knobler ein paar Jahre in die Vergangenheit geschickt. Ihr reist in das Dorf Misthallery, wo ihr euren späteren Kollegen und Freund kennen lernt. Dort soll nämlich ein Phantom sein Unwesen treiben und ihr müsst natürlich etwas dagegen unternehmen. Da wir natürlich eine gute Seele haben und die armen Leuten nicht einem Phantom ausgeliefert sehen wollen, schnappen wir uns den Nintendo DS und ziehen aus, um Rätsel zu lösen und dem Bösen das Handwerk zu legen. Damit sind wir übrigens spät dran, in Japan erschien der Titel nämlich schon 2009. Also auf gehts, hinein ins Geschehen!

Alles beim Alten

Professor Layton und der Ruf des Phantoms beginnt relativ gewohnt und zwar mit einem Brief, der euch über die Missstände, nämlich die Anwesenheit des Phantoms und die dadurch entstandene Angst in Misthallery, aufklärt. Also packt ihr eure sieben Sachen und reist mit eurer Assistentin zu eurem Studienfreund Triton, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei geht es erstmal ziemlich klassisch zu. Ihr lauft in dem Städtchen herum, redet viel mit Leuten und versucht dabei entweder Informationen oder Gefallen von ihnen zu bekommen. Leider hat man hierbei im Vergleich zu den Vorgängern nicht wirklich etwas geändert und so wirken viele Rätsel aufgesetzt und nicht direkt in die Handlung eingebunden. Man bekommt oft das Gefühl die Rätsel nur lösen zu müssen, damit man die Personen zufriedenstellt, unabhängig davon, ob ihr nun wirklich etwas sinnvolles tut, oder eben nicht.

Für jeden etwas dabei

Dadurch, dass die Entwickler viel von früher übernommen haben, ist die Rätselgestaltung durchgehend ziemlich fair und vor allem auch für Beginner gut gestaltet. So werdet ihr anfangs an die Mechaniken herangeführt und die Rätsel werden kontinuierlich schwerer und fordern manchmal auch wirkliches Querdenken. So müsst ihr für ein Rätsel sogar den DS schief halten, damit es Sinn ergibt. In solchen Momenten ist Professor Layton stark wie eh und je und zaubert auch alten Rätsel-Hasen ein Lächeln aufs Gesicht. Traurige Nachricht für die Europäischen Rätsel-Freunde: Professor Layton und der Ruf des Phantoms kommt in den hiesigen Gefilden etwas beschnitten. Hier hat nicht etwa die USK die Scheere angesetzt, es fehlt einfach der „Professor Laytons London Life“, eine Rollenspiel-Beilage, die bis zu 100 Stunden Umfang bieten soll. Sehr ärgerlich, aber nicht umgehbar.

Misthallery ist übrigens leider nicht so schön geraten wie die Steampunk-Kulisse aus dem Vorgänger, insgesamt hemmt das die Atmosphäre schon etwas. Dafür ist die Soundkulisse wieder gewohnt gut und auch die Stimmen sind schön vertont. Doch man merkt es auch bei Professor Layton mittlerweile, dass der DS einfach etwas zu schwach auf der Brust ist. Oft hat man das Gefühl, da wäre noch mehr drin gewesen, aber es kommt einfach nicht mehr rüber. Neben den normalen Puzzle-Texten oder Bilder-Rätseln müsst ihr des Öfteren auch kleine Nebenspiele spielen. In den drei Minigames müsst ihr zum Beispiel Gleise verlegen und dabei euren Treibstoffverbrauch im Auge behalten. Diese Minispiele erfinden natürlich alle das Rad nicht neu, sind aber nett gestaltet und schaffen eine schöne Abwechslung zum Text-Einerlei.

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