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WRC 7 (PS4) Test

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Alle Freunde der Rallye-Simulation haben sich den Tag im Kalender eingekreist. Am 15. September erschien WRC 7 als offizielles Spiel der FIA World Rally Championship Saison 2017. Die Timeline der Rallyesimulation reicht bis in das Jahr 2001. Viele Rally-Fans kennen die WRC-Reihe noch aus der Zeit in der Milestone für die Entwicklung des Spiels verantwortlich war. Zuletzt erschien Jahr für Jahr ein neuer Ableger der WRC-Reihe. Im Fokus steht weiterhin die lizensierte Rallye Meisterschaft mit 14 offiziellen Events. Ebenfalls mit von der Partie sind 55 lizensierte Teams mit den offiziellen Fahrern. Für den diesjährigen Ableger haben die Entwickler zahlreiche Verbesserungen vorgenommen. Allen voran stehen eine neue grafische Darstellung, eine saubere Spielbarkeit und realistische Rallye-Simulation. Wie es auch bei anderen Fahrspielen der Fall ist, habe ich auch ein Auge auf die Einsteigerfreundlichkeit geworfen. Ob WRC 7 den Ansprüchen der Rallye-Experten und Anfängern gerecht wurde? Erfahrt es in den nachfolgenden Zeilen.

WRC 7 – Optisch wieder auf hohem Niveau!

Die letzten Jahre gab es durchweg negative Rückmeldungen bezüglich der grafischen Darstellung der WRC-Ableger. Oftmals fielen die Autos und Landschaftsumgebungen viel zu mager aus und hatten keine besonderen Details vorzuweisen.

WRC 7Das Entwicklerstudio Kylotonn nahm die Kritik zur Kenntnis. Für WRC 7 wurde die Grafik von Grund auf neu aufgebaut. Ihr könnt mit überarbeiten Licht-und Schattenverhältnissen rechnen. Vor allem nachts zeigen sich die Lichteffekte der Fahrzeug-Schweinwerfer besonders gut gelungen. Auch die Streckenstandorte lassen sich nun besser identifizieren. Je nach Region fallen hier Streckenverhältnisse und Umgebungsmerkmale deutlicher ins Auge. Daher sind die 13 Strecken im Spiel deutlich voneinander abzugrenzen.

Mein Kritikpunkt und das werdet ihr auch selbst feststellen ist der Einklang mit der Realität. Auch wenn die grünen Büsche hübsch anzusehen sind, so wirken sie wie unsichtbar. Das Umfahren von Gebüschen wird im Spiel nicht real widergespiegelt und führt zu einem erheblichen Rangverlust der Grafik.

Überdies könnt ihr WRC 7 nur in 30 Bildern pro Sekunde spielen, was ein massiver Eingriff in das Spielgeschehen ist. Gerade Rennspiele sollten im Bereich des Gameplays eine flüssige Bildrate bieten. Und wenn ihr auch ehrlich seid ist die Grafik von WRC 7 auch nicht das Gelbe vom Ei. Definitiv ist in Puncto Grafik deutlich Luft nach oben.

WRC 7 – Eine nicht so ganz einfache Sache!

WRC 7 Bigben InteractiveFalls ihr mit Rennspielen noch nicht sehr vertraut seid habe ich eine gute Nachricht für euch. WRC 7 bietet eine gute Einsteigermöglichkeit an, um sich mit der Steuerung und der Spielmodi vertraut zu machen. Unter der Menüoption Fahrstil findet ihr voreingestellte Fahrstile, wie zum Beispiel Amateur, Halbprofi, Profi und Simulation. Ebenso könnt ihr die Fahrhilfe auch individuell anpassen. Je nach Auswahl erhaltet ihr Hilfe beim Start und beim Bremsen. Ihr könnt auch entscheiden, ob Schadeneffekte nicht nur einen optischen Einfluss haben, sondern auch euer Handling beeinträchtigen. Der allgemeine Schwierigkeitsgrad besteht aus den Stufen Einfach, Mittel, Schwierig und Hardcore.

In euren Rennen seid ihr immer in Begleitung eines Beifahrers. Dieser gibt euch zahlreiche Kommandos, um euch auf bevorstehende Kurven und Bremspunkte vorzubereiten. Auch hier können die Anfänger und Experten unter euch selbst Hand anlegen. Ihr legt selber fest, wie detailliert euch der Beifahrer vor Gefahren, Richtungswechsel und Haarnadelkurven informiert. Selbst die Reaktionsgeschwindigkeit des Beifahrers lässt sich über die Beifahrer-Synchronisierungsoption festlegen. Eine viel zu späte Synchronisation führt zu Überraschungseffekten auf der Strecke.

Eine ziemlich gute Sache ist der verfügbare Farbenblind-Modus. Wenn ihr von der deutschen Sprache gelangweilt seid, könnt ihr auch die Sprache eures Fahrers auf Spanisch, Chinesisch, Britisch, Französisch und Italienisch stellen.

WRC 7 – Rally-Abenteuer wird dokumentiert

WRC 7WRC 7 zeichnet eure Fahrerdaten in Bezug auf erbrachte Leistungen bei den Herausforderungen auf. In der Drivercarf findet ihr zudem auch die Anzahl eurer absolvierten Wertungsprüfen und Rallyes, sowie eure insgesamt gefahrene Kilometerzahl.

Weitere Spielstatistiken findet ihr unter den Extras. Dort werden auch die offenstehenden Herausforderungen angezeigt und eure ESports-Abzeichen werden ebenfalls aufgeführt. Unter Showroom könnt ihr euer Fahrzeug beziehungsweise Team auswählen. Außerdem dokumentiert WRC 7 die eigenen Statistiken im Einzel- und Mehrspielermodus. Ebenso gibt das Spiel Informationen über unsere Lieblings-Ralllye, Lieblingsauto und Lieblings-Wertungsprüfung beziehungsweise den Lieblingsstrecken. Auch die Anzahl an Kollissionen, erhaltene Strafen und Respawns wird dokumentiert. Dadurch hat meinen guten Überblick auf die eigenen Fortschritte.

WRC 7 – Beginnt eine Solo-Karriere oder meistert Herausfoderungen

Außerdem habt ihr die Möglichkeit eine Fahrerkarriere zu absolvieren. Zu Beginn erstellt ihr einen Fahrer und gibt ihm einen passenden Namen und eine Nationalität. Wie in den anderen Spielmodi könnt ihr auch für die Karriere den Schwierigkeitsgrad beziehungsweise Fahrstil festlegen.

Anschließend gelangt ihr in eine Übersicht in der ihr euren ersten Vertrag unterzeichnen müst. Wichtig vorab ist, dass ihr euch gut überlegt, welche der jeweiligen Teams zu eurem Fahrerstil passt. Einige achten besonders darauf das euer Fahrzeug unversehrt bleibt.Neben der Zielvorgabe des Teams könnt ihr auch sehen, welche Team-Strategie und Vertragsdauer die jeweiligen Teams bieten.

In der Karriereübersicht könnt ihr unter der Rubrik Team den Status und die Moral eures Teams überprüfen. Ansonsten findet ihr im Karrieremodus noch einen Kalender und die Möglichkeit an eurem Fahrzeug Konfigurationen, wie zum Beispiel eine Reparatur vorzunehmen.

WRC 7

Der Karrieremodus kommt dementsprechend also nicht an Rennspiele wie F1 2017 heran. Vor allem in Puncto Präsentation fehlt hier einfach ein ganz großes Puzzleteil.

Macht die Fahrerkarriere keinen Spaß, könnt ihr euch im Multiplayermodus mit anderen Fahrern messen. Hier lässt euch das Spiel selbst entscheiden, wie ihr euer Online-Erlebnis gestalten wollt. Entscheiden könnt ihr zwischen Schnelles Spiel, Lobby finden und Lobby erstellen. Dadurch könnt ihr eine Lobby finden, die nach euren Vorstellungen passt. Wollt ihr beispielsweise eine Wertungsprüfung oder lieber den Rallye-Modus. Stellt nach eurem Wunsch die Schwierigkeit und die Kategorie ein.

Ihr habt einen begeisterten Freund der mit euch zusammen spielen möchte? Das ist mit dem integrierten Splitscreen und der Hot Seat-Variante im Multiplayermodus ebenfalls möglich. Bis zu acht Fahrer könnt ihr eurem Rennen hinzufügen. Die Hot Seat Variante eignet sich wenn ihr zu wenig Controller habt und trotzdem viele Fahrer am Rennen teilnehmen sollen.

WRC 7 bietet auch einen eigenen Herausforderungsmodus in dem ihr Punkte sammeln könnt.

Fazit
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich bei WRC 7 einiges getan. WRC 7 bekam ein grafisches Upgrade spendiert, dass ich einerseits wirklich gut finde. Jedoch wird die Freude gebremst, wenn die Streckenumgebung bei den Details noch zu gering ausfällt. Das Gameplay empfand ich für einen Anfänger noch zu schwierig. Selbst mit Fahrerhilfe und leichtem Schwierigkeitsgrad war es mir mit einem Controller nicht möglich ein Rennen unversehrt zu absolvieren. Was mir an WRC 7 besonders gefällt ist die Fahrerdokumentation. Das Spiel sammelt Informationen über unsere Lieblingsstrecken unsere besten Fahrzeiten und andere wichtige Statistiken. Dadurch bekommt man das Gefühl sich weiterentwickeln zu können. Immerhin weiß man durch die Statistik in welchem Bereich Verbesserungen vorzunehmen sind. Das Online-Erlebnis ist ebenfalls gut gelungen. Es war die richtige Entscheidung eine Split-Screen und Hot Seat-Variante ins Spiel einzubringen. Zu Kritisieren gilt von meiner Seite noch der Karrieremodus der meines Erachtens noch ausbaufähig ist. Nach meiner Ansicht zeichnet sich WRC 7 eher durch die zahlreichen Herausforderungen aus, die für eine zusätzliche Motivation sorgen.
Gut
  • verbesserte Grafik zu Vorgänger
  • zahlreiche Herausforderungen absolvierbar
  • Multiplayermodus mit integrierten Splitscreen und mit Freunden spielbar
  • Drivercard zeigt eigenen Fortschritt an (Spiel sammelt Daten über erzielte Leistungen)
Weniger Gut
  • Streckenumgebung zu detailarm und in Kombination mit Gameplay nicht realitätsnah genug ausgeprägt
  • Karrieremodus fällt zu gering aus (Kein eigenes Fahreraussehen erstellbar, keine Präsentation)
  • Trotz Fahrerhilfe sind die Fahrzeuge mit dem Controller schwierig zu steuern
8
Gut
Written by
Behrang ist seit 2016 bei Spieletester.de als Redakteur tätig. Und seit 2018 als Chefredakteur auf unserer Plattform unterwegs. Er gehört zu unserem Sport Spezialisten Team und ist großer FIFA-Fan.

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