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Pure Farming 2018

8.0 /10

Pros

  • Einsteigerfreundlich gestaltet (ausführliche Tutorials)
  • Länderspezifische Elemente enthalten (verschiedene Feldfrüchten, verschiedene Spielumgebung etc.)
  • Lizensierte und gut modellierte Gerätschaften und Maschinen
  • Herausforderungen mit verschiedenen Szenarien
  • Endloser Landwirtschaftsmodus
  • Kampagne
  • Mod-Unterstützung für PC-Spieler (neue Gerätschaften, neue Maschinen etc.))

Cons

  • Schwächen im Gameplay (z.B. Spielfigur kann nicht rennen)
  • Keine individuelle Anpassung bei der Steuerung möglich
  • Geringe Anzahl an Gerätschaften und Maschinen im Vergleich zum Landwirtschaftssimulator 2018
  • Deutschland-Karte nur als kostenpflichtige Erweiterung vefügbar
  • Keine lebhafte Spielumgebung
  • Kein Mehrspielermodus oder Koop verfügbar

Pure Farming 2018 hat mit dem Landwirtschaftssimulator 2018 einen namhaften Konkurrenten vor sich. Schließlich erscheint die Spielreihe jährlich für verschiedene Plattformen. Das polnische Entwicklerstudio Ice Flames hat sich mit Pure Farming 2018 einen neuen Maßstab gesetzt, um bei Simulation-Fans einen guten Eindruck zu hinterlassen. Hierfür haben sie ihren Fokus nicht nur auf die Spielmodi, sondern auch auf ein abwechslungsreiches Gameplay gelegt. Ob Pure Farming 2018 sich auf einer Wellenlänge mit der Landwirtschaftssimulator-Reihe befindet. Ihr erfahrt es in den nachfolgenden Zeilen.

Pure Farming 2018 – Globaler Feldanbau

In Pure Farming 2018 steht eine durchdachte Spielstruktur im Vordergrund. Beispielweise sind eure Anbaumöglichkeiten von eurem Standort abhängig. Ihr könnt euer Können als Farmer unter anderem in Kolumbien, Japan, Italien und in den USA beweisen.

Dabei müsst ihr euch außer in der Kampagne nicht für ein bestimmtes Land entscheiden. Vielmehr könnt ihr eure Gerätschaften übertragen. Aus dieser Sicht gehört Pure Farming 2018 zu einer der realistischsten Simulationen, die ich in den letzten Jahren spielen durfte. Auf die Handlungsfreiheit wird ebenfalls großen Wert gelegt. Beispielsweise könnt ihr euch in Kolumbien als Hanf-Anbauer beweisen.

Dadurch wird klar, dass die Entwickler länderspezifische Elemente in das Spiel integriert haben. Je nach Standort unterscheidet sich eure Spielumgebung. In Kolumbien sind es die Palmen die euch sofort ins Auge fallen. Ihr könnt verschiedene Feldfrüchten anbauen und verschiedene Fahrzeuge für eure ökonomischen Tätigkeiten verwenden.

Die unterschiedlichen Szenarien kommen ebenfalls sehr positiv zur Geltung, da sie der Realität entsprechen. Während Italien für den Anbau von Oliven bekannt ist, findet ihr euch in Japan überwiegend auf Reisfelder wieder. In den USA seid ihr für die Züchtung von Kühen, Schweinen und Hühnern zuständig.
Als Erweiterung könnt ihr eine Deutschland-Karte ins Spiel integrieren. Auf einem Bauernhof in Bayern könnt ihr beispelsweise Tomaten und Paprika anbauen oder euch mit der Züchtung von Kühen beschäftigen. Ein großes Problem im Gameplay ist, dass euer Charakter weder klettern noch rennen kann. Dies kann beim Feldanbau ziemlich anstrengend werden.

Die detaillierte Darstellung der lizensierten Fahrzeuge und Maschinen macht einen positiven Eindruck. Sie sehen nicht nur sehr gut aus, sondern führen beim Hinhören zu einem Wow-Effekt. In der Entwicklung der Fahrzeuge sind nämlich Fahrzeuggeräusche aufgenommen worden, die zu einem authentischen Spielerlebnis beitragen. Dagegen weist die Spielumgebung wenig Details auf. Zudem fehlt eine Sprachausgabe, wodurch auf der Farm keinerlei Kommunikation stattfindet.

Verbesserungswürdig sehe ich die Steuerung, die man nicht individuell anpassen kann. Außerdem fehlt eien Lenkrad-Unterstützung, was PC-Spieler nicht begeistern dürfte. Persönlich vermisse ich einen lokalen Mehrspielermodus. Auch ein Online-Modus hätte Pure Farming 2018 definitiv zu einem abwechslungsreicheren Spiel gestalten können. Aufgrund der geringen Anzahl an Maschinen, Bauteilen und Ausrüstungen sehe ich die Konkurrenz mit der Landwirtschaftssimulator-Reihe in dieser Hinsicht noch vorne. PC-Spieler können sich auf die Mod-Unterstützung freuen, wodurch sie zum Beispiel neue Traktoren ins Spiel einbinden können.

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Pure Farming 2018 – Für Anfänger leicht gemacht

Weiterhin bietet Pure Farming 2018 ein ausführliches Tutorial, mit dem ihr euch mit den Funktionen des Spiels vertraut machen könnt. Dabei muss ich den Modus „Mein erster Bauernhof“ hervorheben. In dieser Spielmodi wird euch in Montana ein ganzes Bauernhof als Erbe hinterlassen. Zudem habt ihr ein Vermögen von 50000 Dollar. Jedoch fallen euch auch 275000 Dollar geerbte Schulden zur Last.

Vorab die Information: „Mein erster Bauernhof“ ist nur auf der Montana-Karte spielbar. Daher könnt ihr die Kampagne nicht an anderen Orten, wie zum Beispiel in Japan oder Kolumbien spielen. Zu Beginn könnt ihr das Aussehen eures Charakters mehr oder weniger anpassen.

Ihr habt nämlich nur die Möglichkeit eure Kleidung und Hautfarbe festzulegen. Hier hätte ich mir eine größere Auswahl gewünscht, die zu einer besseren Spielatmosphäre beitragen würde. Ein weibliches Avatar ist ebenfalls nicht enthalten. Ihr habt das Ziel Großvaters Bauernhof wieder zum alten Glanz zu führen. Dabei werdet ihr an der Hand geführt und lernt mit jeder Spielminute neue Facetten des Spiels kennen.

„Freie Landwirtschaft“ verkörpert eine endlose Spielmodi. Ihr habt nicht nur ein breites Spektrum an Tätigkeiten, sondern auch Einstellungsgewalt über eurem Vermögen. Außerdem könnt ihr Wetterbedingungen nach Belieben einstellen. Eine gute Strategie um das Einkommen eures Betriebs zu erhöhen ist die Eröffnung von Zweigstellen in mehreren Ländern.

Durch die verschiedenen Karten und Tätigkeiten scheint eine gewisse Abwechslung spürbar. Dennoch werdet ihr feststellen, dass Pure Farming 2018 auf Dauer Spielmotivation einbüßt. Ein Grund hierfür ist, dass der Anbau von Früchten, Kaffee und Cannabis eine lange Zeit mit sich bringt. Oftmals kann es mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Im weiteren Verlauf verbessert sich dieser Zustand. Neu eingestellte Mitarbeiter unterstützen euch bei der Landwirtschaft und übernehmen bestimmte Aufgaben.

Zusätzlich erwarten euch im Modus „Freie Landwirtschaft“ verschiedene Spielszenarien, die euch bei den Herausforderungen erwarten. Diese tragen zu einer besseren Spielatmosphäre bei. Ihr werdet als Farmer auf Probleme stoßen, die ihr unter anderem in einer bestimmten Zeit lösen müsst. Man könnte meinen, dass euch eine göttliche Macht mit Plagen bestrafen möchte. Insgesamt stehen euch bis zu zwanzig verschiedene Herausforderungen zur Auswahl.


Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die Entwickler mit Pure Farming 2018 dem Landwirtschaftssimulator 2018 ziemlich nahe kommen. Durch den strukturierten Aufbau des Spiels mit den verschiedenen Spielmodi stellt das Spiel den Landwirtschaftssimulator in mancher Hinsicht in den Schatten. Maßgeblich daran beteiligt ist die Kampagne, in der vor allem Einsteiger große Freude haben werden. Zudem haben die Entwickler großen Wert auf die Gerätschaften und Maschinen gelegt. Diese sind nicht nur lizensiert vorhanden, sondern bieten ein authentisches Hörerlebnis. Einen weiteren Pluspunkt erhält Pure Farming 2018 für die eingebauten Herausforderungen. In diesen Herausforderungen haben mir die verschiedenen Szenarien gefallen, die mich ein um das andere Mal auf die Probe gestellt haben.

In der Gesamtwertung gibt es einen Abzug für die wenig lebhafte Spielumgebung und der fehlenden Möglichkeit der eigenen Tastenbelegung. Ebenso fehlt mir in einem Spiel, wie Pure Farming 2018 ein Mehrspielermodus. Mit einem Freund gemeinsam eine eigene Farm aufzubauen würde vermutlich vielen Spielern eine größere Freude bereiten. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Spielreihe die Schwächen zur Kenntnis nimmt und im nächsten Ableger verbessert. Wenn die Entwickler an den Stellschrauben drehen, sehe ich eine große Konkurrenz auf den Landwirtschaftssimulator zukommen.

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Pure Farming 2018
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Behrang ist seit 2016 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Und seit 2018 als Chefredakteur auf unserer Plattform unterwegs. Er gehört zu unserem Sport Spezialisten Team und ist großer FIFA-Fan.

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