Startseite » Testberichte » Yo-Kai Watch 2 (3DS) Test

Yo-Kai Watch 2 (3DS) Test

Yo-Kai Watch 2

8

Yo-Kai Watch 2

8.0/10

Pros

  • Yo-Kai Designs um Klassen besser als in Teil 1
  • Storyline weiß zu gefallen
  • Viele denkwürdige Momente
  • Zahlreiche Inhalte nach Abschluss der Story verfügbar
  • Viele Geheimnisse
  • Große Spielwelt
  • Eingängiges, leichtes Kampfsystem …
  • Starke deutsche Sprachausgabe
  • Tolle, charmante Optik

Cons

  • … das aber sämtlichen Anspruch verloren hat
  • Minispiele im Kampf nutzen sich zu schnell ab
  • Quests sehr langweilig
  • Inventar unübersichtlich

Im Test überzeugt Yo-Kai Watch 2 mit vielen neuen Yo-Kai, einem sehr eingängigem Gameplay und vielen neuen Locations. Dennoch gibt es entscheidende Kritik, denn das Kampfsystem hat merklich Federn gelassen. Ob das Sequel dennoch genauso gut oder vielleicht sogar besser ist als der Erstling, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.

Wenn ich 20 Jahre jünger wäre, dann würde mich Yo-Kai Watch 2 vermutlich für mehrere Jahre beschäftigen. Genauso wie es Pokémon Rot/Blau damals getan haben. So viel im Spiel erinnert mich an die gute, alte Zeit als ich noch jung war. Auch in Yo-Kai Watch 2 gibt es allerhand Quests zu erledigen, Objekte oder Yo-Kai zu fangen und natürlich auch Geheimnisse zu lüften. Der zweite Ableger greift in den meisten Abschnitten das bewährte Spielprinzip des Vorgängers auf. Ja, die Entwickler haben sogar das erste Kapitel fast unverändert übernommen.

„Wie, was?“ fragt ihr euch gerade? Ja, auch ich war etwas verdutzt. Erinnert ihr euch noch an die Mission in Teil 1, in der ihr Insekten fangen musstet? Gibt es exakt so auch in Teil 2. Wisst ihr noch, wie ihr Jibanyan bekommen habt? Auch diesen findet ihr an exakt derselben Stelle im Nachfolger wieder. Immerhin: Die Helden (weiblich oder männlich – ihr wählt, wobei die Wahl keine Auswirkung auf den Verlauf des Spiels hat) fangen an, sich an frühere Ereignisse zu erinnern. Dennoch sorgte es bei mir für sehr viel Verwirrung.

Yo-Kai Watch 2

Und generell ist es sehr ratsam, den Vorgänger gespielt zu haben. Nicht nur die Charaktere, sondern auch viele Anspielungen sind nur dann verständlich, wenn ihr den ersten Teil kennt. Abseits dessen bekommen Kenner des Vorgängers auch viele neue Locations zu sehen. Dabei dürft ihr nun auch den Zug betreten und die benachbarten Örtlichkeiten besuchen. Zudem gilt es später in die Zeit zurückzureisen und so sehr einfallsreiche Quests zu absolvieren!

Yo-Kai Watch 2 – Entschlacktes Kampfsystem

Das Kampfsystem des Spiels bleibt sich zum Großteil sehr treu. Doch eine Änderung ist mir sehr sauer aufgestoßen: Ihr könnt keine Aktionen mehr für eure Yo-Kai mehr wählen. Stattdessen übernehmt ihr die Rolle des „Managers“, der lediglich Anweisungen gibt. Kurzum: Ihr entscheidet, wer vorne steht und wer hinten. Zudem dürft ihr Gegenstände einsetzen, eure Kumpanen von Statusveränderungen bereinigen oder die ultimativen Fähigkeiten via Minispiele aktivieren.

Yo-Kai Watch 2Neu ist hingegen, dass ihr die Energie von benachbarten Yo-Kai verwenden könnt, um eine noch mächtigere Spezialattacke auszuführen. Sehr angenehm ist übrigens, dass es jetzt einen Button gibt, mit dem ihr euch den Kampf zum Großteil sparen könnt. Diesen empfehle ich aber nur dann zu verwenden, wenn ihr euch des Sieges auch zu 101 Prozent sicher seid.

Um nochmal auf meinen Hinweis von oben zu kommen – sprich Vorkenntnisse. Als Beispiel will ich mal die Talente und Charaktereigenschaften ins Spiel bringen. Die Talente beispielsweise verändern die Art und Weise, wie Yo-Kai kämpfen. Zudem verstärken sie die Entwicklung einiger Werte mehr als andere. Jibanyan etwa erhält mehr Kraft mit jedem besiegten Gegner. Und das weiß ich nicht, weil ich den Titel über 30 Stunden gespielt habe, sondern weil ich den Wiki gerade offen habe. Zwar gibt mir das Spiel hier und da einige Infos. Was aber verschiedene Werte oder Talente wirklich machen, das muss ich in externen Quellen nachlesen. Hätte ich nicht ein Gedächtnis wie ein Sieb, dann wären mir die ganzen Talente aus dem Vorgänger noch im Kopf geblieben. Vorkenntnisse sind also durchaus nützlich.

Yo-Kai Watch 2 – Ganz wie früher

Wenn es aber etwas gibt, das mir an Yo-Kai Watch 2 wirklich gut gefallen hat, dann ist es die Atmosphäre des Spiels. Stets fühlte ich mich wie zu Hause. Und das schaffen die Entwickler bei Level-5 durch einige geschickte Tricks. Nicht nur besitzen die ganzen Locations sehr viel Persönlichkeit (metaphorisch), sie geben euch auch stets eine Verbindung. Das Spiel zeigt euch das Dorf, in dem euer Großvater aufwuchs, wo euer Vater arbeitet, eure Freunde im Candy Shop nebenan ihren Süßkram kaufen und so weiter und so fort. Der Titel schafft es, diese Örtlichkeiten zu viel mehr als nur Quest-Locations zu machen. Dadurch fühlt sich die Welt auch nicht platt, sondern organisch an.

Yo-Kai Watch 2Generell haben die Entwickler stark auf die kleinen Details geachtet. Wenn ihr beispielsweise euer Zuhause betretet, dann stellt euer/re Held/in ihre Schuhe natürlich fein säuberlich ab. Oder auch die Rhythmus-basierten Minispiele, die es beim Essen mit der Familie zu absolvieren gilt. Doch es gibt einige viel größere Szenen, in denen die Liebe zum Detail deutlich wird.

Später im Spiel müsst ihr nämlich den Zug nehmen, um zur Großmutter zu fahren. Ihr geht also zum Bahnhof, kauft ein Ticket, wartet am korrekten Gleis auf den richtigen Zug, wechselt die Linie und wartet während der Fahrt. Sobald ihr ankommt und die Großmutter euch in Empfang nimmt, zeigt sie verschiedene Freunde und örtliche Geschäfte. Abschließend kauft sie euch einen leckeren Seelentee für eure Geduld. Und das Beste: Während dieser Zeit gibt es keinen einzigen Kampf, der die magischen Momente eines kleinen Mädchens oder Jungens zerbrechen könnte. Es hat die Erfahrung und Aufgeregtheit der jungen Menschen wunderbar eingefangen, die zum ersten Mal im Leben einen Zug gefahren sind.

Yo-Kai Watch 2 – Optisch nett gemacht

Ihr merkt schon: Wirklich viele Infos zum Gameplay habe ich in diesem Artikel nicht verraten. Das hat auch einen guten Grund – es gibt im Vergleich zum Vorgänger schlichtweg nichts Neues zu berichten. Sogar grafisch hat sich nur sehr wenig getan, was der Sache keinen Abbruch tut. Die neuen Yo-Kai sehen fabelhaft aus, die Örtlichkeiten sind malerisch und richtig gut gestaltet. Und auch die deutsche Sprachausgabe ist sehr gelungen.

Dennoch muss ich meckern, denn zumindest die Quests hätten sich die Entwickler angucken können. Zu oft müsst ihr nämlich einfach nur irgendwas von A nach B schleppen. Das nervt auf Dauer – trotz der charmanten Welt.

Übrigens: Yo-Kai Watch 2 erscheint in zwei Versionen. Einerseits die hier getestete „Knochige Gespenster“ Version und andererseits Kräftige Seelen. Wenn ihr einen Kumpel habt, der die jeweils andere Fassung besitzt, könnt ihr euch miteinander verbinden. Dadurch gibt es einen zusätzlichen Dungeon im Spiel. Natürlich funktioniert die Verbindung auch, wenn ihr selbst beide Spiele habt. Dann aber braucht ihr auch zwei 3DS.

Zum Test von Yo-Kai Watch 1


Fazit:

Wenn man Yo-Kai Watch 2 ganz nüchtern betrachtet, dann ist es ein 08/15 Spiel, das euch vor immer dieselben Aufgaben, dieselben Kämpfe und Grinds stellt. Doch das würde dem neuesten Werk von Level-5 zu keinem Zeitpunkt gerecht. Tatsächlich ist es der unwiderstehliche Charme, der das Spiel antreibt. Die Welt ist sehr groß und mit verdammt viel Liebe zum Detail gestaltet. Überall gibt es irgendwas zu entdecken, neue Yo-Kai zu finden und einfach Spaß zu haben. Kurzum: Ein Klasse Sequel mit einer netten Story und zahlreichen denkwürdigen Momenten.

Written by
... ehemaliger Chefredakteur bei Spieletester.de. Adam war seit der Gründung 2003 dreizehn Jahre auf unserer Plattform tätig.

Was sagst Du?

0 0

Kommentar hinterlassen

3 Comments

  1. „Doch eine Änderung ist mir sehr sauer aufgestoßen: Ihr könnt keine Aktionen mehr für eure Yo-Kai mehr wählen.“ Hm? Das war doch schon im Vorgänger so und beschränkte sich auch dort lediglich auf die nachfolgendend beschriebenen Aktionen, wie das Ändern der Reihenfolge, etc. Viel mehr hätte mich ja interessiert, ob es neue Minispiele für das Aktivieren der ultimativen Angriffe ins Spiel geschafft haben. Die viel zu kleine Auswahl dieser Minigames war ja ein großer Kritikpunkt des Vorgängers.

    Reply
    • Man konnte schon auswählen, welche Attacke die Yo-Kai verwenden in Teil 1. Das geht halt im Nachfolger nicht mehr, weils automatisiert ist. Jetzt führst du nur noch die SPezialfähigkeiten durch und wechselst mit dem Radialmenü die Yo-Kai durch. Mehr nicht.

      Zu den Minispielen: Da gibt es nicht mehr als beim Vorgänger. Sind sogar dieselben.

      Reply
      • Also in der Demoversion zu Yo-Kai Watch 2 gab es mindestens ein neues Minispiel zur Aktivierung der Ultiseel-Attacke. Nämlich das mit den Uhrzeigern.
        Und mit dem „Bestimmen, welche Attacke sie ausführen“ meinen sie glaube ich, dass man dem Yo-Kai vor dem Kampf sagen konnte, ob er hauptsächlich Angriffe blocken, selbst angreifen oder Gegner/Verbündete beseelen soll.

        Mich würde vor allem mal interessieren, ob die Story mittlerweile mehr Inhalt hat, als im ersten Teil. Dort ist sie nämlich schon sehr kurz geraten.

        Reply

Leave a Reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

x
Gibst Du uns ein Like?:Schon geliked? Dann kannst Du es schließen.