Soul Calibur III

Soul Calibur III Testbericht

1143065223855370663 Alle Gamee aus dem Hause Namco haben eins gemeinsam: Wunderschoene Grafik. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch der dritte Ableger wieder ein wahres Fest fuer die Augen geworden ist. Egal ob die sich im Wind wiegenden Haare und Kleidung oder die einzelnen Animationen der Kaempfer/innen, alles wirkt wie aus einem Guss. Aber auch die Effekte und kleine Details, wie zerschmetternde Bodenplatten (bekannt aus Tekken 5) sind sehr gelungen. Dem stehen die Arenen in nichts nach und begeistern mit malerischen Kulissen. Kleinere Ruckler oder das PS2-typische Kantenflstetign stoeren dabei aber fast gar nicht, sodass man eine rundum gelunge Optik geboten bekommt. Beim Sound wird wieder typisch fuer jede Situation der passende Ton einggamet. So erwartet euch eine Mischung aus klassischen ruhigen Klaengen und wuchtigen Waffengeraeuschen sowie die bekannten englischen Sprecher der Charaktere.

Kommentar (RB) :

[SCREEN:6]Soul Calibur 3 ist – wie seine Vorgaenger und Kollegen – ein mehr als gelungenes Beat´m Up. Geniale Optik mit massig coolen Moves und Effekten sind fuer die Augen ein wahres Freudenfest. Dazu kommt noch ein sehr gelungener Soundtrack und viele Dinge zum freigameen. Auch der Editor ist sehr gut. Doch trotzdem kam es mir beim testen haargenau so vor wie Teil 2. So bleibt zu sagen: Wer bereits den Vorgaenger besitzt, braucht Soul Calibur 3 nicht wirklich. Wer aber auf Pruegelgamee steht und ein sehr gutes sucht, kann bendenkenlos zugreifen.

1154654280264772702 Soul Calibur 3 hat so ziemlich allen Konkurrenten des Genres etwas voraus. Denn es ist nicht zuerst fuer einen Automaten entstanden, sondern Namco hat es direkt nur fuer die PlayStation 2 entwickelt. Das bedeutet im Klartext: kein Arcade-Modus! Um sich aber nicht den Zorn der Fans zuzuziehen, hat sich das Entwicklerteam etwas einfallen lassen und heraus kam der Seelengeschichten-Modus. In jenem Modus, der gleichzeitig auch die Geschichte erzaehlt, waehlt ihr einen der 29 Charaktere aus (z.B. Mitsurugi, Ivy, Killik, Taki, u.s.w.) und tretet in insgesamt 20 verschiedenen Arenen gegen alles an, was eine Waffe traegt. Zu den altbekannten Haudegen kommen aber diesmal wie in jedem Beat´em up neue Charaktere hinzu. Da waeren zum einen der Sichelschwingende und sehr mysterioese Zasalamel, die niedliche aber nicht zu unterschaetzende Tira und die japanisch angehauchte Setsuka. Anders als ihre Kollegen aus Tekken oder Street Fighter, verlassen sich jene Kaempfer aber nicht auf Haende und Fuesse um Knochen zu brechen, sondern auf Schwerter, Sicheln, Stoecke und andere Waffen. Logisch, dass dabei voellig neue taktische Moeglichkeiten geboten werden. Wer zum Beigame gerne mit Schwertern fightt, ist bei Mitsurugi bestens aufgehoben. Fuer Stockschwinger und Anfaenger ist eher Kilik geeignet. Da jeder der Kaempfer seinen ganz eigenen Stil hat, entstehen eine Vielzahl von Staerken und Schwaechen. Beigamesweise: Tira kann sehr viele Angriffe hintereinander ausfuehren, ist aber durch die kurze Reichweite ihrer Waffe leichte Beute fuer Kaempfer mit langer Reichweite. Da jeder Charakter ausserdem noch eine Menge Kombos und sogenannte Blockbrecher-Moves beherrscht, sind die Kaempfe stetig interessant und absolut fair. Habt ihr euch fuer einen der Charaktere entschieden, heisst es erstmal geduldig warten und eine Texttafel lesen. Nein ich will euch nicht auf den Arm nehmen, das muesst ihr wirklich. Denn Namco hat leider (fast) ganz darauf verzichtet Zwischensequenzen einzubauen, um die Geschichte der einzelnen Helden zu erzaehlen.

1154654286226532558Es gibt Geschichten, die haben ein schoenes Ende und es gibt Geschichten, die haben ein trauriges Ende und es gibt Geschichten die einfach nie enden wollen. Die Geschichte um die Schwerter Soul Edge und Soul Calibur aus der gleichnamigen Serie gehoeren zweifellos in die letzte Kategorie. Egal wie oft die beruehmten Recken gegen die Schwerter und ihre Besitzer auch fightten, sie konnten nie wirklich etwas gegen jene Teufelsklingen ausrichten. Was an Geschichte eher sinnlos klingt, ist als Game durchaus sehr gut zu verstehen. Denn solange es kein Ende gibt, wird Namco stetig wieder neue Teile entwickeln, die dann auf unserem Schreibtisch zum Test landen. Wir sind wieder einmal gegen diverse Gegner und die beiden Schwerter angetreten und verraten euch nun wie gut der 3. Teil abgeschnitten hat. Viel Spass!

Neue Modi braucht die Serie

1142728373710615111 Kern des Game sind aber weder die Modi, noch der Baukasten, sondern die spektakulaer inszenierten Kaempfe. Ihr bewegt die Kaempfer mit dem linken Analogstick (wahlweise auch mit dem Steuerkreuz), zugeschlagen wird mit Kreis, Dreieck oder Viereck, X ist fuers Blocken zustaendig. Die Moves und die Steuerung gehen sehr leicht von der Hand, sodass auch Anfaenger schon bald erste Erfolge feiern koennen. Die wahre Tiefe von Soul Calibur 3 zeigt sich aber erst nach einem Besuch in der Tutorial-Arena. Denn nur dort lernt man die richtigen Kombomanoever. Zum Beigame koennt ihr dort lernen, wie man einen Gegner in die Luft schleudert ihn oben bearbeitet und ihn schliesslich mit einem vernichtenden Schlag wieder auf Boden der Tatsachen zurueckholt. So geruestet kann doch eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Falsch, denn egal wie gut ihr seid, behaltet stets die Arena im Auge. Wer darum nicht aufpasst, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er nach einen behertzten Schlag aus der Arena fliegt. Leider haben die Entwickler darauf verzichtet nach eben jenem ‘Rauswurf' eine neue Ebene einzubauen wo es wie in Dead or Alive mit dem Kampf weitergeht. Sind euch die Kaempfe gegen den sehr guten Computer zu langweilig, koennt ihr auch menschliche Gameer verpruegeln. Aus uns unverstaendlichen Gruenden wurde aber der Online-Modus gestrichen, weshalb ihr auf eure Freunde zurueckgreifen muesst. Natuerlich fightt ihr aber nicht nur um die Geschichte zu beenden oder um Ruhm, sondern auch um etwas zu verdienen. In Soul Calibur 3 zeigt sich, dass anhand von 3 Shops wo ihr fuer gewonnene Kaempfe allerlei Sachen wie neue Waffen, Gegenstaende, Moves und Klamotten fuer euren eigenen Kaempfer oder die bekannten Helden kaufen koennt. Bis ihr wirklich alles freigegamet habt, sitzt ihr mindestens 2 Wochen dran, garantiert. Trotz der vielen neuen Dinge in Soul Calibur 3 habe ich doch Neuerungen im eigentlichen Verlauf des Games sehr vermisst. Es gibt zwar wieder massig neue Moves und Waffen fuer die bekannten Kaempfer, aber stellenweise kam's mir doch so vor als wuerde ich Teil 2 gameen. So erinnert der 3. Teil eher an ein Update als an ein voellig neues Game. Da haette Namco doch noch mehr machen muessen.

Pfeilschnelle Optik und wunderschoener Sound

1142728145962674024 Statt dessen muesst ihr waehrend ihr auf einer Weltkarte von Ort zu Ort reist, eben jene Texttafeln lesen, um zu verstehen, worum es geht. Leider koennt ihr auf der Weltkarte nicht selbststaendig reisen, sondern werdet von einem Gegner zum naechsten gelotzt. Lediglich manchmal koennt ihr Entscheidungen treffen, auf welchen Gegner ihr als naechstes trefft. Bei Geschichterelevanten Ereignissen, die in einer der wenigen Zwischensequenzen dargestellt werden, solltet ihr euer Hirn besser nicht abschalten, denn aehnlich wie in Resi 4 oder Shenmue gibt es auch in Soul Calibur 3 ‘Quick-Time-Events'. Aber im Gegensatz zu Resi4 sterbt ihr nicht, falls es euch nicht gelingt einer der Fallen auszuweichen. Ihr werdet nur im nachfolgenden Kampf mit weniger Lebensenergie anfangen. Es gibt aber fuer Einzelgameer noch viele andere Moeglichkeiten ihr Koennen zu zeigen. Entweder ihr nehmt an einer Meisterschafftsliga teil oder ihr fightt in der ‘Seelenarena' unter bestimmten Bedingungen (staendiges Schwinden der Lebensenergie). Wer lieber ein taktischer Feldherr ist, kann sich im neuen ‘Chroniken des Schwertes'-Modus versuchen. In jenem Modus ist es eure Aufgabe den Gegner komplett von der Karte zu wischen. Das tut ihr indem ihr – wie in einem Echtzeitstrategiegame – Zuege mit eurer Armee macht, um die gegnerische Armee zu vernichten. Treffen eure Mannen auf einen Gegner, schlagen sie entweder solange auf ihn ein bis er stirbt oder ihr mischt euch ein und verpruegelt ihn in bester Soul Calibur Manier selbst. So viel Spass das auch macht, habe ich beim Test manchmal eher das Gefuehl gehabt das falsche Game zu gameen. Denn so richtig gefallen hat mir der neue Modus nicht. Aber nicht nur, weil er eigentlich nicht in ein Beat´m up hineinpasst, sondern weil man nach einer gewissen Gamezeit doch sehr die Lust verliert weiterzugameen, da es nichts neues gibt. Das war im ‘Schwertmeister-Modus' von Soul Calibur 2 nicht der Fall.

Baukasten und krachende Kaempfe

Was mir an Soul Calibur 3 man meissten Spass gemacht hat, waren aber nicht die neuen Modi oder Kaempfer, sondern das ich meinen ganz eigenen Kaempfer bauen konnte. Ganz ehrlich! Wer hat sich nicht schonmal gewuenscht einen ganz eigenen Charakter zu bauen und ihn dann fighten zu lassen? Ihr waehlt zuerst das Geschlecht und den Beruf (Taenzer, Barbar, Ninja) und koennt dann vom Scheitel bis zur Sohle so ziemlich alles an ihm veraendern. Habt ihr eueren passenden Pruegelknaben erstellt, so koennt ihr ihn in den Modi ‘Chroniken des Schwertes', ‘Weltmeisterschaft' und im Multiplayer gegen eure Freunde einsetzen. Damit ist es aber noch nicht getan. Durch das haeufige Einsetzen verbessert ihr den Erfahrungswert eures Schuetzlings und koennt mit ihm ausserdem neue Waffen und Kleidungsstuecke freigameen. So koennen Ausdauernde Naturen durchaus Charaktere aus dem Xenosaga-Universum kreieren.

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