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Solatorobo: Red the Hunter

Stellt euch vor, ihr seid ein anthropomorpher Hund namens Red. Eure Schwester, ebenfalls ein anthropomorpher Hund, heißt Chocolat und zusammen mit den Felineko bewohnt ihr die Shepherd Republic. Felineko sind übrigens anthropomorphe Katzen. Ihr merkt schon, Solartorobo gibt sich keine große Mühe, realitätsnah zu wirken, stattdessen hat man eine ganz eigene Welt voller Humor und Sehenswürdigkeiten geschaffen. In dieser Welt spielt ihr wie schon erwähnt den Jäger Red, der herumzieht und Aufträge erledigt, um sich über Wasser zu halten, bis er eines Tages auf einer Mission ein mysteriöses Amulett in die Pfoten bekommt und sich schlagartig alles ändert…

Heiliger Fellball!

Die Texte sind erfrischend auf die Mensch-Tier-Situation angepasst und so bekommt ihr Dinge nicht in die Hände, sondern natürlich die Pfoten, und schlimme Situationen sind zum Fell raufen. Dadurch entwickelt Solartorobo einen ganz eigenen und sympathischen Stil, wenn es auch teilweise zu kindisch aufgezogen ist. In Kombination mit einem extrem niedrigen Schwierigkeitsgrad denkt sich der geübte Spieler da des Öfteren, ob gerade er das weiterspielen sollte, oder nicht eher ein Kindergartenkind. Wenn man sich aber einmal auf das Setting und die Machart eingelassen hat, entdeckt man hinter der Fassade ein grundsolides Abenteuer-Spiel, das viel Spaß mit sich bringt.

Classy

Die Machart von Solartorobo: Red the Hunter ist extrem oldschool. Ihr lauft in Städten herum, shoppt, bekommt Aufträge, führt diese aus, wobei ihr natürlich wieder lauft und kloppt, und sammelt dabei Gegenstände, Geld sowie EP. Letztere sind insofern interessant, als dass ihr meist mit eurem Roboter Fahak unterwegs seid. Damit kann Red nämlich kämpfen, und das nicht zu knapp. Eure EP erhöhen zum Beispiel eure Leben, während ihr Dahak mit Equipment aufrüsten könnt. So individualisiert ihr euch eure Kampfmaschine, was die Auseinandersetzungen etwas interessanter macht. Das Kampfsystem ist generell gut gelungen, Dahak hebt Gegner auf und schleudert sie durch die Gegend, wobei verschiedene Gegner auch verschiedene Vorgehensweisen erfordern und ihr im Laufe des Spieles immer neue Kniffe kennen lernt.

Damit euch nicht langweilig wird, hat man neben dem guten Kampfsystem auch noch eine durchaus nette Story geschrieben, die euch immer klar einen roten Faden zeigt, selten aber aufgesetzt wirkt. So erlebt ihr spielerisch die Geschichte vom rüpelhaften Red und seiner vernünftigen Schwester Chocolat.

Optische Illusion

Grafisch kann Solartorobo euch einiges bieten! Während die Figuren und alle Effekte in gewohntem 3D stattfinden, sind die Hintergründe fest, denn sie sind gezeichnet und das richtig hübsch. Durch gescheites Bewegen der Kamera kann man so oft den Unterschied gar nicht erkennen und es gibt bildhübsche Szenen. Vor allem in den Sequenzen, in denen man die Charaktere aus nächster Nähe sieht, wirkt dieser Effekt sehr gut, hier kommt richtige Anime-Stimmung auf. Der Sound hinkt im Vergleich etwas, was aber nicht schlimm ist, denn schlecht ist definitiv etwas anderes, nur hauen die Effekte eben niemanden um. Aber da limitiert der Nintendo DS wohl auch etwas und im Spiel vergisst man das schnell.

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