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VR Invaders

VR Invaders

7

VR Invaders

7.0/10

Pros

  • Action gut in Szene gesetzt
  • Zeitlupenfunktion weiß zu gefallen
  • Bosskämpfe durchaus spannend
  • Exzellente Bewegungserkennung

Cons

  • Optisch eher bieder
  • Story-Ansatz gut, Umsetzung schlecht
  • Roomscaling bleibt ungenutzt

Egal ob Until Dawn: Rush of Blood, Serious Sam VR oder die vielen anderen Railshooter. Wenn es ein Genre gibt, das von VR maßgeblich profitiert, dann sind es die sogenannten Mohrhuhn-Shooter. Also jene Spiele mit minimaler spielerischer Interaktion und ganz viel Geballer. Auch My.com versucht sich nun mit VR Invaders am VR-Segment und schickt einen Shooter ins Rennen. Gelingt der Auftakt? Erfahrt es in den nachfolgenden Zeilen!

Der Ansatz von VR Invaders ist durchaus spannend: Im Jahr 2046 besteht die Gefahr, dass der erhöhte VR-Konsum gravierende Folgen für die Bevölkerung hat. So k9ommt es zu Zwischenfällen in der vollständig vernetzten Gesellschaft, in denen Nutzer aufgrund von Viren in der VR-Welt gefangen gehalten werden. Und das ist dann der Auftakt für den Spezialisten Thomas Hall. Schade nur, dass die an sich guten englischen Sprechern nicht von tollen Zwischensequenzen begleitet werden. Außerdem wird der durchaus spannende Ansatz der Story damit sofort auf seine Grundzüge minimiert. Das aber ist kein Problem: Das Spiel ist auf dem normalen Schwierigkeitsgrad nach nicht einmal zwei Stunden beendet.

VR Invaders

VR Invaders – Ballerrausch

Schon nach wenigen Minuten in VR Invaders hatte ich das Gefühl, ich würde Space Pirate Trainer spielen. Und der Vergleich kommt nicht von ungefähr, denn die Ähnlichkeiten sind mitunter frappierend. Auf einer Plattform mit starker Bewegungseinschränkung gilt es sich gegen Wellen an fliegenden Feinden zu schützen. In der rechten Hand hält der Protagonist eine Knarre und links einen Schild, mit dem sich feindliche Projektile abwehren lassen. Je mehr Schüsse der Schild abwehrt, desto schwächer wird der Energiestand bis das gute Ding letztlich den Geist aufgibt.

Wenn das passiert, gilt es den feindlichen Beschuss mit den eigenen Projektilen zu treffen. Alternativ lassen sich die Geschosse in bester Matrix-Manier auch mit Bewegungen nach rechts und links ausweichen. Hinter Hindernissen verstecken ist übrigens nicht möglich, weil es keine gibt. Das ist besonders deswegen schade, weil die Entwickler durchaus verschiedene Level-Architekturen umgesetzt haben.

Das Gameplay selbst ist sehr einfach: Ballert so lange bis der Boss am Ende eines Abschnitts erscheint. Nachladen? Nicht nötig. Dafür gibt es jedoch einige Extras, die eine MG-Feuerfrequenz induzieren oder einen Strahl aus den Knarren kommen lassen, der alles im Weg grillt. Insgesamt weiß vor allem das Tracking zu überzeugen. Wir haben das Spiel auf einem HTC Vive getestet, sodass wir keinerlei Probleme mit der Erkennung sämtlicher Aktionen hatten. Sehr schön ist, dass selbst punktgenaue Aktionen ungemein akkurat im Spiel umgesetzt werden. Übrigens: Die Zeitlupen-Funktion des Spiels hat es mir ganz besonders angetan, weil sie cool in Szene gesetzt ist und ein waschechtes Matrix-Flair versprüht.

Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Während die Effekte von VR Invaders zu überzeugen wissen, ist die Kulisse des Spiels eher mittelprächtig. Ja, sogar steril, würde ich sagen. Zwar sorgen die klaren Räumlichkeiten für einen ordentlichen Überblick, doch es wirkt alles zu gleich.


Fazit:

Ausgerüstet mit Knarre und Schild soll VR Invaders einen übersättigten VR-Shooter-Markt aufmischen, doch am Ende geht das Spiel leider in Mittelmäßigkeit unter. Zwar vermag das saubere Tracking für ein angenehmes Spielerlebnis zu sorgen, doch abseits der schicken Power-Ups gibt es keinen Grund, mich langfristig mit dem Spiel zu beschäftigen. Die tendenziell gute Story wird von schwachen Sequenzen in die Unwichtigkeit verschoben und die unheimlich kurze Spieldauer hinterlässt einen faden Beigeschmack. Dennoch: VR Invaders ist ein solider VR-Shooter mit exzellenter Bewegungserkennung.

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