Splinter Cell: Chaos Theory

Splinter Cell: Chaos Theory Testbericht

Zu allem Uebel ist der Schwierigkeitsgrad im ‘Normal'-Modus auch noch – im Vergleich zu Pandorra Tomorrow – zu leicht gemacht. So werden manche Alarme einfach ignoriert, Tote nicht beachtet und zerschossene Lampen selten bemerkt. Die Gegner sind zudem noch bei der Suche nach euch ein wenig zu goennerhaft. Des Weiteren solltet ihr euch keine Sorgen machen, wenn ihr kurz draufgeht, denn ihr koennt jederzeit und ueberall speichern. Das ist eine der wichtigsten und besten Neuerungen, die Lob verdient.

Die Gametiefe leidet erheblich unter dem mittlerweile ausgelutschten Missionsdesign. Immernoch muesst ihr eine bestimmte Person finden, dann aus jener alle Informationen ausquetschen. Oder ihr sucht in den Unterlagen einer Verdaechtigen Person und schaltet anschliessend den Boesewicht aus, damit die Welt ein kleines Stueckchen aufatmen kann. Neu bei den Missionen ist es aber, dass ihr jetzt nicht mehr nur Primaerziele habt, sondern es gibt noch Sekundaer und Tertiaer-Ziele, die ihr erledigen koennt, aber nicht muesst. Am Ende einer Mission wird euch dann angezeigt, was ihr vergessen oder was ihr nicht richtig gemacht habt. Anschliessend seht ihr euer Einsatzergebnis in Prozent. Eine Sache wird sich an Splinter Cell nie aendern und das sollte sie auch nicht, das Leveldesign. Klar, manche Missionen koennen noch so daemlich sein, aber die Gestaltung der Missionen und die Levels an sich ( vorallem die Architektur ) sind weiterhin einfach nur genial. Die Zeiten sind vorbei, in denen ihr einen bestimmten Raum durch nur 1 einen Weg erreicht habt! Ihr seit jetzt sozusagen euer Glueckes Schmied. Es gibt oftmals mehr als 2 Wege, um ans Ziel zu gelangen, bei der Xbox-Edition noch mehr, aber dazu spaeter mehr. Ein weiteres sehr gelungenes Feature ist das neue ‘Hack-System', welches aber leider nur im Singleplayer-Modus verfuegbar ist. Bei jener Neuerung gilt es einige Tasten zu druecken, um einen bestimmten Code zu knacken. Des Weiteren gibt es einen dritten Sichtmodus, welcher euch elektromagnetische Felder anzeigt. Des Weiteren kann jener Modus dazu genutzt werden, um Schalter zu betaetigen, die etwas weiter weg von euch sind. Ferner gibt es noch eine Lautstaerkeanzeige, die euch – natuerlich – anzeigt, wie laut / leise ihr agiert.

1142727713142131210 Es gibt wohl keine Welt, in der es keine boesen Menschen gibt, oder? Nein, natuerlich nicht und so koennen wir auch mit Verlaub sagen, dass es auch in Splinter Cell 3 so ist. Unser Sam arbeitet stetignoch fuer die ‘Third Echelon' und spioniert feindliche Ziele aus. Die Geschichte im dritten Teil der Splinter Cell – Reihe dreht sich um den Konflikt zwischen Nordkorea und China, aber auch Japan, Suedkorea und den USA. Die Lage wird nicht besser und als dann auch noch ein US-Kreuzer ‘angeblich' unbeabsichtigt von einer Rakete getroffen wird, droht die Lage zu eskalieren und ein dritter Weltkrieg steht kurz bevor.  Aber zum Glueck ist die NSA zur Stelle und kann den Drahtzieher ausfindig machen, einer davon duerfte allen erfahrenen Splinter Cell-Gameern sehr gut im Gedaechtnis geblieben sein.

Die Abstinenz von Sam Fisher war bisher noch nie von langer Dauer. Gut 1 Jahr nach Splinter Cell: Pandorra Tomorrow kommt der neueste Kracher aus dem Hause Ubisoft, Teil 3 der Serie. Aber damit ist es auch noch nicht zu Ende, denn Anfang 2006 soll schon Splinter Cell 4 erscheinen! Wie gut ‘Chaos Theory' ist, erfahrt ihr bei uns!

Etwas seltsam und nicht gerade klug gemacht ist die nicht gerade heimliche Werbung fuer eine ‘Kaugummi'-Sorte, die auch noch sehr gross im Bilde steht. Da kann man sich nun wirklich fragen: Was soll das ? Man weiss es aber leider nicht.

1142727727315498865 Vorhin zwar noch kritisiert, aber im Grunde ist die KI sehr gut gemacht. Die Gegner schiessen darum aus der Deckung auf euch, benutzen Taschenlampen oder Fackeln, um nach euch in der Dunkelheit zu schauen.  Des Weiteren suchen und betaetigen sie in erster Linie den Alarm und rufen Verstaerkung, falls sie erkennen, dass sie unterlegen sind. Aber auch Solo sind die Gegner nicht zu unterschaetzen, denn sie koennen Granaten werfen und euch das Leben mit jenen so richtig zur Hoelle machen. Noch schlstetig ist es, dass sie selbst geoeffnete Tueren oder den fehlenden patroulierenden Kameraden bemerken ( und das ohne dessen Leiche zu sehen ! ). Nur so am Rande erwaehnt: Die Tueren schliessen sich nicht mehr per Geisterhand, die muesst ihr jetzt selbst schliessen. Des Weiteren gibt es neue Moves fuer unseren Sam, denn er kann die Tueren jetzt leise oeffnen oder so richtig brachial durchgehen und zwar getreu dem Motto ‘Mit dem Kopf durch die Wand'. []

Superhirne & Gametiefe ?

1142727721815510596 In der Kampagne gelangt ihr mit Sam an viele verschiedene Orte, dazu gehoeren: ein Frachter im Pazifik, ein japanisches Badehaus oder ihr kommt in eine New Yorker Bank. Ueberall heisst es dann ‘Sucht Beweise', damit sich die Theorien der Third Echelon verdichten, dabei duerft ihr natuerlich auch ( und muesst es teilweise sogar ) die gefaehrlichen Hintermaenner und Drahtzieher toeten. Was jetzt jedem aufgefallen sein sollte ist, dass das neue Splinter Cell eher einem Action-Game, statt einem Stealth-Game aehnelt. Dieses Gefuehl wird man ueber das ganze Game nicht los. Ihr duerft euch am Anfang einer Mission sogar euren Vorgehensweg selbst aussuchen. Dabei stehen euch zur Wahl ‘schleichen' oder ‘Rambo' ( salopp gesagt ). Es ist stetignoch die  Moeglichkeit gegeben, dass ihr alle Lampen ausschaltet ( oder -schiesst ) und die Gegner hinterruecks von hinten ueberwaeltigt, aber die simple ‘Hau-drauf'-Methode erweist sich stetig wieder als die Methode, die einen sehr schnellen Erflog gewaehrleistet.

Koop- und Online-Modus

Wie gewohnt wird die Geschichte durch die News-Meldungen aus dem virtuellen Fernseher erzaehlt, die uebrigens wieder ein Stueckchen besser aussehen, als in den Vorgaengern. Es gab in den alten Teilen stetig den Kritikpunkt, dass manche News-Meldungen mitten im Satz abgebrochen wurden. Dies ist jetzt nicht mehr so, die Sprecher duerfen uns endlich das sagen, was sie zu sagen haben. Nichtsdestotrotz wird der Gameer durch diverese Namen und die recht verwirrende Geschichte nur durcheinander gebracht und verstehen tut wohl sowieso keiner irgendwas. Im Grunde dienen jene Zwischensequenzen nur der Einfuehrung des naechsten Levels. Der Singleplayer-Part betraegt gute 15 Stunden Gamespass, es gibt einen Online-Modus und einen Koop-Mode.
Aus ‘Pandorra Tomorrow' bekannt und daher beliebt in jenem Game, gibt es auch diesmal einen Online-Modus, den ihr geniessen koennt, mehr oder weniger jedenfalls. Denn PS2-Gameer werden schwer enttaeuscht sein, weil sie nicht nur weniger Maps und exakt jenelbe ‘Edition' des Online-Modus haben, wie bei Splinter Cell: Pandorra Tomorrow. Die Xbox-Edition hat ( nicht nur ) dank der Festplatte schon mehrere neue Maps erhalten, sondern auch der Online-Modus wurde um einige Modi erweitert. Alle, die den Pandorra Tomorrow Onlineteil kannten koennen sich darauf einstellen, dass jener nahezu komplett in ‘Chaos Theory' enthalten ist.
Wie gewohnt fighten Agenten gegen Soeldner im 2 vs 2 Modus. Dabei gilt es in den verschiedenen Maps mal Bomben zu entschaerfen oder zu legen. Die Soeldner haben im Grunde nur die Aufgabe die Agenten zu toeten. Wie ebenfalls bekannt sein sollte, gameen die Agenten aus der ‘Thirdperson'-Sicht und die Soeldner duerfen sich in der ‘Ego'-Perspektive vergnuegen.

114272774454983637Ganz neu ist der Koop-Modus ( oder auch meistens mit ‘Coop' angegeben ), wo ihr entweder im Splintscreen zu zweit vor dem Fernseher oder Online ( Xbox Live & Playstation Net ) gameen koennt. Dieser Modus ist im Grunde auch das Hauptaugenmerk, weil die Atmosphaere in jenem Bereich viel dichter ist, als im Einzelgameermodus. In jenem Modus wird sehr viel Wert auf Teamplay gelegt: So koennt ihr euch einander helfen normalerweise unerreichbare Hoehen zu erreichen, ueber Abgruende werfen oder aber auch mal Ablenkungsmanoever starten, wie zum Beigame: Der eine irritiert den Gegner, der andere geht schnell einen kleinen Umweg und schnappt ihn sich von hinten. Das ist dann natuerlich klasse Teamplay und im Sinne des Games.

Aber nicht nur das macht es zum Highlight des Games. Es ist schon ohnehin faszinierend genug zusammen durch die Dunkelheit zu schleichen und den anderen zu unterstuetzen. Am lustigesten ist es stetignoch, wenn man sich zusammen ueber unnoetige Alarme aufregen darf. Das Leveldesign und der recht knackige Schwierigkeitsgrad bringen den Gamespass auf ein hoeheres Niveau und fesseln fuer viele unzaehlige Stunden vor den Fernseher. Leider muss dafuer starkes Geruckel in Kauf genommen werden und wenn das noch in einem Kampf passiert, kann es ziemlich aufregen und frustrieren.

Chaotische Grafik

114272775254879779 Kommen wir zu einem Punkt, wo man einfach nur sagen muss: ‘Da hoert die Leistung der PS2 auf'. Denn das Game sieht grafisch kaum besser aus, als Pandorra Tomorrow, was angesichts der in der PC-Edition vorhandenen Pixel Shader 3.0 , Bump-Maps, AA etc. vorhanden ist, ist groessenteils auf der PS2 leider absolut nicht mehr moeglich. Auch die Gesichter sehen grafisch identisch mit denen der Vorgaenger aus. Klar, die schoenen Licht- & Schatteneffekte lassen sich sehen, doch vermisst der erfahrene Kenner die schoenen Effekte, die es in der PC / Xbox-Edition zu bestaunen gibt.
Aber dies faellt nicht so sehr auf, weil der Gameer ohnehin gut 90% des Game im Nachtsichtmodus ist, weil die schwarze Farbe sehr kraeftig ausfaellt ( bei Teil 1 war das schwarz ziemlich blass gehalten ) und man wirklich nichts sieht. Die Charaktermodelle aller Charaktere sehen sehr duenn und grafisch abgespeckt aus.
Insgesamt ist aber zu sagen, dass das Game fuer PS2-Verhaeltnisse sehr gut aussieht, die Bewegungen von Sam kommen schoen fluessig animiert rueber und es gibt die stetig beliebter werdende Ragdoll-Physics-Engine. Das rundet die grafische Seite des Games ab.

Einen sehr guten Eindruck macht auch die Soundtechnische Seite, welche erneut komplett in Deutsch gehalten ist. Die Deutsche Stimme von Nicholas Cage bei Sam macht sich noch stetig so gut, wie frueher und verliert nie an Charme. Die gute Soundkulisse insgesamt ist sehr stimmig gemacht, auch wenn die Musik bei den Kaempfen eher aufdringlich ist, als Spannung erzeugend. Aber im Hinblick auf die Gesamtatmosphaere ist sie sehr passend.

Und es gibt sie doch…

1142727736184962315 die Editionsunterschiede. Waehrend die PC- & Xbox-Edition des Games mit allen technischen  Feinheiten aufwarten koennen, gucken die PS2- und Gamecubeversion dumm aus der Roehre, weil dort schlichtweg viele der genialen Effekte ( Pixel Shader 3.0 ) fehlen. Aber auch der Online-Modus der PS2-Edition verzeichnet starke Abstriche im Gegensatz zur PC/ Xbox Edition. Nicht nur, dass dort zusaetzlicher Download-Content angeboten wird, nein, auch die Maps und Gamemodi sind andere bzw. neuere.
Des Weiteren gibt es bei der PS2-Edition weniger unterschiedliche Wege, um ans Ziel zu kommen und manche Areale sind zudem noch viel kleiner, als auf er Xbox-Fassung. Der Gamecube hat unter denselben Problem zu leiden, bei dem kommt sowieso jede Hilfe zu spaet, weil es dort nicht mal einen Online-Modus gibt.

Kommentar (AS) :

11546535906564Ein klasse Comeback unseres coolen Helden Sam Fisher. Er bringt einen genialen Coop-Modus, aber leider auch eine leicht schwache Grafik und veralteten Online-Modus bei der PS2 mit sich. Multiplayer-Fans werden mehr als zufrieden sein, denn die KI ist extrem aufgebohrt worden und der Schierigkeitsgrad zwar runtergeschraubt, aber dennoch knackig gemacht. Mich hat am meisten aber die ‘Immer Speichern'-Funktion erfreut, weil ich mich in den alten Teilen stetig aufgeregt habe, wenn ich das Level von vorne starten musste.
Grafisch ist leider nichts neues bei der PS2-Edition zu vermerken und die Geschichte bleibt irgendwo in Verwirrung auf der Strecke liegen. Schade, sonst waere die Wertung ueber 90% gegangen, ansonsten bleibt es bei den guten 89%.

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