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Rocket Arena (PS4) Test

Rocket Arena

5

Wertung

5.0/10

Im Test zeigt Rocket Arena, dass es zwar technisch gut ist, aber spielerisch nicht überzeugen kann. Der neueste Shooter von EA, entwickelt von Final Strike Games, spezialisiert sich auf 3vs3 Arena-Schlachten mit Raketen. Wie sich der Overwatch meets Fortnite meets Smash Bros. Mix spielt, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen!

Rocket ArenaWenn euch Rocket Arena irgendwie bekannt vorkommt, dann ist das kein Zufall. Tatsächlich haben die Entwickler den Titel nämlich schon 2019 zusammen mit Nexon präsentiert. Doch irgendwie schienen sich die beiden nicht einig zu sein und kündigten ihre Partnerschaft auf. Und hier kommt EA ins Spiel, die es anscheinend für gut genug hielten und das Ding kurzerhand ein Jahr später ohne großen Marketing-Schnickschnack veröffentlichten. Ganz typisch für den Publisher dabei: Anstatt die Free-to-Play-Variante anzubieten, gilt es ex ante zu zahlen in Höhe von 30 Euro. Dazu kommen noch allerhand Mikrotransaktionen. Klingt bereits nach einem Abtörner. Aber geben wir dem Ding dennoch eine Chance.

Rocket Arena – Dicke Wummen ohne wumms

Insgesamt erwartet euch ein bunter Arena-Shooter, der stilistisch an Overwatch oder Fortnite erinnert. Dabei könnt ihr auf zehn Maps mit zehn Charakteren in fünf Modi zocken. Dazu gesellen sich allerhand Outfits, Modifikationen und die eigene Version des Battle Passes. Bei den Charakteren haben sich die Entwickler auf das Einmaleins der sicheren Nummer besinnt. Vom Piraten über die Prinzessin bis hin zur Wassermagierin ist alles dabei, was so ein comic-artiges Spiel mit jugendlicher/junger Zielgruppe mag. Alle haben zwei Spezialfähigkeiten und eine vorgegebene Waffe.

Rocket ArenaWährend der Titel ja eigentlich Rocket Arena heißt, so sind Raketenwerfer irgendwie doch nicht so ganz das Zünglein an der Waage. Denn tatsächlich handelt es sich bei den Knarren um das Übliche: Sniper, Armbrust, Schrotflinte. Dafür wissen die Spezialfähigkeiten der Charaktere aber zu überzeugen, zumal sie alle einen kurzen Cooldown haben und somit den Spielverlauf deutlich stärker dominieren als die eigentlichen Waffen. Nun haben wir also die Fortnite- und Overwatch-Anspielung durch. Wie kommt nun Smash Bros ins Spiel?

Ganz simpel: Anstatt Gegner umzubringen, schleudert ihr diese einfach aus der Arena. Nehmen diese Schaden, leuchten sie rot auf und erhalten jene noch einen Treffer, gibt es in bester Smash Bros. Manier einen Knock-Out. Im gleichnamigen Modus „Knock Out“ entscheidet dabei die Anzahl an Rauswürfen, welches 3er Team am Ende gewinnt. Daneben gibt es noch folgende Modi: Schatzsuche, Raketenball und Mega-Rakete sowie Raketenbot-Attacke. In all diesen Modi ist der Knock-Out lediglich ein strategischer Vorteil – nicht mehr, nicht weniger. Mega-Rakete ist der Neologismus für Domination-Modus, in Schatzsuche sucht ihr Truhen voller Gold, Raketenball ist vergleichbar mit Capture the Flag und die Bot-Attacke ist das typische PvE gegen Bots. Wenn ich gemein wäre, könnte ich diesen Modus auch als verlängerten Arm des Tutorials betrachten. Hier ist nämlich wirklich nichts herausfordernd.

Schwacher Shooter mit 08/15 Konzept

Das Gameplay selbst will sich durch seine vertikale Komponente von anderen Arena-Shootern abgrenzen. Dabei könnt ihr auf den Boden ballern, um euch so in die Luft zu katapultieren. Oder auf Wände schießen, um so nicht aus der Arena zu fallen (Smash Bros. lässt grüßen). Das alles läuft auf der PlayStation 4 Pro mit butterweichen 60 FPS ab. Die bunten Effekte und Arenan locken heutzutage aber niemanden vor den Ofen. Übrigens: PC-Spieler freuen sich auf eine vollständig unregulierte Framerate, die auch locker an die 120 FPS gehen kann.

Das Matchmaking von Rocket Arena ist simpel gehalten, ebenso wie das Erfahrungssystem. Nach jeder Partie bekommt ihr Erfahrungspunkte für den Charakter, den ihr gezockt habt. Steigt dieser im Level auf, dürft ihr sukzessive mehr bzw. bessere Artefakte verwenden, die im Kampf Vorteile bringen. Outfits hingegen bringen keinen spielerischen Mehrwert, lassen sich sowohl für erspielte Credits als auch für echtes Geld kaufen. An dieser Stelle sei aber erwähnt: Das Matchmaking geht sehr schnell und die Wartezeit auf eine ist kurz gehalten.

Fazit
Rocket Arena ist meiner Meinung nach ein seelenloser Shooter, der sich in einen sehr schwierigen und zugegebenermaßen übersättigten Markt hineinkatapultiert. Kein einziger Charakter ist mir seit der letzten Spielsession (und die ist nur vier Tage vor Erscheinen des Artikels her!) in Erinnerung geblieben. Die Modi? Außer den Namen gibt es hier keine Neuheiten. Optisch sowie spielerisch überzeugt das Spiel ebenso wenig. Es fehlt letztlich an der Spritzigkeit eines Splatoon, dem Wiedererkennungsfaktors eines Overwatch oder der Wuchtigkeit eines Smash Bros und der taktischen Komponente eines Fortnite. Als Free-to-Play-Titel ist Rocket Arena vielleicht gerade so noch ertragbar, als „Premium“-Spiel, das gleich zu Beginn mit allen Mikrotransaktionen aus vollen Rohren feuert, reine Abzocke. Finger weg!
Gut
  • Cross-Play
  • Fähigkeiten der Charaktere unterschiedlich und nett gemacht
  • Butterweiche 60 FPS
Weniger Gut
  • Langweilige Spielmodi
  • Charaktere ohne Wiedererkennungswert
  • Herausforderungen belanglos
  • Simples und de facto unnötiges Erfahrungssystem
  • Viel zu unübersichtliches Geschehen
5
Okay

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