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Space Hulk: Deathwing (PS4) Test

Der Imperator ruft zu den Waffen! In Space Hulk: Deathwing Enhanced Edition stellt ihr euch in der Rolle eines Deathwing Space Marines den Horden der außerirdischen Tyranniden auf dem Wrack eines alten Space Marine Raumschiffes. Wie gut sich die Enhanced Edition bei uns geschlagen hat, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Schon im Dezember 2016 veröffentlichten Streum On Studios und Cyanide Studios mit Space Hulk: Deathwing einen Shooter im Universum des beliebten Tabletop Systems Warhammer 40.000. Das Spiel lieferte jedoch mit einer Recht kurzen Kampagne nicht wirklich genügend Content, um die Spieler langfristig bei Laune zu halten.

Was fehlte waren abwechslungsreiche Missionen, anpassbare Space Marines oder freischaltbare Gegenstände, die den Spieler nach Abschluss der Story belohnen könnten. Genau hier setzt die Enhanced Edition von Space Hulk: Deathwing an.

Space Hulk: Deathwing – Willkommen auf der Olethros

In Space Hulk: Deathwing stellt ihr euch der Aufgabe des Imperators, das Wrack der Space Hulk Olethros auf Spuren zu untersuchen, die das Schicksal des riesigen Raumschiffes und seiner Besatzung erklären können. Als Teil der Deathwing Space Marines, den Elitekämpfern des Ordens der Dark Angels, seid ihr bestens für den Kampf und das Bergen von Ordensgeheimnissen ausgebildet.

Zusammen mit einer Hand voll Ordensbrüdern liegt es daher an euch, die an Bord befindlichen Tyranniden auszumerzen. Dafür steht euch ein breites Arsenal an Waffen zur Verfügung, die Fans des Tabletop Games nur allzu vertraut sein dürften. Vom Bolter bis zur Energiefaust sind hier die meisten Waffen der Space Marines für euren persönlichen Rachefeldzug gegen die Xenos-Brut verfügbar. Und sollten herkömmliche Waffen nicht mehr genügen, könnt ihr je nach gespielter Klasse auch auf zahlreiche psionische Fähigkeiten zurückgreifen.

Space Hulk: Deathwing – Setting im 41. Jahrtausend, Gameplay von 2008

Auch wenn das Setting von Space Hulk: Deathwing sehr futuristisch ist, lässt sich das über das Gameplay nicht sagen. An Bord der Olethros bewegt ihr euch mit eurem Team in der First Person Perspektive durch schlauchartige Level um an Ort X einen Schalter zu betätigen, einen Gegenstand zu bergen oder ähnliches. Auf dem Weg werdet ihr dabei von endlosen Wellen an Gegnern angegriffen, bei denen hin und wieder eine stärkere Version dabei ist. Zwischendurch könnt ihr euch in eurer Zuflucht heilen und eure Ausrüstung ändern.

Kommt euch bekannt vor? Das könnte daran liegen, dass eben genau das Selbe Spielprinzip bei Valves Multiplayer-Hit Left 4 Dead greift. Das Spiel leidet dabei an denselben Problemen, wie Left 4 Dead. Zwar macht das Spiel im Multiplayer durchaus eine Menge Spaß, der Singleplayer ist dafür so langweilig, dass ich mich selbst nicht mal durchringen konnte, mehr als zwei Mission alleine zu absolvieren.

Solltet ihr dennoch lieber alleine spielen wollen, dürft ihr mit Hilfe eures Befehlsrades wenigstens euren Ordensbrüdern Befehle erteilen. So könnt ihr beispielsweise Heilung anfordern, oder ihnen eine bestimmte Position zuweisen. Leider setzen eure Brüder dafür ihre Fähigkeiten nicht ein, wenn ihr es ihnen nicht befehlt. Etwas mehr Eigeninitiative eurer Teammitglieder hätte ich mir da schon gewünscht. Zudem stehen euch eure Brüder häufig im Weg, sodass ihr viele Aktionen, wie etwa das Verriegeln einer Tür, im Singleplayer oftmals nicht so ohne weiteres durchführen könnt. Die KI eurer Offline-Kameraden ist also bestenfalls ausbaufähig.

Gut gelungen ist hingegen das Setting von Space Hulk: Deathwing. Wer sich mit Warhammer 40.000 etwas auskennt, der weiß auch, dass die dort beschriebene Zukunft in erster Linie brutal und düster ist. Das spiegelt sich auch an Bord der Olethros wider. Wer ein fröhliches, buntes Leveldesign erwartet, hat sich definitiv das falsche Spiel ausgesucht.

Space Hulk: Deathwing – Neu ist immer besser

Wie bereits zu Beginn erwähnt, hatte das Spiel ursprünglich Probleme, Spieler längerfristig zu begeistern. Der Wiederspielwert war einfach zu gering, die Missionen zu wenig und zu eintönig. Space Hulk: Deathwing Enhanced Edition beseitigt diese Kinderkrankheiten. Während die Enhanced Edition auch ein paar neue Waffen, Gegner und mit dem Chaplain sogar eine neue, spielbare Nahkampfklasse hinzufügt, sind es besonders zwei neue Features, die das Spiel auch längerfristig interessant machen.

Zum einen könnt ihr jetzt Spezialmissionen spielen. Diese fügen neue, zufallsgenerierte Aufträge und Events zu den bereits vorhandenen Missionen hinzu. Die Auswahl der Aufgaben ist dabei so groß, dass ich selbst nach etwa zwanzig Missionen nicht einen doppelten Auftrag spielen musste.

Das zweite und meiner Meinung nach noch bessere Feature, ist der neue Charaktereditor. Während ihr spielt, sammelt ihr nun Erfahrung und Punkte für euer Spielerkonto. Damit könnt ihr zum einen neue optische Gegenstände freischalten, um euren Space Marine ganz nach eurem Geschmack anzupassen. Zum anderen könnt ihr hier auch diverse Perks freischalten und euch so auf bestimmte Fähigkeiten spezialisieren. Dadurch entsteht mehr Abwechslung beim Spielen der einzelnen Klassen.

Fazit
Auch wenn das Spielprinzip von Space Hulk: Deathwing stark an Titel wie Left 4 Dead erinnert, macht das Spiel einen soliden Gesamteindruck. Das Arsenal der Space Marines ist vielfältig, die Klassen spielen sich abwechslungsreich und das Setting des beliebten Tabletop Systems wurde gut in Szene gesetzt. Die neuen Spezialmissionen und der ausgezeichnete Charaktereditor liefern zudem genügend Content, um auch nach der zwanzigsten Runde noch zu motivieren. Lediglich Freunde des Singleplayer Modus werden es schwer haben, sich mit der eher nervigen KI ihrer Ordensbrüder rumzuschlagen.
Gut
  • Abwechslungsreiche Spezialmissionen
  • Großartiger Charaktereditor
  • Vielfältiges Waffenarsenal
  • Unterschiedliche Klassen
  • Schön düsteres Setting
Weniger Gut
  • Singleplayer fesselt nicht
  • KI der Teammitglieder ist dumm
8
Gut
... ist seit Februar 2017 als Redakteur für Spieletester.de tätig. Er ist ein waschechter PS4 Freak, hat 40 Platin Trophies und liebt Herausforderungen wie Dark Souls, Bloodborne oder Nioh.

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