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Redeemer (PC) Test

Redeemer

8

Redeemer

8.0/10

Pros

  • Gutes Kampfsystem
  • Interessante Story
  • Coole Spezialkills
  • Abwechslungsreiche Gegner
  • Fordernde Schwierigkeitsgrade

Cons

  • Geringer Wiederspielwert
  • Teils zu simples Gameplay

Was passiert, wenn man den Grafikstil und die Perspektive von Diablo 3 mit dem Charakterdesign von God of War mischt? Das ganze vielleicht noch mit einer Priese Spezialkills versüßt und letztenendes gut mit Cutscenes im Comic-Style verrührt? Genau. Man erhält den ersten Titel des jungen, russischen Entwicklerteams Sobaka Studio. Ob uns Redeemer im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr im folgenden Test.

In Redeemer lernt ihr aus erster Hand, dass man zwar einen Soldaten aus dem Krieg holen kann, aber niemals den Krieg aus dem Soldaten bekommt. Ihr schlüpft dazu in die Rolle des ehemaligen Söldners Vasily. Dieser arbeitete in seiner Vergangenheit für die größten Waffenhersteller der Welt. Entgegen seiner eigentlichen Berufsbeschreibung als Wachpersonal, bestanden seine Aufgaben dabei in Infiltration, Spionage, Mord und Folter. Von der ewigen Gewalt angewidert, zog sich Vasily in ein ruhiges Leben als Mönch in einem gut versteckten Kloster zurück. Ganz und gar nicht im Einverständnis seines ehemaligen Arbeitgebers.

Was zunächst für einige Jahre gut zu gehen scheint, wird jedoch zur Katastrophe, nachdem die Firma den Ort des Klosters erfährt. Diese schickt kurzerhand ein Todeskommando los, um den entflohenen Mitarbeiter wieder in ihre Dienste zu zwingen. Für Vasily bietet sich damit jedoch auch die Gelegenheit, seine mörderischen Fähigkeiten gegen die Schurkenfirma einzusetzen. Ehe wir uns versehen, fällt Vasily also in seine alten, blutrünstigen Muster zurück. Diesmal sinnt es ihm jedoch nach Rache.

Redeemer

Vasilys kämpferische Fähigkeiten sind ganz klar das Hauptaugenmerk des Spiels. Zwar erzählen die Cutscenes im Comic-Stil auch eine recht interessante Geschichte, jedoch rückt diese während der einzelnen Kapitel stets in den Hintergrund. Hier geht es nur noch darum, möglichst effizient eure Gegner in ihre Schranken zu weisen. Dafür stehen Vasily diverse Fähigkeiten zur Verfügung.

Redeemer – Sein Körper ist eine Waffe

Eure stärkste Waffe ist Vasily selbst. Mittels Schlag- und Trittkombos könnt ihr euren Gegner aufs Zahnfleisch gehen. Sollten sich Gegner als schwerer gepanzert herausstellen, könnt ihr eure Angriffe zudem aufladen, um mehr Schaden zu verursachen. Habt ihr einen Gegner genug geschwächt, könnt ihr ihn mit einem Spezialkill gezielt ausschalten. Dabei begeistert besonders die Vielfalt der Spezialkills. Egal ob ihr eurem Gegner das Rückgrat brecht oder ihm mit bloßen Händen die Kehle herausreißt. Aufstehen werden eure Gegner danach nicht mehr.

Sollten eure Fäuste mal nicht ausreichen, könnt ihr eine der diversen Waffen im Spiel zur Hand nehmen. Sobald ihr eine Nahkampfwaffe aufhebt, ersetzt diese eure normalen Kombos mit stärkeren Angriffen. Jede Nahkampfwaffe verfügt dabei über einen Haltbarkeitswert, welcher euch in Form einer Leiste auf dem Bildschirm angezeigt wird. Diese nimmt mit jedem Angriff ab. Sobald sie leer ist, geht eure Waffe kaputt. Das Waffenarsenal reicht dabei vom Elektroschockstab, übers Küchenmesser, bis hin zum Vorschlaghammer.

RedeemerDie Menge an Gegnern, denen ihr in Redeemer begegnet, ist jedoch mit Nahkampfwaffen allein kaum in den Griff zu bekommen. Wie praktisch also, dass sich auch diverse Schusswaffen in eurem Arsenal befinden. Genau wie bei den Nahkampfwaffen zeigt euch eine Leiste an, wie lange ihr die Waffe noch verwenden könnt, bis euch die Munition ausgeht. Vasily kann dabei stets eine Nahkampfwaffe und eine Schusswaffe gleichzeitig bei sich tragen.

Zu Guter Letzt könnt ihr die Umgebung zu eurem Vorteil nutzen. Entweder in Form von Gegenständen, welche ihr auf eure Gegner werfen könnt oder in Form von Objekten, mit denen ihr interagieren könnt. Besonders letzteres sorgt dabei für so manch blutigen Kill. So könnt ihr eure Gegner beispielsweise kopfüber in einen Brennofen werfen oder sie auf spitzen Ästen und ähnlichem aufspießen.

Redeemer – Schleichen oder nicht schleichen…

Das Spielprinzip von Redeemer ist im Grunde recht simpel. Als Vasily, der optisch stark an Kratos aus God of War erinnert, kämpft ihr euch in schlauchartigen Levels durch Gegnermengen und bewältigt so Kapitel für Kapitel. Die Level sind dabei abwechslungsreich gestaltet und können durchaus auch optisch überzeugen. Zwischendurch stellt sich euch dabei auch mal ein Boss in den Weg. Zwischen den Kapiteln wird die Geschichte dann im Comicformat weitererzählt.

RedeemerUm die einzelnen Kapitel zu bewältigen, stehen euch verschiedene Ansätze zur Verfügung. Entweder prügelt ihr euch wie ein Irrer durch die Gegnerhorden oder ihr versucht es mit etwas mehr Fingerspitzengefühl, um möglichst lange unentdeckt zu bleiben. Dafür verraten euch Markierungen auf dem Bildschirm sowohl die Position, als auch die Blickrichtung naher Gegner. Schleicht ihr euch erfolgreich an, könnt ihr den Gegner mit einem Stealth-Kill sofort ins Jenseits befördern.

Entscheidet ihr euch hingegen für die brachialere Variante, solltet ihr euch auf harte Kämpfe einstellen. Das Spiel bietet euch zwei verschiedene Schwierigkeitsgrade. In der deutschen Sprachausgabe habt ihr die Wahl zwischen „Normal“ und „Bockschwer“, wobei selbst der normale Schwierigkeitsgrad durchaus herausfordernd sein kann. Hier ist es hilfreich, die Bewegungsmuster der Gegner zu kennen und gefährlichere Gegner mit Priorität zu bearbeiten.

Um zu überleben habt ihr entweder die Möglichkeit, gegnerischen Angriffen mit einer Ausweichrolle zu entgehen oder diese zu blocken. Letzteres verhindert den erlittenen Schaden jedoch nicht komplett. Stimmt euer Timing, könnt ihr eure Gegner dafür aber auch kontern und so selbst Schaden verursachen. Solltet ihr trotzdem mal den ein oder anderen Treffer kassieren, könnt ihr eure Gesundheit wieder auffüllen, indem ihr Gegner besiegt.

Neben der Hauptgeschichte von Redeemer könnt ihr eure Fähigkeiten darüber hinaus im Arena-Modus unter Beweis zu stellen. Hier müsst ihr bis zu zehn Gegnerwellen in einem relativ kleinen Gebiet besiegen, ohne euch zwischenzeitlich ausruhen zu dürfen. Mit jeder geschafften Welle werden die Gegner dabei stärker. Selbst Bosse, die ihr in der Story besiegt habt, können hier erneut als Gegner auftauchen. Die einzelnen Arenen schaltet ihr dabei frei, indem ihr in der Hauptstory voranschreitet.

Redeemer


Fazit

Mit Redeemer liefert Sobaka Studio einen soliden Debuttitel, der besonders durch seine spektakulären Spezialkills und ein gutes Kampfsystem überzeugen kann. Die Leveldesigns sind abwechslungsreich und schön anzusehen. Auch die Story ist interessant, wenngleich diese bei der ganzen Action schnell in den Hintergrund rücken kann. Langfristig kann das Spiel aufgrund von mangelndem Wiederspielwert aber nicht wirklich motivieren.

... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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