Super Smash Bros. für Wii U


Vor zwei Monaten habe ich euch den Test zur 3DS-Version von Super Smash Bros. geliefert und nun kann ich euch von der Wii-U-Version berichten, auf die ich mich persönlich bereits sehr gefreut habe. Nachdem die Kollegen euch schon ein kleines Special mit guten Gründen präsentierten, beide Versionen zu besitzen, sage ich euch im folgenden Text, warum ihr auf jeden Fall Super Smash Bros. für Wii U kaufen solltet! Dieses Spiel erfüllt alle Wünsche, die ihr an ein SSB haben könntet.

super_smash_bros_15072014_28Sind wir doch mal ehrlich: Ja, die 3DS-Version hat Lust auf mehr gemacht, doch irgendwie wurde ich zumindest nicht warm. War es die Optik? Das Spieltempo? Die Modi? Ich weiß es nicht. Fakt ist: Im Gegensatz zum 3DS kann die Wii-U-Version auf den technischen Vollen schöpfen, sodass euch hier eine native Auflösung von 1080p geboten wird nebst deutlich mehr Polygonen, schärferen Texturen, knackigeren Effekten und so weiter und so fort. Zudem gilt es neue Modi, dynamische Stages, eine bessere Beleuchtung, mehrere Steuerungsoptionen und noch viel mehr. Es gibt sogar so viel, dass ich am Anfang überhaupt nicht wusste, wo ich überhaupt beginnen soll.

Alles drin, alles dran

Der Klassiker ist natürlich für bis zu vier Spieler natürlich vorhanden, ebenso der All-Star- und Smash-Modus. Diverse Stadionwettkämpfe dürfen nicht fehlen. Die Wii-U-Version des Spiels bietet allerdings darüber hinaus einen Stage-Editor, einen Brettspielmodus und Spezialaufträge. Beim Brettspiel handelt es sich um eine ähnliche Konzeption wie die des Smash-Abenteuers auf dem 3DS. Je nach gewürfelter Zahl bewegt ihr euch auf dem Spielfeld und sammelt dabei Verstärker ein. Euer Ziel ist es, bis zur finalen Runde so viele Kämpfer zu versammeln, um in der letzten Schlacht ein 4vs4 auszutragen. Wer die meisten Kämpfer und Verstärker besitzt, hat gute Chancen auf den Sieg.

Doch schon wie auf dem 3DS fristet dieser Modus eher ein Nischendasein, weil es hier keine echte Langzeitmotivation gibt. Ein ähnliches Schicksal wird vermutlich auch der Stage-Editor erleiden, denn dieser strotzt nur so voller ungenutztem Potenzial. Die Bedienung mag zwar sehr einfach sein, doch es fehlt dem ganzen Ding an Einstellungsoptionen. Zwar lassen sich Plattformen zeichnen und diverse Elemente hinzufügen, doch an die Qualität eines Super Smash Bros. Brawl kommt dieser Editor beim besten Willen nicht heran. Aber keine Sorge, die beiden Modi bilden dabei die negativen Ausnahmen im riesigen Paket von Super Smash Bros. für Wii U!

Ohne Makel und Kritik ist dagegen der Missions-Modus, in dem ihr wie schon in Melee allerhand Aufgaben bewältigen müsst, die vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden so richtig hart sind. Die Missionen konfrontieren euch dabei mit unterschiedlichen Aufgaben, bei denen ihr etwa als Pummeluff eure Gegner einschläfern müsst. Je nach Abschluss schaltet ihr weitere Aufgaben frei oder auch Belohnungen sowie geheime Routen.

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Ganz neu aber sind die sogenannten Spezialaufträge! Diese werden in Meister- und Crazy-Aufträge unterteilt. Erstere sind dabei noch recht simpel und bringen diverse Sonderkonditionen mit – etwa eine erhöhte Schwerkraft oder höheren Schadenswert. Als Belohnung winken hierbei neue Ausrüstungsgegenstände oder individuelle Spezialattacken für euren Charakter, den ihr wie auch schon auf dem 3DS selbst gestalten dürft. Die Crazy-Aufträge funktionieren ähnlich, haben allerdings ein anderes Regelwerk. Ihr dürft nämlich mehrere Kämpfe nacheinander austragen, wenn ihr denn das nötige Ingame-Geld oder Spezialtickets besitzt. Wenn ihr einen Kampf verliert, gehen auch viele der Belohnungen flöten. Am Ende gilt es noch die sogenannte „Crazy Hand“ zu besiegen und die Tücke dabei ist: Ihr regeneriert nur einen sehr geringen Prozentteil des erlittenen Schadens.

Apropos „Crazy“. Ihr findet 2vs2 bereits chaotisch und absolut verrückt? Dann solltet ihr mal den 4vs4-Modus ausprobieren, für den Nintendo extra Stages erschaffen hat, die besonders groß ausfallen, damit die Übersicht nicht nach dem Startschuss flöten geht. Hat dieser Modus irgendeinen Mehrwert zu den bisherigen? Natürlich nicht, aber wer seine Freunde mitten ins Chaos stürzen will, bekommt ihr einen Mehrspieler-Wahnsinn geboten, der seinesgleichen sucht. In der Redaktion haben wir gemeinsam mit dem Technik-Team ein Battle ausgetragen und waren dabei auch überrascht, wie verdammt gut das Spiel läuft – trotz aller Effekte und hochwertiger Texturen. Stabile Bildrate bei 1080p? Kein Problem für Nintendo.

Meine Figur und ich

Eigentlich sollte der Artikel bereits vergangene Woche erscheinen, doch Nintendo rief uns irgendwann an und bat, die amiibo-Figuren abzuwarten. Diese liegen uns inzwischen vor (Link & Mario, wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist), sodass ich euch berichten kann, welchen Zweck diese erfüllen. Zunächst müsst ihr eure amiibo-Figur auf der Wii U selbst registrieren, was ihr über die Systemsteuerung der Konsole erledigt. Daraufhin startet ihr das Spiel und müsst den entsprechenden Charakter auch dort anmelden, damit die Daten auf der NFC-Figur gespeichert werden können. Dabei gilt es zu beachten: Wenn ihr Link beispielsweise bei Super Smash Bros. benutzt, könnt ihr keine Daten von etwa Mario Kart 8 auf die Figur übertragen, da der Speicherplatz nur für ein Spiel ausreicht!

Der ganze Prozess dauert dabei nicht allzu lange und schon nach weniger als einer Minute dürft ihr einen Namen sowie das entsprechende Outfit für Link aussuchen. Anschließend geht es in den Kampf! Die amiibo-Figur wird dabei grundsätzlich als eigene KI agieren und lernt mit der Zeit bessere Moves und agiert immer cleverer – je höher der Level ist. Ein Link auf Stufe 1 ist beispielsweise deutlich leichter zu besiegen als die Standard-Gegner im Smash-Modus. Doch wehe er erreicht höhere Regionen, dann übertrumpft diese KI sämtliche Gegner, die ihr auf „Schwer“ antrefft. Da wir Mario und Link besitzen, kann ich euch verraten: Ihr könnt eure amiibos auch gegeneinander antreten lassen – sieht cool aus! Daraus ergibt sich natürlich auch ein gewisser Reiz für Spieler, die gemeinsam mit Freunden ihre Figuren austesten wollen, denn ihr dürft die NFC-Figuren natürlich im Spiel mit verschiedenen Items „füttern“, sodass sich deren Werte verändern. Überdies stattet ihr sie mit neuen Attacken, Fähigkeiten und so weiter und so fort aus.

Ein Traum von Pixeln und Polygonen

Super Smash Bros. für Wii U platzt nicht nur in Punkto Spielmodi aus allen Nähten, sondern auch beim verdammt üppigen Soundtrack. Mehr als 300 verschiedene Kompositionen haben es ins Spiel geschafft, was an und für sich bereits beachtlich ist. Und so viel sei gesagt: Jeder einzelne Track, den ich bisher (rund 50 Spielstunden sind in den Artikel geflossen) gehört habe, ist auf einem unglaublich hohen Niveau. Alleine das macht schon einen sehr guten Kaufgrund aus und ich kann jedem empfehlen, der auch die 3DS-Version besitzt, sich die beiden Soundtrack-CDs zu organisieren (wie das geht, erfahrt ihr in unserem Special zum Spiel).

super_smash_bros_07112014_13Wie oben bereits angemerkt, läuft Super Smash Bros. für Wii U in 1080p und mit 60 Bildern pro Sekunde. Und das konstant, egal wie viel Chaos auf dem Bildschirm gerade passiert. Die superb gestalteten Stages sind dabei alles andere als statisch und werden eure Aufmerksamkeit zu jeder Zeit aufs Neue herausfordern. Abbrechende Teile, aus dem Hintergrund angreifende Pokémon und so weiter und so fort verändern die Kampfsituationen immer wieder. Wenn euch das aber zu viel Schnickschnack sein sollte, könnt ihr – wie bereits beim 3DS – die sogenannte Omegavariante einer Stage auswählen, bei der es sich um eine Stage ohne Ebenen oder Spezialeffekte handelt, bei der einzig und alleine der Kampf im Vordergrund steht.

Der mitunter wichtigste Teil von Super Smash Bros. für Wii U fehlt in unserem Artikel jedoch. Der Online-Modus. Zum Zeitpunkt des Tests (rund zwei Wochen vor offiziellem Release) war dieser leider noch nicht verfügbar, sodass wir diesen auch nicht haben testen können. Am 28. November soll ein Update diesen freischalten, doch schon jetzt kann ich euch sagen, dass es einen Turnier-Modus geben wird. Die bisher verfügbaren Funktionen sind jedoch noch relativ wenige, sodass ich mich mit einer Bewertung dieses Modus bedeckt halte und den offiziellen Release abwarte.


[blockquote cite=“Adam Smieja“]redaktion adamChu Chu. Der Hype-Train rollt an. Super Smash Bros. für Wii U ist genau das Spiel, das sich Fans seit Jahren wünschen. Egal ob Einsteiger oder Könner: Sämtliche Zielgruppen werden im neuesten Ableger bestens bedient und bekommen eine ganze Schar von Modi spendiert, die für mehrere Monate hinweg begeistern werden. Der Langzeitspaß ist definitiv gesichert – sowohl offline, wie auch online. Zwar konnten das Team und ich den Online-Modus bisher nicht testen, doch die ersten Erfahrungen der amerikanischen Nutzer stimmen mich sehr zuversichtlich, dass Nintendo auch hier ein sehr glückliches Händchen bewiesen hat. Super Smash Bros. für Wii U findet einfach die perfekte Balance zwischen superber Spieltiefe und Einsteigerfreundlichkeit. Mehr noch als Mario Kart 8. Absoluter Pflichttitel. Wer SSB nicht spielt, verpasst vermutlich das Spiel des Jahres für die Nintendo-Konsole!

PS.: Die Wertung bezieht sich ausschließlich auf den Offline-Modus!

[/blockquote]

Wertung: wertung 9

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