Skylanders SuperChargers

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In diesem Jahr ist die Konkurrenz beim Toys-to-Life-Genre so stark wie noch nie zuvor. Disney Infinity 3.0 setzt voll und ganz auf den Hype von Star Wars, während Warner Bros. mit LEGO Dimensions auf die Klötzchen des dänischen Erfinders besinnt. Und Skylanders? Nun, Activision hofft, dass die Vehikel für ausreichend Motivation sorgen, sodass sich die Kids lieber mit ihren Kreationen als mit denen aus LEGI Dimensions und Disney Infinity beschäftigen. In den nachfolgenden Zeilen erfahrt ihr, warum das Konzept zwar gut, die Konkurrenz aber besser ist.

In den vergangenen Jahren wurde Skylanders immer mehr ausgebaut. Zu Beginn waren nur ganz normale Figuren zu haben, später kamen Riesen hinzu, danach durftet ihr eure Spielzeuge zweiteilen und neu zusammensetzen und mit dem letztjährigen Ableger fanden Fallen ihren Weg ins Spiel. In diesem Jahr verlässt man die Ursprünge gleich noch viel mehr und setzt auf Vehikel. Dabei beschränken sich die Entwickler nicht nur auf Landfahrzeuge, denn ihr dürft auch zu Wasser und in der Luft unterwegs sein. Das führt auch zu einer ganz neuen Spieldynamik, die durchaus cool anzusehen ist.

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Zäher Einstieg und typische Bezahlschranken

Entwickler Vicarious Visions hatte schon Skylanders Giants für Wii U portiert und sollte somit mehr als genug Erfahrung haben, wie ein gelungener Spieleinstieg aussieht. Leider aber ist SuperChargers extrem zäh – und das nicht nur aus erzählerischer Sicht. Immerhin schaffen es die Entwickler, den erneut auftauchenden Bösewicht Kaos als Bedrohung für die idyllische Spielwelt zu etablieren. Die neu eingeführten Fahrzeuge kommen am Anfang viel zu kurz und wirken einfach nicht passend, wenn sie denn mal eingesetzt werden. Das ändert sich später aber zum Glück, doch für den Einstieg ist das denkbar ungünstig.

Der Rest des Spiels ähnelt aber seinen Vorgängern: Ihr flitzt durch die schön gestalteten Level, zerstört einige Gegenstände und sammelt dabei Münzen bzw. Schätze. Nach und nach schaltet ihr durch höhere Charakterstufen neue Fähigkeiten frei, die euch das Spielerlebnis vereinfachen. Es fehlen einfach neue Impulse – und das könnte auf Dauer zum Todesstoß für die Reihe werden.

skylanders_superchargers_06082015_27Da sich spielerisch also nicht so viel getan hat, versuchte ich während des Spielens die immer wieder sehr offensichtlichen Bezahlschranken ausfindig zu machen. Das sind jene Gebiete, die über die Ausstattung des Starter Packs hinausgehen. Die gute Nachricht: Während der Kampagne gibt es durchaus wenige solcher Bereiche. Im Starter Set sind übrigens ein Landfahrzeug, eine dazu passende Skylanders Figur sowie ein Stealth Elf enthalten. Wenn ihr alle Dinge der Kampagne entdecken wollt, braucht ihr noch ein Fahrzeug aus jeder Kategorie (einen Jet und ein wassertüchtiges Gefährt) – die dazu passenden Figuren spielen dabei nur eine Nebenrolle, bieten jedoch Boni, die nicht ganz zu unterschätzen sind. Immerhin: Ihr könnt jede Figur aus dem vorhandenen Skylanders-Repertoire als Fahrer verwenden, müsst dann aber auf die Vorteile verzichten.

Die schlechte Nachricht: Wenn ihr außerhalb der Kampagne die anwählbaren Rennen ausprobieren wollt, so benötigt ihr für manche Kurse die entsprechenden Portalaufsätze. Dasselbe gilt für die gespiegelten Varianten der zugänglichen Strecken. Auch wenn die Schranken in Skylanders SuperChargers so niedrig wie nie zuvor sind, so hinterlässt es am Ende eben trotzdem einen faden Beigeschmack, wenn manche Bereiche des Spiels ohne Zusatzinvestitionen nicht zugänglich sind. Immerhin lässt sich aber die Storyline des Spiels auch nur mit dem Starter Set bewältigen.

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Auch wenn sich auf der Gameplay-Ebene nicht viel getan hat, so ist das Level-Design besser als je zuvor. Nach rund zwei Stunden schafft es das Spiel nämlich, die Fahrzeuge richtig gut einzuführen und sorgt durch die coolen Flugeinlagen, Unterwasser-Abschnitte und Hochgeschwindigkeitsverfolgungen für sehr viel Spaß. Es warten plötzlich Level mit verdeckter Sicht durch Nebel, bei denen jeder Sprung zum Abenteuer wird. Gravitations-Spielchen und Perfektiven-Wechsel inklusive.

Ausbaufähiger Online-Modus

Neu ist, dass ihr euch online mit Freunden verabreden könnt, um die Kampagne des Spiels kooperativ anzugehen. Mit bis zu vier Spielern könnt ihr dabei die von Mario Kart inspirierten Rennwettbewerbe absolvieren und dabei eure coolen Skylander-Figuren zur Schau stellen. Im Rahmen des Tests hat die Spielersuche aber leider immer eine Weile gedauert. Schade ist übrigens auch, dass die Entwickler nicht daran gedacht haben, euch die Möglichkeit zu geben, während der Wartezeit alleine weiterzuspielen und eine Benachrichtigung zu erhalten, wenn die Partie bereit ist. Überdies könnt ihr euch die Strecken nicht aussuchen, auf denen gefahren wird. Stattdessen entscheidet das auf dem Portal stehende Vehikel, welche Piste ausgewählt wird.


[blockquote cite=”Andreas Turin”]Die Skylanders wirken durch die SuperChargers durchaus gewappnet für den Kampf gegen Star Wars und LEGO, doch am Ende bleibt das Spiel hinter der Konkurrenz. Woran liegt es? Nun, die Gründe sind vielschichtig: Einerseits ist der Einstieg extrem zäh und die Fahrzeuge brauchen eine ganze Weile, um sich als richtiges Spielelement anzufühlen. Die Interaktionen mit dem Portal sind einmal mehr auf ein Minimum beschränkt und unterscheiden sich keineswegs von früheren Ablegern, während der Online-Modus noch sehr stark ausbaufähig ist. Für Skylanders SuperChargers spricht dagegen das superbe Level-Design und die durchaus kreativen Ideen der Entwickler zum Ende der Kampagne. Innerhalb der Skylanders-Reihe ist SuperChargers definitiv das Beste Spiel, doch gegen die Konkurrenz hat Activision dieses Jahr das Nachsehen.
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