World in Conflict Testbericht

Die Welt steht vor einer Katastrophe, der Dritte Weltkrieg droht auszubrechen, denn die Lage an der Berliner Mauer ist gespannt. Amerikaner und die Sowjets befinden sich im Kalten Krieg. In der Realitaet hat sich die Lage beruhigt, in World in Conflict jedoch geraet die Sache ausser Kontrolle und der Krieg tobt.

Die Geschichte von WiC ist ziemlich cool gemacht und ueberzeugt durchweg, was wohl auch daran liegen mag, dass es grundsaetzlich zwei verschiedene Arten gibt, wie die Geschichte erzaehlt wird. Zum einen waeren die gezeichneten, comic-artigen Sequenzen, die einen Hauch von Max Payne haben und stilistisch identisch sind. Auf der anderen Seite gibt es Sequenzen in der Ingame-Grafik, welche dann on the go dargestellt werden. Die Comic-Sequenzen sind jedoch nur Lueckenfueller, weil die Ladezeiten durchaus etwas laenger ausgefallen sind, nett anzuschauen sind sie trotzdem, weil man da Infos zu den Charakteren bekommt, weil man sie beigamesweise beim Telefonat mit der Frau hoert.

Mauer Singleplayer

Trotz der guten Geschichte will der Singleplayer nur bedingt ueberzeugen, was wohl daran liegen mag, dass die Gegner-KI auf normalem Schwierigkeitsgrad einfach viel zu bloed ist. Ihr werdet es oft genug erleben, dass die KI seine Truppen einfach blind und ohne jeden Zusammenhang auf euch schickt, was prinzipiell grundlegend falsch ist bei World in Conflict, denn nichts ist wichtiger als Teamplay und die richtige Zusammenstellung an Einheiten. Was nuetzt es dem Gegner haufenweise Panzer auf mich zu jagen, wenn ich sowieso nur Helikoper und schwere Artillerie habe? Die Helis knallen die Dinger ohne Schaden zu nehmen aus der Luft ab und die Artillerie bearbeitet die Panzer schon lange vorher aus sehr sicherer Entfernung. An sich wird man den Eindruck nicht los, dass der Singleplayer lediglich als Vorbereitung fuer den Mehrgameer dient, denn da haben die Jungs von Massive wirklich was auf die Beine gestellt.

Wirklich gut und vor allem spannend sind die zufaellig aufpoppenden Nebenmissionen, die man erfuellen kann, aber nicht muss. Hierbei hat man ein recht knapp bemessenes Zeitfenster, das man einhalten muss, um beigamesweise Zivilisten aus diversen Haeusern zu retten. An jener Stelle fragt man sich zurecht: Welche Einheiten kann ich denn nehmen ohne dabei meinen Verteidigungspunkt zu stark zu vernachlaessigen? Hier muss man sehr taktisch vorgehen, weil man jederzeit mit Gegenwehr unterwegs rechnen muss – und das kann ins Geld gehen, wovon man nie viel haben wird.

Genialer, suechtig machender Mehrgameer!

Ueber die KI habe ich nun eigentlich mehr als genug geflucht. Der Singleplayer mag gameerisch vielleicht nicht so toll sein, aber der Mehrgameer ist das, was den Titel wirklich ausmacht! Und genau das ist auch der Grund, warum World in Conflict ueber 85% bei mir eingesackt hat, denn was Massive hier gemacht hat, ist erste Sahne! Der gesamte Mehrgameer-Part ist bis auf den kleinsten Stein perfekt ausbalanciert und funktioniert nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Ihr seht einen Panzer und seid Kommandant der Flugzeuge? Wunderbar, schickt einfach eure Helis auf die Panzer und die werden sofort vor die Hunde gehen. ABER: Wenn der gute Panzer-Kommandant den ‘Support’-Kommandanten an seiner Seite hat, die unter anderem mobile Flakgeschuetze haben, dann wird es brenzlig und ihr solltet schleunigst abhauen. Der Mehrgameer kann aber nur wirklich optimal funktionieren, wenn man auch wirklich im Team gamet. Solisten machen zwar auf Dauer mehr Punkte, aber wenn man im Team gamet, ist die Chance deutlich hoeher auf einen Sieg. Einer alleine kann den Krieg nicht entscheiden.[]

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Der Mehrgameer-Modus wird in drei Gamemodi auf insgesamt 21 Maps gut geteilt. In der Beta war vor allem der Domination-Modus sehr beliebt. Hierbei gilt es diverse Punkte einzunehmen und jene so lange wie moeglich zu halten. In der Mitte des oberen Bildschirmes seht ihr einen Balken, der sich zu Gunsten oder zum Nachteil fuer euch verschieben wird (kommt drauf an, wer die Punkte einnimmt). Im Tag of War wird wortwoertlich ‘Frontbegradigung’  betrieben, denn je mehr Punkte ihr auf der Map einnehmt, desto weiter rueckt die Front nach vorne. Verliert ihr wichtige Punkte, rueckt die Front zurueck und ihr muesst handeln. Simpel, aber effektiv und spassig. Entweder ihr schafft es den Gegner zu ueberrennen oder ihr gewinnt nach Ablauf eines Zeitlimits (das ohnehin stetig dabei ist, weil manche Matches unendlich lang gehen koennen). Zuletzt waere da noch der Assault-Modus, der in zwei Phasen geteilt ist. In Phase 1 uebernimmt man die defensive bzw. offensive Phase (je nachdem welche Rolle man hat) und in Phase 2 dreht sich der Spiess. Auch hier geht es darum, feindliche Punkte einzunehmen. Je schneller man ist, desto besser, denn in Phase 2 muss das Gegnerteam schneller sein als das erste Team.

Auch sonst steht World in Conflict im Zeichen von Userfreundlichkeit, denn alles ist uebersichtlich gemacht. WiC ist eines der wenigen Gamee, die dedicated Server besitzen, wodurch man nie ewig lang suchen muss, um einen gut gefuellten Server zu finden. Eine grosse Rolle gamet auch der eSport, denn schon beim Massgate koennt ihr auf umfangreiche Statistiken zurueckgreifen und euren Clan managen. Ausserdem bietet WiC Voice-IP an, damit man direkt mit seinen Kollegen im Game reden kann, sogar waehrend des Ladebildschirms!

Wer nicht online gameen kann, der hat wahlweise auch die Moeglichkeit offline gegen Bots zu gameen. Eines vorweg: Die Bots im Gefecht sind laengst nicht so bloed wie die im Einzelgameer, denn hierbei sind sie sogar richtig gut! Sie nutzen die Supports wie Luftschlag oder gar die Atombombe, was sie in der Kampagne nicht machen. Auch ueberlegen sie und haben stets ein wachsames Auge auf ihre Punkte – so muss das auch sein! Leider aber wollen die Bots nicht verstehen, dass sie den Rueckzug anordnen sollen, weil sie am Verlieren sind – schade. Ansonsten aber machen sie sich gut, nur im Defensivverhalten gibt es Abzuege.

Grandiose Optik!

Die Grafik von World in Conflict moechte ich an jener Stelle als ‘die beste im Genre’ bezeichnen, denn anders kann ich es nicht ausdruecken. Die Explosionen sind so fett und kommen extrem wuchtig daher. Wenn Panzer ueber den Boden fahren, entstehen tiefe Rillen und die Atombombe (in der geschnittenen Edition ‘BFB – Big Fucking Bomb’) ist das Sahnehaeubchen der gesamten Praesentation. Vor allem, wenn man DX10 hat, wird man die Grafik erst recht geniessen koennen, weil man dann sogar Druckwellen der Einschlaege sieht – der Hammer! Beim Sound hat man nichts falsch gemacht und liefert eine durchweg sehr gute Leistung ab.[]

So testen wir!

Gameetester.com Wertung
Gamespass sehr gut Auszeichnungen
Gameplay sehr gut
Grafik sehr gut
Sound sehr gut
Umfang gut
Multiplayer sehr gut

Gesamt

Der Kommentar
Kommentator

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Wenn es ein Game gibt, das ich Fans von RTS und Strategie wirklich empfehlen wollte, dann ist es auf jeden Fall World in Conflict! Dieser Titel ist eine Klasse fuer sich und zeigt vor allem im Mehrgameer-Modus, wo der Hammer haengt. Selten zuvor habe ich ein so ausbalanciertes Game gegamet, das zudem eine extrem schicke Optik besitzt. Wer sich World in Conflict nicht kauft, ist selber schuld – hier muss man zugreifen!
Tops Flops
Geniale Grafik
Klasse Mehrgameer
Sehr gut ausbalanciert
Dedicated Server
Unverbrauchtes Szenario
Bot-KI im Gefecht gut
Gegner-KI im Singleplayer mangelhaft
Singleplayer wirkt stark zweckmaessig
Laengere Ladezeiten

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