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Star Fox Zero

Was habe ich mich auf die Rückkehr von Star Fox, Slippy, Falcon und Peppers doch gefreut! Nachdem ich Star Fox Zero vor einigen Jahren bereits auf diversen Events gespielt habe, war ich stets froher Kunde und konnte es kaum abwarten, das fertige Produkt zu spielen. Jetzt ist es seit geraumer Zeit in der Redaktion und sämtliche Vorfreude ist verflogen. Woran das liegt, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Worum es in der Storyline von Star Fox Zero geht, ist kein Geheimnis: Die Heimat von Fox und seinem Team wird einmal mehr angegriffen und schnell wird klar, dass ein sehr viel größeres Übel dahinter steckt. Auf seiner Reise durch das gute Dutzend an Welten und Örtlichkeiten im Weltall lernt Fox dabei neue Charaktere kennen und trifft natürlich auch auf altbekannte Feinde wie etwa Pigma. Die Erzählung ist dabei ganz klassisch gehalten und wird in den sehr kurzen Briefings vor Missionsbeginn durchgeführt.

Star Fox Zero

Star Fox Zero – Geniales Gameplay trifft miserable Steuerung

Star Fox Zero ist sowas wie eine Liebeserklärung an die alten Klassiker wie Star Fox 64, denn nicht nur das Level-Design, sondern auch der gesamte Aufbau des Spiels ähneln den Vorgängern. Das heißt für euch natürlich: Versteckte Örtlichkeiten innerhalb der Level, Alternativ-Wege und so weiter und so fort. Schon das erste Level weckte Erinnerungen an die N64-Zeit als Slippy von mehreren Gegnern attackiert wurde und mich um Hilfe bat. Selbst die Funksprüche sind eins-zu-eins übernommen. Nostalgie lebe hoch!

Spielerisch habt ihr es hier mit dem gewohnten Prinzip zu tun: Im Flugmodus wird der Arwing gesteuert, der neben Loopings, dem „Barrell roll“ und so weiter und so fort auch verschiedene Angriffe besitzt. Ebenfalls wieder mit dabei ist die Möglichkeit, sich in einen Walker zu verwandeln, um so innerhalb von Raumstationen für Chaos zu sorgen. Das Level-Design ist dazu stets zweigeteilt, sodass der erste Teil im Flugmodus und der zweite Teil im Walkermodus abläuft. Im späteren Spielverlauf gibt es auch einen Gyrowing zu steuern, eine Art Drohne, die eine eigene Steuerung besitzt und einen kleinen Roboter abwerfen kann, der Konsolen bedient. Nicht fehlen darf auch der Landmaster-Panzer, um die Andross-Armee auf dem Boden auszuschalten.

Ich rechne es Entwickler PlatinumGames auch hoch an, dass sie den Missionen allerhand Abwechslung spendiert haben, denn nicht alle Aufträge spielen sich identisch – wie etwa im N64-Ableger. Der besagte Abschnitt mit dem Gyrowing etwa beinhaltet eindeutige Stealth-Elemente, bei denen es gilt, unentdeckt Schilde einer Basis zu deaktivieren.

Star Fox Zero bietet überdies einen sehr gelungenen Koop-Modus, der sehr viel mehr Spaß macht als alleine. Und das liegt nicht einfach nur daran, dass ihr mit einem Kumpel auf der Couch zockt, sondern an der vollkommen verhunzten Steuerung. Selbst nach zwei Playthroughs war ich nicht in der Lage, den Arwing, Gyrowing und wie sie alle heißen gut zu steuern. Von perfekt will ich gar nicht erst reden. Der Titel wirkt für mich selbst nach 20 Spielstunden wie ein Paradebeispiel von „Das Gamepad muss auf Biegen und Brechen irgendwie benutzt werden“. Und so seht ihr auf dem TV-Bildschirm das Geschehen aus der bekannten Third-Person-Perspektive und versucht krampfhaft irgendwas zu treffen – das aber ist unmöglich. Stattdessen zwingt euch das Spiel, den Blick ständig auf das Gamepad zu lenken, weil nur dort die Cockpit-Ansicht zu sehen ist, in der Zielmarkierungen und so weiter und so fort sichtbar sind.

star_fox_zero_star_fox_guard_06042016_6Es ist dabei nicht einmal das ständige hin und her meines Blickes zwischen TV und Gamepad, sondern vielmehr die vollkommen überladene und unpräzise Steuerung per se. Am schlimmsten aber ist, dass ich gezwungen bin, die Gyroskop-Funktion des Gamepads zu nutzen, um das Fadenkreuz zu bewegen. Nope, sorry. Ich wollte schon nach dem Tutorial ausschalten, weil ich das Prinzip hasse wie die Pest. Warum Nintendo es mir als Solo-Spieler nicht erlaubt, auf ein Wii U Pro Controller auszuweichen, um das klassische Feeling nachzuerleben, ist mir schleierhaft. Immerhin: Im Koop darf ein Spieler auf den TV gucken und den Arwing steuern, während der andere sich mit dem Gamepad ärgert und versucht, Gegner abzuknallen.

Grafisch macht Star Fox Zero einen durchaus passablen Eindruck. Es ist zum Glück ganz weit weg von der verschwommenen und unscharfen Präsentation vor einem Jahr und überzeugt durch nette Effekte, eine butterweiche Framerate und teilweise recht ansehnliche Texturen. Natürlich gewinnt der Titel keinen Schönheitspreis auf der Wii U, denn dieser geht an die sehr viel besser aussehenden Spiele – aber schlecht ist es definitiv nicht. Der Sound geht in Ordnung und die deutschen Sprecher machen einen guten Eindruck.


[blockquote cite=“Adam Smieja“]Adam SmiejaIch hätte nie gedacht, dass ich das jemals sagen würde: Nintendo und PlatinumGames haben es verbockt. Der einzige Zeitpunkt, an dem ich wirklich Spaß mit Star Fox Zero hatte, war im Koop als ich mich nicht mit der verhunzten Gamepad-Steuerung herumschlagen musste – das durfte nämlich Philipp, der den Tablet-Controller ziemlich schnell beiseite legte. Selbst nach zwei Playthroughs fühlte ich nicht die Griffigkeit und die Präzision eines normalen Controllers.

Spielerisch macht Star Fox Zero dabei gar nichts falsch – es ist abwechslungsreich, bietet gut ein Dutzend Planeten, mehrere Lösungsansätze, versteckte Örtlichkeiten für neue Bosse, Umwege und so weiter und so fort. Das Level-Design macht ebenfalls einen guten Eindruck, wenngleich die eindeutige Trennung zwischen Luft- und Bodeneinsätzen manchmal gezwungen wirkt. Kurzum: Star Fox Zero ist ein klasse Spiel, doch die Steuerung lässt jeglichen Spielspaß im Keim ersticken. PlatinumGames: Bitte eine Classic-Steuerung nachpatchen! Dann werte ich auf die 9 auf.

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2 Comments

  1. dachte zuerst der tester wäre einfach nur zu blöd für die steuerung aber ich habs mir gekauft und die is wirklich so scheisse :(((( hab das teil wieder zurück gegebn

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    • Ich hatte keine Probleme mit der Steuerung. Aber ich bin halt auch kein Softcore-Couch-Potato der nur 30 fps-Gaming kennt und Cinematic-games spielt die man mit verbundenen Augen und dem linken Knöchel bedienen kann. Ich kenn solche Steuerungsarten schon von der Wii. Ich bin eben kein Dualstick-Dudebro xD

      Ich spiele ein Hardcore-Spiel nach dem anderen durch, pro Jahr beende ich mind. 50. Zuletzt hab ich Lego City U auf 100% gebracht, danach Rayman Legends beendet, Donkey Kong Country TF beendet und Splatoon und Starfox Zero sind als nächstes an der Reihe, wobei ich Splatoon schon größtenteils durch habe.

      Bis auf Lego City sind das halt nicht die Sonntags-Nachmittags-Spielchen.

      Wer generell schlecht abschneidet in Hardcore-Spielen wie Monster Hunter oder Dark Souls sollte man Spielen wie Splatoon, Rayman, Donkey Kong oder auch Starfox Zero die FINGER lassen!

      Wer mehr der Couch-Potato-Gamer ist, für den sind Spiele wie Fifa, Need for Speed oder auch Call of Duty eher etwas, als das neue Starfox Zero.

      Gibt übrigens ÄHNLICHE Spiele wie Starfox Zero auf dem 3DS!

      Und zwar einmal ein Spiel namens „Kid Icarus Uprising“ und einmal das Indie-Spiel „My Drone V-7“.

      Beides sehr schwere Spiele. Nix für Casualgamer.

      Solche Spiele sind für Leute die HERAUSFORDERUNGEN suchen. Nicht für Sonntags-Nachmittags-1-Stunden-Spieler xD

      Reply

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