The Elder Scrolls Online: Morrowind (PC) Test


Im Test weiß The Elder Scrolls Online: Morrowind vor allem mit Nostalgie zu überzeugen. Seit 2002 haben sich zahlreiche Spieler in Vvardenfell ausgetobt. Nun geht es zurück zur Insel. Wie sich die große Erweiterung für das MMO macht, verrät der Test!

Im Gegensatz zum Hauptspiel fackelt The Elder Scrolls Online: Morrowind erst gar nicht lange. Innerhalb der Story geht es Schlag auf Schlag. Kaum auf der Insel angekommen kidnappen Piraten meinen Charakter, doch eine Attentäterin rettet mir die Haut. Wenig später laufe ich auch schon einem Priester über den Weg, der mich wenig später einen Tempel einlädt. Und hier treffe ich angeblich auf den Gott Vivec. Zumindest behauptet das ein vergoldeter Junge. Seine Kräfte schwinden und ich soll helfen.

Und weil Vvardenfell eine riesige Insel ist, haben die Entwickler genug Hilfen eingebaut, um euch stets auf dem rechten Weg zu halten. Vivec schickt euch also zunächst nach Balmora. Die Hauptmission lässt euch die Hintergründe seines Leidens erkunden. Dabei könnt ihr aber auch dem örtlichen Magistrat helfen, dessen Tochter kurzerhand abgehauen ist. Die Insel ist voller Leben und ich habe mich nie überfordert oder unterfordert gefühlt.

The Elder Scrolls Online: Morrowind

The Elder Scrolls Online: Morrowind – One Tamriel für Solisten

Wenn ihr unsere News aufmerksam verfolgt habt, dann wisst ihr, dass TESO im vergangenen Jahr das spannende Konzept „One Tamriel“ erhielt. Damit ist es möglich, alle Abenteuer auch alleine zu absolvieren. Dazu skalieren sämtliche Feinde auf euer Level herunter. Mit Ausnahme von Weltbossen sowie Raids. Letzterer hört übrigens auf den Namen „Halle der Fertigung“ und ist ziemlich cool gemacht, aber nur für eingespielte Truppen empfehlenswert.

The Elder Scrolls Online: MorrowindUnd deswegen ist es auch kein Problem, wenn ihr gänzlich neu ins Spiel einsteigt. Ohnehin ist jetzt der beste Zeitpunkt, denn als Hüter, dem neuesten Heldentyp, könnt ihr die Macht der Natur und Waldläufer in einem Charakter vereinen. Dabei lässt sich der Hüter als Tank, Heiler oder eben DPS-Charakter spielen. Außerdem kann der Hüter Magie verwenden oder ruft Bären zum Angriff gegen seine Feinde. Als Heiler nutzt er Pflanzen und andere regenerierende Pflanzen bzw. Stoffe.

The Elder Scrolls Online: Morrowind – PvP, Quests und mehr

Einer der größten Kritikpunkte am Hauptspiel betraf den PvP-Bereich. Wer nicht in Cyrodiil in die Schlacht gegen zig andere Spieler ziehen wollte, ging leer aus. Mit Morrowind gibt es eine weitere Möglichkeit, Spielern auf die Mütze zu hauen. Das beste Äquivalent dazu sind Schlachtfelder aus World of Warcraft. Der Unterschied ist allerdings, dass hier drei Teams mit vier Spielern gegeneinander antreten. Zudem zockt ihr entweder Capture the Flag oder spielt eine flotte Partie Team-Deathmatch. Gutes Quality-of-Life-Feature: Die Schlachtfelder betretet ihr ganz bequem über den Gruppenfinder. Die Belohnungen können sich ebenfalls sehen lassen, denn neben Items bekommt ihr so auch die neuen PvP-Sets.

The Elder Scrolls Online: MorrowindDie Quests im Spiel sind gut, allerdings kennt ihr alle Mechaniken bereits, wenn ihr das Hauptspielt gespielt habt. Auch am Kampfsystem hat sich nichts geändert. Damit bleibt dieser Bereich weiterhin ungemein sperrig – mir persönlich gefällt das nicht. Und wenn ihr zu den Spielern gehört, die Quest-Texte einfach nur wegklicken, um schnell das Maximallevel zu erreichen, dann könnte sich Morrowind als recht kurzer Trip entpuppen. Bethesda verheimlicht keineswegs, dass sich diese Erweiterung an Fans von Morrowind richtet. Die Dialoge und Atmosphäre tragen sozusagen das gesamte Spiel.

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Und daraus entsteht gewissermaßen auch ein Teufelskreis. Die Entwickler haben zwar die bekannte Welt von Morrowind haargenau modernisiert (oder verjüngt, denn das Online-Rollenspiel spielt mehrere hundert Jahre in der Vergangenheit), aber all diejenigen, die das Original nicht kennen, verpassen damit einen großen Aufhänger. Klar, die Spielwelt ist trotzdem toll und voller Geheimnisse. Aber ich fühlte mich ständig irgendwie ausgelassen, weil ich den passenden TES-Ableger nicht gespielt habe.


Fazit:

Ich gehöre zu den wenigen Spielern, die TESIII: Morrowind nie gespielt haben. Daher fiel es mir auch ungemein schwer, all die Easter Eggs zu verstehen. Auch die Anspielungen haben einfach nichts in mir ausgelöst. Doch Kollege Kleidt, der ein großer Fan der gesamten Reihe ist, hatte seinen Spaß an der Story und Atmosphäre von The Elder Scrolls Online: Morrowind. Dennoch muss ich kritisch bleiben. Das Gameplay hat keine echten Neuheiten erfahren. Der Hüter fügt sich zwar wunderbar in das Klassensystem ein, doch die Quests sind nach wie vor dieselben und das Kampfsystem gibt sich starr wie eh und je. Kurzum: Für Kenner des Original Morrowind ist die neueste Erweiterung definitiv einen Blick wert. Alle anderen bekommen ein grundsolides Addon.

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... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

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