Socom U.S. Navy Seals

Socom U.S. Navy Seals Testbericht

1154654213920192527Im vierer Team und doch alleine!

Im Einzelgameermodus hat der Gameer die Moeglichkeit, in 12 Missionen als Seal die Terroristen zu befighten. Es geht dabei durch Schneelandschaften, ueber besetzte Oelplattformen, fightt sich durch sandige Areale oder jagt die Gegner in einem nebelverhangenden Sumpf. Noch abwechslungsreicher aber sind die verschiedenen Missionsziele, so dass zumindest auf jener Ebene so schnell keine Langeweile aufkommt: Bomben muessen unter Zeitdruck entschaerft werden, Geiseln wollen beschuetzt und befreit werden, Fortbewegungsmittel der Terroristen werden kurzerhand mit C4 zerlegt oder man beschafft einfach ungesehen bestimmte Informationen. 1142728480976015128

Die Fortbewegung!

Die Steuerung erscheint auf den ersten Blick sehr verwirrend, wird aber mit zunehmender Gamedauer sehr logisch. Man bewegt seine Gamefigur mit dem linken Analogstick durch die virtuelle Landschaft und nimmt die Gegner mit dem rechten Stick ins Visier. Mit einem Druck auf R1 werden die Waffen abgefeuert, Claymores gelegt oder Handgranaten geworfen. Die Gewehre haben drei Feuermodi, die man mit L3 durchschaltet: Einzelschuss, Feuerstoss mit drei Kugeln und Automatik. Haben Waffen bestimmte Aufsaetze, wie z.B. ein Aufsatz zum Werfen von Granaten, so wird jener ebenfalls per Druck auf L3 ausgewaehlt. Mit R3 wird das Magazin gewechselt, L1 und L2 dienen zur Schnellauswahl von Waffen und R2 oeffnet das Inventar. Mit dem Steuerkreuz neigt man sich nach links und rechts oder benutzt den Zoommodus der Waffen (z.B. bei Snipergewehren) oder das Fernglas bzw. Nachsichtgeraet, wobei jene Features stetig von der jeweiligen Karte abhaengen. Es ist sogar moeglich, aus der Third-Person-Perspektive in den Ego-Modus zu schalten, so dass sich Socom wie ein normaler Ego-Shooter gamet.
Mit Hilfe der X-Taste werde alle Aktionen ausgefuehrt, egal ob man nun Tueren oeffnet, Bomben legt oder entschaerft, Geiseln zu sich ruft, Leitern hinaufklettert, Waffen aufhebt oder wichtige Dinge einsteckt, die zur Missionserfuellung notwendig sind. Ausserdem ist es moeglich die Waffen der Gegner aufzuheben, was besonders dann notwendig wird, wenn man selbst keine Munition mehr hat.
Vor jeder Mission hat man die Moeglichkeit, sich ausgiebig ueber jene zu informieren. So gibt es z.B. ein vorgelesenes Briefing, eine Komplettuebersicht aller Primaer- und Sekundaerziele und eine Karte, auf der die wichtigsten Dinge eingezeichnet sind. Zudem hat man die Moeglichkeit, die Ausruestung des Teams der jeweiligen Mission anzupassen. Soll ein leiser Zugriff erfolgen, sollte man lieber schallgedaempfte Gewehre bevorzugen; muss man schnell eingreifen, duerfen Handgranaten natuerlich nicht fehlen.
Man lenkt dabei ein Team aus vier Seals, die in zwei Einheiten eingeteilt werden. Man selbst hoert auf den Namen Kahuna und fuehrt das Team Alpha, welches durch Boomer komplettiert wird. Jester und Specter bilden das Team Bravo. Boomer ist einem dabei stetig auf den Fersen, was einem jedoch eher selten hilft, da Socom genau das Problem hat, das die meisten Ego-Shooter haben: Die schlechte kuenstliche Intelligenz (KI). So warten sie oft wertvolle Sekunden, bevor sie einen Gegner angreifen, die einen selbst nicht selten vor dem Tod bewahrt haetten. Es passiert zu haeufig, dass man Missionen auf Grund seiner Kameraden verliert, ohne dass man etwas daran aendern konnte. Leider waere gerade bei einem Taktik-Shooter, bei dem es auf die Teamarbeit ankommt, eine bessere KI wuenschenswert gewesen, denn die Missionen bieten genug Moeglichkeiten, seine Teamkameraden sinnvoll einzusetzen.
Die Geschichte ist kaum erwaehnenswert und belaeuft sich kurz gesprochen auf den Kampf gegen Terroristen. So muss man z.B. Ueberlaeufer sicher eskortieren oder Plaene ueber Biowaffen zurueckholen, die in die Haende der Terroristen gelangt sind. Vor den Missionen gibt es stetig kurze gerenderte Sequenzen, die den Gameer auf den Einsatz einstimmen – leider sind jene teilweise von sehr schlechter Qualitaet.

Per druckt auf Quadrat laesst man seine Figur springen und mit der Dreiecks-Taste aendert man die Gangart – Stehen, Hockend, Liegend. Die Kreistaste oeffnet das Befehlsmenue bzw. dient zum Sprechen im Onlinemodus. Mit Start kommt man in das Menue und Select oeffnet die Tactical-Map.

‘Alpha! Laufen nach Zulu!'

Was Socom deutlich aus der Masse ueblicher Taktik-Shooter heraushebt, ist das Headset von Logitech, das dem Game beiliegt – deshalb ist auch der recht hohe Preis von 79,95€ gerechtfertigt. Die Moeglichkeit, seine Kameraden mit bestimmten Befehlen Anweisungen zu geben, ist an sich nichts Neues, nur geschieht es bei Socom per Sprachbefehl direkt ueber das Headset. Ein kurzer Druck auf die Kreistaste oeffnet das Befehlsmenue. Hier kann man seine Leute zu beliebigen Nav-Punkten schicken, ‘Feuer Frei'-Befehle erteilen, Gebaeude stuermen lassen oder einfach alle wieder zu sich zurueckrufen. Man kann sie anweisen, dass sie schleichen, ein Areal decken, Handgranaten werfen, Bomben entschaerfen oder einfach frei handeln. Die Vielzahl der Moeglichkeiten ist dabei so gross, dass man im ersten Moment gar nicht weiss, was man nun waehlen soll.
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Um die einzelnen Punkte auszuwaehlen, hat der Gameer zwei Moeglichkeiten. Ist das Menue offen, kann man mit dem Steuerkreuz und der X-Taste seine Auswahl treffen. Man kann aber genauso gut einfach den Punkt, den man anwaehlen moechte, in das Mikrofon sprechen, um sich so durch die Befehle zu hangeln. Dies sollte geuebt werden, denn es ist der erste Schritt zur vollen Benutzung des Headsets. Hat man die Befehle erst einmal im Kopf, haelt man die Kreistaste gedrueckt und spricht den Befehl einfach aus. Man haelt sich dabei an ein ganz einfaches System, dass der Struktur des Befehlsmenues entspricht: Wer, Was, Wo. Wenn man moechte, dass sie zum NAV-Point Calypso laufen, sagt man ‘Team. Laufen Nach. Calypso'. Die Spracherkennung funktioniert jederzeit hervorragend und man ist auch nicht gezwungen, ueberdeutlich alles zu formulieren.[]
Im Game selbst kann man jederzeit eine Karte aufrufen, auf der die Nav-Points angezeigt werden, Gebaeude eingezeichnet sind, der Standort der Seals angezeigt wird und die Primaer- und Sekundaerziele aufgelistet sind, die man erfuellt hat, noch erfuellen muss oder nicht mehr erfuellen kann.
Neben der Tatsache, dass Befehle per Sprachbefehl einfach schneller gegeben werden koennen, steigert das Headset die Atmosphaere enorm. Die Stimme Einsatzleiterin und der Kameraden sind darum ausschliesslich ueber das HS zu vernehmen uns sorgen somit zusaetzlich fuer das richtige Feeling.

Beim Onlinegame dient das Headset zur Kommunikation mit den anderen Teammitgliedern. Man haelt die Kreis-Taste gedrueckt, bekommt durch einen Signalton angezeigt, dass die Leitung frei ist, und kann dann frei sprechen. Hat man genug gesagt, laesst man einfach die Kreistaste wieder los. Man kann geteilter Meinung darueber sein, ob das System sinnvoll ist oder nicht. Nachteil ist, dass man in brenzligen Situationen nicht stetig sofort das Sprachrecht bekommt, weil ein anderer die Leitung blockiert. Vorteil ist, dass nicht alle durcheinander sprechen koennen, so dass man jederzeit gut von jedem verstanden werden kann. 
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Die Playstation 2 geht online…

Das Game verdient es aber keinesfalls, alleine am Singleplayer Modus gemessen zu werden, da der Online Modus viel mehr als eine langweilige Dreingabe ist. Das Team von Zipper Interactive hat darum europaeisches Neuland mit jenem Modus betreten, da Socom eines der ersten Game ist, welches Sonys Onlineplattform nutzt. Hat man erst einmal die ersten Stunden boese Terroristen aus Frankreich, Spanien, Grossbritannien oder Deutschland gejagt, moechte man kaum noch an den Singleplayer Modus zurueckdenken. Nichts erinnert mehr an das teilweise etwas schwerfaellige Trio, denn nun hat man bis zu 7 weitere menschliche Gameer neben sich, die natuerlich nicht mit einem KI gesteuerten Boomer zu vergleichen sind.
Aber der Reihe nach: Waehlt man den Menuepunkt ‘Online' so muss man beim ersten Mal eine Internetverbindung einrichten, was sehr komfortabel geloest wurde und auch von Laien schnell zu bewerkstelligen ist, wenn die noetigen Daten zur Hand sind. Ein kurzer Druck auf die X-Taste uns schon wird eine Verbindung zum Server hergestellt, worauf man zur Namenswahl kommt. Hier kann man sich seinen bevorzugten Namen per Passwort schuetzen lassen, um sich damit eine passende Onlineidentitaet zu geben, unter der man von nun sein Zweitleben fuehrt.
Nach den Lizenzbestimmungen gelangt man nun schon zum Serverauswahl- bzw. Gameauswahlbildschirm. Hier kann man sich sein Ranking anzeigen lassen, Optionen aendern oder z.B. Clannachrichten Lesen. Waehlt man nun ‘Briefing Room' und den entsprechenden Server aus gelangt man zur so genannten Lobby. Hier ist es nun auch erstmal moeglich, per Controller oder angestoepselter USB-Tastatur, mit anderen Gameern zu kommunizieren. Rechts sieht man nun alle Raeume, die auf dem Server zurzeit offen sind. Man bekommt zusaetzlich die Information, wo gerade Gameer aktiv gameen, was fuer ein Modus gegamet wird, wie gut die Verbindung zum Game ist und ob der Raum eventuell Passwort geschuetzt ist. Ueber das Menue kann man nun einem Game beitreten, selber eines eroeffnen oder wieder zur Serverauswahl zurueckkehren.
Betritt man nun ein Game, und es hat noch nicht begonnen, sollte man zuerst einmal die passenden primaer und sekundaer Waffen auswaehlen. Gleichzeitig kann noch einmal zusaetzliche Munition getragen werden und 2 bzw. 3 von 4 verschiedenen Granatentypen oder auch einfach nur Claymores. An jener Stelle entscheidet man sich auch fuer die Terroristen oder die Seals und kann sich wieder mit den anderen Gameern unterhalten. 1142728469645177662 Die Maps (Uebliche Bezeichnung fuer die Karten, auf denen gegamet wird) im Onlinemodus orientieren sich alle an denen im Singleplayermodus, wurden jedoch alle dem Multiplayergame angepasst. Zur Auswahl stehen dabei 10 verschiedene Karten, die alle zu einer von drei Kategorien gehoeren: Unterdrueckung (Engl.: Supression), Zerstoerung (Engl.: Demolition), Evakuierung (Geiseln retten – Engl.: Extraction).
Grundsaetzlich laesst sich jede Map damit gewinnen, dass man alle Mitgameer des gegnerischen Teams ausschaltet. Bei ‘Zerstroeung' liegt zusaetzlich auf der Map eine Bombe auf dem Boden, mit der es die gegnerische Basis zu zerstoeren gilt. Wurde die Bombe einmal gelegt, bleiben dem anderen Team 30 Sekunden Zeit, die Bombe zu entschaerfen. Hier zaehlt am Ende also vor allem die Verteidigung der gelegten Bombe bzw. die Rettung der eigenen Basis.
Bei ‘Evakuierung' werden 3 Geiseln von den Terroristen bewacht, die die Seals zumindest teilweise zu ihrem Hubschrauber bringen muessen. Die Geiseln stehen natuerlich tief im gegnerischen Areal, sodass man besonders bei jenem Modus ein wenig taktisch an die Sache herangehen sollte.
Auf dem PC schon lange ueblich ist das Zusammenschliessen einzelner Gameer in so genannte Clans, womit es natuerlich nicht auf der Playstation 2 fehlen darf. Grundsaetzlich kann jeder sich seinen eigenen Clan erstellen und bis zu 16 Leuten einladen. Sehr interessant ist auch die Rangliste aller Socomgameer, auf der man sich indirekt mit seinen Konkurrenten misst.

Grafik und Sound

Bei der Grafik setzt Socom keine neuen Massstaebe. Sie ist durchaus zweckmaessig und akzeptabel und sorgt jederzeit fuer die richtige Atmosphaere. Das Game gamet sich auch im Onlinemodus die meiste Zeit ueber fluessig, was wesentlich wichtiger ist, als bombastische Effekte, bei denen die Framerate in den Keller geht. Einige Effekte sind im Onlinemodus jedoch besonders wichtig. So haben die nicht schallgedaempften Waffen Muendungsfeuer, das nicht selten den Standort verraet. Gamet man als Seal mit einem schallgedaempften Gewehr, so laesst sich kaum vorhersagen, von wo die Schuesse nun kommen.
Beim Sound hat sich Zipper Interactive wesentlich mehr einfallen lassen. Die Schuesse hoeren sich realistisch an und Granaten im Wasser explodieren eher dumpf. Geuebte Gameer koennen am Einschlagsgeraeusch der Patronen hoeren, welches Material sie gerade treffen, womit man schnell sagen kann, wo der Gegner nun steht. Hilfreich hierbei ist auch die Lautstaerke von Schuessen oder Granaten, die je nach Entfernung und Art der Umgebung variiert. Die deutsche Sprachausgabe ist gut, kommt aber nicht ganz an die englische Sprache heran. Ein wichtiger Punkt bei der Sprache ist aber auch bei den Missionen wichtig. So sprechen russische Terroristen auch wirklich russisch, sodass man selbst kein einziges Wort versteht. Zum Glueck ist einer aus dem Seal Team jener Sprache maechtig und uebersetzt simultan. Stirbt er jedoch, ist es nicht mehr moeglich an eventuell wichtige Informationen heranzukommen.

Kommentar (LH) :

Als Gameer der ersten Minute war ich sehr vom Singleplayer-Modus enttaeuscht. Ich hatte ueber Wochen ein super Game online gegamet und die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Zu schlecht ist die gegnerische KI und auch die eigenen Teammitglieder machen nicht so richtig Lust auf mehr. Ich habe mir viel zu oft gewuenscht, einfach alleine durch die Gegend laufen zu duerfen, da geuebte Gameer wenig von der Gegenwehr spueren. Mir ist aber durchaus bewusst, dass es einem anders vorkommt, wenn man nicht mit dem Onlinemodus beginnt, sondern sich erst an die Steuerung im Offlinemodus gewoehnt.
Seitdem der Netzwerkadapter nun auch im Handel erhaeltlich ist, findet man zu jeder Zeit genuegend deutsche Gameer, mit denen man gameen kann. Teamplay ist hierbei alles, worauf es ankommt.
Genau genommen ist das Game nichts besonders, doch auf der PS2 in Europa ist es einzigartig. Es dauert Wochen bis man sich mit den Feinheiten des Gamees vertraut gemacht hat, da die Maps eine Vielzahl von taktischen Moeglichkeiten bieten, die es erst zu entdecken gilt.

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