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Skyhill (PC) Test

Puh, das war mal wieder ein anstrengender Job. Erst einmal einchecken, ab aufs Zimmer und ein heißes Bad einlaufen lassen! So ungefähr hat es sich wohl auch Perry Jason gedacht, Protagonist und unfreiwilliger Held aus dem Spiel Skyhill. Das Gute an dem edlen Hotel Skyhill: erstklassige Aussicht und natürlich die neusten biologischen Schutzmechanismen. Das Schlechte? Letztere werden auch prompt benötigt. Denn schon kurz nach eurem Eintreffen zeigt der Fernseher nur noch die Notfallkanäle an und spätestens der riesige Atompilz am Horizont verrät, dass irgendetwas wirklich nicht zu stimmen scheint. Anfangs seht ihr das Problem noch nicht wirklich, schließlich hockt Jason gemütlich in seiner schicken Suite, aber schon bald wird das essen knapp und es führt kein Weg daran vorbei, die sichere Stellung zu verlassen. Hier beginnt Skyhill, euer Ziel ist simpel: die hundert Stockwerke des Hotels unbeschadet hinunterkommen, koste es was es wolle. Wir haben Jason bei seinem Abenteuer begleitet und verraten euch, ob wir das Skyhill-Hotel weiterempfehlen können.

Skyhill – Der erste Anlauf

skyhill_07102015_10Das Ziel von Skyhill ist denkbar simpel: Überleben und das Erdgeschoss erreichen. So leicht ist das Erreichen dieses Ziels dann aber doch nicht, es gibt nämlich zwei wichtige Vitalfunktionen, die ihr im Auge behalten müsst. Zum einen wären da die Lebenspunkte, die klassischerweise in Kämpfen und durch Vergiftungen oder ähnliche Zustände verringert werden können. Noch unangenehmer als ein paar Wunden ist aber euer permanenter Hunger, der mit jeder Aktion größer wird. So habt ihr anfangs eine Sättigung von 100, die aber mit jeder Aktion (Die Treppe benutzen, einen Raum betreten etc.) sinkt. So müsst ihr nicht nur Bandagen, Medikits und Heiltränke horten, sondern auch Essen, nach Möglichkeit nichts verdorbenes. Um euch dabei auch für den Monsterkampf vorzubereiten gibt es auch einen Haufen Waffen zu finden bzw. zu craften. Dabei bleibt das Spiel stets einigermaßen nachvollziehbar und ihr findet nicht nach wenigen Minuten zufällig eine Schrotflinte. Typische Waffen für den Anfang sind da beispielsweise ein Küchenmesser oder ein Schlagring.

Im Ergebnis verläuft eine typische Runde Skyhill dann so, dass ihr aus eurem Zimmer tapert, den Weg nach unten antretet und nach ca. 20-40 Minuten umgeprügelt werdet. Das liegt allerdings weniger an eurem Unvermögen, sondern einfach am Konzept des Spiels. Skyhill versteht sich als Rogue-like Rollenspiel, es gibt also keine Speicherfunktion und bei jedem Neustart werden die Etagen wieder zufällig befüllt. Was allerdings bleibt sind permanente Verbesserungen, Erfahrungspunkte und Skills. So habt ihr zwar bei jedem Anlauf ein „neues“ Treppenhaus vor euch liegen, seid aber auch stärker als im vorherigen Durchlauf. Doch der Zufallsgenerator hat auch seine Nachteile, so kann es zum Beispiel sein, dass ihr bei den ersten Durchläufen Pech habt und verdammt lange auf die ersten wirkungsvollen Items warten müsst. Das macht den Start natürlich etwas müßig und ihr solltet Frustresistenz mitbringen.

Skyhill – Eine Runde noch

Habt ihr allerdings den möglichen Frust ignoriert oder in euch hineingefressen und genug Zeit in Skyhill investiert um problemlos die ersten zwanzig Stockwerke zu durchlaufen, wird es langsam interessant und eine Suchtspirale beginnt euch in ihren Bann zu ziehen. Zwischendurch unterbrochen von dem Ärgernis, immer wieder oben anfangen zu müssen – was trotz Zufallsgenerator irgendwie immer ähnlich aussieht – macht die Flucht aus dem Wolkenkratzer doch durchaus Spaß und motiviert jedes Mal ein paar Stockwerke weiter zu kommen. Da kann man auch darüber hinwegsehen, dass die Kämpfe relativ untaktisch ablaufen und die Spieltiefe allgemein ehr mittelmäßig ist.

Fazit
Skyhill war für mich ein auf und ab. Vom anfänglichen „Warum muss ich denn von vorne anfangen, was soll das denn?“ über das zwischenzeitliche „Schnell, einen Durchlauf noch, diesmal packe ich die 30, 40, 60“ bis hin zum „So langsam könnte es aber auch mal fertig werden“. Ob die 100 Stockwerke zu viel sind bleibt wahrscheinlich im Endeffekt dem Geschmack überlassen, für mich persönlich hätte es auch etwas abwechslungsreicher oder alternativ etwas tiefgehender sein können. Nichtsdestotrotz macht Skyhill Spaß und sorgt durch seine stilsichere Optik und vernünftige Bedienung für den guten Spielspaß zwischendurch. In den Pausen kann man getrost etwas anderes Spielen, um nicht zwanzigmal in Folge den Beginn neu durchmachen zu müssen.
7
solide
Written by
...ist seit 2008 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Er spielt am liebsten First-person Shooter und wenn es die Zeit zulässt auch gerne (J)RPGs. Bei Spieletester.com ist er außerdem unser Mann für Adventures, vornehmlich Point’n’Clicks, sowie Indie-Spiele

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