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Saitek Cyborg Keyboard

Auch diese Woche konnten wir nicht so einfach verstreichen lassen, ohne für euch ein weiteres professionelles Gaming Equipment aus dem Hause GAMERSWARE.de genauer unter die Lupe zu nehmen. Diesmal handelt es sich um das Saitek Cyborg Keyboard. Über welche besonderen Features diese futuristisch anmutende Tastatur verfügt, das lest ihr im nun folgenden Test.

Was bei dem Saitek Cyborg Keyboard als erstes ins Auge springt ist das Design. Es ist gewagt kantig, futuristisch anmutend und verglichen mit den meisten anderen Keyboards wirklich außergewöhnlich. Konsequent orientiert sich der Hersteller Saitek bei der Gestaltung an seinen anderen Produkten aus der Cyborg Serie. Neben den schon sehr lange am Markt befindlichen Cyborg Joysticks und der Cyborg Mouse hat Saitek ja auch schon ein Cyborg 5.1 Headset auf den Markt gebracht. Das Keyboard erweitert die Cyborg Palette nun perfekt. Alle Produkte harmonieren super zusammen und verleihen dem Gamer tatsächlich einen Hauch von Cyborg-Feeling.

Leider wird genau dieses Gefühl ein wenig durch das viele verwendete Plastik zerstört. Natürlich mag das jetzt Jammern auf hohem Niveau sein, aber sowohl für die Materialanmutung, wie auch für das  Cyborgthema wäre es extrem förderlich gewesen, wenn Saitek beim Cyborg Keyboard größtenteils auf Metall statt Plastik gesetzt hätte. Auf der anderen Seite hätte eine Verarbeitung von Edelstahl oder einer Aluminium/Magnesium-Legierung vermutlich den Endkundenpreis des Produktes um ein vielfaches erhöht.

Trotz des vielen Plastiks ist die Verarbeitung aber durchaus gelungen. Die Tasten sind bis auf wenige gewollte Ausnahmen griffig. So weicht das die Materiealoberfläche an den wasd-Tasten, den Pfeiltasten und der Leertaste von dem der übrigen Tastatur ab. Während alle anderen Tasten in schwarzem, leich angerauhtem Kunststoff daherkommen, sind diese typischen Gamer-Tasten in silber glänzendem, sehr glatten Plastik gehalten, das besonders langlebig sein soll. Diese Tasten lassen sich übrigens auch einzeln austauschen, sollte der Verschleiß dann doch einmal zu hoch sein.

Zu dem üblichen Tastaturlayout gesellen sich beim Cyborg Keyboard noch insgesamt 12 frei definierbare Makro-Schalter. Hiervon finden sich jeweils 6 an der linken und rechten Außenseite der Tastatur. Als ob das noch nicht genug wäre, kann man auf einer in schwarzer Klavierlackoptik gehaltenen Knopfleiste oberhalb der F-Tasten die Lautstärke, Audiofunktionen (Play/Pause, Vor, Zurück), sowie Beleuchtungsmodi und -farben einstellen. Letztere Funktionen stellen eines der eigentlich Highlights des Cyborg Keyboards dar.

Echter Blickfang: Die Tastaturbeleuchtung

Bei der Tastaturbeleuchtung war Saitek wirklich sehr kreativ. Man kennt ja schon Keyboards, die vielleicht in blau leuchten. Das wäre nichts wirklich Neues. Aber eine, bei der man gleich zwischen vier Farben hin- und herschalten, bei diesen Farben auch noch die Leuchtintensität justieren und einzelne Tastatursegmente auch noch in unterschiedlichen Farben leuchten lassen kann… Das hatten wir in unserer Redaktion bislang noch nie gesehen.

Je nach Gusto oder zum Beispiel nach Ausrichtung an den Farben seines Modding-Towers kann man die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur entweder auf Rot, Grün, Gelb oder Orange stellen. Innerhalb dieser Farben kann man noch vier Helligkeitsstufen auswählen. Alternativ lässt sich die Beleuchtung natürlich auch ganz umschalten.

Eine besonders nette Erfindung ist der Umschalter zwischen "Keyboard Mode" und "Cyborg Mode". Dieser Schalter ist wie übrigens auch alle anderen Buttons im sogenannten Dashboard berühungsempfindlich. Im Keyboard-Mode stellt man ganz normal Farbe und Helligkeit so ein, wie man sie zum täglichen Arbeiten braucht. Im Cyborg Mode hingegen kann 5 unterschiedliche Segmente des Keyboards mit jeweils eigenen Farben beleuchten lassen. Kleines Beispiel gefällig? Wie wäre es z.B. mit einem selbstgebauten "Nachtmodus", bei dem man sich zum Zocken in düsteren Lan-Party Umgebungen nur die wasd-Tasten in rot und die Makro-Tasten in Orange beleuchten läßt? Den Rest der Tastatur lässt man einfach ausgeschaltet, sodass man sich um Dunkeln auf das Wesentliche beschränken kann. Oder man lässt sich die übrigen Tasten einfach in einem leichten grün beleuchten. Je nach persönlichem Geschmack lassen sich so diverse Kombinationsmöglichkeiten ausprobieren. Das Schöne daran: die Konfigurationen, sowohl für Keyboard- als auch für Cyborg-Mode, bleiben natürlich auch nach Ausschalten des PCs gespeichert.

Damit die Beleuchtung besonders gut zur Geltung kommt, hat Saitek übrigens bei der Tastaturbeschriftung nicht etwa auf billige Aufkleber oder Aufdrucke gesetzt, sondern alle 117 Tastenbeschriftungen und -symbole lichtdurchlässig gestaltet. So ist das Ablesen in Dunkelheit wirklich kein Problem mehr. Angst vor Blendung im Dunkeln durch die Beleuchtung der Tastatur braucht man dabei jedoch nicht haben. Die Helligkeit kann man wie gesagt in vier Stufen regulieren und zudem lässt sich die komplette Beleuchtung über einen einzigen Tastendruck auch komplett an- und ausschalten.

Und was sonst noch?

Ein weiteres Feature des Cyborg Keyboards ist ein durchgeschleifter USB-Port (z.B. für einen USB-Stick oder Headset) auf der Rückseite der Tastatur. An diejenigen, die auf ein Headset mit Klinkensteckern setzen, hat Saitek aber auch gedacht: direkt neben dem USB-Port finden sich zwei Klinkeneingänge für Audio In und Audio Out.

Im Lieferumfang enthalten ist weiterhin noch eine Handballenablage im Design des Keyboards. Diese lässt sich sehr einfach in die Tastatur einklinken, passt optisch optimal zum Gesamteindruck und bietet eine ergonimische Entlastung des Handgelenks. Um die Ergonomie noch weiter an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen, hat man übrigens auch noch die Möglichkeit, den Neigungswinkel des Keyboards über zwei breite Stützen am Tastaturboden auszurichten.

Nicht ganz uninteressant dürfte für Gamer die Tatsache sein, dass von den insgesamt 117 Tasten 6 gleichzeitig gedrückt werden können. Also keine Angst in hitzigen Gefechten, dass mal ein Tastendruck im Nirvana verschwindet. Weiterhin interessant sind natürlich auch die Makro-Tasten, die sich über die mitgelieferte SST Programmiersoftware mit drei verschiedenen Programmier-Modi und zusätzlichen Makro-Funktionen belegen lassen. Hier allerdings ist man von Konkurrenzprodukten besseres gewohnt. Die Programmierung ist hier zu unkomfortabel und unflexibel gehalten. Dennoch kann man aber gut damit zurecht kommen und die etwas verbesserungsfähige Makro-Software bringt dem Cyborg Keyboard nur einen geringen Punkteabzug ein.

Wertung:

Sehr gut

 

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