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Skylanders Imaginators (Nintendo Switch) Test

Mit Skylanders Imaginators dürfen fortan auch Nintendo Switch Spieler ihre Figuren zu Leben erwecken. Dabei setzen Activision und Entwickler Toys for Bob auf ein kreatives Mittel, um die Gegebenheiten der Nintendo-Konsole auszunutzen. Statt Portal heißt es hier: NFC! Und ich finde: Das ist gut so. Warum und was der Titel sonst noch zu bieten hat, lest ihr in den nachfolgenden Zeilen des Artikels.

Nintendo Switch ist eine Konsole, die „jederzeit, überall und mit jedem“ gespielt werden kann. Und so passt der Portal-Ansatz von Skylanders nicht ganz zur Konsole. Kein Problem für die Entwickler, denn Switch unterstützt bekanntlich auch die NFC-Technik. Wenn ihr also das Starter Pack des Spiels öffnet, seht ihr lediglich die beiden Figuren Golden Queen, Master King Pen sowie das Spiel und einen Imaginator-Kristall. Um die Figuren ins Spiel zu bringen, stellt ihr sie einfach auf den NFC-Reader (rechter Joycon-Stick) und schwups erscheint das gewünschte Objekt im Spiel.

Skylanders Imaginators

Skylanders Imaginators – Switch-Fassung mit Einschränkungen

Etwas ärgerlich ist allerdings, dass die Daten nicht auf den Figuren verweilen, sondern den ohnehin schon recht geringen Speicher der Switch belasten. Wenn ihr also einen Freund eure coolen Kreationen zeigen wollt, dann müsst ihr das auf eurer Konsole tun. Auf anderen Plattformen sind die Daten schließlich auf den Figuren selbst, sodass der Austausch kein Problem ist.

Damit ist es aber noch nicht vorbei. Wenn ihr beispielsweise eine bereits bestehende Figur von der PS4 oder Xbox One auf Switch importiert, verliert diese offenbar Level. Mein Crash Bandicoot auf PS4 beispielsweise war Level 8. Auf der Switch dagegen Level 6. Als ich ihn dann wieder auf Level 8 brachte und zurück auf die PS4 übertrug, war er hingegen wieder Level 6. Bug? Feature? Ich weiß es nicht.

Skylanders ImaginatorsAußerdem gibt es noch einige weitere Einschränkungen. Während sämtliche Figuren aus Giants, SuperChargers und Co. problemlos funktionieren, sind die Fallen aus TrapTeam nutzlos. Auch Fahrzeuge lassen sich nicht ins Spiel importieren – passend dazu sind auch sämtliche Minispiele mit Rennbezug verschwunden. Und sonst gibt sich Skylanders Imaginators wie die Vorgänger auch. Inhalte bleiben verschlossen, wenn ihr nicht das richtige Element oder die gewünschte Figur habt. Immerhin sind diese Schranken nicht mehr so krass wie im ersten Ableger.

Skylanders Imaginators – Was für ein Kaos

Bei der Geschichte bleiben die Entwickler aber arg konservativ. Kaos ist natürlich weiterhin als Bösewicht unterwegs und stößt im Rahmen der Storyline auf ein Buch, mit dem er die sogenannten „Doomlander“ erschafft. Dabei handelt es sich um Monster, die so in dieser Form noch nie zu sehen waren. Als frischer – oder alter – Portalmeister müsst ihr eure eigenen Kreationen in den Kampf schicken, wobei die Skylanders nicht alleine sind. Mit dem „Sensei“, also dem Großmeister, lassen sich noch höhere Level erreichen als zuvor. Crash und Dr. Neo Cortex gehören übrigens zu den Senseis.

Skylanders ImaginatorsBevor es aber losgeht, gilt es sich einen eigenen Skylander zu erschaffen. Dafür braucht ihr Kristalle, die das Element bestimmen (u.a. Erde und Feuer). Eines davon liegt dem Starter-Paket bei. Und sobald ihr dieses auf das neue Portal stellt, wird es schnurstracks ins Spiel übertragen, wo ihr eine von zehn Klassen wählt. Diese basieren auf den bekannten Typen der Skylanders und werden Kennern schnell bekannt vorkommen. Doch Obacht! Die Wahl ist endgültig. Sobald ihr euch für eine Kombination entschieden habt, wird diese unwiderruflich auf dem Kristall gespeichert. Wenn ihr also eine weitere Kombination ausprobieren wollt, bleibt nur der Griff zum 20 Euro teuren Dreierpack.

Ist die Prozedur beendet, gilt es noch das Aussehen sowie die Waffen des Skylanders zu bestimmen. Sämtliche Kategorien strotzen nur so vor Abwechslung und bieten nicht selten weit mehr als 100 Optionen. Zwar müssen die meisten erst freigeschaltet werden, doch die Änderung des Aussehens lässt sich jederzeit und problemlos durchführen. Bei meinem Skylander habe ich rund 52 Minuten verbracht, damit alles nach meinen Wünschen aussieht.

Skylanders Imaginators – Sammelwut im Diablo-Stil

Während die Vorgänger stets Eigenschaften an Kopfbedeckungen knüpften, haben die Entwickler das gesamte Lootsystem umgekrempelt. Nun gibt es sehr viel mehr Gegenstände, Sets und vor allem vier Seltenheitsstufen. All das klingt verdächtig nach Diablo und teilweise spielt es sich auch so! Daraus entsteht schlussendlich eine regelrechte Sammelwut, die immer wieder zu motivieren weiß. Neben kosmetischen Späßen wie Rüstungen gibt es auch Sprachfetzen. Meistens werden die Items an die Stufe der Figur gebunden (Maximalstufe ist 15). Senseis hingegen können dieses Stufenlimit quasi aufheben, denn jeder Sensei erhöht diese um eine Einheit. Zudem bringen sie weitere Boni wie Spezialangriffe.

Skylanders ImaginatorsSpielerisch hat sich soweit aber nicht allzu viel geändert. Die verschiedenen Level sind weiterhin sehr gut gestaltet, wenngleich unglaublich linear. Und wenn wir schon dabei sind: Die Bezahlschranken wurden im Vergleich zum Vorgänger deutlich minimiert. Zwar gibt es sie weiterhin an recht vielen Stellen zu finden, doch allzu gierig sind die Entwickler diesmal nicht. Außerdem spielen sie für die Storyline keinerlei Rolle und sind ohnehin nur recht klein.

Insgesamt beschränken sich die Entwickler auf sehr klassische Elemente der Skylanders-Reihe. Jetzt gibt es eben einen deutlichen Fokus auf die Jump n Run-Features und den Kampf. Aufgepeppt wird die Sache von recht gut gemachten Umgebungsrätseln. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist aber mit der Reduktion aufs Wesentliche auch gesunken. War schon der Vorgänger extrem einfach, so wird das geforderte spielerische Können nochmals gesenkt. Neben der Story stehen Rennen (spielbar mit den Fahrzeugen aus SuperChargers) zur Verfügung, die durchaus Spaß machen.

Fazit
Ich hatte Skylanders Imaginators bereits auf der PS4 als „besten Ableger der Reihe“ bezeichnet. Und auch auf Nintendo Switch zeigt der Titel, wie der Hase läuft. Die Abschaffung des Portals und die Verwendung des NFC-Readers ist Segen und Fluch zugleich. Ein Segen, weil damit der mobile Aspekt der Konsole wunderbar in den Fokus gerückt wird. Fluch dagegen, weil einige Features wie die Fallen aus TrapTeam oder die Fahrzeuge aus SuperChargers entfallen. Spielerisch hat sich im Vergleich zum Original nichts getan, sodass ich auch heute sagen kann: Starkes Spiel, wenngleich oftmals zu leicht.
Gut
  • Exzellenter Editor
  • Kein Portal notwendig (Switch)
  • Fokus auf klassische Elemente bringt frischen Wind
  • Zahlreiche versteckte Örtlichkeiten
  • Neues Beutesystem motiviert ungemein
  • Tolles Art-Design
  • Super Soundtrack
Weniger Gut
  • Wegfall einiger Features durch Entfernung des Portals (Switch)
  • Extrem niedriger Schwierigkeitsgrad
  • Levels zu linear
  • Kamera-Position fest vorgegeben …
  • … und damit geht die Übersicht zum Teil flöten
  • Immer noch recht viele Bezahlschranken
8
Gut
... ist seit 2005 bei Spieletester.de und unser Spezialist für Sport-Spiele aller Art.

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