Styx: Shards of Darkness,

Styx: Shards of Darkness,
80

Styx: Shards of Darkness,

8/10

    Pros

    • Charmanter Protagonist
    • Abwechslungsreiche Skills
    • Umfangreiche Level mit vielen Alternativrouten
    • Nebenquests und Collectibles motivieren
    • Koop

    Cons

    • Steuerung teils ungenau
    • Probleme mit der Kollisionsabfrage
    • Kamera sperrig
    • Übersetzung nicht gelungen

    Während viele noch in Freude über das gelungene Dishonored 2 schwelgen, macht das Stealth-Genre keine Pause und bietet mit Styx: Shards of Darkness frische Schleich-Action. Der Nachfolger des ziemlich unbekannten aber gelungenen Styx ist schon etwas professioneller und größer aufgezogen, aber immer noch weit weg von einer AAA-Produktion. Trotzdem oder gerade deswegen kann der freche Goblin Styx mit seinem Charme überzeugen und machte uns bereits auf der letzten gamescom Lust auf mehr. Mittlerweile haben wir das fertige Spiel ausführlich für euch getestet und verraten im Test, ob sich ein Kauf für euch lohnt.

    Styx: Shards of Darkness – Ein ungewöhnlicher Pakt

    Styx hat ein Problem und zwar mit seinen Erzfeinden, den Menschen. Die sehen die Goblins nämlich gar nicht gerne, sodass einige von ihnen, die Schlächter, sogar Jagd auf die Grünlinge machen. Dennoch ist es ausgerechnet eine menschliche Soldatin, die sich mit Styx verbündet, weil sie seine Fähigkeiten als Dieb und Meuchler in Anspruch nehmen möchte. Das Bündnis beginnt aufgrund einer simplen Gefälligkeit und festigt sich schnell, als die Elfen auf den Plan treten, in denen Styx und seine neuen Verbündeten bei den Menschen einen gemeinsamen Feind gefunden haben. All diese Handlungen passieren bereits während der ersten Spielstunde, die auch gleichzeitig als kleines Tutorial dient.

    Styx: Shards of Darkness

    Langsam und spielerisch werden euch die grundlegenden Elemente des Schleichens beigebracht sowie Styx Fähigkeits-Repertoire erklärt. Letzteres lässt sich im Laufe des Spieles noch ausweiten, indem ihr gesammelte Fertigkeitspunkte für freischaltbare Skills ausgebt. Diese Fertigkeitspunkte erhaltet ihr durch das Lösen von Missionen, aber auch durch Nebenaufgaben und besondere Ziele wie schnelle Durchläufe, am Leben gelassene Gegner oder vermiedene Alarme. Auch viele Collectibles wollen eingesackt werden, neben seltenen Ausrüstungsgegenständen und Crafting-Materialien. Es gibt also viel zu tun, zu entdecken und zu lösen, sodass selten Langeweile aufkommt.

    Styx: Shards of Darkness – Nichts für schwache Nerven

    Auch wenn ihr die Wahl zwischen mehreren Schwierigkeitsgraden habt: Styx ist kein einfaches Spiel. Seid ihr einmal entdeckt worden, hilft meist nur die schnelle Flucht, denn eine direkte Konfrontation mit den Gegnern endet mit Sicherheit im Goblin-Grab. So müsst ihr geschickt schleichen, eure Fähigkeiten einsetzen und die Levels gut einstudieren, um vernünftige Lösungswege zu finden. Versucht man dann noch die Gegner am Leben zu lassen, wird es extrem knifflig, insbesondere mit den Nebenmissionen. Ein Vorteil: Ihr könnt Missionen immer wieder neu starten. Wenn man sich also ein gesundes Polster an Skills und Verbesserungen freigespielt hat, kann man Missionen aus den früheren Spielteilen noch einmal spielen, um dortige Nebenaufgaben oder Collectibles nun leichter zu erobern. Das ermuntert zum Wiederholen der Level, insbesondere weil sie aufgrund ihrer Weitläufigkeit auf viele Varianten gelöst werden können.

    Styx erscheint mit englischer, gelungener Sprachausgabe und hat dazu deutsche Untertitel spendiert bekommen. Die Übersetzung ist leider ziemlich in die Hose gegangen und stellenweise dermaßen katastrophal, dass man die Untertitel nach Möglichkeit besser gleich links liegen lässt. Im englischen Original ist Styx dann wortgewandt und nutzt seine scharfe Zunge nicht zu knapp. Das merkt man als Spieler spätestens, wenn er einem nach einem unglücklichen Tod wieder einmal direkt anspricht und vorschlägt, dass er mal den Controller übernimmt und man als Spieler die Rolle des andauernd sterbenden Protagonisten übernehmen könne.

    Styx: Shards of Darkness – Unglückliche Tode

    Styx: Shards of DarknessDiese unglücklichen Tode kommen leider durchaus häufig vor. Mal sind es die ausgefuchsten Wachen, die uns entdecken und zur Strecke bringen, aber oft sind es leider die bockige Kamera, die ungenaue Steuerung und die fragwürdige Kollisionsabfrage, die uns das Ableben bescheren. Oft springe ich an Tauen vorbei, stoße mir beim Sprung aus dem Fenster den Kopf am Fensterrahmen oder erkenne durch die Kameraperspektive erst gar nicht, wohin die Reise eigentlich geht. Solche Tode nerven, insbesondere wenn man im Eifer des Gefechts länger vergessen hat zu speichern.

    Was wiederum stark gegen den Frustfaktor arbeitet ist der Koop-Modus, an dem ihr Online oder auch lokal, sogar an einer Konsole miteinander spielen könnt. Stealth-Action mit einem gelungene Humor und das auch noch im Split-Screen? Da kann man die Unzulänglichkeiten was Steuerung und Co angeht auch mal vergessen.


    Fazit:

    Philipp Kleidt Styx: Shards of Darkness Styx hat seine Ecken und Kanten und man merkt dem Spiel an, dass kein unbegrenztes Budget vorhanden war. Ob man es an der schwachen Übersetzung, der teils schwammigen Grafik oder den Bedienungs/Kamera-Problemen festmacht ist egal. Fest steht: Styx macht einige Fehler. Aber ich verzeihe sie dem Spiel gerne, denn es ist ein frisches und gelungenes Stealth-Spiel mit vielen schönen Ansätzen und einem Koop. Nicht nur Stealth-Freunde werden hier auf ihre Kosten kommen, Styx: Shards of Darkness ist definitiv ein Geheimtipp in diesem Frühjahr. Ausprobieren!

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