Tenchu: Fatal Shadows

Tenchu: Fatal Shadows Testbericht

114272931262584092 Genau das fragt man sich beim Gameen von Tenchu Fatal Shadows oeffters. Und warum? Wenn mich einer der Gegner entdeckt, ich dann auf ein Dach direkt vor seinen Augen fliehe und er mich da nicht mehr sehen kann, da muss ich mich doch ernsthaft fragen, ob die Japaner im Mittelalter alle komplett verbloedet waren. Erst recht, wenn ‘  besagter Gegner nach einer Weile so tut, als waer nichts gewesen und ich ihn in aller Ruhe umbringen kann. Und das ist leider bei allen Gegnern der Fall. Zusaetzlich nervend fallen auch die diversen Tiere auf, die ueberall in den einzelnen Levels verteilt wurden. Egal ob Hund oder Katze, beide koennen euch bei dem kleinsten Laut veraten. Und wollt ihr sie vorher ausschalten, so muesst ihr sie mit Wurfmessern zur Strecke bringen. Dummerweise haben aber alle Gegner eine Energieleiste, so das man unmoeglich mit dem ersten Wurf einen Volltreffer landen kann. Aber die Entwickler sind ja nicht daemlich, denn die fehlende KI machen sie durch viel zu viele und unfair platzierte Gegner wieder weg. So kann es schon mal vorkommen, dass ihr den einen oder anderen Level bis zu 9 Mal neu anfangen muesst.

Fairness? Fehlanzeige!

Auch in jenem Punkt muss ich die Entwickler erheblich kritisieren. Denn selbst das Speichern ist recht unfair gemacht. Erst wenn ihr einen Level komplett durch habt, duerft ihr euren Fortschritt speichern. Das heisst: Zwischenspeichern nicht erlaubt! Auch Ruecksetzpunkte sucht ihr vergebens. Solltet ihr also einmal sterben und sei es am Ende des Levels, so duerft ihr ihn ganz von vorne gameen. Das ist mit der Zeit verdammt nervig und laesst euch ein ums andere mal den Controller gegen die Wand schmeissen. Und auch das war schon ein Manko der alten Teile.

Gibt es auch etwas gutes?

Rache ist der falsche Weg!

Vor nicht allzu langer Zeit machte ein Stealth-Game auf der PSone sich einen Namen. Nein, nicht Metal Gear, sondern Tenchu! Ich weiss, das wird jetzt vielen vermutlich gar nichts sagen, aber einige von euch duerften jenes etwas andere Schleichgame noch nicht vergessen haben. Mit nunmehr 4 Teilen haelt es sich ja auch schon ziemlich lange. Die ersten 2 fuer die PSone gingen leider zu Unrecht unter dem grossen Druck von Metal Gear Solid unter. Gut, zugegeben die Grafik war nicht so toll und auch die KI blieb weit hinter Metal Gear zurueck, aber trotzdem war es eine etwas andere Gameerfahrung. Denn zum ersten mal konnte man die aus Japan bekannten Ninjas gameen. Anstatt mit diversen High-Tech-Geraeten, wurde nur mit altmodischen Waffen und in mittelalterlichen Szenarien gefightt. Aber irgendwie machte das Ganze Spass. Genau das dachten sich auch die Entwickler und programierten gleich noch 2 Fortsetzungen fuet Sony´s PlayStation 2. Beim ersten Teil Warth of the Heaven war leider nur die Grafik etwas aufgebohrt worden. Und wie sieht es mit dem 2. aus? Genau das habe ich herausgefunden und praesentiere euch nun den Test zu dem etwas anderen Stealth-Game. Viel Vergnuegen dabei!

1142729305692668184 Bevor es richtig losgeht, sei gerade Anfaenger geraten, zuerst das Tutorial zu gameen. Denn Tenchu ist so unfassbar schwer, dass selbst Profis an der einen oder anderen Stelle verzweifeln werden. Aber gut, zum Schwierigkeitsgrad kommen wir spaeter. Das Tutorial ist recht einfach ‘  gehalten. Ihr waehlt einfach das an , was ihr gerne lernen moechtet und schon geht's los. Dabei stehen euch zur Auswahl: Grundsteuerung, Schleichen, Stealth-Kills und noch diverse andere. Unten eingeblendet seht ihr die verschiedenen Tasten, die ihr druecken muesst, um bestimmte Moves auszufuehren. Viel habt ihr allerdings nicht zur Auswahl. Gerade mal 4 Attacken stehen euch zur Verfuegung. Ausserdem noch ein Schleichmodus, wo ihr wesentlich leiser, aber auch langsamer seid und verschiedene Waffen. Zur Auswahl sind dabei: Giftreisbaellchen, Shuriken, Messer, Blasrohre und sogar Brandgranaten.

114272929028103493 Die Antwort darauf ist ja! Wenn man mal von der KI und dem Schwierigkeitsgrad absieht, dann macht Tenchu durchaus auch Spass. Gerade das Killen der Gegner ist, wenn man es einmal beherrscht, echt spassig. Ich weiss, dass klingt jetzt vielleicht ‘  etwas sarkastisch, aber genau das macht eben soviel Freude. Allerdings ist das Ganze nichts fuer Leute mit schwachen Nerven, denn die Stealth-Kills werden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Alles faengt an, wenn ihr euch unbemerkt an einen Gegner ranschleichen koennt und die Viereck Taste drueckt. Dann kommt eine kurze, aber eindrucksvolle Sequenz, die euch den Tot eures Gegners miterleben laesst. Fuer besonders brutale Manoever wird sogar eine Roentgenaufnahme eingeblendet, die euch zeigt, wo ihr euren Gegner durchbohrt. Sehr brutal, oder? Damit ist es aber noch nicht zu Ende, denn es gibt noch einiges einzusammeln, wie zum Beigame Reisbaellchen oder Granaten und Schriftrollen. Diese kriegt ihr, wenn ihr die Gegner heimlich, still und leise umbringt. Spaeter kriegt ihr dafuer neue Faehigkeiten spendiert. Auch die Gegnervariationen sind sehr gelungen. Vom einfachen Samurai ueber Ninjas und Bogenschuetzen, bis hin zu Frauen mit komischen Gitarren auf dem Ruecken. Aber was waere ein Tenchu ohne Endgegner? Und auch hier wird einiges geboten. Soweit ich´s gegamet hab, haben mir die Endgegner sehr gut gefallen. Jeder brauchte eine andere Taktik. Aber auch hierbei stoerte oeffter mal die schlechte Kamera. So konnte es auch vorkommen, dass ich gar nichts mehr sah vom Endgegner und hinterruecks angegriffen wurde.

Und dann war da noch…

Auch fuer Heilung ist gesorgt in Form einer Heilflasche und Reisbaellchen. Somit kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder? Leider doch, denn in Verbindung mit der Kamera will die Steuerung irgendwie nicht so wie ihr wollt. So kann es schon mal vorkommen, dass ihr euch verstecken wollt, aber ihr einfach nichts mehr seht und so dem Gegner promt in die Arme lauft. Das ist sehr aergerlich und sorgt fuer viel Frust beim Gameen. Zumal das Problem schon in den alten Teilen vorhanden war und die Entwickler es scheinbar stetig noch nicht geschafft haben das ganze auszubessern. Die Gamezeit ist leider etwas zu kurz geraten. Denn ich bin nun in Level 9 angekommen und das soll schon fast das Ende sein. Sehr schade!

KI! Wo bist du nur geblieben?

114272929918020027 Genau richtig. Naemlich Grafik, Sound und Multiplayer! Grafisch ist das neue Tenchu nur eine aufgebohrte Edition von Warth of the Heaven. Die Charaktere sind nun etwas detaillierter, auch die Umgebung und die Levels sehen nun wesentlich ‘ besser aus. Nur das leichte Kantenflstetign stoert doch ein wenig. Insgesamt geht die Grafik aber in Ordnung, kommt allerdings weder an Metal Gear Solid 3 noch an Splinter Cell 3 heran. Zum Sound muss ich sagen, dass die Synchro klasse war (zumindest die englische), aber die Musik das genaue Gegenteil, denn wenn ich nach 10 Minuten das Verlangen habe aus dem Fenster zu springen, muss das schon einen sehr triftigen Grund haben. Die Musik, wenn man sie so nennen kann, dudelt nervtoetend in einer Endlosschleife vor sich hin und hoert nicht auf! Der Rest des Sounds ist leider nur Mittelmass. Kommen wir nun zum Multiplayer: Im Gegensatz zum Vorgaenger gibt es diesmal keinen Multiplayermodus. Dafuer aber ein paar Bonussachen, die auch nicht schlecht sind. Zum einen der Boss-Battle-Modus, wo ihr gegen alle Endgegner im Game antreten koennt. Und zum anderen einen Modus der sich Encyclopedia nennt. Das ist nichts anderes als ein Menue, wo ihr euch eine Gallery, Cutscenes, Movies und Specials ansehen koennt.

1142729294923431090 Die Geschichte von den vergangenen Tenchu-Episoden zu erklaeren ist schier unmoeglich, denn nur wahre ‘  Fans wuerden das Ganze verstehen, weil es einfach viel zu kompiziert ist. Ein Beigame: Tenchu 2 gamet vor Teil 1. Teil 3 gamet nach Teil 2, aber stetignoch vor Teil 1. Ihr seht, das Ganze ist wahnsinnig verworren, weshalb ich auch nur die Geschichte von jenem Teil erklaeren werde. Im Prinzip beginnt die Geschichte damit, dass ihr mit Ayame (1. Haupcharakter) ein feindliches Dorf infiltrieren sollt. Am Ende angekommen trefft ihr auf ein junges Maedchen mit Namen: Rin (2. Hauptcharakter). Leider ueberfaellt euch die Gute in einem denkbar unguenstigen Moment, denn sie sieht euch mit der Leiche eines der Dorfbewohner aus Rin´s Heimatdorf in den Haenden. Nun wird Ayame natuerlich faelschlicher Weise fuer den Drahtzieher gehalten und sofort von Rin angegriffen. Natuerlich stecken wieder einmal dunkle Maechte dahinter und Ayame und Rin muessen Wohl oder Uebel zusammenarbeiten…

Der lange Weg zum Ninja!

Einzeltests:

So, wie stetig bekommt ihr jetzt noch ein paar Eindruecke, wie das Game in den einzelnen Kategorien abschneidet.

Grafik: 82%

Die Grafik wurde im Vergleich zum Vorgaenger deutlich aufgebohrt. Gerade die Charaktere und Levels wurden etwas besser designed. Leider stoert starkes Kantenflstetign den Gamefluss erheblich. Insgesamt koennte sie besser sein.

Sound: 63%

Was den Sound vor der totalen Katastrophe rettet, sind die englischen! Synchronsprecher. Den anderen Sound sollte man beim Gameen lieber auf lautlos stellen, sonst gehts euch so wie mir.(siehe oben)

Atmosphaere: 80%

Als Tenchu Fan der ersten Stunde stiess mir vor allen Dingen die neue Hauptcharakterin uebel auf. Denn irgendwie passt Rin einfach nicht ins Tenchu-Universum. Rikimaru haette mir da wesentlich besser gefallen. Ansonsten ist die Atmosphaere des mittelalterlichen Japans gut eingefangen worden. Aber hier und da haette noch etwas mehr sein koennen.

Gameplay: 84%

Nach einiger Eingewoehnungszeit geht die Steuerung gut von der Hand und es macht dann richtig Spass als Ninja durch Japan zu streifen. Einzig und allein in Verbindung mit der sehr schlechten Kamera funktioniert die Steuerung nicht mehr ganz einwandfrei. Ausserdem haetten ein paar zusaetzliche Moves noch mehr Spass gebracht.

Multiplayer: -%

Im Gegensatz zum Vorgaenger keiner vorhanden.

Dauerspass: 83%

Leider ist jenes Tenchu recht kurz und linear geraten, weil man die Charaktere abwechselnd durch die verschiedenen Szenarien schickt. Aber Bonusdinge, wie Rekordjagt locken zum mehrmaligen Gameen. Man will sich stetig weiter verbessern. Trotz des hohen Schwierigkeitsgardes hat man schon nach den ersten Erfolgen richtig viel Spass an dem Game.

Kommentar (RB) :

1154653739100034043Tenchu FS ist fuer all diejenigen, die von Stealthgameen, wie Splinter Cell oder Metal Gear Solid nicht genug kriegen koennen.
Oder eben die, die schon die Vorgaenger gegamet haben. Aber Stealthanfaengern rate ich von jenem Game ab, weil es einfach zu schwer ist und man sich erst richtig reinfinden muss. Meine persoenliche Meinung ist aber, dass die alten Teile besser waren. Sie hatten einfach viel mehr Flair zu bieten. Auch die Fehler koennten die Entwickler beim naechsten Tenchu bitte schoen mal ausmerzen. Aber generell ein ordentliches Schleichgame im alten Japan, dem man auf jeden Fall mal eine Chance geben sollte. Es gibt aber weitaus bessere Alternativen.

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