Sniper Ghost Warrior 3 (PS4) Test

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Sniper Ghost Warrior 3

Sniper Ghost Warrior 3
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Sniper Ghost Warrior 3

7/10

Pros

  • Weitläufige, offene Welt
  • Realistisches Snipergefühl
  • Bullet Cam bei perfekten Schüssen
  • Anpassbare Waffen

Cons

  • Zum Teil lange Ladezeiten
  • Unsichtbare Kanten
  • Etwas altbackene Grafik
  • Spiel stürzt öfter mal ab

Rund vier Jahre ist es mittlerweile her, seit CI Studios den zweiten Teil der „Sniper Ghost Warrior“-Reihe veröffentlicht hat. Unter Kennern wird die Reihe bereits seit Release des ersten Teils als realistischste Scharfschützensimulation gefeiert. Nun liefert das Entwicklerteam mit Sniper Ghost Warrior 3 die neueste Fortsetzung der Reihe. Ob CI Studios das realistische Sniper-Feeling aufrechterhalten kann und wie das Spiel insgesamt bei uns abgeschnitten hat, erfahrt ihr in unserem Test.

In Sniper Ghost Warrior 3 schlüpft ihr in die Rolle von Jon North, einem abgehärteten US-Marine und Vollblutsoldaten. Zu Beginn des Spiels befindet ihr euch mit eurem Bruder Robert, welcher ebenfalls Soldat und zugleich das Vorbild unseres Protagonisten ist, auf einer streng geheimen 2-Mann Mission. Euer Ziel ist es, eine Biowaffe ausfindig zu machen und zu zerstören.

Während dieser im Stil eines klassischen Tutorials gehaltenen Mission lernt ihr nicht nur die einzelnen Aspekte des Spiels kennen, sondern legt auch den Grundstein der Story. Denn am Ende des Tutorials wird euer Bruder von einem euch unbekannten Antagonisten gefangen genommen und entführt. Damit ergibt sich auch euer Ziel: Den Übeltäter identifizieren, euren Bruder befreien und die Schurken bestrafen. Dabei gibt es nur ein kleines Problem.

Sniper Ghost Warrior 3

Sniper Ghost Warrior 3 – Soldat und Rächer

Als treuer Soldat fühlt ihr euch eurem Land gegenüber verpflichtet. Das bedeutet, dass eure Mission immer an erster Stelle steht. Als liebender Bruder wollt ihr jedoch nichts dringender, als euren Bruder zu finden. Aus diesem Grund verschlägt es euch in dem Spiel zwei Jahre nach den Ereignissen des Tutorials ins kriegszerrüttete Georgien. Euer offizieller Auftrag lautet, einige der schlimmsten Kriegsverbrecher und Warlords ausfindig zu machen und zu eliminieren. Inoffiziell untersucht ihr dabei Gerüchte über Sichtungen eures Bruders.

Weiter will ich an dieser Stelle jedoch nicht auf die Story eingehen. Denn ohne Multiplayer ist diese das einzige wirkliche Verkaufsargument von Sniper Ghost Warrior 3. Spoilerfrei kann ich euch jedoch verraten, dass sich die Story interessant entwickelt und auf alle Fälle sehenswert ist.

Sniper Ghost Warrior 3 – Open World statt Schlauchlevel

Insgesamt führt euch das Spiel durch drei verschiedene, mittelgroße Areale. Anders als bei den meisten Shootern sind diese frei erkundbar und enthalten Sammelobjekte, welche ihr in eurem Versteck wiederfinden könnt, Nebenmissionen, einnehmbare Kontrollpunkte und ähnlich Points of Interest. Der Open World Aspekt passt hierbei hervorragend zum Gameplay, da ihr hierdurch völlige Bewegungsfreiheit genießen könnt und euch nicht vorgeschrieben wird, wie oder von wo ihr eure Ziel ausschalten müsst.

Obwohl der Fokus des Spiels klar auf dem Scharfschützengewehr liegt, könnt ihr eure Feinde stattdessen auch auf weniger subtile Weise, mit Sturmgewehren und Granaten, erledigen oder euch quer durch das feindliche Lager schleichen um euer Ziel im Nahkampf mit dem Messer zu erledigen. Was zählt ist schließlich nur das Endergebnis. Neue Waffen hierfür schaltet ihr entweder frei, indem ihr sie besiegten Feinden abnehmt, kauft oder an einem der vielen Points of Interest auf der Karte findet.

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Sniper Ghost Warrior 3Mir persönlich gefiel die Vorgangsweise mit dem Scharfschützengewehr am besten. Unter anderem, weil ihr in einem offenen Feuergefecht schnell mal den Kürzeren zieht. Eine gut gezielte Salve eurer Feinde reicht aus, um euer Leben zu beenden. Und dass selbst auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad.

Sniper Ghost Warrior 3 – Der Scharfschützensimulator

In vielerlei Hinsicht gibt einem Sniper Ghost Warrior 3 das Gefühl, es handelt sich hier eher um einen Simulator, als ein Spiel. Um mit dem Scharfschützengewehr richtig umzugehen gilt es diverse Faktoren zu berücksichtigen. Der perfekte Schuss hängt nicht nur von eurem Gewehr und euren Zielkünsten ab. Auch die Windrichtung, die Windstärke, das Bewegungsmuster eurer Feinde, die Entfernung zum Ziel und der Eintrittswinkel der Kugel sind zu berücksichtigen und können zum Teil am Visier eingestellt werden. Das Realistische Sniper-Feeling aus den Vorgänger ist also auch im dritten Teil der Reihe wieder vorhanden. Umso befriedigender ist die Bulletcam, die eurer Kugel bei einem perfekten Schuss in Slow-Motion folgt und euch genau zeigt, wo die Kugel einschlägt.

Um eine gute Scharfschützenposition zu finden, steht euch der Scoutmodus zur Verfügung. Sobald ihr diesen aktiviert werden euch Stellen, an denen ihr auf höher gelegene Positionen klettern könnt, markiert. Der Höhenvorteil hilft euch nicht nur, euch vor den feindlichen Soldaten zu verbergen, sondern verschafft euch auch einen besseren Überblick über das Feindgebiet. Darüber hinaus könnt ihr mit Hilfe eurer Drohne Feinde aus der Luft ausfindig machen und sie auf eurem HUD markieren. Auf diese Weise wisst immer genau wo sich eure Feinde befinden und beugt so Überraschungsangriffen vor.

Sniper Ghost Warrior 3

Sniper Ghost Warrior 3 – An sich ein schönes Spiel, aber…

Leider ist auch bei Sniper Ghost Warrior 3 nicht alles was glänzt auch aus Gold. Zwar ist die Umsetzung der Kernspielmechaniken, wie zum Beispiel der Umgang mit dem Scharfschützengewehr, sehr gut gelungen, jedoch gibt es auch einige negative Aspekte. So beträgt die anfängliche Ladezeit um den Spielstand zu laden zum Teil mehr als fünf Minuten. Im Spiel selbst sind die Ladezeiten jedoch akzeptabel.

Wie es bei Open World Titeln leider oftmals der Fall ist, leidet auch die Grafik von Sniper Ghost Warrior 3 unter der großen, offenen Welt. Diese ist zwar nicht schlecht, schafft es aber auch nicht mit der Konkurrenz im Shooter Genre mitzuhalten. Darüber hinaus stolpert man im Spiel des Öfteren über unsichtbare Kanten, die einem den Weg zum perfekten Aussichtspunkt erschweren. Zudem musste ich leider mehrere Spielabstürze miterleben. Es gibt kaum etwas frustrierenderes, als den Startladebildschirm erneut über sich ergehen lassen zu müssen, nur um dann festzustellen, dass man die komplette Mission neustarten muss. Hier bleibt nur zu hoffen, dass CI Studios möglichst bald einen Patch nachreicht.


Fazit

Sniper Ghost Warrior 3 ist einer der wenigen Shooter, die sich dem möglichst realistischen Umgang mit Schusswaffen aller Art verschrieben hat. Scharfschützengewehre müssen kalibriert werden, Schalldämpfer nutzen sich ab und Waffen haben einen realistischen Rückstoß. Auch die Story weiß zu überzeugen und Spannung aufzubauen. Leider leidet das Spiel unter mehreren kleinen Fehlern, wie unerträglichen Ladezeiten und Spielabstürzen. Auch für die Grafik gibt es Abzüge in der B-Note. Zwar sind Open World Titel oftmals etwas weniger detailliert, aber Titel wie Far Cry und ähnliches haben hier schon mehr überzeugt. Wer auf der Suche nach einem möglichst realistischen Scharfschützensimulator mit weitläufigen Arealen und interessanter Story sucht, sollte sich Sniper Ghost Warrior 3 jedoch genauer anschauen.

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